Austriebsspritzung bei der Kirsche

Seit zwei Jahren holt sich die Monilia-Fruchtfäule unser gesamte Kirschernte. Davor waren es die Stare, was unter dem Strich auf das selbe herauskommt, aber irgendwie fühlt sich diese Verrotten der Ernte auf dem Baum schlimmer an.

Schuld ist vermutlich der Baumschnitt, den ich seit der Pflanzung nie durchgeführt habe. Irgendwie glaubte ich, gelesen zu haben, dass man Kirschen nicht beschneidet. Dumm gelaufen, im nächsten Herbst wird ein Profi bestellt, der den Baum behutsam auslichten soll, ohne dass es auffällt und er seine schöne Krone behält.

Dieses Jahr werden Kräftigungsmittel gespritzt und gegossen, vielleicht hilft das ja.

Kirschbaum Ende März (2)

Die Knospen sind bereits aufgebrochen, der Baum steht kurz vor der Blüte, heute war der letzte Termin für eine Austriebsspritzung. Dass obendrein ein Blütentag (Mondkalender Maria Thun) war, an dem Spritzungen und Stärkungsmittel besonders gut wirken, war ein ungeplanter Bonus.

Gespritzt habe ich mit Brennessel-Tee, 100g getrocknete Nesseln auf 7l Wasser. Die Kieselsäure in der Brennessel stärkt die Pflanze gegen Pilze und alle möglichen Schädlinge.

Kirschbaum Ende März (1)

Wie man sehen kann, ist bereits ein feines Gespinst um einige der Knospen gewoben. Keine Ahnung, wer der Bösewicht ist, ich hoffe, die Kirsche kann sich wehren.

Da unser Baum bereits an die 6m hoch ist, konnte ich selbst mit unserer vollständig ausgefahrenen Leiter nicht wirklich an die obersten Äste kommen. Also musste ich über Kopf spritzen, wobei ich einen guten Teil der Spritzbrühe ins Gesicht bekam. Da ist es ein gutes Gefühl, zu wissen, dass man das Spritmittel auch trinken könnte (vielleicht nicht gerade diese Brühe , die im Putzeimer angesetzt wurde). Wenn ich an die Arbeiter in Südafrikanischen Rosenfarmen denke, die den hochgiftigen Spritznebeln fast völlig schutzlos gegenüber stehen, wird es mir ganz anders.

Der Kirschbaum, ebenso wie die Erdbeeren, wird nach der Blüte und dann noch ein paar mal über den Sommer hin bis zur (erhofften) Ernte mit Brennessel- und oder Schachtelhalmtee oder Brottrunk gespritzt werden, außerdem setze ich dieses Jahr mal wieder Brennesseljauche an, mit der ich dann gießen kann.

Sommerjäckchen Knit Along 2019 oder Alpaka reloaded

Ich bin entzückt: Es gibt wieder ein Sommerjäckchen Knit Along! Das ist meine Chance, meine angefangene Strickjacke fertig zu stricken.

Unser heutiges Motto lautet:
Hurra, ich habe bereits Wolle und Pläne und weiß genau was es werden soll! 
Ich hab‘ schon angefangen und kann euch schon was zeigen. 
Keine Ahnung was, aber ich bin dabei und schau mich heute noch in Ruhe um.

Die Jacke, die ich stricken bzw. beenden will, ist ein Remake meines „Alpakas„, das ich bereits vor 6 Jahren schon einmal gestrickt habe.

Diese Jacke schloss eine Lücke in meinem Kleiderschrank, und leider habe ich sie während eines Urlaubs verloren. Kaum zu Hause, habe ich sofort die gleiche Wolle noch einmal bestellt, bin aber zwei Jahre nicht dazu gekommen, sie zu stricken.

Im Herbst habe ich damit angefangen, und tatsächlich habe ich s c h o n  ein Drittel fertig:Alpaca reloaded

Das ist Vorderteile plus Rückenteil zusammengestrickt bist fast zur Höhe der Armlöcher. Laut Anleitung bin ich bereits da angekommen, aber der Musterrapport ist nur noch 3 Reihen hoch, und die spendiere ich dazu, dann ist das Weiterstricken einfacher.

