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Herbst-Jacken-Sew-Along 2014: Teil 1 Inspirationen und Schnittmuster

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Ich habe einen Mantel für die Übergangszeit und eine Winterjacke, die dringend ersetzt werden müssen. Gerade, als ich mich fragte, wie ich mich am besten dazu motivieren könnte, entdeckte ich den Herbstjacken-sew-Along, den Chrissy und Dreikah netterweise organisieren.
Beim Wintermantel-Sew-Along mit Lucy und Catherine habe ich für mich diesen MantelPatchworkmantel2 (531x800) und für meine Tochter diesen Mantel genäht. Wintermantel 2012Beide wurden viel getragen. Der Tochter-Mantel war vom Anpassen her eine Herausforderung, mein Mantel war eine Puzzlearbeit aus einem alten Mantel und zwei selbstgefilzten Schals.
Für dieses Mal habe ich es leicht: Die Stoffe liegen bereit, Futter und Steppfutter auch, Knöpfe sind im Fundus, also kein gefrickel mit Stoffresten und widerspenstigen Materialien.
Allerdings muss ich mich noch für einen Schnitt entscheiden.
Ersetzt werden müssen dieser Mantel

heißgeliebter Billigmante

heißgeliebter Billigmante

und diese Jacke.

alte Cabanjacke

alte Cabanjacke

Der Mantel ist ein billiges Poly-Teilchen, für das ich bei Strauss vor einigen Jahren 50€ bezahlt habe. Ich wünschte mir sehnlich einen weißen Mantel für die Übergangszeit und dachte, dass er Preis für so etwas Unpraktisches akzeptabel sei. Seither war er in jedem Frühling ein ständiger Begleiter und wurde liebevoll in der Badewanne gewaschen, weil unsere Reinigung dazu neigt, den Velours von Mänteln wegzureinigen (s.u.) Inzwischen ist er abgeschabt, das Futter ist zerschlissen und er wird nicht mehr richtig sauber.
Ich schätze an diesem Mantel die Prinzessnähte, den breiten Streifen in der Mitte und den Verschluss, den man bis oben knöpfen, aber auch aufgeklappt lassen kann. Er sieht an mir übrigens schmaler aus, als auf dem Kleiderbügel.

Die Jacke ist selbstgenäht nach Burda 9/2002. Eigentlich ist es eine Art Kurzmantel, wurde aber im Heft „Caban-Jacke“ genannt. Ich weiß nicht, wann ich sie  genäht habe, aber sicher später als 2002! Sie ist aus einem mittelschweren ,guten Wollvelours. Beim Zuschneiden hatte ich Angst, dass sie zu dünn für brandenburger Winter weden könnte und habe sie mit einem Wattevlies, dass ich in zwei Lagen geteilt hatte, gedoppelt.

Als ich sie nach ihrem 4. Winter in die Reinigung brachte, bekam ich sie mit blanken Stellen an Taschen und Ärmeln zurück, an denen vorher noch Flausch gewesen war. Die Tante in der Reinigung sagte mir dann doch ganz frech, dass das bei der einfachen Qualität zu erwarten sei, und dass die abgeschabten Stellen vom Tragen kämen! Seither wurde die Jacke mit Wollwaschmittel in der Badewanne gewaschen, was ihr hervorragend bekommen ist. Mittlerweile ist sie  zwar noch immer mollig warm und kuschelig, aber der Velours ist an vielen Stellen abgeschabt bis auf das Gewebe und lässt sich auch nicht mehr mit der Drahtbürste aufrauhen.

An dieser Jacke gefällt mir die Länge, die eventuell sogar noch etwas kürzer sein dürfte, so lange der Po bedeckt bleibt, und die leicht kastige Form, unter die noch ein paar dicke Pullis passen.

Als Ersatz für den weißen Mantel habe ich diese Schnitte zur Auswahl:

Ottobre 5 2010

Ottobre 5 2010

Ottobre 5 2010 Mod 11

Ottobre 5 2010 Mod 11

1960s' Coat

Die ersten beiden Bilder sind aus der Ottobre, wobei der ich das mittlere nur drin habe, um die Rückansicht zu zeigen.Mir gefallen der schmale Schnitt und der Riegel am Rücken.

