Morgenmantel-Sew-Along Großes Schaulaufen

Morgenmantel SA FinaleHeute ist das Finale des Morgenmantel-Sew-Alongs bei Muriel alias „Nahtzugabe 5cm„.

Morgenmantel aufgehelltSeit Donnerstag ist mein Mantel nach einer langen Näh-Nacht fertig. Vor den Ende eines Sew-Alongs mein Projekt zu beenden, das habe ich noch nie geschafft. Das lässt hoffen für meine weiteren Nähpläne!

Jetzt bin ich im Skiurlaub, mit meinen Morgenmantel im Gepäck. Nur die Taschen fehlen noch, weil die Stickerei noch nicht fertig war. Allerdings will ich noch eine Blende aus dem Blümchenstoff an die Ärmel nähen und an die Taschen kommt auch noch eine Blende. Und endlich habe ich auch genug Internet im Skihotel, um den Beitrag loszuschicken.
Die Verbreiterung der Vorderteile hat genauso funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich habe beim Schnitt vom Vorderteil die Seitennähte, das Armloch und die Schulternähte kopiert und dann die neue vordere Kante mit 7cm Abstand zur alten Kante eingezeichnet. Dann habe ich nur die Schulternaht mit der Vorderkante verbunden, dafür passte die Ausschnittlinie von Größe 42 zufälligerweise perfekt. Bei der Blende habe ich es analog gemacht und ebenfalls die Nahtlinie von Größe 42 genommen, so dass alles zusammenpasst. Jetzt habe ich eine kurzes Revers wie ich es mag und vorne klafft nichts.Morgenmantel Füße oben Natürlich werde ich im Fitness-Studio aufpassen müssen, wie ich mich bewege vor meinem Spind, der Morgenmantel ist ziemlich kurz geworden, oder aber ich nähe auch noch eine Blende an den Saum. Einen kleinen Streifen Blümchenstoff hätte ich noch dafür.
Der Morgen/Bademantel für die Tochter ist nicht einmal zugeschnitten. Aber wer seine Schnitte nicht auskopiert hat halt Pech gehabt. Ich glaube nicht, dass ich in diesem Monat noch dazu komme, den zu nähen, schade eigentlich.
Noch ein paar alpine Impressionen, dann geht es zum Schaulaufen zu Muriel und dem Morgenmantel-SA.

Innerkrems1

Innerkrems2
Nachtrag:
Es ist der dritte  Gestern war der dritte Tag auf der Piste und für heute den Tag hatte ich mich genug im Schnee herumgewälzt. Es ist echt demoralisierend, bei der ersten Abfahrt auf dem Idiotenhügel auf der Nase zu landen, also mache ich doch mal etwas, was ich tatsächlich kann: Für Sarah , bei der ich kryptische Erklärungen hinterlassn habe (und alle anderen, die es interessiert) ein Mini-Tutorial darüber, wie ich meine Blenden am Saum verarbeitet habe.WP_20180220_007
Zuallererst muss der Saum des Morgenmantels zweimal eingeschlagen und umgebügelt werden. Dann wird wieder aufgeklappt und die Blende angenäht. Dabei bleibt der Saum einmal umgeschlagen. Auf dem Foto habe ich das mit Hotel-Handtüchern nachgestellt. Quergestreift ist der Mantel, längs gestreift ist die Blende.

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Die Naht wird gebügelt, dabei wird die Zugabe in die Blende gebügelt. An der Kante der Blende, die dann innen angenäht werden soll, die Zugabe auch schon umbügeln.
Von der rechten Seite sieht das so aus:WP_20180220_017
Jetzt wird die Blende rechts auf rechts gefaltet, dabei wird die seitliche Nahtzugabe der Blende umgefaltet. WP_20180220_015Rot ist die Nahtlinie, schwarz die Linie, an der der Saum umgeklappt werden soll. Wenn die rote Naht genäht ist, wird an der grünen Linie die Ecke abgeschnitten. Unten kann die Nahtzugabe auch etwas eingekürzt werden.
Nach dem Umkrempeln sieht das ganze so aus:WP_20180220_013
Die Blende umschließt den Saum. Sie kann innen angenäht und fortlaufend kann der Saum mit festgenäht werden.
Saumverarbeitung Blende (1)So sieht das aus, wenn man nachts um halb zwei keine Lust zum Bügeln hatte,
Blende linksund so, wenn man sich ein bisschen mehr Mühe gibt.

