Schlagwort-Archive: MMM

MMM mit Burda 2/18 Modell 113

Liebe Passagiere,

Ich begrüße Euch herzlich auf dem Flug MMM 4-4-2018. Die Notausgänge befinden sich rechts und links hinter Euren Sitzen.

Ich zeige heute das Kleid Nr. 113 aus der Februar-Burda.MMM 04-40-18 (5) Der Schnitt bzw. die Anleitung hat für einige Aufregung gesorgt, unter anderem auch bei mir, weil die Angaben zum Schnittbogen falsch waren. (Zur Erinnerung: Schnitt 113 befindet sich auf dem Bogen C mit blauer Kontur, nicht rosa unterlegt).

Mein Mann fand, dass das Kleid mit Halstuch nach Flugbegleiterin aussieht, und ja, dieser Gedanke drängt sich auf. Mit Blumen kann ich aber auch:MMM 04-40-18 (4)Der Schnitt wird als „Masterpiece“ gehandelt, eine Bezeichnung, die ich immer etwas blöd finde, denn viele dieser „Masterpieces“ sind vielleicht anspruchsvoll zu nähen, aber durchaus machbar. Man darf sich nicht von der Bezeichnung abschrecken lassen.

Machbar ist dieses Kleid eindeutig auch, allerdings sollte man sich durch die Nähschule nicht täuschen lassen. Einfach drauf los nähen und den Bildern folgen geht hier genau so wenig, wie bei jedem anderen Burda-Schnitt. Man muss sich vorher ganz genau im Klaren sein, wo der einzelne Schritt hinführt, das gilt ganz besonders für das mittlere Vorderteil, das über die Taille nach unten verlängert ist und in den Rockabnähern MMM 04-40-18 (9)verschwindet.

Ich bin ja keine Freundin von Probeteilen, aber in diesem Fall wäre zumindest ein Probeoberteil von Vorteil gewesen. Wenn die Abnäher genäht sind, wird die Nahtzugabe auf Höhe der Taille eingeschnitten, und dann kann das Oberteil nicht mehr verlängert werden, egal, wieviel Nahtzugabe man noch angeschnitten hat. Ich hätte einen weiteren Zentimeter Oberteillänge gut gebrauchen können. So habe ich von der vorderen Mitte zu den Seiten hin die Taillennaht schräg genäht und einen 3/4 cm im Bereich der Seitennaht und im Rücken gewinnen können. Der Gürtel verdeckt die Unregelmäßigkeit, aber durch die Schnittführung fällt die ganze Mogelei ohnehin nicht auf. Im Bereich der Oberarme habe ich von Anfang an 1cm mehr zugeschnitten, dafür habe ich den Saum um 4cm verkürzt.

Ansonsten bin ich mit dem Sitz des Kleides außerordentlich zufrieden. Für ein Kleid aus Webware ist es überraschend bequem und ich kann mich gut darin bewegen.MMM 04-40-18 (8)Das Modell hat einen Gürtel aus dem Kleiderstoff, mit einer bezogenen Schnalle. Ich habe den Gürtel auch ganz brav genäht, aber er sah derartig unvorteilhaft aus, dass ich froh war, nicht auch noch eine Schnalle bezogen zu haben. Wenn man keine Sanduhr-Figur hat oder so klapperdürr ist, wie das Model in der Zeitschrift, ist ein Gürtel in einer Kontrastfarbe für dieses Kleid besser geeigntet, finde ich.

Das Kleid ist komplett gefüttert und wenn man überall dieselbe Nahtzugabe hat, passt das Futter wunderbar auf die Besätze und in das Oberteil. Einzig die Falten im Futterrock-Vorderteil würde ich erst legen, wenn es  an der Taillennaht befestigt wird.

Genäht habe ich das Kleid aus einem Tweed-artigen Polytierchen mit einem zarten Lurex-Schimmer, den ich auf der Annäherung 2017 bekommen habe. Eigentlich sollte er eine weite Hose mit Bundfalten werden, aber ich bin sehr froh, dass ich nicht  dazu gekommen bin.FischknopfDie Knöpfe sind noch von meiner Mutter, lange gehütete kleine Fische aus Bronze. Zwei von ihnen hatten schon mal ein Gastspiel an einer Cordhose zu Teenager-Zeiten…

MMM 04-40-18 (6)

Kleid: Modell 113 aus Burda 2/2018, Größe 38

Änderungen: Oberteil um 3/4cm verlängert, Ärmel am Oberarm um 1cm erweitert, Saum 4cm gekürzt.

