MMM am 6.1.2021 – Mein Lieblingsstück 2020

Am ersten MMM des Jahres ist es eine Tradition geworden, die genähten Stücke des Jahres noch einmal vorzustellen und daraus dann den Liebling des Jahres zu küren. Das wird bei mir eine schnelle Angelegenheit werden.

Im letzten Jahr habe ich gefühlt fast nichts genäht, und eine objektive Überprüfung bestätigt das auch: Nein, ich habe fast nichts für mich genäht.

  • Im Februar habe ich mir eine schwarze Hose genäht. Anlass war eine Beerdigung, außerdem sitzt sie etwas zu locker – nicht mein Lieblingsteil.
  • Im März ging der Masken-Alptraum los. Ich habe für meine Kollegen, meine Familie, Freunde und mich insgesamt vermutlich 40 Stück genäht, vielleicht auch 50. Zählt nicht als Kleidung, hat aber einen großen Teil meines Näh-Mojos gefressen.
  • Im April habe ich ein UFO von meiner (immer noch ziemlich vollen) UFO-Liste beendet. Die Bluse ist irgendwie nicht so viel getragen worden, vermutlich, weil man sie bügeln muss.
  • Im April und Mai habe ich ein weiteres UFO beendet, den grünen Rolli, und einen Rock genäht nach einem Schnittmuster, das ich schon seit Jahren mal nähen wollte. Der Pulli ist superbequem, ein „missing link“, will heißen: ein Kombi-Stück, dass im Kleiderschrank gefehlt hat und der Rock ist ebenfalls sehr angenehm zu tragen. Heißer Favorit!
  • Dann kam der Juli und es war draußen sehr heiß und in den klimatisierten Räumen meines Arbeitsplatzes ziemlich kalt. Daher habe ich ein Shirt genäht, dass sehr gut zu dem Rock passt und auch zu einer schmalen Hose, die ich vorher nicht so häufig getragen habe.
  • Im September waren wir endlich im Urlaub. Dafür habe ich ein weiteres UFO beendet und außerdem eine bequeme Leinenhose für die Reise genäht. Die Hose sieht ziemlich unvorteilhaft aus, zumindest wenn sie zerknittert ist und mit einem T-Sirt darin getragen wird. Die Bluse ist süß, aber beide Teile müssen gebügelt werden. Ich mag sie sehr, aber für den Liebling des Jahres reicht es nicht.
  • Dann habe ich wieder zwei Monate nichts genäht, nicht einmal UFO’s begonnen oder beendet. Wo ist bloß der Herbst geblieben? Das letzte, das in diesem Jahr entstanden ist, ist meine Weihnachtbluse. Wir beide müssen uns noch etwas miteinander anfreunden, außerdem braucht sie noch Druckknöpfe am Ausschnitt. Sylvester habe ich sie mit einer Sicherheitsnadel getragen (ja, ich schäme mich) ! Zugeschnitten liegt hier noch eine Hose und halb fertig ein Mantel, für den es mittlerweile zu kalt ist.

Damit wäre auch schon der Liebling des Jahres identifiziert:

Es sind gleich zwei, denn die Kombiantion auf dem Bild habe ich von allen neuen Kleidungsstücken am häufigsten getragen.

Auf dem MMM-Blog gibt es heute ganz viele Rückblicke mit Lieblingskleidung zu sehen. Ich danke den Organisatorinnen, dass sie diese großartige Plattform auch in diesem Jahr zur Verfügung stellen.

Für dieses Näh-Jahr wünsche ich allen ein gutes Näh-Mojo. Ich denke, dass ein kreatives Hobby wie das Nähen und die Vernetzung in der Näh-Communitiy ganz wesentlich zum Erhalt von geistiger und körperlicher Gesundheit in Zeiten von Krisen, Lockdown und anderen Schrecklichkeiten beitragen.

In diesem Sinne : Keep Calm an Sew On

10 Kommentare

  1. Der Burda-Rock ist aber auch zu schön, der ist sicher zu Recht Dein Lieblingsteil! Und ich finde insgesamt Deinen Jahresüberblick sehr beachtlich, es ist doch viel schwieriger, ein UFO zu beenden als neue Sachen zu nähen. Deine Weihnachtsbluse mag ich sehr, grade habe ich nochmal Deinen Post dazu durchgelesen. Intessant, was Du über die Burdaanleitungen schreibst, das bestärkt mich ja doch etwas in meiner Weigerung, nach Burda zu nähen…aber der Rock ist wirklich schön! Vielleicht sollte man sich ja an die Schnitte halten und die Anleitungen ignorieren, mit einer gewissen Näherfahrung geht das ja.
    Ich wünsche Dir ein wunderschönes Nähjahr 2021!
    LG Barbara

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    • Naja, ich bin trotz allem eine Burda-Freundin. Die Schnitte haben oft so ein paar kleine, anspruchsvolle Details, und ganz ehrlich, viele Indie-Schnitte habe ich in etwas älteren Burdas schon mal gesehen.
      Was mich an der Anleitung gestört hat, war die Tatsache, dass sie es beim Kragen „einfach“ machen wollten, und stillschweigend die Mehrweite im Schnitt untergebracht haben, ohne die Schneiderin mit zuviel Information zu verwirren. Dadurch habe ich gedacht, sie haben sie einfach weggelassen und diesen scheinbaren Fehler quasi doppelt korrigiert.
      Ich habe mit Burda nähen gelernt und hatte noch nie Probleme, eine Anleitung zu verstehen. Man muss sich allerdings die Zeit nehmen, die ganze Anleitung vorher zu lesen und gegebenenfalls mit Hilfe der Schnittteile sich visualisieren, was gemeint ist. Dafür braucht man eine gewisse Erfahrung. Einfach drauf los nähen geht nur bei den einfachen Modellen, bei komplizierteren ab Grad 3 kann das in die Hose gehen.
      Modisch ist Burda eigentlich immer up to date. Was Du heute im Heft siehst, ist in einem halben Jahr in den teuren Läden und nach einem bis zwei Jahren in den Textildiscountern.
      LG, Stefanie

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  2. Nach „fast nichts“ sieht das für mich aber nicht aus! Hey, Du bist drangeblieben und hast UFOs abgeschlossen, was ich auch schwieriger finde, denn da ist der Reiz des Neuen schon weg und die ersten Probleme haben sich gezeigt. Und Du hast zwei zeitlose Lieblinge produziert, die bei vielen Gelegenheiten passen. Liebe Grüße Manuela

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  3. Ufos beenden scheint mir doch sehr befriedigend… Und Produktiv warst du allemal! Es war ja ein besonderes Jahr. Für das neue Jahr wünsche ich dir viel Freude und Gelegenheit für dein schönes Hobby, und hoffe, du musst keine Masken mehr nähen… Lg Sarah

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    • Nicht ganz, ich habe mir gerade ein paar Masken-Panels für Jersey-Masken von Alb-Stoffe gekauft. Daraus nähe ich Motivations-Masken für meine Kollegen, wenn die Infektionszahlen in unserem Hotspot soweit sinken, dass wir wieder ohne FFP2-Masken arbeiten können. Quasi zum Aufatmen. Ansonsten gibt es nur noch Masken passend zu den neuen Sachen, die ich mir nähen will.
      LG, Stefanie

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