Das dritte Bild ist aus „The Great British Sewing Bee – Sew Your Own Wardrobe“ und mein Favorit. Die Prinzessnähte, die ein bisschen anspruchsvolle Tasche im Abnäher, die Teilungsnaht in der Taille und nicht zuletzt der Verschluss bis zum Hals gefallen mir sehr. Der Mantel wird hier gezeigt mit einem Kragen, der mit dem Futter gedoppelt ist. Er hat am Vorderteil auch keine Besätze, also blitzt das Futter am Halsausschnitt und an den Kanten. Das würde ich nicht so machen, denn der Stoff, den ich für das Futter vorgesehen habe, ist ziemlich grellfarbig.

Für die Jacke habe ich im letzten Jahr extra die Ottobre wegen dieses Schnittes gekauft:

Ottobre 5 2013

Ottobre 5 2013

Mir gefällt der nicht zu große Kragen. Allerdings ist sie nur einreihig, und das finde ich im Winter nicht wirklich warm genug. Burda hatte im Oktober eine Cabanjacke drin,  die ist zwar zweireihig, aber ganz schön tailliert und der Kragen ist mir etwas zu mächtig. Außerdem sind die Ärmel sehr schmal.

Ich tendiere also sehr stark dazu, meine alte Jacke einfach nachzunähen und die Ecken des Kragens nicht abgerundet, sondern spitz zu machen.

Bis nächste Woche muss ich mich entscheiden, dann werden die Stoffe und der Gewinnerschnitt vorgestellt. Zurück geht es zu Chrissy, die mit Karin diesen Sew-Along moderiert. Vielen Dank, ihr beiden.

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DSC_0580 (800x531)Der alte Mantel meiner MutterWintermantel 2012

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MeMadeMärz wieder in der Stoffmarktjacke

Me Made MärzEinen schönen 11.März!  Hier sind die Links zu allen, die bei diesem MeMadeMonat mitmachen:

Quereinsteiger sind nach wie vor willkommen.

Gestern habe ich meine wenige Nähzeit auf dem Altar der Mutterliebe der Katzenöhrchenjacke geopfert, die dabei nicht einmal fertig geworden ist! Daher  habe ich mich schweren Herzens zu ersten Wiederholung des Monats entschieden. Also nochmals die Stoffmarktjacke, in der ich dann sicher auch nicht frieren muss, dieses mal zu einer Jeans, zu der sie wesentlich besser aussieht, als die rote Kostümjacke.StoffmarktjackeLeider gibt es nur ein altes Foto, denn die traurige Realität besteht aus mehreren Zentimetern Schnee, den ich jetzt wegräumen muss, um an mein Auto zu gelangen. Immerhin habe ich dafür meinen schönen Wintermantel, und den habe ich diesen Monat noch nicht gezeigt.Patchworkmantel1 (531x800) Patchworkmantel2 (531x800)

Puh, gerade ein Drittel des Monats herum, und schon reichen die Klamotten nicht aus. Schuld daran ist natürlich das doofe Wetter, das mir die Pläne durchkreuzt. Wenn es wärmer wäre, hätte ich noch drei bis fünf andere Sachen. Mal sehen, in welchem Tempo ich die neuen Sachen heraushauen kann, wenn denn erst die Katzenöhrchenjacke fertig ist. Katti war gestern genauso glücklos mit dem Nähen wie ich, hat aber etwas Neues versprochen, Ute hat auch genäht und Susis Kleiderschrank ist ja gut gefüllt. Da gibt es sicher wieder bei meinen Mitstreiterinnen etwas tolles zu sehen.

MMM im Wintermantel-UFO

Hier ist er nun, der Wintermantel aus dem Sew-Along, fertiggestellt während Miss Magerites fabelhafter UFO-Jagd.Patchworkmantel1 (531x800)

Wie man unschwer erkennen kann, ist er bequem genug zum Schneeschieben. Begonnen hat alles mit dem Sew-Along von Lucy und Catherine.  Ausgangsmaterial war ein alter Mantel meiner Mutter, die Armaufschläge aus Filz, die ich dafür gemacht hatte und meine ersten Filzschal-Versuche, einmal etwas läuferartiges aus 3-4 mm starkem Filz und dann noch ein befilzter Seidenschal mit 1-2 mm Stärke.Der alte Mantel meiner Mutter
Der Schnitt ist von 1957, sehr tailliert, und ich war echt geschockt, dass dieser sackartige Mantel nicht problemlos das Material gelierfert hat, das ich brauchte.