 

12x Me Made: Februar-Pläne

12x MeMade

Bei Chrissy wird jeden Monat etwas Neues genäht und wir dürfen unsere Nähpläne und Fortschritte bei ihr zeigen.

Eigentlich wollte ich in diesem Monat neben dem Morgenmantel vom Morgenmantel-Sew-Along und dem Kleid für den Favoriten des Monats vor allem T-Shirts und Schlüpfer nähen. Beide liegen schon seit geraumer Zeit (genauer gesagt seit dem Sommerurlaub) zugeschnitten in der Plastik-Box.

Aber dann wird aus einem geplanten 3-Tages-Kurztripp eine Reise von einer Woche und am Ende fehlt einem ein schwarzes Kleid. Also werde ich in diesem Monat das Kleid 906 von DP Studio nähen. Sich noch ein letztes Mal für einen geliebten Menschen schön machen, auch das kann eine Form von Trauerarbeit sein.

Den Schnitt habe ich von meiner Schwester zu Weihnachten bekommen, einen leichten Wollkrepp muss ich noch dazu kaufen. Der Hersteller empfiehlt dünne Stoffe und Nina von Kleidermanie bestätigt das, denn anscheinend hat man auf der Schulter 8 Lagen Stoff bei all den Falten. Damit die Falten auch gut einbügelbar sind, nehme ich möglicherweise auch ein Mischgewebe, das sehe ich dann im Stoffgeschäft.

Mit dem Burdakleid 02/2018#113 und dem Morgenmantel habe ich dann 3 Pläne für diesen Monat. Irgendwie ist der Februar immer zu kurz, ich hoffe ich werde mit allen meinen Plänen fertig.

 

Favorit des Monats: Februar-Pläne

der Favorit des Monats

Bei Sandra von „Zufall wenn’s klappt“ läuft eine Ganzjahres-Aktion: Jeden Monat ein Kleidungsstück aus der aktuellen Burda oder der neuesten Fashion-Style nähen, den eigenen Favorit des Monats. Ich habe die Burda und die Fashion Style im Abo, und nähe ganz selten aus den aktuellen Heften, weil ich die Schnitte, die mir spontan ins Auge springen, meistens in die Warteschlange der vielen anderen Schnitte stelle, die ich gerne einmal nähen möchte. Das hat zwar den Vorteil, dass ich den Schnitt, wenn ich endlich dran gehe, ihn zu nähen, meistens schon irgendwo im Netz bewundern und etwas über seine Tücken lesen kann, aber irgendwie bleibt dann die Spontaneität auf der Strecke. Darum versuche ich, dieses Jahr bei der Aktion mitzumachen.
Bei der Februar-Burda besteht die Schwierigkeit nicht so sehr darin, einen Schnitt zu finden, den ich nähen möchte, sondern die Auswahl der Schnitte zu beschränken!
Schon in der Vorschau verliebte ich mich in die Bluse 111 mit der Faltenpartie auf dem Rücken .TZ 02_2018#111 Auf der Annäherung lag dann just der perfekte Stoff dafür auf dem Tausch-Tisch: ein leichter, halb durchsichtiger Krepp mit einem Liberty-artigen Druck, der auf beiden Seiten fast gleich gut zu sehen ist.Februar-Favorit (3) Dass der Stoff vorwiegend oder auch vollständig aus Polytierchen zu sein scheint, ist bei einem solchen Flatterschnitt eher unproblematisch. Allerdings finde ich die Vorderseite mit dem Polo-Ausschnitt eher grobschlächtig und denke an eine schmale Knopfleiste oder einen mit Schrägband verstürzten Schlitz mit Knopf und Schlinge.
Auch die Wickelbluse 104 finde ich toll, natürlich ohne „Drunter“, im Heft sieht das echt nach Putzkittel aus.Februar-Favorit (2)

Der Stoff dafür stammt auch vom Tausch-Tisch, er dürfte gerade reichen.
Die Bluse 108 A und das Kleid 101 würde ich mir ebenfalls gerne nähen, aber dafür müsste ich Stoff kaufen gehen und ich will das Lager abbauen. Außerdem müsste der Monat dann ungefähr 60 Tage haben!