Leider ist das Muster absolut nicht Fernseher-kompatibel, das bedeutet, dass ich mir extra Strickzeit nehmen muss, bis ich bei den Ärmeln ankomme, die sind größtenteils glatt rechts zu stricken.

Natürlich wäre ich nicht ich selbst, wenn ich für diesen Sommerjäckchen Knit-jetzt-mal-endlich-fertig Along nicht auch noch keinen kleinen Traum hätte:

Wunschjacke

Er heißt „Cranbery field“ von Drops Garnstudio und die Wolle, die ich dafür vorgesehen habe ist Drop Karisma. Dummerweise habe ich nur 400gr gekauft, für die Anleitung braucht man angeblich 500gr in Größe S.

Hat jemand schon Erfahrungen mit diesem Muster?

Für die Ärmel  und zwischen den Lochstreifen ist Perlmuster vorgesehen, das frisst glaube ich ganz schön Wolle und wird auch recht dick. Außerdem finde ich es nicht übermäßig attraktiv. Daher will ich die Ärmel glatt rechts und zwischen den Lochstreifen glatt links stricken, das dürfte mein Mengen-Dilema lösen. Außerdem kann ich ja auch noch die Jacke um ein paar Zentimeter einkürzen. Ich bin einfach mal wahnwitzig optimistisch, dass ich bis zum Finale der Herzen bereits im Alpaca II auf der Terrasse sitze und mit der weißen anfange.

Vielen Dank an Elke (grüneblume) und Doreen ( Wolliese), die diesen Knit Along auf dem MMM organisieren.

Grenzen setzen im Gemüsegarten

Als ich vor knapp 18 Jahren unseren Gemüsegarten angelegt habe, habe ich die Beet mit Rasenkantensteinen aus Beton eingefasst, damit das Gras nicht so leicht in die Beete wuchern kann. Ich habe sie  nur 3cm über die Grasnarbe herausragen lassen, damit man bequem mit dem Rasenmäher auf den Steinen entlangfahren kann und sich die Arbeit mit dem Rasenkanteschneiden spart.DSC_1016

Jetzt, nach 18 Jahren organisch-biologischer Bewirtschaftung sind die Kantsteine fast vollständig überwuchert. (Suchbild: Der graue Fleck in der Bildmitte ist die Rasenkante). Die unerwünschten Erdarbeiten des Maulwürfels haben die Beetobefläche um gefühlt weitere 2-3cm angehoben. Höchste Zeit also, um die Steine ebenfalls höher zu legen.

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Im vergangenen Frühsommer habe ich bereits auf der anderen Seite die Steine angehoben, das war eine echte Schinderei, weil der Boden bereits relativ trocken war.

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Im Hintergrund wurde die Wiese mit altem Lehm-Aushub, der seit Jahren hinter dem Gemüsegarten lagert, aufgefüllt

 

Durch den vielen Regen der letzten Tage können die Kantsteine zur Zeit relativ leicht aus der Erde gezogen werden. Ich sage  bewußt „relativ leicht“, weil sie natürlich vollgesogen sind mit Wasser und abartig schwer sind. Ich kann sie nicht heben, und um sie aus den Schlitzen zu zerren, muss ich sie mit der Spitzhacke lockern, aufrichten und dann über das quergelegte Blatt der Hacke aus dem Boden hebeln!

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Letztes Wochenende habe ich die Steine gehoben, heute konnte ich bereits die eine Hälfte in der letzten trockenen Stunde des Tages wieder in der Erde versenken. Die andere Seite des Weges muss warten, ich versuche, dieses Wochenende das Unkraut wegzuschaffen, um die erste homöopathische Schneckenspritzung durchzuführen.

MMM am 6.3.2019 – It’s bigger from the inside

Willkommen zum ersten Blog- Beitrag in diesem Jahr. Ich bin selber ganz schockiert, das Jahr ist schon zu einem sechstel herum und ich habe  noch kein einziges Wort geschrieben! Der 3. MMM des Jahres ist ein wunderbarer Auftakt für ein neues Blogger-Jahr.