Also wurde der Rücken aus dem Filzläufer genäht.Patchworkmantel2 (531x800)

Besätze, Kragen und Taschenklappen sollten sowieso aus dem Filz-Seidenschal gemacht werden, aber der grüne Stoff reichte nicht mal für vernünftige rückwärtige Seitenteile. Also habe ich noch einen Streifen eingefügt, der den Rücken mit dem Vorderteil optisch verbindet. (Sieh aus wie geplant von langer Hand). Alles was dann noch von dem Filzläufer übrig war, ist in den Saumstreifen gewandert. Dadurch steht der Mantel ein wenig ab, denn der Filz fällt nicht übermäßig weich. Man kann allerdings sitzen, ohne einen Reifrockeffekt zu haben.Patchworkmantel3 (531x800)

Weil ich überall herumgestückelt habe (die Ärmel haben z.B. drei Teilungsnähte), heißt dieser Mantel ab sofort der Patchworkmantel.

Ich möchte hier noch einmal auf den MeMadeMonat März aufmerksam machen, den ich plane. Wer hat Lust, einen ganzen Monat täglich ein selbstgemachtes Kleidungsstück zu tragen und darüber zu berichten? Wiederholungen sind erlaubt (ich weiß ja selber nicht, ob ich genug Klamotten zusammenkriege) und der Post sollte bis abend 20.00 Uhr verlinkt sein (oder in den Kommentaren auftauchen, ich weiß nämlich immer noch nicht, ob ich das mit dem Link-Tool bei WP hinbekomme). Ich halte nicht viel von morgens-früh-zwischen-Frühstück-und-Weg-zur-Arbeit-noch-schnell-posten-müssen, das ist überflüssiger Stress und die Aktion soll ja Spaß machen. Mein Post erscheint jedenfalls morgens zwischen 8 und 9 Uhr.

Wer am heutigen Mittwoch auch selbst genähte Kleidung trägt und darüber scheibt findet Ihr auf dem MMM-Blog, bei dem heute Meike die Gastgeberin ist.

UFO-Angriff : Finale

  • Unsere fertigen / ehemaligen UFOs
  • Hand auf’s Herz: Welche UFOs haben den Angriff unbeschadet überstanden?
  • Ich freu‘ mich schon auf meine Belohnung, und zwar…

Heute ist das Finale der UFO-Beseitigungs-Aktion, zu der Miss Margarite aufgerufen hatte. 6  Wochen lang hat sie uns auf ihrem Blog einen Platz zur Verfügung gestellt, an dem wir uns gemeinsam unserer UFO’s entledigen konnten. Wir hatten die Möglichkeit, uns gegenseitig zu motivieren, uns Mut zuzusprechen und ettliche Schrankleichen, die unsere Kreativität im Unterbewusstsein ausbremsten, loszuwerden. Liebe Hella, dafür verdienst Du ein dicken Dankeschön. Ohne Dich hätte ich zwar vermutlich schon ein oder zwei neue Kleider mehr, aber mit jeden dieser Projekte wäre mein schlechtes Gewissen, das von den UFO’s herrührt, weiter gewachsen.

Als ich bei dieser Aktion angefangen habe, dachte ich, dass es mir sicher gut tun würde, mal ein paar Sachen richtig zu Ende zu führen, bevor ich mich wieder in ein neues Projekt stürze. Ich hätte nie gedacht, wie ungeheuer befreiend es sein würde, diese Dinge, die immer irgendwo in meinem Unterbewusstsein lauern und auf Grund einer preussisch-protestantischen Erziehung jedes neue Projekt mit solchen Mies-Macher-Sprüchen wie : „Mach erstmal all die anderen Sachen fertig“ begleiten, endlich los zu sein. Ich empfinde das also so motivierend, dass ich den Rat von Sewing Galaxy befolgen werde und in diesem Jahr einen Tag in der Woche für die UFO-Beseitigung freihalten werde. Ob ich dafür bunte Kartons ausgragbe, ist allerdings die Frage.