Schwierigkeitgrad: Ganz sicher kein Anfängermodell. Erfordert viel Präzision bereits beim Zuschneiden und auch beim Nähen. Und viel Zeit!

Würde ich das Kleid noch einmal nähen? Wohl eher nicht, ein Kleid von der Sorte reicht.

Meine Hände sind schon eingepackt, aber bevor ich mit Euch zum MeMadeMittwoch weiterfliege, möchte ich noch auf den Homewear Sew Along hinweisen, der ab dem 14.4., also Samstag in einer Woche, bei Manuela von Twill und Heftstich und hier auf dem Blog stattfindet. Vielleicht hat ja eine von Euch Lust, mitzunähen. Ich würde mich freuen! Infos findet ihr hier.

MMM im Bürzelrock (Burda 115 -01-17)

Willkommen bei „Vom Winde Verweht im Spreewald“.Ich zeige heute den Bleistiftrock aus der Januar-Burda, hier  noch einmal ohne Haare im Gesicht.Der Rock mit den interessanten Faltenpartien im eingesetzten Seitenkeil und dem Godet im Rücken hat mich vom ersten Blick an fasziniert. Insgesammt dreimal ist er im Heft und kein einziges Mal wird die Kehrseite gezeigt, das gab mir dann doch zu denken. Wohlmöglich sah das Godet wie ein Bürzel aus?

Ute hat dann  bei der Annäherung den Rock genäht und siehe da, es gab keinen Bürzel. Sie hatte einen grünen Karo-Stoff dafür verwendet, und ein Rest eines ähnlichen leichten Flanells lag auf dem Tauschtisch. Also habe ich frech ihren Rock kopiert. (Merke: Nachahmung ist die höchste Form der Schmeichelei).Hier die windige Rückansicht. Leider hatte ich Ute nicht so genau zugehört, als wir über die Größe sprachen und mir irgendwie etwas von „enger machen“ gemerkt. Ich habe dann munter in Größe 36 zugeschnitten und genäht und den fertigen Rock kaum über die Hüften bekommen! Nachdem ich alle Nähte wieder aufgetennt und auch den letzten halben Zentimeter herausgelockt habe, passt der Rock aber perfekt. Das (oder der?) Godet wird mit einem Stück Futter unterlegt, das nur so breit ist, wie die Lücke im Rock, so dass der Rock seine Form behält. Das Futterstück endet aber eine Handbreit oberhalb des Saumes, so dass man sich im Rock sehr gut bewegen kann. Mit dem Schnitt könnte ich mich glatt an enge Röcke gewöhnen. Die interessante Faltenpartie an der Seite gefällt mir auch, und ich würde gerne mit dem Rock in Serie gehen, dann müsste ich aber erst einmal den Schnitt aufs neue auskopieren, dafür fehlt mir gerade die Zeit und Lust. Stoff hätte ich ja schon noch da…Nett ist, dass man wegen der vielen schrägen Nähte sich kaum Gedanken um die Karoverarbeitung an den Seiten machen muss, nur die Rückwärtige Mitte ist halt etwas tricky. Burda sieht eine höhergesetzte Taille und eine Länge unter das Knie vor, ersteres mag ich nicht, für letzteres war ohnehin nicht genug Stoff da. Der Reißverschluss ist verdeckt eingesetzt, und oben gibt es einen Haken mit einer genähten Schlaufe, ganz so, wie man es vor Erfindung von Nahtreißern gemacht hat. Ich habe noch alte Reißverschlüsse, die ich auf diese Weise gut verbrauchen kann. Eigentlich steht er auch nicht so ab, das sieht auf dem Foto nur so aus.

Der Rock ist das erste Teil meiner neuen Kollektion passend zur roten Strumpfhose und wird heute beim Me Made Mittwoch gezeigt.

Dort zeigt Sibylle ihre neue Latzhose und es gibt wie immer tolle selbstgenähte Kleidung zu bewundern.