Zum heutigen MMM will ich endlich meine neue Jeans präsentieren.Tardis Jeans 6.3 (4)

Jeans zu kaufen ist seit Jahren ein Alptraum für mich. Wenn mein runder Po hineinpasst, stehen sie in der Regel im Rücken kilometerweit ab. Markenhosen gehen überhaupt nicht, Hüfthosen mag ich nicht, also bin ich auf Zufallsfunde angewiesen.

Meine letzte Jeans habe ich vor ca. 8 Jahren gekauft und so lange getragen, bis ich Angst um die Nähte hatte. Sie saß perfekt.

Als also ihr Ende nicht mehr herauszuzögern war, habe ich sie behutsam zerschnitten und den Schnitt abgenomen. Der Sternenstoff war ein Kauf der Marke „spontan verliebt“ und hat zufälligerweise die selbe Elastiziät wie der Stoff der alten Hose.

Ich habe also tatsächlich einfach zugschnitten, genäht und sie hat (fast) gepasst. Und weil die Hose auf der Annäherung entstanden ist (auf der Annäherung will ich immer etwas Besonderes nähen, darum werde ich meistens nicht fertig) und sich ein echter Dr.Who-Fan bin, musste zum Weltall auf dem Stoff noch eine Tardis auf die Tasche.

Tardis Jeans 6.3 (2)

Tardis Jeans 6.3 (1)

Die Hose hat anfangs im Schritt ein bisschen gekniffen, und weil sich das nach drei Tagen tragen immer noch nicht gegeben hatte, habe ich den Bund hinten nocheinmal höher gesetzt (ich sage nur Steppnähte, Kappnähe Gürtelschlaufen auftrennen) und einen Zentimeter in der Rückwärtigen Naht ausgelassen. Jetzt schlägt sie ein paar mehr Falten unter dem Gesäß, was allerdings größtenteils an meine Anatomie liegt. Bei mir schlagen sogar Leggins Falten. Ansonsten ist sie irre bequem und mit den kleinen Änderungen habe ich den für mich perfekten Jeans-Schnitt erhalten.

Nach drei Tagen tragen sitzt sie immer noch sehr gut.

Beim MMM zeigt Elke heute ein sehr schönes Kleid mit einer raffinierten Beleg-Lösung, die man sicher bei vielen Kleidern anwenden könnte.

Seniorenhose zwei punkt null

Sehr junge und sehr alte Menschen haben mehr gemeinsam, als man annimmt. Eine dieser Gemeinsamkeiten sind die Schwierigkeiten beim An- und Ausziehen von Hosen. Daher steckt man beide gerne in Hosen mit einem Gummizug-Bund.

Während bei sehr jungen Menschen diese Hosen recht weit geschnitten sind, damit die Mütter ihre Kinder trotz Gegenwehr leicht hineingestopft bekommen, sind bei den alten Menschen die Hosen oft möglichst schmal geschnitten, so dass sie eben über die Hüfte gehen und nicht zuviel Stoff in der Taille haben. Schick halt.

Meine Mutter hat auch ein paar von der Sorte (rechts habe ich die Dekoration schon abgetrennt). „Seniorenhosen“ nennt der Handel sie, mit welchem Recht, ist mir schleierhaft. Wie kann man denn einem Senioren eine taschenlose, hosenschlitzlose schmale Hose anbieten, in die man sich ja als 40-50 Jähriger kaum hineinwinden kann? Mal ganz abgesehen davon, dass ich keinen einzigen alten Menschen kenne, dem nicht andauernd die Nase tropft!

Ich habe also die Hosen Anfang Dezember in meine Obhut genommen und eine schon mal seniorentauglich gemacht. Die Entscheidung, die braune Hose mit einseitigen Paspeltaschen zu versehen, war ganz leicht, es ist die einzige Taschenvariante, bei der man keinen Originalstoff braucht, um ein akzeptables Resultat zu erzielen.