Februar-Favorit (1)
Der Sieger ist allerdings das Deux-Pièce-Kleid Nr.113. Ich habe es sogar schon zugeschnitten, Bei der Suche nach dem Schnitt habe ich allerdings mächtig geflucht: Auf Bogen C ist natürlich nichts rosa unterlegt (bei 13 Teilen auf einem Schnittbogen konnte man sich das ja denken!) und ich habe ziemlich lange auf allen Schnittbögen gesucht, bis ich – dann doch auf Bogen C – unter den blauen Konturen fündig geworden bin! Auf der Webseite habe ich bei Burda keinerlei Hinweis gesehen, das fand ich ziemlich mau, und Freitag nachts gibt es natürlich keinen Support!
(Für die erleichterte Websuche: Schnitt Burda 02/2018#113 auf Bogen C in blauer Kontour).
Als Stoff hatte ich einen inzwischen gut abgelagerten Fabrik-Kauf von Marc Aurel vorgesehen (rechts), aber dann hätte ich entweder ein Supermini-Kleid („You have to shave to wear this dress, and I don’t mean your legs!“) nähen oder auf Ärmel oder den Rücken verzichten müssen.
Also wird es ein mittelschwerer Webstoff mit einer Art Tweed-Optik, oder auch „Pfeffer-und-Salz“.(links). Der Stoff ist ebenfalls vom Tausch-Tisch in Bielefeld und schon seit einem Jahr bei mir. Eigentlich wollte ich mir im Sommer eine Hose daraus nähen, jetzt bin ich froh, dass ich nicht genug Zeit dafür hatte.
Ich bin gespannt, ob ich alle meine Pläne umsetzen kann, denn mit dem Morgenmantel- Sew-Along und Chrissy’s 12x Memade habe ich insgesammt 3 Pferdchen im Rennen.

Morgenmantel-Sew-Along Teil 3 Zwischenstand

In der letzten Woche habe ich geschwänzt, denn mein Stoff stand ja ohnehin fest. Dann musste ich kurzfristig verreisen und habe die Schnittmusterfolie mitgenommen, darum kann meine Tochter ihren Schnitt auch nicht auskopieren.

Vor meiner Reise habe ich aber noch schnell zugeschnitten, damit meine Schwiegermutter schon einmal eine Tasche zur Probe besticken kann. Dabei habe ich festgestellt, dass ich nicht genug Stoff habe. Entweder war ich zu geizig beim Einkaufen, oder die Bio-Baumwolle ist tatsächlich ihre ganzen möglichen 10% geschrumpft! In jedem Fall reicht der Stoff nur für eine Seite der Blende, also habe ich einen Rest Blümchenstoff für die andere Seite gefunden.DSC_0489.JPG

Das war mal ein Sommerkleid, das ich sehr geliebt habe, und nun wird die Blende auf der Seite, die  als Kragen umgeklappt wird, aus diesem Stoff gearbeitet. Eigentlich ist das sogar eine echte Aufwertung. Netter Nebeneffekt: Das Kleid hatte Spagettiträger —-> die Gürtelschlaufen und der Aufhänger sind schon fertig. Für den Gürtel reicht der Piquee auch nicht, also bekommt der eine Verlängerung aus Blümchenstoff an beiden Enden.

Ich hoffe, ich werde bis zum Finale fertig. Alle anderen, die einen Morgenmantel nähen, treffen sich heute wieder bei Muriel .

Merry Christmas – oder so…

Heute am Februar-MMM zeige ich mein endlich fertig gestellte Weihnachtskleid.

12xmemade Januar (29)

Ich habe es bereits bei Chrissy genauer beschrieben.12xmemade Januar (6)

Der Mantel, den ich darüber trage, ist mein geliebter 1960’s Coat aus dem Great British Sewing Bee. Und weil es gerade so richtig kalt ist und der Mantel eher für den Frühling geeignet ist, trage ich meine neue Strickjacke drunter, die ich im Sommerurlaub gestrickt habe.

Es ist die Peggy Sue Jacke von Linda Wilgus, die gibt es bei Ravelry als freien Download. Ich habe sie etwas reichlicher gestrickt und lange Ärmel zugefügt. Verstrickt habe ich Flora von Drops, zweifädig. Es ist nicht die ideale Wolle für diese Jacke, denn sie filzt leicht und dann verlieren die Zöpfe an Plastizität.12xmemade Januar (20)

Um das (wirklich übel zu strickende) Zopfmuster wirklich gut zur Geltung zu bringen, braucht man ein wesentlich stärker gezwirntes Garn, eventuell Drops Merine extra fine oder ein Baumwollgarn.