Pussy-Hat am Frauentag

Hier im Osten ist heißt der 8. März „Frauentag“. „Früher haben wir immer Fresien im Betrieb bekommen“, erzählte mir einmal eine ältere Kollegin. Als im Westen der Republik Aufgewachsene bekam ich damals große Augen.

Ich begehe den Weltfrauentag heute mit einem nigelnagelneuen Pussy-Hat, schnell gestrickt an den letzten drei Abenden.Dazu trage ich noch zwei weitere Strickstücke, die gänzlich unverbloggt (!) sind , lauter Premieren. Der 1960’s Coat ist ein bereits mehrfach gezeigter Freund. Es liegt halt in der Natur von Jacken und Mänteln, dass man sie quasi in Dauerschleife trägt. Die Lace Stola ist im Sommer gstrickt worden, und im Anschluss zeige ich eine Art Mini-Tutorial für die garstigen Noppen, aus denen sie zum größten Teil besteht. Das Muster „Soft Spring“ von Drops ist natürlich so schön, dass sich die ganze Mühe gelohnt hat, aber das mache ich nie wieder!

Der Pussyhat passt prima zum Innenleben des Mantels und auch zum vor ein paar Wochen während einer Grippe fertiggestellten Herbstjäckchen. Letzteres ist wohl doch ein bisschen zu kurz zur Hose und ich sollte es besser nur zu Kleidern tragen, bei denen dann keine Bauchröllchen blitzen können.

hier kann man das Gladiolenmuster etwas besser erkennen

Bleiben nur noch die Hose und das weiße Shirt zu nennen. Als ich fertig angezogen war, stellte ich fest, dass alles bis auf Unterwäsche und Strümpfe selbst genäht ist, das fühlte sich schon echt gut an!

 

„Schöne Mütze“ sagte eine Kollegin zur Begrüßung. „Das ist keine Mütze, sondern ein politisches Statement“, war meine Antwort. Ein Zeichen gegen Sexismus, böse Präsidenten und der Solidarität mit allen Frauen, denen es in jeglicher Hinsicht schlechter geht, und deren Rechte (im wahrsten Sinne des Wortes) mit Füßen getreten werden.

Aber es ist eben auch eine Mütze, und ich freue mich total, dass etwas, das eigentlich als nicht  ganz ernst gemeintes Kleidungsstück gedacht war, mir so gut steht. Endlich mal ein Mützenschnitt, den ich tragen kann!

Ich habe die Brigitte-schnell-schnell-Anleitung genommen, aber aus Zeitmangel das Rechteck kürzer gestrickt und dann statt die Längs-Kanten unten bzw oben zu verwenden, sie als Seitennähte genommen. Weil ich sehr locker abkette, war es kein Problem, die kurzen Kanten unten zu haben, es dehnt sich alles prima. Im Gegensatz zur Anleiltung liegt die Mütze schön eng am Scheitel an, nur die Öhrchen stehen ab, so gefällt es mir. Es werden mit Sicherheit noch Mützen nach diesem Schnitt mit anderen Farben und anderen Strickmustern folgen.

Beim heutigen MMM kann man jede Menge Pussy-Hats mit den dazugehörigen Gesamtoutfits sehen.

Hier kommt nun das versprochene Mini-Tutorial zu den Noppen:

In der Anleitung steht, dass man mit abwechselnden rechten Maschen und Umschlägen aus der selben Masche 7 Schlaufen von ca. 1cm Länge stricken soll. Wie das mit den dünnen Nadeln und dem dünnen Garn mit einem vertretbaren Aufwand hinbekommen soll, ist mir ein Rätsel. Ich bin bereits an der ersten Test-Noppe verzweifelt. Und dann habe ich mir folgenden Trick ausgedacht:

Um genügend lange Schlaufen zu bekommen, verwende ich eine Hilfsnadel (hier eine Zopfnadel)

Dann fädele ich die sieben Maschen auf eine Büroklammer. Das geht ganz leicht, weil ich sie zwischen den beiden Nadeln durchschieben kann.Das sieht dann so aus.

Auf der Rückreihe kann ich das Maschenbündel mit der Büroklammer (im Bild schwarz nachgezeichnet) etwas aufziehen, so dass ich die Nadel zum links stricken hindurchschieben kann. Der Faden wird durchgezogen und am Ende wird die Büroklammer entfernt.

