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Weihnachtskleid-Sew-Along – Teil 2

Diese Galerie enthält 2 Fotos.

Ursprünglich veröffentlicht auf Nadelexperimente:
Heute ist das Thema bei WKSA 2017 „Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff“. Entschieden habe ich mich für ein Kleid und zwar für die Toni von Milchmonster mit Stilloberteil. Der Vorschlag kam…

WKSA 2017 Teil 2 -Ich habe mich entschieden

Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff.

Stimmt nicht ganz, den Stoff habe ich schon seit langem, und dass ich sowohl das Vogue-Kleid als auch das karierte Burda-Kleid irgendwann nähen will, stand bereits auch schon fest. Die Frage war nur, welches ich zu Weihnachten tragen will.

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hier noch einmal zur Erinnerung die beiden Schnitte

Nun, weil ich mich nicht entscheiden kann, nähe ich beide! Die Frage ist nur, mit welchem ich anfangen will. Das Vogue-Kleid kommt mit deutlich weniger Schnitt-Teilen aus, nicht einmal Einlage muss man aufbügeln, weil es komplett gefüttert wird, also wäre es vernünftig, damit anzufangen.

Aber wann wäre ich schon mal vernünftig?! Also habe ich erst einmal beide Schnitte auskopiert, allerdings noch nicht zugeschnitten.

Beim Burda-Kleid habe ich bereits eine Anpassung am Ärmel vorgenommen. Für meine vom Unkraut Jäten gestählten, Muskelbepackten Oberarme ist der Standard-Burda-Ärmel in der Regel zu eng, so erlebt beim letzten Weihnachtskleid. Damals habe ich die Nahtzugabe bis zum letzten bisschen ausgereitzt, und dennoch spannt der Ärmel unangenehm unterhalb des Ellenbogens.

Dana von Cuticakes Welt empfiehlt in ihrer Beschreibung des Schnittes einen elastischen Stoff, meiner ist feste Webware, also habe ich erst einmal das Schnittmuster vermessen und mit dem Ärmel des letzten Weihnachtskleides verglichen. Und dann habe ich gleich mal einen Zentimeter Weite zugegeben. (roter Pfeil).

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Ich zeichne übrigens immer gleich die 1,5 cm Nahtzugabe an den Schnitt, dann passt alles aufeinander und ich muss keine Linien auf dem Stoff einzeichnen und dann übereinander bringen. Das gefällt mir bei den Vogue-Schnitten und denen von Butterick ganz besonders.

Wenn man an der Ärmelweite etwas zugibt, muss man natürlich in der Höhe ein bisschen wegnehmen, weil sonst der Ärmel nicht mehr in das Armloch passt.

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Die rote Linie ist die alte Naht, darunter ist die angepasste. Ich benutze dafür einen spezielles, biegsames Lineal und habe das Stück zwischen den beiden Punkten angepasst.

Mit dieser Anpassung habe ich mehr Bewegungsfreiheit im oberen Ärmel, und wenn ich dem Arm hebe, ist da auch weniger Stoff, der sich knautscht. Das geht aber auf Kosten des schönen Falls, denn wenn meine Arme herunterhängen, faltet sich der Stoff im Achselbereich stärker. Da ich aber in der Regel selten mit hängenden Armen dastehe und mich weit mehr über ein hochrutschendes Kleid ärgere, wenn ich die Arme hebe, kann ich mit diesen Falten sehr gut leben.

Ich habe mich bei dem Schnitt für eine Größe 38 entschieden und bei 1,5 cm Zugabe sollte genug Spielraum für Anpassungen sein.

Das Spitzenkleid aus der aktuellen Burda ist übrigens noch nicht vollständig aus dem Rennen. Ich habe ein Kleid entdeckt, dass ich mir zu meinem 25. Geburtstag genäht habe, und dessen Minirock ich dann irgendwann durch einen angekräuselten Rock aus Dupionseide in Mitternachtsblau und Schwarz changierend ersetzte. Außerdem besitze ich noch einen Rest Spitze vom Konfirmationskleid der jüngeren Tochter, also wäre mit einem passenden Futterstoff für das Oberteil alles vorhanden. Die Durchsicht des Kleiderschrankes zeigt, dass da durchaus auch Raum für etwas Edles ist, ich habe einiges Ausgemustert. Mal sehen, wie lange ich für die karrierten Kleider brauche, Anfang Dezember, wenn alles möglich zu sein scheint, wenn man nur gut genug plant, ist noch Raum für Träume.