Nichts desto trotz mag ich die Jacke gerne. Sie ist eine ideale Ergänzung zu Kleidern und echt kuschelig warm. Sie wird von oben nach unten gestrickt, und im Gegensatz zur Miette hat sie keine ausgeklügelte Zunahme und deshalb einen U-Boot-Ausschnitt, den ich eigentlich nicht so schön finde. Die Ausschnitt-Blende wird als erstes gestrickt, wenn man also einen runden Ausschnitt haben will, müsste man mit verkürzten Reihen (eigentlich mit sich verlängernden Reihen ab der Rückenmitte) arbeiten.

Von oben nach unten zu stricken ist sehr praktisch, wenn man möglicherweise nicht genug Wolle hat: erst strickt man bis zur Taille, dann die Ärmel und am Ende macht man die Jacke so lang, wie noch Wolle da ist!

Dodo zeigt heute auf dem MMM-Blog einen tollen Rock der französichen Schnittmusterfirma DP Studio. Mir gefällt deren Programm auch, und bei mir lag deshalb auch zu Weihnachten das Kleid Le 906 unterm Baum, das ich mir demnächst nähen will.

Favorit des Monats : Januar

der Favorit des Monats

Bei Sandra auf dem Blog Zufall wenn’s klappt gibt es eine schöne Challenge: Jeden Monat ein Keidungsstück aus der aktuellsten Burda oder Fashion Style auf dem deutschen Markt nähen.

Mir stehen dabei die Burda vom Januar und die Fashion Style aus dem Dezember 2017 zur Verfügung. Bei der Burda hat mich absolut gar nichts angesprochen ( macht nichts, die Februar-Burda macht das mehr als wett) aber in der Fashion Style wurde ich fündig:

Das Shirt 108 gibt es in mehreren Varianten und auch als Kleid. Meine private Challenge (die ich mit tausenden von Nähbloggerinnen teile) ist obendrein Abbau des Stofflagers.

Fashion Style 12-17 Mod 8 (8)Den Viskose-Jersey habe ich mal auf gut Glück für die große Tochter gekauft, ich dachte, sie würde den gerne als Rock verarbeiten – falsch gedacht. Die Bordüre läuft längs zum Maschenlauf, aber weil der Stoff bielastisch ist, habe ich das einfach riskiert. Ich habe eine Größe 38 genäht, das passt bei Burda, hier hätte ich eher eine 36 gebraucht. Allerdings ist für die Elastizität des Stoffes eine 38 besser. Den Ausschnitt habe ich etwas weniger tief gemacht. Dummerweise ist bei Größe 38 der Brustpunkt fast 2cm zu tief, die Falten modellieren leider den Busen nicht so, wie sie sollten! Mir gefällt der Schnitt trotzdem sehr gut, und ich habe noch einen sehr hübschen ehtno-angehauchten Jersey, mit dem ich ihn noch einmal in Größe 36 nähen werde.

Die Teilungsquernaht im Rücken, die einem olivenförmigen Quer-Abnäher über die gesamte Breite entspricht, formt den Rücken sehr schön und kann bei Hohlkreuz-Besitzerinnen gegebenfalls noch stärker ausgerundet werden.

Insgesamt bin ich mit dem Shirt ziemlich zufrieden. Es ist nicht so passgenau, wie ich es normalerweise bei selbst genähter Kleidung verlange, aber mit Kaufkleidung kann es jeder Zeit konkurieren, zumal das Muster die Falten über der Brust ein wenig versteckt.

Bei den Falten habe ich etwas geschlampt, sie passten nicht übereinander, also habe ich die Mittelnaht wieder aufgetrennt. Weil ich die Falten auf jeder Seite geheftet hatte, konnte ich problemlos nur eine Seite der Falten auftrennen und passgenau auf die andere Seite stecken.

Liebe Sandra, vielen Dank für diese monatliche Challenge. Ich bemerke bei mir, dass ich oft die neuen Zeitschriften aus dem Briefkasten nehme, in Begeisterung über den einen oder anderen Schnitt ausbreche und die Zeitung dann wieder beiseite lege, weil da schon so viele andere Schnitte warten, die ich auch schon so lange nähen will. Das ist natürlich ganz dumm, denn möglicherweise nähe ich dann Sachen nur, weil sie schon so lange auf dem Schirm sind, und andere Schnitte, die ich besser fände, bleiben ungenäht. Jetzt habe ich einen guten Grund, mich von meiner spontanen Begeisterung leiten zu lassen.