Als erstes habe ich die eingenähten Gummibänder in den Seitennähten festgesteppt und  dann im Vorderteil aufgetrennt, damit ich vorne keine Kräuselung hatte. Dann habe ich die Eingriffe mit Kreide und dann noch einmal mit Heftfäden markiert. Wie man einen Paspeltasche näht, steht in den einschlägigen Büchern, da ich keine Fotos gemacht habe, spare ich mir die Beschreibung. Ich habe allerdings den hinteren Taschenbeutel , der an der oberen Schlitzkante festgemacht wird, so groß gemacht, dass er sowohl unter dem Bund mitgefasst als auch auf der Nahtzugabe der Seitennaht festgesteppt werden kann. Eine Paspeltasche, die ab dem Schlitz nur nach unten baumelt, verzieht die Hose, der nicht so gut passenden Futterstoff blitzt die ganze Zeit und so etwas braucht kein Mensch. Und weil das echt etwas tricky ist und ich Fotos habe – hier das „So gehts“.

Taschenbeutel gefärbt

Das ist also der Schnitt vom Taschenbeutel, stellt Euch vor, er stößt oben an den Bund, und an der Seite an die Seitennaht. Der Schlitz mit der Paspel geht bis zu den beiden Querstrichen. Die Verlängerung ist eine Hilfslinie zum Ansetzen der Taschenbeutel. An die grüne Schlitzkante wird der grün umrandete Beutel angesetzt, an die pinkfarbene Kante kommt zweitere Beutelteil, den ich mal rosa eingefärbt habe.

 

 

 

Hier ist das ganze grüne Teil aus Stoff, dummerweise seitenverkehrt. Ich habe die Ansatznaht markiert,  gefaltet und gebügelt. Die Schwierigkeit besteht darin, dass man den Stoff so an den Schlitz stecken muss, dass beim Durchziehen auf die Innenseite der Hose der Beutel so liegt, wie auf der Abbildung links. Die Schlitzmarkierungen werden also aneinander gelegt, dann wird der untere Taschenbeutelteil hochgeklappt und in der Markierungslinie festgesteppt. Dazu habe ich leider keine Fotos.

An die untere Schlitzkante habe ich erst die Paspel aus „beinahe-Leder“ genäht und dann erst den rosa Taschenbeutelteil an der Paspel festgenäht und schließlich den Taschenbeutel geschlossen. Fertig sieht das ganze dann so aus:DSC_0982Wer genau hinschaut, sieht, dass der Reißverschluss schon drin ist.

Ursprünglich wollte ich einen einfachen Damenhosenschlitz nach diesem fabelhaften Buch machen (hat mir meine Tochter zum Geburtstag geschenkt, bekommt man nur noch selten und nur gebraucht, eines der allerbesten Bücher überhaupt)

aber weil ich nur einen echten Metall-Reißer in der richtigen Größe bekommen habe, habe ich mich für einen echten Schlitz mit Untertritt entschieden. Vermutlich wird meine Mutter meckern, weil ich einen anderen Stoff angestückelt habe, aber das ist dann eben so!

DSC_0981

Mit einem extra großen Knopf und Gürtelschlaufen aus der Dekoration und dem wieder festgesteppten Gummizug sieht die fertige Hose jetzt so aus:DSC_0990Einen Bügelpreis werde ich dafür wohl eher nicht gewinnen! Aber man kann sie notfalls auch ohne sie zu öffnen herunterziehen und zum Anziehen ist der Schlitz natürlich Gold wert. Inzwischen ist sie bereits unterwegs und mit etwas Glück kommt sie morgen bei meiner Mutter an. Seniorenkompatibel. Wenn sie meiner Mutter gefällt, gönne ich mir den ganzen Spaß mit Hose zwei.

Bild

WKSA 2018, 2.Zwischenstand: Ich habe Taschen!

Letzten Sonntag war schon der zweite Zwischenstand beim WKSA. Den ersten habe ich geschwänzt, weil da noch gar nichts stand und viel weiter bin ich auch heute, kurz vor Ende des Link-Ups immer  noch nicht. Ich halte es also mit Wiebkes:

Irgendwie rennt mir die Zeit davon. Ich habe fast noch nichts / immerhin eine Idee / wenigstens Stoff und Schnitt besorgt.