Alle anderen Träume und realistischen Planungen rund um das diesjährige Weihnachtkleid sind hier auf dem MMM-Blog zu finden.

MMM mit Burda Titel 9/2017

Heute trage ich die eben fertig gewordene Hose 121 aus Burda 9/2017.

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Natürlich habe ich einen Haufen Änderungen vorgenommen. Die offensichtlichste ist: Die Aufschläge fehlen, dafür ist die Hose lang. Da ich in der Regel wenig attraktive Kniestrümpfe trage, mag ich die 7/8 Längen nicht besonders, und mit Aufschlägen sieht die lange Hose aus „wie zu lang und umgekrempelt“, sagt die Tochter. Stimmt!

Außerdem habe ich die Hose mit Taschen versehen. Hose ohne Taschen geht gar nicht!22-11-17 Burda 09-17-121 (3)

Für Euch getestet: Fotos im Sitzen von der Treppe aus aufgenommen sehen merkwürdig aus.

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Aber es zeigt deutlich, dass die Hose sehr bequem ist und maximale Beweglichkeit bietet. Kunststück, ich habe ja einen bi-elastischen Polyester-Gabardine genommen. Im Schnittmuster steht bei Stoffempfehlungen: „Hosenstoffe mit oder ohne Elasthan-Anteil“. Ich möchte mal wissen, wie dieser schmale Schnitt ohne Elasthan funktionieren soll!

Das Shirt ist übrigens auch ein Burda-Schnitt: Nr.129 aus 1/2011. Er sieht allerdings an vollbusigen Frauen besser aus und erfordert Unterwäsche mit einem graden Ausschnitt.

Für meine Figur mit dem dicken Po betonten Gesäß muss ich den Schnitt immer kräftig anpassen. Dieses Mal habe ich an der hintern Mittelnaht gleich beiderseits 2cm herausgenommen und das rückwärtige Hosenteil zur hinteren Mitte zum Ausgleich um 2cm erhöht. Soviel hatte ich bei der letzten Hose auch geändert. Es hat von Anhieb an gepasst, ich bin sehr zufrieden.

An dem Schnitt mag ich besonders die schmale Passform und den breiten Bund mit dem angeschnittenen Knopfverschluss, der übrigens eine Mogelpackung ist. Durch den Nahtreißer in der Seitennaht ist die Hose schnell genäht (wenn man keine Taschen arbeitet). Meine Taschenbeutel gehen übrigens über die gesamte vordere Seite und werden in der Mittelnaht mitgefasst. Dadurch tragen die Taschen nicht auf und der Bauch bleibt schön flach. Sollte ich die Hose noch einmal nähen, würde ich aber horizontale Nahttaschen in der Bundansatznaht arbeiten. Eventuell probiere ich den Schnitt doch noch einmal mit unelastischem Stoff aus, dann müsste ich aber einiges an Bequemlichkeitszugabe einplanen.

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Noch ein Foto von der Treppe und zurück geht es zum MMM wo lauter gut gekleidete Menschen ihre selbst genähte Kleidung präsentieren.

Weihnachtskleid-Sew-Along 2017 – Wir haben so viele Ideen

Ein Blick auf meine Webseite verrät: Ich habe unfassbare 5 Monate nichts geschrieben! Nun ja, genäht habe ich ja auch so gut wie nichts, und über meinen Garten getraue ich mich gar nicht zu berichten…

Egal, der diesjährige WKSA ist ein guter Grund,

  1. wieder zu bloggen
  2. ein altes Projekt fertig zustellen oder
  3. etwas ganz neues anzufangen

und hoffentlich auch fertig zu nähen. Ähnlich wie  Claudia/bunte kleider  sollte ich mich vielleicht auch als Sewalongversagerin bezeichnen, aber ich bin gerade aus einem seelisch-moralischen Tief emporgestiegen, voller guter Vorsätze und habe obendrein eine Woche Urlaub für Garten, Nähmaschine und für’s putzen! Da sollte doch was zu machen sein!