Noppe fertig

Danke an meinen lieben Mann, der diese Phasen-Fotos im Urlaub gemacht hat.

Ich verabschiede mich in die Nacht und zum MMM.

Merken

Merken

Merken

Merken

MMM in Burda 124-052013 aus Tchibo-Bettwäsche

Heute trage ich ein Sommerkleid, das ich in einem regnerischen Camping-Urlaub vor zwei Jahren genäht und noch immer nicht verbloggt habe. MMM 08-06-16 (1)

Das kann daran liegen, dass es in jenem Jahr so gut wie gar nicht warm genug dafür war. Und dann geriet es in Vergessenheit.

Ich fand den Schnitt in der Burda damals ganz toll, und die Blümchen-Bettwäsche aus Bio-Baumwoll-Jersey hatte ich mir zum Geburtstag geschenkt. Die Näherei mutierte zu einem Auftenn- und Anpass-Marathon. Ich durfte die Brust verkleinern, die Taille verlängern und weiter machen, ich habe die vordere Passe weniger spitz gemacht und habe erst Paspeln eingesetzt, um sie dann später wieder abzutrennen. Am Ende hatte ich ein relativ gut sitzendes Kleid mit einem recht freizügigen Ausschnitt.

Dummerweise hat mein Busen beschlossen, mehr zu werden. Warum macht er das? Ich dachte, dass die Brust mit den schwindenden Hormonen ebenfalls schwindet bis sie irgendwann nur noch eine Erinnerung ist, zumindest hat sie das in den letzten Jahren so gemacht. Jetzt habe ich also ein nettes Sommerkleidchen, das an der Brust etwas zu eng ist. Und weil natürlich der BH blitzt, werde ich aus den allerletzten Stoff-Fitzelchen, die ich noch übrig habe, einen neuen BH nähen, der dann nicht so auffällt, wenn er blitzt. Ich brauche ohnehin neue! MMM 08-06-16 (2)Zur Arbeit kann ich das Kleid allerding nicht mehr tragen, dafür ist es dann doch zu offenherzig.

Mehr Sommerkleidung gibt es beim MMM, bitte hier entlang.

Vielleicht interssiert Dich auch das :

MMM im Annäherungskleid – reloaded

Kaum dass mein Kleid von der Annäherung fertig war, stand für mich schon fest, dass ich es mir noch einmal nähen würde, dieses Mal aber aus einem festen Webstoff und mit einem weniger tiefem Ausschnitt.

Weil es heute aber echt kalt und scheußlich ist – das Foto fängt einen der wenigen schönen Augenblicke des Tages ein – trage ich darüber meinen 1960- Coat mit den erweiterten Ärmeln.

Erst einal auspellen.

Stofftextur 27-4-26Der Stoff ist eigentlich ein Möbelstoff. Ich wollte damit mal ein Sofa beziehen. Er fällt aber sehr schön und hat auch eine interessante Struktur, wie ein Jaquard. Da die blaue Farbe nur aufgedruckt ist, habe ich das fertige Kleid erst einmal durchgefärbt. Interssanterweise ist das dunkle Blau durch das Überfärben heller geworden!

MMM 27-4-16-8

Wie man unschwer erkennen kann, knittert der Stoff ganz schön. (Zustand nach zwei halben Stunden Autofahrt und einem Arbeitstag).

Januar outfit

Zum Vergleich hier noch einmal das Annäherungskleid: Das Neue ist deutlich weiter, ich habe insgesammt 4cm Weite zugegeben, die Armlöcher tiefer ausgeschnitten und den Ärmel auch ca. 2 cm erweitert. Das Resultat ist sehr bequem und (gebügelt) dennoch kein Sack. Der kleinere Ausschnitt erspart mir die Sorge um die blitzende Unterwäsche, ist deutlich alltagstauglicher und die erweiterten Ärmel garantieren volle Beweglichkeit. Im Grunde also ein echtes „Brot-und-Butter“-Teil, auch wenn es nicht auf meiner persönlichen SWAP -Liste steht.