Alle anderen, die aus der FS oder der Burda genäht haben, treffen sich bei Sandras Januar-Favoriten.

12x memade – Januar-Finale

Bei Chrissy ist heute das Januar-Finale von 12 x memade zu bewundern. Sie näht jeden Monat ein Kleidungsstück nach einem noch nicht von ihr genähten Schnitt.

12xmemade Januar (29)

Diesen Monat bin ich auch dabei. Mein Schnitt ist allerdings alles anders als neu, ich habe ihn schon seit mindestens 5 Jahren, und als ich ihn kaufte, war er auch schon alt. Aber er ist noch nicht von mir genäht worden. Es ist Vogue 8701, mein Weihnachtskleid, das ich endlich fertig genäht habe. Angefangen hatte ich schon auf der Annäherung, da habe ich auch mit Hilfe von Muriel, Carola und Heidy einige wesentliche Änderungen am Ausschnitt vorgenommen.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Kleid. Es hat Taschen (von mir ergänzt) , ist wunderbar bequem und die Karo-Verarbeitung ist mir überall, sogar am Reißverschluss fast perfekt gelungen.

Und irre ich mich, oder kann man sich in Raglan-Ärmeln tatsächlich besser bewegen?

Auch beim Innenleben habe ich mir viel Mühe gegeben:

Die Blümchen auf den Säumen kann man zwar nicht sehen, aber ich weiß, dass sie da sind!

Für den nächsten Monat habe ich schon viele Pläne, unter anderem ein Kleid aus der Februar-Burda, das dann bei zwei link-Partys dabei sein darf.

Vielen Dank, liebe Chrissy, für Dein wunderbar motivierendes Sew-Along.

Morgenmantel-Sew-Along Teil 1: Ideensammlung

Morgenmantel SA TitelbildGestern hat bei Muriel, alias „Nahtzugabe 5cm“ der Morgenmantel-Sew-Along , der mich endlich aus meinem Morgenmantel-Notstand reißen wird. Ich brauche nämlich seit Jahren dringend einen Morgenmantel.

Ich gehe regelmäßig ins Fitness-Studio, nicht weil ich Gewichte durch die Gegend schieben so toll finde, sondern weil ich sonst „Rücken“ und allerlei andere Beschwerden des langsam fortschreitenden Alters bekomme. Das Studio ist in einer Thermalbad-Sauna-Anlage und nutzt dort die Umkleidekabinen und Duschen. Ich habe den günstigen „Hausfrauen-und Rentner-Tarif“ (offiziel: Mittagstarif)  von 11 bis 15 Uhr. Wenn ich vor der Arbeit zum Training gehe,  muss ich dort natürlich auch duschen. In die Sporttasche passen aber gerade mal die Handtücher und die Wechselklamotten, für einen Bademantel ist kein Platz.

Habt ihr schon mal eine widerspenstige Sporttasche in einen engen Spind bugsiert und dabei gleichzeitig die Shampo- und Duschgelflaschen sowie das vom Busen herunter rutschende Handtuch festgehalten? Erschwert durch die Tatsache, dass jeder Besucher, der nach einem freien Spind Ausschau hält, in den engen Gang zwischen Umkleidekabinen und Schränken durch eine Glasscheibe hineinsehen kann!  Wenn ja, dann wisst ihr, warum ich einen leichten Morgenmantel brauche!

Den Stoff habe ich mir schon vor anderthalb Jahren von meiner Mutter zum Geburtstag schenken lassen. Ein wunderbarer Waffelpikee aus Bio-Baumwolle von Siebenblau aus Berlin.Stoff und Schnitt Morgenmantel

Hier auf dem Foto hat Stoff (der , auf dem die Schnitte liegen) einen ziemlichen Rosa-Stich, in Wirklilchkeit ist er eher sandfarben. Den Schnitt habe ich im letzten Jahr in der Fashion-Style Nr. 7/2017 entdeckt.

Mir gefällt vor allem das kurze Revers. Allerdings überlappen die Vorderteile nicht allzuviel, das sieht man schon auf den technischen Zeichnungen.