In den letzten Jahren habe ich einige Weihnachtskleider genäht, in der Regel unter der Überschrift: Alltagstauglich.

Das ist dabei herausgekommen

Das Kleid von 2013 (rechts) ist inzwischen entsorgt, der Schnitt ist eine Katasthrophe und hat nie gesessen.

Alltagstauglich will ich es in diesem Jahr auch wieder halten.

Ich könnte dazu ein im Sommer angefangens Kleid fertig nähen.

Burda 4/2017 Nr. 117

Oder aus dieses Kleid aus diesem Karostoff, einer Gabe von Chrissy, glaube ich, von der Annäherung in Bielefeld 2016.

Burda 9/2017 Nr.116 A

Der Stoff ist allerdings vorgesehen für den legendären Vogue -Schnitt 8701, aber ich habe 4,20m, das sollte für beides reichen.

Allerdings ist in der neuen Burda ein wunderschöner Schnitt aufgetaucht,

den könnte ich mir auch gut vorstellen, aus Samt und mit der Spitze nur am Oberteil, aber da stellt sich die Frage, ob ich das wirklich brauche, für so ein Kleid habe ich eigentlich keine Gelegenheit zum Tragen.

Wer weiß, vielleicht entdecke ich ja bei den anderen auf dem MMM-Blog noch ein Kleid, das ich sofort haben muss und gehe noch einmal zum Shoppen…

Danke an Claudia, Nina und Katharina, die sich in der immer zu kurzen Vorweihnachtszeit die Mühe machen, diesen Traditions-Sew-Along für und zu organisieren.

 

Der Garten im Juni

Vor unserm Gartentor hat sich ein Fingerhut ausgesät. Ich habe ihn einfach stehen lassen, und zusammen mit der farblich exakt passenden Pfingstrose ergibt sich ein Bild, das man geplant nicht besser hätte machen können.

Fingerhut wächst schon seit eh und jeh an der Einfahrt. Die Kinder haben sich nie sonderlich für die Giftpflanzen interessiert und nur das genascht, wo sie durften.

Nur Eisenhut und Goldregen durften bei mir nicht einziehen, da ist selbst mir das Risiko zu hoch!

 

 

 

 

Auf der anderen Seite ist die Wildrose fast verblüht. Sie bekommt immer die Morgensonne und ist die Rose im Garten, die als erste aufblüht.

Daneben steht der Lavendel. Wenn die Pfingstrosen auf der einen Seite durch sind, beginnt seine große Stunde. Wenn ich die Tür öffne, werde ich von seinem intensiven Duft umfangen.

Überhaupt, Duft! Die Rosen stehen in voller Blüte, die ganze Luft ist geschwängert von ihrem Duft.

Am Sichtschutz-Zaun: Ghislaine de Féligonde, davor Rugelda.

Hier überwacht der Rambler „Super Dorothy“ den Eingang zum Gemüsegarten.Dort wächst in diesem Jahr ein Indianer-Experiment: Beim Besuch des Garten-Festivals im Branitzer Park entdeckte ich bei einer Gärtnerin Mais-Pflänzchen. Sie erzählte mir, dass sie diese für sich gezogen hätte, um die Pflanzgemeinschaft mit Bohnen und Kürbissen auszuprobieren, so wie es früher die Indianer gemacht haben. Ich erinnerte mich, so etwas als Kind in einem Kinderbuch schon einmal gelesen zu haben: Der Mais gibt den Bohnen halt und der Kürbis beschattet den Fuß des Maises. Inzwischen weiß ich, dass die Bohne obendrein den Mais über die Knöllchenbakterien düngt und der Kürbis das Unkraut unterdrückt.