Jetzt aber zu den Erfolgsergebnissen.Ufo-Übersicht Beginn

Der mit Abstand größte Erfolg ist sicherlich der Patchwork-Mantel, ein Überbleibsel aus dem Wintermantel-Sew-Along. Er war zu Beginn der UFO-Jagt noch nicht einmal vollständig zugeschnitten und ist heute Abend fertig geworden.Hier ist da Tragfoto. Der Mantel ist ganz schön ausgestellt, aber er schwingt nicht wirklich, dazu ist der 3-4 mm dicke Filzstreifen am Saum zu steif.

Die Übersicht zeigt, was noch fertig geworden ist:Ufo-Übersicht Finale Wirklich viel ist es nicht. Aber bei UFO 2 und UFO 9 habe ich bereits wesentliche Trennarbeit geleistet und daher sind die beiden fast fertig und werden noch in dieser Woche erledigt.UFO-Geschenk-BoxUnd das habe ich aus Miss Margerites hübschem Button gemacht: UFO-Geschenkpapier. UFO 2 ist ja eigentlich ein Geschenk für meine Schwester. Morgen wird es mit dem neuen Kragen und Knöpfen versehen und dann in eben dieser Box an meine Schwester geschickt. Wenn ihr die Bluse nicht gefällt, bekomme ich sie zurück und für meine Schwester lasse ich mir etwas Neues einfallen.

Und die Belohnung? Wie ich schon am Donnerstag berichtete, habe ich meine Belohnung vorgezogen: Am Wochenende habe ich einen Kurs im Glasperlen-Drehen mitgemacht. Ich hatte die Idee, für den Mantel ganz Aufsehen erregende Knöpfe aus Glas zu machen. Um es kurz zu fassen: Das war ein gewaltiger Griff ins … Den ganzen Samstag habe ich darauf verwand, fünf Knöpfe herzustellen, von denen zwei beim Abkühlen zerbrochen sind und die restlichen angelaufen sind. Das ist eine chemische Reaktion des Glases und ist mir seit Jahren nicht mehr passiert! Wir haben die Oberfläche dann freigeätzt, jetzt sind die Knöpfe matt und immer noch hässlich. Vermutlich wären sie ohnehin too much für den ohnehin recht extravaganten Mantel gewesen. Eingesetzt wird dieser Beweis meines Scheiterns vermutlich höchstens als Gartendeko. Am Sonntag habe ich einen Haufen weiß/gelber Blümchen und grüne Blätter produziert, die ich aber noch nicht gesehen habe, weil die Kursleiterin sie noch im Temperier-Ofen nachbehandelt. Die Belohnung war also nicht so ganz der Hit, aber das macht nichts, denn meine neue,alte Knip-Mode mit Jurk 27 ist angekommen und ich habe massenhaft Stoffe für lauter neue Kleider im Schrank, alle schon vorgewaschen und bereit zu Nähen. Wenn Hella nichts dagegen hat, werde ich zum Ende der Woche die dann fertigen UFO’s noch einmal verlinken.

Wer sonst schon mit den UFO’s fertig ist, erfahrt Ihr auf dem Blog unserer Gastgeberin Miss Magerite.

Ufo-Angriff Teil 4: 2. Zwischenstand oder auch Wintermantel-Sew-Along Teil 5

  • Zwischenstand
  • Alles gut bei euch? Wie motiviert ihr euch so zwischendurch? Gibt jemand seine Geheimtipps preis?


Irgendwie bin ich nicht so richtig motiviert im Moment. Ich habe ein neues Buch bekommen, viel gearbeitet im Job, eine Kollegin war krank, und ich musste am Samstag unbedingt noch Eislaufen gehen. Außerdem ist dieser Mantel genau das Elend, für das ich ihn gehalten gehalten habe. Der Stoff reicht hinten und vorne nicht. Es ist schon erstaunlich, dass man aus einem weiten, sackartigen Mantel nicht problemlos einen schmalen  zuschneiden kann. Ich frage mich, wie es der armen Ute mit ihrem Strenesse-Mantel geht. Ich habe ja die beiden gefilzten Schals zum Ergänzen, aber ich war gezwungen, ein wildes Patchwork zu veranstalten, und ich bin keineswegs sicher, ob das Resultat all diese Mühe lohnt.DSC_0140 (531x800)Die beiden Streifen vorne sind die Taschen-Eingriffe. Die sollen so sein. Das Revers wird noch gedoppelt mit einem Handfilz-Schal.