Taschen für Oldschool Teacher (5)

Aber ein klein wenig habe ich doch schon genäht: Die außerplanmäßigen Hüftpassentaschen für das Oldschool-Teacher-Kleid sind fertig. Im Original hat das Kleid zwei Abnäher im vorderen Rockteil. Den inneren, größeren habe ich genäht, den kleineren, äußeren habe ich in die Taschen verlegt.

Da ich gefragt wurde, wie man einen Abnäher in die Tasche verlegt , beschreibe ich kurz, wie ich es gemacht habe. Vermutlich gibt es jede Menge Arten, so etwas zu konstruieren, diese Anleitung hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Ich habe mit dem Schnitt angefangen und die geplante Taschen eingezeichnet. Auf den Fotos habe ich hier noch einen graden, mit dem Lineal gezogenen Strich, beim Nähen fand ich dann einen gerundeten Eingriff schöner und habe entspreched nachgezeichnet.

Taschenkostruktion (1)

Der Eingriff  beginnt an der inneren Kante des äußeren Abnähers, denn der soll ja in der Tasche verschwinden. Die Länge des Eingriffs habe ich so gewählt, dass meine Hand bequem in die Tasche gleiten kann, bei mir sind das 16cm. Dann habe ich den Taschenbeutel dazugezeichnet. Er ist relativ flach, damit er nicht aufträgt, jetzt, wo ich die Tasche einmal „anprobiert“ habe, hätte ich ihn doch 2-3cm tiefer machen können. Immerhin, für ein Taschentuch und ein Haargummi wird er reichen. Der Taschenbeutel endet an der äußeren Kante des inneren Abnähers, denn ich will ihn in der Nahtrille des Taschenbeutels festnähen, das ist stabiler, als wenn er nur in der Taillennaht mitgefasst wird. Taschenkostruktion (2)Dann habe ich den äußeren Abnäher zusammengesteckt und die neue Hüftpasse gezeichnet. Das ist hier rot. Der Taschenbeutel wird kopiert und die nach innen gerückte Seitennaht ist die neue Außenkante der Hüftpasse. Kling komplizierter, als es ist! Auf dem Foto habe ich mit blau gestrichelt den Verlauf der Seitennaht eingezeichnet, wenn der Abnäher nicht zusammengesteckt ist.Taschenkostruktion (3)Wenn man jetzt den Abhäher wieder auseinander zieht, sieht man ganz deutlich: die Hüftpasse deckt sich innen mit der eingezeichneten Tasche, der Tascheneingriff und die neue Seitennaht sind jeweils um eine halbe Abnäherbreite zu Mitte hin verschoben.

Beim Nähen habe ich, wie gesagt, den Tascheneingriff gerundet. Ich hatte keine Lust, am Rockteil den Tascheneingriff extra auszuschneiden, also habe ich die Taschebeutel aufgesteckt, einen angenäht, den überstehenden Stoff abgeschnitten und bei der anderen Tasche als Schablone zum korrigieren verwendet (rechtes Bild, draufklicken macht es etwas größer, ist schlecht zu erkennen). Die Hüftpassen habe ich dann untergelegt und festgesteckt. Dann wurden die Taschenbeutel geschlossen. Die beiden Lagen passen nicht exakt aufeinander, das passiert bei Hüftpassentaschen häufig. Einfach die Ränder beschneiden, zusammennähen, versäubern.Taschen für Oldschool Teacher (3)Bevor ich die Taschen in der Taille, an der Seitennnaht und in der Nahtrille des Abnähers festgenäht habe, habe ich noch einmal am Schnittmuster alles überprüft :Taschen für Oldschool Teacher (4)Man sieht deutlich an der Oberkante die Rundung in der Taillennaht, die durch die Abnäher entstanden ist. An der Seite ist die neue Kante nur scheinbar etwas zu weit. Ich habe das Kleid mit minimaler Nahtzugabe zugeschnitten und an der Hüftpasse etwas mehr zugegeben, um gegebenfalls etwas Spielraum für eine Anpassung zu haben.