Die kleinen Maispflänzchen habe ich gleichzeitig mit den Bohnen ausgesät. Die Kreise um die Pflanzstellen haben keine mystische Bedeutung, sondern dienen dem Schneckenschutz. Bohnen sind dort ja sehr beliebt. Außen sind Eierschalen, über die scharfen Scherben klettern die Schnecken nicht so gerne. Und sollten sie es doch riskieren, erwartet sie eine Dosis Koffein aus Kaffeesatz, das vertragen sie auch nicht besonders. Ein paar Bohnen muss ich allerdings doch noch nachstecken, die sind nicht gekeimt.Auch im Gewächshaus gibt es seit Sonntag eine Erweiterung: Zwei Regalwinkel zum herunterklappen tragen Bretter, auf denen die Platten für die Jungpflanzenanzucht schneckensicher stehen. Ich suche noch neue Kokosfußmatten ohne Gummi für die Haustüren, um die alten dann darunter zu legen . Sie sollen durch Verdunstungskälte verhindern, dass sich die Saatschalen zu sehr aufheizen und die Blumen am Ende nicht keimen.

Schritt für Schritt wird der Gemüsegarten vervollständigt. Heute sind endlich die Gurken in die Erde gekommen.Ich habe die Erde in dem Beet zu einem flachen Hügel gezogen, eine Rinne oben hinein gemacht und mit halb verottetem Kaninchenmist vom Nachbarn gefüllt. Dahinein habe ich die vorgezogenen Pflanzen gesetzt, alle 50cm ein Doppelpack. Gurken sind neben Tomaten die einzigen Pflanzen, die man in halb-frischen Mist pflanzen kann. Allerdings sind ihre Wurzeln empfindlich, daher habe ich die beiden Pflanzen, die jeweils in einem Topf gekeimt waren, nicht getrennt, sondern lieber den Pflanzabstand vergrößert. Das ganze hat eine dicke Mulchschicht bekommen. An den Rändern des Beetes kann man eine Rille in der Mulchschicht erkennen: Dort ist Dill ausgesät. Dill und Gurken gehören nicht nur im Salat zusammen, nein , sie ergänzen sich auch sehr gut im Gemüsebeet.

MMM mit Twelve Colors of Handmade Fashion: Gelb im April

Bei Selmin von Tweed and Greet wurde im April nach der Farbe Gelb gefragt. Und obwohl meine Bluse bereits seit über zwei Wochen fertig ist, habe ich mein Ergebnis noch nicht verbloggt. Für einen angemessenen Post zum Thema hat die Zeit einfach nicht gereicht.
Daher mache ich heute etwas, was ich sonst nicht so gerne tue: ich verbinde zwei Blog-Aktionen miteinander.


Die Bluse, die ich heute vorstelle, stammt aus der diesjährigen Januar-Burda. (Ich bin gerade auf einer Reise, darum kann ich die Model- Nummer nicht mal eben nachsehen.)
Als ich die Bluse im Heft gesehen habe, war ich sofort angefixt. Ich wusste auch sofort, welcher Stoff als einziger dafür in Frage käme: Ein sehr stretchiger Satin, den ich von der ersten Annäherung von Marc Aurel mitgebracht hatte. Er wurde mir „nachgekauft“, als ich einen schönen Spitzenstoff vom Tauschtisch fand, aber das ist eine andere Geschichte, und die ist hier bereits erzählt worden.


Im Heft hat die Bluse lange Ärmel, aber selbst bei allerbestem Zuschnitt-Tetris hat es dafür nicht gereicht. Zu nähen ist die Bluse relativ unproblematisch, wenn man erst einmal verstanden hat, wie das Vorderteil in Falten gelegt werden soll. Ich habe zuerst einmal mit dem auskopierten Schnittmuster die Faltentechnik geübt und dann alle Linien mit Heftgarn markiere und zu guter Letzt die eingelegten Falten geheftet, denn sie sollen nicht eingebügelt werden. Die Anleitung ist eine gewisse Herausforderung an das Vorstellungsvermögen. Am einfachsten geht das Nähen hier, wenn man die Nahtzugabe exakt an den Schnitt anzeichnet und dann wirklich präzise zuschneidet und näht. Selbst kleinere Pfuschereien werden hier nicht verziehen.