Das ist die Seitenansicht. Ihr merkt, der Mantel ist ganz schön ausgestellt.DSC_0141 (531x800)Die hintere Hälfte des Filz-Streifens ist eingefügt, damit das seitliche Rückenteil etwas an Länge gewinnt, und um das Rückenteil optisch mit dem Vorderteil zu verbinden.DSC_0142 (531x800)Wenn ich alle grünen Teile auf eine Länge gebracht haben werde, nähe ich an den Saum noch soviel gefilzten Stoff, wie ich zusammenschnippeln kann. Der dafür vorgesehene Filz ist leider ziemlich dich, daher wird dar Mantel am Ende wohl abstehen.

Ja, ich tu mir auch schrecklich leid. Besonders, weil es zu warm sein wird, wenn dieser Mantel endlich fertig ist.( Mecker, maul…)

An guten Tagen motiviere ich mich mit den „Fertigschnitten“, die ich mir gebastelt habe. Ich habe Burdas aus der Bibliothek ausgeliehen und  meine Lieblingsschnitte herauskopiert. Dann habe ich die Abbildung aus dem Heft und die Anleitung fotokopiert, alles in einen Umschlag gesteckt und die Abbildung draufgeklebt. Stoffe habe ich auch schon dafür, vom Holländer-Markt. Ich könnte also direkt losnähen, wenn dieser elende Wintermantel endlich fertig wäre.

Heute hilft mir nicht einmal das! Aber für ein Ufo habe ich noch eine Entscheidung getroffen:Flanellpyjama-UFO

Das Pyjama-Oberteil wird fertig genäht und bekommt eine Hose aus einem roten Baumwollstoff mit ganz kleinen weißenm Pünktchen. Der liegt schon gewaschen bereit und einen Schnitt habe ich auch schon.

Ob es allen anderen Ufo-Bekämpferinnen besser geht oder ob sie genauso durchhängen, könnt ihr bei Miss Margerite lesen.

UFO-Angriff Teil 3

Zwischenstand:

  • Ich hab‘ schon angefangen und bin voll motiviert.
  • Hilfe, ich habe schon wieder etwas Neues angefangen.
  • Guckt mal, soweit bin ich schon!
  • Seht nur, dieses UFO ist fertig und ich bin ganz stolz darauf!
  • Mein innerer Schweinehund und ich

gegenseitiges Motivieren und Schulterklopfen

Wenn ich hier anfange, von UFO 1, 2 ,oder 3 zu schreiben, kommt glaube ich keiner mehr so mit. Mal ganz ehrlich, ich weiß ja selbst kaum noch, welches UFO welche Nummer hat. Wie soll es dann Euch gehen! So wichtig ist mein außerirdisches Dutzend ja nun auch nicht! Also habe ich mich gestern mit Paint und Gimp amüsiert und folgende kleine Übersicht für Euch zusammengestellt:

Ufo-Übersicht Fertig

Der Zwischenstand auf einen Blick, das hilft auch mir, den Überblick zu behalten. Die Idee, die Bilder so zu arrangieren habe ich von hier. Und wie man die Fotos so schick freistellt, findet ihr hier. Das ganze geht übrigens auch mit Paint, ist aber nicht so einfach.

KinderhoseHier ist also die Kinderhose (UFO Nr. 8). Ich habe am Saum und auf die Taschen eine Borte aus Kängurus gestickt, die hat meine Maschine im Programm. Der Pulli (UFO 12 aus dem Asteroidengürtel) ist ja in der letzten Woche noch aufgetaucht. Um aus der Größe 86 eine 104 zu machen, musste ich ganz schön tricksen. Allerdings haben die eingesetzten roten Streifen deutliche Vorteile:

  1. Der Pulli ist kein 08/15 Ringelteil mehr
  2. Ich musste beim Nähen mich nicht mit den Streifen herumärgen, die bei Nicki besonders schwierig zum Aufeinandertreffen zu bewegen sind.

An den unteren Ärmelnähten war mir das Streifenmuster relativ egal. Seit ich bei einem teuren Kinderversand Ringelleggins von der Hausmarke bekommen habe, bei denen die Streifen nicht einmal auf der vorderen Mittelnaht auch nur ansatzweise zusammenpassten, sehe ich das bei Kindersachen nicht mehr so eng.