Morgen (eigentlich schon heute, ich habe noch eine Weile nach der Verlinkung den Post ergänzt) wird es auf dem MMM-Blog das Finale geben, vermutlich ohne mich, denn das Kleid wird wohl nicht fertig werden. Nicht schlimm. ich habe ja noch andere Kleider, und es gibt immer noch die Sylvesterparty.

Wiebke hat sich heute verabschiedet aus dem MMM-Team und Doreen vom neuen Team vorgestellt, die leider nicht bloggt, sondern bei Instagramm ist. Vielleicht ja mal ein Grund, diese Plattform, die ich bisher geflissentlich ignoriere, zu besuchen. Auf jeden Fall ein herzliches Willkommen an die nächste Trägerin des imaginären MMM-Staffelstabes.

Alle, die es mit ihrem Weihnachtskleid bis zum 2. Zwischenstand geschafft haben, versammeln sich hier auf dem MMM-Blog.

 

 

MMM 5.12.2018 Frankreichliebe II

Beim MeMadeMittwoch- Team geht das Abschiednehmen weiter. Heute sagt uns Sybille, ehemals `dasbürofürschönedinge´ auf Wiedersehen und wir dürfen „die Neue“ begrüßen. Durch dieverse Knit-Alongs ist sie ja eigentlich gar nicht mehr so neu auf dem MMM-Blog. Herzlich Wilkommen und vielen Dank, dass Du diese wunderbare Plattform in Zukunft mitgestaltetest, liebe Sylvia. Sylvia bloggt unter Frauenoberbekleidung.

Ich zeige heute Teil II meiner Frankreichliebe-Mini-Kollektion. MMM 5-12-18 (2)

Das Shirt lag schon eine Weile fertig zugeschnitten und ich habe es schnell noch beendet, bevor der WKSA richtig losgeht. Den Stoff habe ich im letzten Frühjahr in einem schlimmen Anfall von Frankreich-Sehnsucht gekauft um später dann zu Hause erst einmal meine geistige Gesundheit in Frage zu stellen. So als ganzes Tuch sah er doch etwas kitschig aus!MMM 5-12-18 Stoff

Aber jetzt, verarbeitet zur Fashion-Style 12/17 Model 8 gefällt er mir wieder gut. Den Schnitt habe ich schon einmal genäht, damals eine Nummer größer. Fashion Style 12-17 Mod 8 (8)

bei dem Stoff damals war der etwas lockere Sitz O.K., aber bei diesem Stoff gefällt es mir enger besser. Beide Male habe ich den Ausschnitt um einige Zentimeter angehoben, das bleibt auch so, falls ich den Schnitt noch einmal vernähe. Ich habe da noch zwei schöne Jerseys liegen, bin aber nicht sicher, ob ich so viele Shirts mit V-Ausschnitt haben will, zumal ich nicht so viele passende Strickjacken mit V-Ausschnitt habe.

MMM 5-12-18 (8)

Die Hose dazu ist die mit Hüftpassentaschen versehene Burda #119-06-2016.

Zurück zum Treffen der Selber-Nähenden geht es hier.

 

WKSA 2018 2. Teil

Konkrete Projektvorstellung

 

Hurra, ich habe alle Zutaten bereit und sogar schon angefangen

Mein Stoff ist toll, aber ich nehme doch lieber ein anderes Schnittmuster. Oder doch nicht?
Was solls, ich kopiere den Schnitt und schneide gleich noch zu.
Hilfe, der Stoff kommt nicht. Das Schnittmuster gefällt nicht mehr.

Beim Weihnachtskleid-Sew-Along auf dem MMM-Blog wird heute wird das ausgewählte Projekt vorgestellt. Ich habe mich ganz untypisch für mich für Nummer Sicher entschieden und werde das Old School Teacher Kleid aus der Ottobre 5/2011 nähen.

Old School Teacher (1)

Ottobre 5/11

Da dieses Kleid bereits zweimal auf einer Annäherung mit war als B- oder C-Projekt (als ob ich jemals das A-Projekt fertig bekommen hätte!), ist es nicht nur bereits zugeschnitten, sondern auch mit Einlage bebügelt und ringsherum versäubert. Das erhöht die Chance, fertig zu werden um lockere 100%.