Beim rückwärtigen Halsausschnitt musste ich massiv anpassen. Ich weiß nicht, ob das an meiner Figur oder am Schnitt oder schlicht und ergreifend an meinen (übertriebenen?) Ansprüchen an die Passform liegt. Aber einen Ausschnitt, der hinten fast 4 cm absteht finde ich persönlich inakzeptabel. Ich habe die Ausschnittkante um 3 cm tiefer gelegt, rechts und links jeweils 1,5 cm in Abnähern versteckt und den Rest in der rückwärtigen Mitte im Reißverschluss verschwinden lassen. A propos Reißverschluss: Natürlich war der erste Versuch beim Einsetzen auf Anhieb perfekt und ebenfalls natürlich musste ich dann nach dem Anpassen des Ausschnittes 3 mal wieder auftrennen, bis die Schößchen-Nähte halbwegs akzeptabel aneinander passten. Und was lerne ich daraus? Beim nächsten Mal wird erst der Halsausschnitt angepasst und danach der Reißverschluss eingesetzt!


Die Hose, ebenfalls aus einem Marc-Aurel-Stöffchen, wird von mir quasi in Dauerschleife getragen und ist hier bereits beschrieben worden.
Das war‘ s zum Thema MeMadeMittwoch, dem Treffpunkt für gut gekleidete Selbstschneider/-innen.
Weil dieser Beitrag aber auch zum Thema „GELB“ gehört, folgen jetzt alle die Gedanken, die mir zu dieser Farbe eingefallen sind.


Für mich gehört Gelb eindeutig zum Frühling: Das fängt schon mit den gelben Krokussen an, die bei mir im Garten diese Jahreszeit einläuten. Die Primeln dürfen sogar einem Gelbton den Namen geben. Die gelben Forsythien zeigen den Zeitpunkt für den Rosen- und Brombeerenschnitt an, weiter geht es mit „Narzissus und den Tulipan“ und (nicht im Garten) gelben Osterküken. Dann leuchtet irgendwann die Wiese im Obstgarten gelb von Löwenzahn, der ist zwar nicht ganz so beliebt, aber hübsch ist es trotzdem.


Beim Nachdenken über Gelb ist mir aufgefallen, dass erstaunlich viele Farbnuancen nach Lebensmitteln benannt werden: Zitronengelb, Buttergelb, Honiggelb, auch Mais Curry und Senf werden gerne zitiert. Warum die Banane nicht Namensgeber sein darf, liegt auf der Hand: Sie fängt mit grün an und endet bei braun, das ist natürlich viel zu wenig eindeutig. Allerdings haben Kartoffeln auch eine sehr schöne gelbe Farbe, und davon spricht kein Mensch. „Vanillegelb“ zu sagen ist übrigens eher falsch, denn die Farbe bezieht sich auf Vanilleeis, und das bekommt seine Farbe von dem Eigelb, das darin ist (Dottergelb!) und nicht von der schwarzen Vanilleschote und schon gar nicht von der Blüte der Vanilleorchidee, die in der Farbe irgendwo zwischen Zitronen und halbreifen Bananen rangiert.


Im Sommer sind in meinem Garten vor allem die Rosen gelb, die Vögel nisten in einem gelben Kasten und im letzten Herbst habe ich ein bisschen „Land-Art“ mit gelben Blättern gespielt. Und die Wespe hat im letzten Jahr im Gewächshaus genistet. So eine tiefenentspannte Sorte habe ich noch nie erlebt, ich hoffe sehr, das die in diesem Jahr wieder bei mir einziehen!
In meinem Kleiderschrank spielt gelb eine eher untergeordnete Rolle, es gibt das das bereits erwähnte Spitzenkleid und dann gab es mal ein Kauf-T-Shirt, das in den Stoffschrank zum upcyclen gewandert ist. Allerdings stricke ich gerade eine gelbe Frühlingsjacke, die wegen erstrickter Nackenwirbelprobleme aber momentan auf Eis gelegt ist. Außerdem liegt da noch ein maisgelbes Viskose/Baumwollgemisch mit Leinenoptik, das unbedingt ein „Simple Stitch“ aus irgendeiner Ottobre von vor ein paar Jahren werden soll, vorzugsweise noch in diesem Frühjahr.
Jetzt ist aber erst einmal das weiße Kleid für den Mai dran, ich habe sogar schon einen Anlass, mal sehen, ob ich das in dieser Woche noch hinbekomme.

MMM: Fashion Style 1/2017 Kleid 24

Weil es einfach nicht warm werden will, habe ich mir noch schnell ein Kleid für die „Übergangszeit“ genäht:

Nr. 24 aus der Januar-Knip/Fashion Style. Aus einem Punto di Roma von Stoff und Stil entstand es in nur vier oder fünf Stunden.