UFO Nr. 3 habe ich komplett entsorgt. Die Stoffe gefallen mir nicht einmal als Taschenfutter, und für Probekleidung sind die einzelnen Teile viel zu klein.

Lutterloh-Kleid

Besonders stolz bin ich auf das Lutterloh-Kleid, hier schon mal besprochen. Ich trage es heute auch schon, trotz des eisigen Wetters. Tragfotos gibt es Mittwoch auf dem MMM-Blog.

Natürlich muss ich immer noch meine Gegner in Schach halten, aber gegen den Putzwahn habe ich ein wunderbares T-Shirt entdeckt:

A clean home is a sign of a wasted life.

Oh yes, Baby!

Ein Drittel habe ich also geschafft, allerdings kommen jetzt die absoluten Brocken dran: Erst der Winter-, dann der Sommermantel, gulp!

Allen anderen UFO-Angreiferinnen viel Glück! Wie dort die Attacken laufen, seht Ihr bei der wunderbaren Miss Margerite, die bei uns diese fabelhafte Idee eingepflanzt hat.

UFO-Angriff Teil1

Eigentlich bin ich noch ziemlich platt von der Adventskalener-Aktion, die mir jeden Tag ein Kapitel auf dem Blog abgenötigt hat. Außerdem hatte ich mir fest vorgenommen, 2013 keine guten Vorsätze zu fassen. (Oh, das ist ja schon einer, ei verbibscht!)

Aber dann kam Miss Magerite mit ihrer UFO-Aktion .

UFO Angriff von Miss Margerite

Und wenn es etwas gibt, um das ich mich kümmern muss, dann sind das all die UFO’s die sich bei mir herumtreiben. Und weil gemeinsam aufräumen so viel schöner ist, als das alleine vor sich hin werkeln in der Kemenate, bin ich mit dabei.

Hier also: Alle meine Ufo’s oder Die schonungslose Wahrheit

Manche meiner Ufo’s sind so  alt, dass ich nicht einmal mehr weiß, wann ich sie angefangen habe. UFO Nr. 1: Der Pyjama für den Gatten, zum Beispiel könnte direkt mein ältestes sein:

Pyjama-UFODas sollte einmal ein Pyjama für den Ehemann werden. Alles  ist komplett zugeschnitten, sogar das Gummiband für die Taille. Ob das noch passt? Was tun damit?

Das nähe ich auf jeden Fall fertig!

UFO Nr.2 Die Bluse für die Schwester

Blusen UFODiese Bluse sollte mal ein Geburtstagsgeschenk für meine Schwester werden. Sie hat sogar ganz schicke Knöpfe dafür besorgt. Der Schnitt ist aus einer alten Brigitte und was auch immer man über die Brigitte sagen will, eine Nähzeitung ist sie nicht. Das sieht man am Kragen, der überhaupt nicht sitzt!Blusenkragen-UFOWas tun damit?

  1. Schwester fragen, ob sie die Bluse noch haben will
  2. Anprobieren, ob sie mir vielleicht passt
  3. Neuen Kragen konstruieren, das ist bereits im meinem Kopf passiert, als ich neulich nachts nicht einschlafen konnte.

UFO Nr.3 Zwei gemusterte Blusen

Bunte Blusen UFODas sollten mal Blusen werden. Was habe ich mir bloß bei solchen Mustern gedacht? Da sie bereits zugeschnitten und teilweise genäht sind, kann man sie nicht einmal zum Probenähen verwerten. Sogar für Patchwork-Flicken finde ich die Muster zu schrecklich. Falls irgendjemand genau so einen Stoff gesucht hat:

  • Material: Viskose , sehr flatterig
  • Schnitt: Hemdbluse mit Teilungsnaht vorne und 3/4-Ärmel mit Schlitz ohne Manschette, nicht datierbar
  • Burda-Größe 38

Gebt einen Kommentar ab, wenn ihr die haben wollt, ansonsten ist das definitiv ein Teil für die Tonne.