 

 

 

 

Hier noch einmal die Daten:

  • Schnitt: Burda 116-092015
  • Größe 38 (nähe sonst Gr 36)
  • Änderungen: de facto eine Größe größer genäht, da 4cm Weite zugegeben und im Ärmel 2cm, Ausschnitt 4cm angehoben
  • Belege gearbeitet, statt am Ausschnitt Kleid und Futter direkt zu verstürzen
  • Würde ich das Kleid nochmal nähen? Ist bereits die Wiederholung, ein drittes Mal wohl kaum
  • (Tuch: Anatopik)

Jetzt aber zum MMM, wo Karin mutig ein Sommerkleid trägt (vielleicht ist es ja bei ihr wärmer).

MeMadeMittwoch im Oktober-Top

Heute morgen war ich bei meiner Freundin zum Basteln. Sie hat einen Fensterstern gefaltet und ich habe einen Ochsen und einen Esel für unsere Fensterkrippe ausgeschnitten. (Bild wird nachgereicht, dafür brauche ich Tageslicht).

Nebenbei hat sie Fotos für den MMM von mir gemacht. Dieses ist am besten gelungen:Oktober-TopIm Becher ist mein derzeitiger zweitliebster Tee: Ingwer-Zitrone. Nur Ingwer-Orange ist besser.

Feine Ringel ergeben auf digitalen Fotos immer psychedelische Muster, daher hier noch einmal ein älteres Bild:

DSC_0242Das Shirt ist mein Oktober-Beitrag zur Twelve-Top-Chalenge von Constance alias Santa Lucia Patterns.

Der Schnitt ist ein umgebautes Patchwork aus der Ottobre 5/2012, die Idee ist von Burda 6722 geklaut, der Stoff kommt vom Tauschtisch bei der Annäherung. Ich liebe Ringelpullis und als ich diesen Schnitt im Burdaflyer sah, wusste ich auch, was der Stoff werden wollte.

Beim heutigen MMM zeigt Wiebke ihre aktuelle Strandgarderobe 🙂 . Und alle anderen selbst benähten Damen treffen sich heute auch dort.

Hier kannst Du weiter lesen:

Zuschneidetetris

Zuschneidetetris

 November

November

MMM: Warme Jacke

Es ist richtig Herbst geworden, das zeigt das Thermometer genau so deutlich, wie das bunte Laub, das überall von den Bäumen rieselt. Zeit für warme Wolljacken. MMM 4-11-15

Stoff und Schnitt stammen vom holländischen Stoffmarkt vor ein paar Jahren. Die Jacke hing in verschiednen Ausführungen genäht am Stand, ein guter Trick, der das „Haben-Wollen“ bei mir sofort getriggert hat. Ich weiß nicht, wieviele Schnitte und Meter Stoff die Frau damit mehr verkauft hat, bei mir hat es jedefalls prima geklappt. MMM 4-11-15 Jacke geschlossenSo sieht die Jacke bei Leuten, die sich nicht richtig anziehen können, dann im geschlossenen Zustand aus – irgendwie habe ich den vierten Knopf wohl nicht gefunden, kam mir doch gleich so merkwürdig vor … DSC_0209

Beim MeMadeMittwoch ist heute Jeans-Motte-Tag, präsentiert von Sybille vom Büro für schöne Dinge . Meine Jeans ist nur gekauft, und ich trage sie auch nur zufällig, weil sie gut zur Jacke passt. Ander Damen (richtig zugknöpft und so) mit oder ohne Jeans findet ihr dort.

MeMadeMittwoch im Restekleid die Zweite

Das Kleid von heute ist letzten Februar entstanden und durfte auch schon einmal zum MMM. Aber so ist das wahre Leben: Kleider die man selber näht, trägt man auch öfter. Hier und hier habe ich es schon beschrieben. Ich bin froh, dass es so warm ist, denn in einem anderen Kleid hätte ich heute noch mehr gefroren. Auf dem Foto komme ich gerade von der Arbeit mit Zwischenstop an der Tanke herein, daher die rote Nase und das Halstuch.DSC_0043

Bevor die Stoffe ein Kleid für mich werden durften, waren sie schon ein Mantelfutter für meine Großmutter (karierter Stoff) und ein Rock für meine Schwester. Bei den Karos passen die Teile irgendwo im Rockbereich deshalb auch nur zu 80% zueinander, aber meine Güte, außer mir und anderen selber nähenden Frauen merkt das sowieso kein Mensch, wenn ich ihn nicht gerade mit der Nase darauf stoße. Wenn ich da an die verschnittenen Karos denke, die man in den Klamottenläden so angeboten kriegt…

Der Schnitt ist burda easy Herbst/Winter 2012 Nr. 5c.