Ein simples 3-Schnittteile Kleid, dessen Pfiff in dem aus dem Vorderteil hochgezogenen und dann umgefalteten angeschnittenen Stehkragen liegt. Durch eine kleine Drehung bilden sich beiderseits des V-Ausschnittes zwei Falten.Die scheinbare Taillennaht auf den Fotos ist eine optische Täuschung, hervorgerufen von den Taillengummis von  Strumpfhose und Unterrock. Im Schnitt ist eine unmotivierte vordere Mittelnaht vorgesehen, deren einziger Zweck zu sein scheint, dass man dann den Ausschnittbesatz auf der Nahtzugabe festnähen kann. Die habe ich gleich erstmal weggelassen und den Besatz unsichtbar mit zwei Stichen festgenäht. Im Rücken soll ein Reißverschluss sein, aber bei einem normal-stretchigen Jersey kann man getrost darauf verzichten und das Kleid einfach über den Kopf ziehen. Meinen Maßen nach Anleitung entsprechend habe ich unterhalb der Taille eine Gr. 38 und oberhalb der Taille eine Gr. 36 genäht und bin mit der Passform sehr zufrieden.

In der rückwärtigen Mitte wird die Naht zur Taille hin um einen Zentimeter eingestellt, um dann im Bereich des Gesäßes 1 1/4 cm ausgestellt zu werden. Das bedeutet in der Gesamtheit 2,5 cm mehr Weite über dem Po , die dann zum Saum hin wieder um einen cm verringert wird.

Dadurch, und durch die langen Abhäher, die durch die Taille gehen, schmiegt sich der Stoff im Rücken wunderbar an und dieser Hohlraum im Bereich der Lendenwirbel, den man so oft bei Kleidern findet, deren Rückenteil im Stoffbruch zugeschnittenen wurde,  entsteht hier nicht.

Konstruktionstechisch bekommt der Schnitt von mir also volle Punktzahl. Das gilt aber keineswegs für die Anleitung. Es gehört ja inzwischen fast schon zum guten Ton, sich über Burda-Nähanleitungen zu beschweren. Kann ich persönlich nicht so nachvollziehen, auch wenn ich zugeben muss, dass die früher tatsächlich mal besser waren, und dass es oft eine Herausvorderung für die bildliche Vorstellungskraft bedeutet, nur nach Text zu nähen. Die Schnitte sind halt oft etwas komplizierter als z.B. in der Ottobre und natürlich sind Abbildungen beim Nähen unschlagbar.

Allen, die sich immer besonders laut beschweren, kann ich jedoch nur dieses Kleid empfehlen. Was ich aber hier beim Ansetzen des Kragenteils am Rückenteil erlebt habe, war unglaublich, und nur mit Hilfe der technischen Zeichnung des Kleides überhaupt zu bewältigen. Jede Standard-Burda-Anleitung ist im Vergleich dazu betreutes Nähen für Anfänger. Also: Schnitt topp, Anleitung sechs, setzen!

Und weiter gehts zum MeMadeMittwoch, wo Nina heute einen sehr schönen französischen Schnitt vorstellt.

Ginkos ’n Roses

Heute grüße ich zum MMM aus dem phantastischen Garten meiner Freundin.

Weil sie gerade keine Zeit zum fotografieren hatte, habe ich ein Natur-Stativ gesucht und gefunden: Kamera in die Astgabel klemmen und hin und her sprinten.

Ich trage heute den Vogue-Trenchcoat, darunter meine Ginko-Norma, eine Strickjacke im Gladiolen-Muster (da sind die ersten Blumen für den heutigen Motto-MMM) und eine neue Bluse:

 

Nr. 120 aus Burda 5/2007. Diese Bluse hatte ich schon bei Brot und Butter im Plan und jetzt ist sie endlich fertig. Ich habe gefühlt Jahre daran genäht, immer in Etappen, und jedes mal, wenn ich sie aus der UFO-Kiste nahm, um daran weiter zu arbeiten, war ich überrascht, wie weit ich doch schon gekommen war, und wie wenig eigentlich noch fehlte. Kennt Ihr so etwas auch? Projekte, an denen eigentlich nur noch wenig fehlt, was sich aber dann doch immer so endlos lange hinzieht, weil es in einem Anlauf doch nicht fertig wird, so dass es wieder in der Kiste landet!(Klick auf Bild macht es groß)