Oldschool teacher Zuschnitt

Das Versäubern habe ich mal gemacht, als ich versucht habe, den Stoff violett zu färben, warum auch immer. Vermutlich wollte ich nicht zwei Kleider aus dem selben roten Stoff im Schrank haben. Die Färbung ist missglückt, oder auch nicht, wie man es nimmt. Der rote Stoff wurde nur eine Schattierung dunkler. Zum Glück habe ich die größeren Stoffreste mitgefärbt, denn ich habe mich entschieden, den Rock des Kleides um ein paar Hüftpassentaschen zu ergänzen.

Old School Teacher (2)Wie praktisch, dass das Kleid gleich zwei Abnäher auf jeder Seite hat, denn den äußeren kann ich in der Tasche verschwinden lassen, also in die Tasche verlegen. Wenn man dicht vor der Tasche einen Abnäher hat, sieht das merkwürdig aus. Einen einzigen Abnäher hätte ich nicht so weit zur Seite verlegen können, ohne dass die Passform über dem Bauch leidet.

Ich erinnere mich, dass ich den Stoff sehr geizig zugeschnitten habe, weil ich damals unbedingt zwei Kleider aus einem Stück Stoff herausquetschen wollte. Daher habe ich sicherheithalber nachgemessen im Brust- und Ärmelbereich. Wenn ich die Nahtzugabe bis zum Äußersten ausreize, könnte es gerade passen, zumal im Stoff etwas Elasthan ist. Beim unelastischen Futter habe ich 1,5cm Nahtzugabe, das macht 4cm Spiel , die ich wohl ausnutzen muss.

Jetzt schaue ich noch bei den anderen Weihnachtskleidern vorbei. Katharina von sewing addicted hat heute ihre Abschiedsrunde und reicht den Staffelstab an Elke von grueneblume weiter. Danke an die eine für so viele Jahre des Bereitstellens dieser wunderbaren Plattform und an die andere, dass sie den MMM für uns erhält.

WKSA 2018: Inspiration und Rückblick

Es gibt es doch: Das allseits beliebte Weihnachtskleid-Sew-Along. Seit Mitte November habe ich mit steigender Nervosität den MMM-Blog im Auge behalten – nirgends eine Ankündigung zu sehen. Ich hatte schon befürchtet, mein diesjähriges Weihnachtskleid allein nähen zu müssen, denn auf die geliebte Tradition des Weihnachtskleid-Nähens (und seien wir ehrlich:  daran Scheiterns) wollte ich auf keinen Fall verzichten. Aber heute geht es doch los, und anscheinend wird dabei auch gleich der Staffelstab weitergereicht, denn Dodo von Dodosbeads hat Ina vom Fitzladen vorgestellt, die ab Januar im neuen Team den MMM fortführen wird. Also gleich doppelt Grund zum freuen!

Viermal war ich schon beim WKSA dabei, zweimal bin ich sogar pünktlich fertig geworden, wirklich zufrieden war ich einmal, ganz und gar unzufrieden auch einmal, regelmäßg getragen wird keins der vier Kleider, aber zumindest unregelmäßig habe ich sie an (da ist noch Luft nach oben).

Und da sind sie, die vier. Das von 2013 ist entsorgt, das war ein eindeutiges TFT, 2015 trage ich ganz selten, es ist halt doch nicht so alltagstauglich, so dass ich es wohl wegrationalisieren werde und die beiden anderen sind zwar schön, aber irgendwie trage ich nicht häufig genug Kleider.

Von einer statistischen Erfolgsquote von 50% lasse ich mich natürlich nicht beeindrucken, alsostürze ich frisch aufs neue in das WKSA.

Sonntag, 25.11.2018 –  Inspiration und Rückblick
Ich weiß schon, was ich nähen möchte
Ich habe so viele Ideen und kann mich nicht entscheiden.
Ich weiß genau welcher Schnitt, aber keine Ahnung was für ein Stoff passt.

Stoff ist da, aber welchen Schnitt solch ich nur nehmen?