So, und jetzt fix beim MMM vorbeigeschaut, und nachsehen, was die anderen an diesem frostigen Mittwoch so tragen.

Wer Kinder hat, findet vielleicht das auch interessant:

Adventskalender 2012: Als der Weihnachtsmann verhaftet wurde

Adventskalender 2012:
Als der Weihnachtsmann verhaftet wurde

Adventkalender 2013: Weihnachtmarkt in Winkelhausen

Adventkalender 2013: Weihnachtmarkt in Winkelhausen

So hat alles angefangen: 1. Dezember

So hat alles angefangen:
1. Dezember

MMM im Statement-Shirt und Sixties-Kleid

Eigentlich mag ich keine Statement-T-Shirts. Die wenigsten sind wirklich lustig, meistens sind die Sprüche darauf bestenfalls pubertär und schlimmstenfalls primitiv. Nichtsdesotrotz habe ich jetzt selber eines. Seit ich den zauberhaften Film „Coraline“ gesehen habe, habe ich mir ein „I Love Mulch“-Shirt gewünscht. Aber ich wollte einen Basic-T-Shirt-Schnitt ausprobieren und habe ihn gleich mit einer Applikation versehen. Jetzt weiß jeder, der mich im Garten sieht, wes Geistes Kind ich bin.MMM I love Mulch

Zum Schnitt: Es handelt sich um das T-Shirt Nr. 120 aus der Sixties-Modestrecke aus der Burda 6/2011. Ich habe es in Gr. 36 ohne Nahtzugabe genäht, mit Nahtzugabe wäre sicher besser gewesen, aber ich hatte mich an meinem Lieblings-T-Shirt orientiert, und vergessen, dass das alte Hess-Natur-Shirt, das ich verwendet habe, aus Elasthan-freier Bio-Baumwolle ist. Jetzt spannt das gute Stück ein bisschen im Brustbereich. Die Ärmel sind bei diesem Schnitt recht eng, daher hebt man mit den Armen alles an, und es rutscht nicht wieder herunter. Inwiefern das am Schnitt oder am Stoff liegt, kann ich nicht sagen. Im Armkugelbereich sind die Ärmel leicht eingehalten, dadurch sitzen sie sehr schön ( bis auf die Schlamperei-Falte, die ich am linken Ärmel eingenäht habe). Die Nähtechnik, erst den Ärmel auf der Unterseite bis zu den Einhaltefäden einzunähen, und dann die Fäden anzuziehen (keine Ahnung, wo ich das mal gelernt habe, möglicherweise bei Burda-easy, oder meinem verhassten Vogue-Schnitt), hat sich mal wieder sehr bewährt, darum erwähne ich es hier.

Heute Nachmittag, wenn ich an der Unkraut-Front fertig bin, ziehe ich mein neues Sommerkleid an, vorausgesetzt, diese dunklen Wolken über mir bringen keinen Regen mit. MMM 28.8.

Der Schnitt stammt ebenfalls aus oben genannter Burda und ist die Nr. 116 aus der Sixties-Modestrecke. Es besteht aus 40! (in Worten vierzig!) Schnittteilen, die Einlage nicht mit gerechtent, und ich habe das Zuschneiden gehasst. Natürlich bin ich an 6 Schnittteilen selber Schuld, Burda sieht nämlich weder Taschen noch zusammengestückelte Unterröcke vor, aber das sind dann ja wohl eher Peanuts. Der Rock hat Kellerfalten mit Faltenboden, das schwingt sehr schön. Die Falten darf man bei Baumwolle nach jeder Wäsche wieder einbügeln, das sollte man bei der Stoffauswahl berücksichtigen. Man kann sie natürlich auch absteppen, das geht aber nicht nachträglich. Ich habe den Rock um fünf Zentimeter verlängert, weil mir die Proportionen im Heft nicht gefielen, dummerweise habe ich die Verlängerung der Faltenböden vergessen, und durfte sie dann nochmal zuschneiden.