Ich habe die Spitze und die Schleifchen weggelassen, und statt dessen 15 (!) schöne Knöpfe verwendet. Der Blusenstoff mit den Rosen ist eine Ikea-Bettwäsche, aus der ich schon mein Tina-Kleid genäht habe. Die Strickjacke aus dem letzten Herbst-Jäckchen-Knit-Along wurde extra für diesen Stoff gestrickt. Geschlossen sieht sie nicht so gut aus, weil die Ausschnitte nicht so gut zusammenpassen und der oberste Blusenkopf dann blitzt, aber offen bringt sie genau die Wärme, die für dieses Wetter nötig ist.

Ein letztes, verfrorenes Foto und dann geht es zum MMM zurück, der ganz passend zur Jahreszeit unter dem Motto „Blumen“ in allen Farben, Variationen und Formen steht.

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MMM mit Cordjeans und Strickjacke

Heute habe den Bund meiner Hose zum fünften oder sechsten Mal aufgetrennt weil ich immer, wenn ich sie anziehe, mit dem Sitz unzufrieden war.MMM 19-04-2017 (3) Beim Auftrennen fiel mir ein, dass ich den Bund so gelassen hatte, weil ich die rückwärtige Teilungsnaht nicht noch schäger nähen konnte. Aber er stand immer etwas ab ruinierte den Sitz der ansonsten gut angepassten Hose. Also mussten irgendwo andere Abnäher hin. Ich habe zwei kleine jeweils unter den Gürtelschlaufen plaziert. Jetzt habe ich eine gut sitzende Hose, genau wie ich es mag. MMM 19-04-2017 (4)Allerdings sitzt sie jetzt, nach einem Tag tragen etwas lockerer und wirft ein paar Falten mehr.

Schuld am Bund-Dilemma ist der Schnitt. Eine Hose, die unterhalb der Taille sitzt, braucht immer einen Formbund, es sei denn man hat keine Taille und keinen Po. Wenn der Schnitt das nicht berücksichtigt, muss man sich fragen, ob man ihm überhaupt vertrauen will oder ob man nicht ein paar Extrazentimeter und ein paar Tage zum Anpassen einplanen sollte.MMM 19-04-2017 (2)

Wegen des plötzlichen Kälteeinbruches trage ich dazu mein Heidi-Jäckchen.MMM 19-04-2017 (1)

Andere frierende Selbernäher zeigen ihre Kleidung hier beim MeMadeMittwoch.

 

MMM: Anwältin des Weihnachtsmannes

„Wie sehe ich aus?“ frage ich meine Tochter. „Wie die Anwältin des Weihnachtmannes“ sagt sie. Das könnte an der Bluse mit dem Ilex-Muster liegen, die ich heute einmal in einer anderen Kombination trage.

Sonst trage ich sie zu meinem grüngefärbten Kaufdirndl, aber heute wollte ich mal eine andere Kombinaion probieren. Eine schicke Anwältinnen-Aktentasche habe ich zwar nicht, aber eine Laptotasche tut es auch.Unterm 1960’s Coat trage ich den Mandarine-Rock aus der Ottobre 2/2015 aus dem Sommerrock-Sew-Along 2016 und eine Kostümjacke 118 aus Burda 2/2007.

Und so sieht es nur mit der Bluse aus.

Original hat der Rock keine Taschen, die habe ich hinzugefügt. Die Hemdbluse ist übrigens eine modifizerte Burda 118-6-2013 .

Auf dem MMM-Blog schreibt Dodo, dass die meisten Teile ihrere heutigen Garderobe direkt oder indirekt mit dem MMM-Blog zu tun haben, und so ist das hier auch:

Mein Nähen  wird durch den MMM und das Bloggen enorm beflügelt, erst recht, weil ich kein regelmäßiges Nähkränzchen oder anderes Gruppennähen habe und die virtuelle Gemeinschaft für mich eine große Motivation-, Inspirations- und Informationsquelle ist. Das ist einfach immer wieder toll.

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