UFO Nr. 4: Die Winter-Bermuda

UFO-Shorts

Das hier war mal ein Faltenrock, den ich mir in den 80-ern genäht habe. Dann dachte ich , dass ich ein paar Winterbermudas bräuchte. Das muss so in den 90-ern gewesen sein, als Frau so etwas trug. Nun finde ich ja Wintershorts eigentlich sehr schick, aber meine Große hat mich derartig verunsichert („Mama, dafür bist Du zu alt!“), dass ich ihr meine hübsche graue Shorts kampflos überlassen habe. Bei diesem Teil sieht man aber deutlich, dass es mit dick machenden Bundfalten geplant ist, deshalb wurde es auch nie genäht. Was also tun damit?

  1. Entscheiden, ob ich mit 44 tatsächlich zu alt bin für Wintershorts
  2. Wenn ja: Probieren, ob der Stoff für Modell129 aus der aktuellen Burda reicht
  3. Entscheiden, ob ich diese Farbe wirklich tragen will
  4. Wenn ja: Probe-Shorts tragen
  5. Wenn zu alt für Shorts, vielleicht Rock aus dem Stoff und den Resten nähen
  6. Wenn das alles nicht geht: Ab damit und in den Trichter!

Ufo Nr. 5: Die Entbindungssocken

Habe ich schon erwähnt, dass ich ab und zu auch stricke? Als ich mit meiner Großen (ja genau, dieselbe, die gesagt hat, ich wäre zu alt für Shorts) schwanger war, dachte ich, es wäre gemütlich, ein paar Socken zu stricken, die ich dann im Kreissaal tragen könnte. Angeblich hat man da so kalte Füße. Und ich dachte, das ist etwas, das mich dann mit dem Kind verbindet, so eine Handarbeit, bei deren Anfertigung ich über die Mutterschaft und das Elterndasein nachdenke… Was soll ich sagen? Die Hormone machen echt schlimme Dinge mit deinem Gehirn! So sieht dieses Projekt jedenfalls 14 Jahre später aus: Entbindunssocken-UFO

Die Stricknadeln habe ich zwischenzeitlich für Kindersocken gebraucht.

Was tun damit? Eindeutig fertigstricken, wenn UFO Nr. 12 fertig ist.

UFO Nr.6: Der Mama-Pyjama

Aus der gleichen Zeit stammt dieses Ufo, dh. seine Grundidee:Der Mama-Pyjama

Aus diesem Flanell wollte ich mir in oben erwähnter Schwangerschaft ein extra-weites extra-kuscheliges Nachthemd nähen. Einige Jahre später schnitt ich einen Pyjama daraus zu. Mittlerweile weiß ich, dass ich Flanellpyjamas nicht tragen mag.  Aus der zugeschnittenen Hose hat Tochter 2 zu Weihnachten eine Schlafanzughose bekommen (das halbfertige Oberteil aus Viskosejersey zählt noch nicht als UFO, sondern als aktuelles Nähprojekt). Hier liegt also ein zugeschnittenes Flanell-Oberteil. Was tun damit?

  1. Frage: Kann ich mir mich in einem Flanellhemd vorstellen?
  2. Frage: Kann ich mir mich in einem Hemd aus diesem Stoff vorstellen?
  3. Für die Tonne ist der Stoff eindeutig zu schade. Wenn ich ihn nicht vernähe oder zu einem Nachthemd ergänze, werden Puppensachen daraus.

UFO Nr. 7: Das Trenchcoat-Fiasko oder Nie wieder Vogue!

UFO-TrenchWow, wir nähern uns mit großen Schritten der jüngeren Vergangenheit! Dieses UFO stammt schon aus diesem Jahrtausend! Es handelt sich dabei um Vogue 2449. Als meine Eltern vor 8 Jahren aus der großen Kleinstadt in eine echte Großstadt zogen, nutzte ich die Gelegenheit, dem wirklich fabelhaft sortierten Stoffladen in Iserlohn einen letzten Besuch abzustatten. Ich wollte mit unbedingt einen Trenchcoat nähen zu einer Zeit, als diese Dinger noch lange nicht wieder in Mode waren. Der einzige Schnitt, den ich dafür auftreiben konnte, war dieser Vogue 2449.