Eigentlich mag ich kein Paisley-Muster, und die Farben sind mir auch etwas zu grell, aber ich finde, mit diesem Schnitt und den weißen Blenden passt das ganze Paket. Ich habe einen leichten Batist als Oberstoff genommen, den ich noch im Lager hatte, ursprünglich war der mal für einen zu überfärbenden Tellerrock für die große Tochter bestimmt. Das Mieder habe ich mit einem alten Bettbezug gedoppelt, dadurch konnte ich auf die Einlage verzichten, und tragefreundlicher ist es auch. Im Schnitt ist Miederstäbchenband , das auf die Nahtzugabe des Futters aufgenäht wird, vorgesehen, das hatte ich nicht, aber ich habe die Nahtzugabe zusammengefasst versäubert für mehr Stabilität, zur Seite gebügelt und festgenäht. In die entstandenen Tunnel habe ich dann Kabelbinder geschoben, das funktioniert wunderbar. Für das Oberteil war eine elende Anpasserei notwendig, aber das ist wohl normal bei solchen Kleidern. Ich habe die Taille gemessen, nachdem ich gegessen und eingeatmet hatte, und dann dieses Maß direkt auf die Schnittteile verteilt. Dadurch habe ich meine eigene Bequemlichkeitszugabe geschaffen. An der Oberweite durfte ich eine Menge wegnehmen, ich vermute, der Schnitt ist für einen B/C-Cup gedacht. Wer sich das Kleid nachnähen möchte, sollte auf die Mehrweite von 3-5mm am Oberstoff der Blende achten, sonst biegt sie sich nach oben. Burda unterschlägt die mal wieder, was ich besonders verwerflich finde, weil im Schnitt Pikee als Garniturstoff angegeben ist, und im Heft sieht man auch, dass die Blende nicht richtig sitzt. Hier sind noch mal Bilder mit Sonne, allerdings ohne Gürtel, den hatte ich zum Fototermin gestern ganz vergessen.28.8-1

 

Burda 116-6-2011

Während ich diese schreibe, öffnet der Himmel seine Schleusen zu einem gewaltigen Platzregen und macht aus meiner fast trockenen Wäsche wieder fast nasse. Ich bin trotzdem entschlossen, mein Kleid heute Nachmittag zu tragen, notfalls mit Jacke und Strümpfen. Ich lasse mir doch nicht vom Regen vorschreiben, was ich anziehen soll!

Was die anderen Frauen heute am ersten MeMadeMittwoch nach der Sommerpause tragen, seht ihr hier bei Wiebke auf dem MeMadeMittwoch-Blog.

Merken

MMM im neuen Blümchenkleid

Am Montag hatte ich unerwartet  einen freien Tag. Genau der perfekte Zeitpunkt, um an ein neues Kleid für den Blümchenmonat zu gehen. Gesten hatte ich es schon gleich an, und es hat den Test bestanden.Burda 10.12 Mod 108Es handelt sich um Modell 108 aus der Burda 10/2012. 

Der Schnitt ist einfach zu nähen, auch wenn er mit all den Kellerfalten nicht den Eindruck macht. Wenn man mutig genug ist, kann man bei den Falten nur den Faltenbruch markieren und dann die Falten mit dem Kantenlineal herunternähen. Ich habe mich das nicht getraut, aber es wäre kein Problem gewesen. An den Seiten habe ich in der Taille fast 6cm insgesamt herausgenommen, damit das Kleid nicht wie ein Sack fällt, das geht ohne Problem, denn an den Seiten sind keine Falten. Das Kleid ist äußerst bequem, und ich habe Nahttaschen spendiert.DSC_1187Der Stoff, eine bestickte Baumwolle, stammt von meinem Beutezug bei HÜCO in Berlin. Leider geht ein Teil des Stickmusters durch die Kellerfalten im Oberteil verloren, da sieht man die Blumen auf der einen und die Blätter auf der anderen Seite. Der Schnitt ist also eher für ein quergestreiftes Muster oder einen engen Rapport geeignet, wenn man nicht gleich einfarbig oder kleingemustert nähen will.

Mehr selbstbenähte Frauen an diesem wunderschönen sonnigen Mittwoch findet Ihr wie immer auf dem MMM-Blog.

Das könnte Sie auch noch interessieren:

Veilchen wollen balde kommen

Mail-Art-Projekt Frühlingspost