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Daher werde ich entweder eine Nummer größer nähhen oder den Schnitt ändern, das entscheide ich kurzfristig. Ich mag auch die Ärmel, die eine sehr flache Armkugel haben und ebenfalls flach ausgeschnittenen Armlöcher. Das garantiert viel Bewegungsfreiheit. Die Länge wird irgendwo zwischen Modell 9 und 11 liegen, oberhalb des Knies auf jeden Fall. Der Morgenmantel soll mich nicht wärmen, sondern nur bedecken. Für warm und kuschelig habe ich bereits einen Bademantel.

Meine Schwiegermutter besitzt eine Stickmaschine und wird mir eine Erdbeerranke auf den Rücken des Morgenmantels sticken. Das ist besonders schön, weil ich dadurch von meinen beiden Müttern etwas in dem Morgenmantel habe.

Auf dem Bild liegt noch ein Butterrick-Schnitt. Der ist allerdings nicht für mich, sondern für die große Tochter. Ihr habe ich bereits seit langem einen Bademantel versprochen. Ich warte nur noch darauf, dass sie den Schnitt auskopiert, das hasse ich nämlich echt! Der Plan ist, einen Mantel aus dem geblümten Baumwollstoff zu nähen und mit einem Frottee zu füttern.  Es soll schließlich ein Bademantel werden, und bei meiner Definition ist ein Bademantel immer aus Frottee, vorzugsweise dick und kuschelig, damit man sich nach der Sauna  oder dem Bad in der kalten Ostsee warm einkuscheln kann. Ich muss bloß aufpassen, dass ich den Obermantel groß genug mache. Einen Tipp dazu gibt es bei Nina, sie hat hier etwas über das Füttern von Bademänteln geschrieben.

Für das Futter stehen diverse alte Frottee-Gardinen ( so etwas hatte man in den Siebzigern und Achzigern im Badezimmer) zur Verfügung. Der Plan ist, alles zuzuschneiden, die Kanten zu Overlocken, und dann die Teile in der Waschmaschine mit einem einheitlichen Rot-Ton zu überfärben.

Ich bin echt froh über diesen Sew-Along, denn das war genau der Ansporn, den ich für dies Projekte brauchte. Vielen Dank, liebe Muriel. Wer noch alles einen Morgenmantel näht seht ihr hier.

Und so geht es weiter:

03.02.: Ich habe mich für einen Schnitt/Stoff entschieden
10.02.: Zwischenstand
17.02.: Finale: großes Schaulaufen der Morgenmäntel

12 x Me Made – Januar

12x MeMade

Chrissy hat für 2018 zum gemeinsamen Kleidernähen aufgerufen. Sie selber will jeden Monat einen Schnitt nähen, den sie noch nicht zuvor genäht hat, aber den Teilnehmern bleibt selbst überlassen, ob sie einen alten oder bereits erprobten Schnitt nähen wollen. Dass nette an dieser Aktion ist, dass über das eigentliche Nähen, den Erfolg oder den Misserfolg, mitberichtet wird, also eine Art „Making of“ gezeigt wird. So etwas finde ich beim lesen auf Blogs immer besonders interessant, und weil ich mir schon vorgenommen habe, mehr über das eigentliche Nähen zu berichten und nicht immer nur fertige Werke zu präsentieren, ist das für mich ein idealer Anstupser, diese Pläne auch umzusetzen. Vielen Dank, liebe Chrissy.

Das Motto :  „Alles kann — nichts muss“, kommt mir dabei entgegen. Im Januar ist meine Näh- und Blog-Zeit immer reichlich und hoch, dann kommt im Laufe des Jahres das „Säen und Ernten“ dazu und Zeit wird knapp. Möglicherweise muss ich dann also eine Sommerpause einlegen, aber ich will das Jahr nicht vor seinem Ende schlecht reden!

Jedes Mal etwas Neues zu nähen ist für mich jetzt keine so große Herausforderung. Ich nähe höchst selten einen Schnitt zweimal, dafür gibt es viel zu viele spannendes Schnitte, die ich alle ausprobieren will und ich nähe dafür auch einfach nicht genug.

Für den Januar habe ich mir vorgenommen, das Weihnachtskleid 2017 fertig zu nähen. Ich bin auch schon fast damit durch, denn es war auf der Annäherung dabei. Also gibt es heute keine Vorstellung, sondern gleich einen Zwischenstand.