So, der Rückblick ist fertig. Ich persönlich bin auch eher eine Punkt-2-Kandidatin.

Zwei Kanditaten von letzten Jahr haben es auch dieses Jahr wieder in die engere Auswahl geschafft:

Die drei Kandidaten

Die beiden Burda-Kleider 4/14#117 und 9/17#116,  dazu das Old-school Teacher-Kleid aus der Ottobre 5/2011. Alle drei sind schon zugeschnitten und bereits angefangen ( ja, so ein Kleid kann bei mir durchaus auch mal ein paar Jahre in der Projekte-Box liegen), was also die Wahrscheinlichkeit einer termingerechten Fertigstellung signifikant erhöht. Außerdem wären dann endlich mal ein paar UFO’s fertig.

Andererseits waren in diesem Jahr in der Burda einige sehr schöne Sachen drin. Und ich war inn Hamburg Stoffe shoppen an einem eisigen Wochenende (Alternativprogramm zur Hafenrundfahrt, ich glaube ich hatte mehr Spaß!)

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Das war die Beute und das könnte ich daraus nähen:

Hosen wären ja nicht blöd, erstens brauche ich welche und zweitens trage ich sie wenigstens. Allerdings habe ich an Weihnachten eigentlich immer ein Kleid an.

Und dann gibt es noch dieses gut abgelagerte Stoff-Schätzchen von Marc Aurel:

Das Kleid ist aus der Septemberburda und hat deutliche Ähnlichkeit mit dem Old-school Teacher, allerdings hat Burda Raglanärmel und ich glaube, in denen kann man sich besser bewegen. Möglicherweise kann man aber aus den beiden Schnitten einen bauen und spart sich einmal anpassen.

So, ich gehe jetzt zum MMM-Blog , sehe mir die anderen Inspirierten und Unentschlossenen an und finde möglicherweise ein Kleid, das ich schon immer haben wollte. Dann werfe ich alle meine Projekte in die Ecke und fange etwas ganz neues an!

Ruri-Sweatpant ist fertig

Letzte Woche ist die Ruri Sweatpant, die ich für den Homewear-Sew-Along geplant hatte, endlich fertig geworden. Es gibt keine Bilder, denn sie ist in unfotografierbarem Schwarz und draußen ist es trübe und stürmisch. Außerdem passt sie nicht.

Das Problem mit Hosen, die im Bund ein eingestepptes Gummiband haben ist, dass man im Grunde erst ganz am Schluss merkt, ob sie passen oder nicht. Meine habe ich eine Nummer zu groß genäht. Natürlich habe ich den zusammengesteckten Bund getestet und natürlich hat sich der Gummi beim durchsteppen geweitet und natürlich habe ich ihn danach noch einmal anprobiert. Da schien es gerade so zu gehen, und wenn ich es vermeiden kann, mit Dreifachstich genähte Steppungen aufzutrennen, dann tue ich das auch! Aber nach drei Tagen tragen schlabbert die Hose. Ich werde also nicht daherumkommen, am Bund alles aufzutrennen und ein paar Zentimeter an den Seitennähten herauszunehmen. Mit ein bisschen Glück brauche ich das Gummiband dann nicht zu kürzen.

Leider muss das allerdings noch warten, weil ich meiner Mutter eine Hosenänderung versprochen habe. Sie trägt inzwischen sogenannte Schlupfhosen, und zwar welche von der etwas schickeren Art, die man nur mit Mühe über die Hüften  bekommt, damit sich nicht zu  viel Stoff auf der Taille quetscht. Außerdem haben die Hosen keine Taschen. Wer entwirft bitte Hosen ohne Taschen für alte Menschen? Die brauchen doch immer ein Taschentuch! Ich werde einseitige Paspeltaschen mit einem Satinband oder Samtband als Paspelstreifen nähen und in den falschen Hosenschlitz einen echten Reißverschluss mit einem Druckknopf arbeiten. Durch den Gummizug kann die Hose auf den Gürtel verzichten und ist dennoch bequem anzuziehen. Und dann kann ich meine Ruri auftrennen und den Bund ändern.