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Genäht wird Kleid Nr. 1, das ist der Vogue-Schnitt links im Bild. Der Stoff ist übrigens vom Stofftisch in Bielefeld vor zwei Jahren und ich glaube er kommt von unserer Gastgeberin Chrissy!

Was man auf dem Umschlag des Schnittes nicht sieht, ist der sehr weite Ausschnitt des Kleides. Das rückwärtige V habe ich gleich am Schnitt „weggkorrigiert“ und ich habe auch versucht, die Ausschnittlinie nach oben zu versetzen, aber bei Raglan-Ärmeln ist das für mich doch noch zu kompliziert.DSC_0533Die Ärmel habe ich auch verlängert und erweitert, um mehr Bewegungsfreiheit in dem Kleid zu haben. Beim ersten Anprobieren sah ich aber aus, wie eine Presswurst. Die Erklärung: Trotz gemessener (und im Schnitt angekreuzter!!!) Größe 12 habe ich eine 10 zugeschnitten! Ich will gar nicht wissen, was mein Unterbewußtes mir da wohl für einen Streich gespielt hat. Bei gehefteten Nähten und 1,5cm Nahtzugabe war das aber ganz leicht zu korrigieren. Der Ausschnitt war da schon komplizierter, aber Muriel schlug vor, Folie aufzustecken, die Linien für einen Einsatz aufzuzeichnen und danach dann ein Schnittteil zu arbeiten. Mit der Hilfe von Nähkatze und Heidy habe ich das auch hinbekommen.

Dann reichten die mitgebrachten sämtlichen Stoffreste (Merke: niemals ohne alle Stoffreste zur Annäherung reisen, NIEMALS!!! ) nicht für die vordere Passe, also musste ich sie an den Raglan- statt an den Schulternähten teilen.DSC_0596

Und dann habe ich eine geschlagene halbe Stunde herumgepusselt, bis ich zwei identische Rückteile zuschneiden konnte, nur um irgenwie eine Asymetrie beim Einnähen zu produzieren. Die fällt aber kaum auf und bleibt jetzt so.

Rückwärtige Passe

Den kleinen Abnäher, den man auf dem Probestoff am Nacken sieht, habe ich übrigens in einer stärkeren Krümmung der Ansatzlinie verschwinden lassen:

Auf dem unteren Bild sieht man den Unterschied ganz deutlich.

Eingesetzt habe ich die Karo-Passe dann zu Hause. Von dem grauen Stoff für das Probeteil habe ich einen Paspelstreifen geschnitten, damit abgesetzt sieht die Stückellei nicht mehr nach gestückelt sondern ganz gewollt aus.

 

Beim Futter musste ich diese Operation natürlich auch noch durchführen. Dabei habe ich mir zum Auffnähen einen Zierstich gegönnt. Den sieht man natürlich nicht, außer, wenn ich das Kleid an- und aushziehe, aber ich weiß dass er da ist 😉 .DSC_0617

Um den Nahreißverschluss perfekt einzunähen habe ich drei Tricks kombiniert:

Zuerst habe ich die Naht geheftet, so dass die Karos zusammenpassten. Dann habe ich den RV mit Klebestift eingeklebt und dann die Bänder mit dem normalen Reißverschluss-Füßchen eingenäht. Danach habe ich die Heftnaht aufgetrennt und zum Schluss mit dem Spezialfüßchen den RV richtig eingenäht. Hat perfekt geklappt, so mache ich es in Zukunft immer. An der Stelle, wo der Rock an das Oberteil genäht ist, habe ich die Nadel ein bisschen nach außen positioniert, also nicht ganz so dicht an der Raupe genäht. Beim Bügeln nach dem Einnähen kann man das unsichtbar machen, aber dieser halbe Millimeter auf jeder Seite erleichtert das Zuziehen später enorm.

Das fertige Kleid gibt es am Ende des Monats zu sehen, erst einmal geht es jetzt zum Link-up mit den anderen Januar-Projekten von 12 x MeMade.

 

 

 

 

5 Jahre Annäherung

Die Einladung zur Jubiläums-Annäherung kam bereits im September, aber weil ich nur alle paar Tage meine E-mails lese, war ich leider zu spät mit meiner Anmeldung. Das Ergebnis: Platz 6 auf der Warteliste – also eigentlich keine Chance, teilzunehmen.

Bockig, wie ich bin, habe ich trotzdem an dem Wochenende Urlaub eingereicht und auch bekommen. „Bielefeld ist überall“, dachte ich mir und plante ein Nähwochenende, eventuell mit Freundinnen. Dienstag und Mittwoch habe ich sogar Essen für das Wochenende vorgekocht, um ja keine Störung an der Nähmaschine zu riskieren.

Ein kleines Quäntchen Hoffnung hatte ich aber immer noch, darum habe ich ab Montag mehrmals täglich meine Mails kontrolliert. Schließlich ist Januar Erkältungszeit, und auch wenn ich keiner wünsche, dass eine Erkrankung sie von der Annäherung fern hält, weiß man ja nie. Und am Donnerstag Abend kam tatsächlich die Nachricht: Ein Platz war kurzfristig frei geworden.

Freitag Vormittag war ich dann mit Frau Lila und Gelb unterwegs zur Jugendherberge.

DSC_0591Meine Projekte – denn ich habe immer mehrere Projekte dabei und bin noch nicht ein einziges Mal mit einem vollständig fertigen Kleidungsstück von der Annäherung nach Hause gefahren – waren die beiden Weihnachtskleider und eine angefangene Hose für meine Tochter. An der Hose nähe ich schon seit Monaten, was daran liegt, dass ich sie parallel mit der Freundin meiner Tochter nähe, die von mir einen Mini-Nähkurs zum Geburtstag bekommen hat. Die Hose dient dabei quasi als Anschauungsmaterial. Jetzt drängelte die Tochter aber doch ein wenig, die Hosen werden anscheinend knapp.

An der großen Tafel zeigen die anderen ihre Projekte:

Projektafel

So sieht es dann in Bielefeld aus: Inseln aus jeweils 8 Tischen, an denen dann 6 bis 8 Näherinnen sitzen.

 

Seit der zweiten Annäherung gibt es immer einen Tausch-Tisch, der Stoff für die beiden Weihnachtskleider stammt auch von dort.Tauschtisch

 

Die Hose wurde am Samstag Vormittag fertig, war ja auch nicht mehr viel zu tun, nur die Fake-Paspeltasche auf der Rückseite versäubern und dann Mittel- und Seitennähte schließen und den Bund ansetzen.Tochterhose 1 Letzterer musste erst noch einmal in einen geteilten Bund umgewandelt werden, wenn man nicht anprobieren kann, sollte die Hosenweite einfach zu ändern sein. Tatsächlich musste ich auch noch 3cm in der Weite hinten herausnehmen, damit die Hose passte.Tochterhose 2

 

Weihnachtskleid annäherungDas erste Weihnachtskleid (Nummer 2 war eh nur pro Forma dabei) ist natürlich nicht fertig geworden, und die 6 Nähstunden, die in die Hose geflossen sind, hätten das vemutlich auch nicht geändert. Aber ich bin sehr froh dass ich es mitgenommen habe, denn mit der Hilfe von Muriel, Carola und Heidy konnte ich mit den Ausschnitt anpassen, was ich alleine nie geschafft hätte. Mit dem Kleid nehme ich an Chrissys Näh-Aktion „12x Me-Made“ teil, dann schreibe ich noch genaueres über die Anpassung.

Und weil dies die 5. Annäherung war, gab es von unserem Orga-Team zwei tolle Überraschungen: Susi, Alex und Miriam haben Etiketten mit der Aufschrift „anNÄHerung, die 5.“ weben lassen, die wir in die auf der Annäherung genähten Kleider nähen können. Und dann gab es Samstag Nacht Torte. Bei einer der besten Konditoreien (oder auch der besten) Bielefelds hatten sie drei wunderschöne Torten bestellt, die obendrein auch noch oberlecker waren.Jubiläumstorten

Viel zu schnell ging das Wochenende vorbei, und während Sonntag Mittag an manchen Tischen noch wild genäht wurde, Annäherung 4waren andere schon zur Häfte verwaist. Nach der obligatorischen Abschluss-Präsentation (wie schaffen das manche bloß, 3 und mehr Sachen an einem Wochenende zu nähen?!) ging es auf die Heimreise.

Danke an Alex, Susi und Miriam für die fabelhafte Organisation und die tolle Überraschung. Danke auch an die Jugendherberge in Bielefeld, die sich immer richtig freundlich um unser leibliches Wohl kümmert und hilfsbereit auf unsere Wünsche eingeht.

Schön war’s, bis zum nächsten Mal.