Schon das Auspacken des Schnittes war eine Zumutung. Allerdünnstes Seidenpapier war in die Tüte regelrecht hineingeknüllt und musste erst einmal zum Zerschneiden gebügelt werden. Die mitgelieferte Übersetzung der Anleitung nervig und all das ganze „baste“ und „topstitch“ und „edgestitch“ haben dazu geführt, dass ich den Mantel seit Jahren im Frühling ans Tageslicht ziehe, versuche zu verstehen, was ich bisher gemacht habe, die Anleitung verfluche, ein paar Nähte nähe, und dann ist es auch schon so heiß, dass man keinen Trenchcoat mehr braucht. Immerhin habe ich letztens im Herbst die Ärmel eingesteckt, die müsste ich ja nur mal einnähen…

Was also tun damit?

  1. Die Anleitung in die Ecke pfeffern
  2. Das Futter und den Mantel so fertig nähen, wie ich denke, dass es gehen müsste, schließlich nähe ich schon seit Jahren, da muss ich mir von Vogue keine Vorschriften machen lassen. Jawoll!

UFO Nr. 8 Die Kinderhose

Kinderhosen-UFOHier sieht ihr eine meiner ganz wenigen Wiederholungstaten, zumindest sollte es eine werden. Zugeschnittene Kinderhose in Gr. 110? Fertige Seitenlänge ca. 62cm. War mal für Tochter 2 gedacht, die inzwischen Größe 152 trägt. Was tun damit?

  1. Schnitt: Ottobre design Herbst 2001 Modell 21, in 1/1 Länge statt 7/8, vermutlich Gr.104 oder 110
  2. Mutter meiner Neffen kontaktieren, könnte dem kleineren passen
  3. Schnitt anpassen, welcher Junge trägt heute noch Schlaghosen?
  4. Schnell fertignähen, vielleicht mit brauner Krokodilborte am Saum?

UFO Nr. 9: Die weite LeinenhoseLeinenhosen-UFOIch fand, dass ich unbedingt eine schwarze Leinenhose brauche, die am Po gut sitzt und unten schön weit wird. Leider hat das Modell, das ich mir ausgesucht habe, Bundfalten, um auf die nötige Weite zu kommen. Das betont den Bauch sehr unvorteilhaft. Was tun damit?

In einer Sabrina habe ich eine weite Hose entdeckt, bei der die Bundfalten abgesteppt sind. Das probiere ich auch, denn am Po sitzt die Hose, glaube ich, ganz gut. Abgesehen davon, dass ich schon eine Menge Zeit und Stofffarbe in die Hose gesteckt habe, ist nur noch ganz wenig daran zu machen, da lohnt sich das Durchhalten, hoffe ich.

UFO Nr. 10: Das Lutterloh-KleidLutterloh-UFO

Dieses Ufo ist gar nicht so alt, erst am 2. Oktober habe ich es vorgestellt. Nachdem so viele auf ihren Blogs von Lutterloh geschrieben hatten, musste ich so etwas unbedingt auch nähen. Was tun damit?

Vorzugsweise heute abend und morgen früh für die Betriebsweihnachtsfeier, die meine Chefs klugerweise in den Januar gelegt haben, fertig nähen. Allzuviel ist eh nicht mehr zu tun: Ärmel einsetzen, Kragen ansetzen, vordere Kanten nähen, säumen, Knöpfe dran. Die Knopflöcher näht die Maschine so schön, da brauche ich nicht drüber nachzudenken, das geht in weniger als 5 Minuten pro Knopfloch. Das ist also das erste Ufo, das ich fertig machen werde.

UFO Nr.11: Der WintermantelWintermantel-UFO

I shamefully present: Mantel Nr. zwei aus dem Sew Along, mehr als reichlich beschrieben hier und hier. Was tun damit?

Diese Frage wird die geneigte Leserin natürlich sofort als rein rhetorisch erkennen. Der wird natürlich fertig genäht und zwar pronto, weil ja der Winter zurückkommt.

Jetzt bin ich fast am Ende (ihr vermutlich auch).

UFO Nr. 12 Die Strickjacke

ist eigentlich kein echtes UFO in dem Sinne. Klar, ich arbeite schon seit Juni daran, aber außer im Urlaub, auf reisen oder während des Musikunterrichts meiner Kinder komme ich nicht zum Stricken. Und das Muster ist so dermaßen kompliziert, dass man es nicht vor dem Fernseher stricken kann. So sieht sie aus:StrickjackeUnd so soll sie mal aussehen KLICK HIER. Was tun damit?

Nun, das es sich hier offensichtlich um das aktuelle Strickprojekt handelt, dem nur noch die Ärmel fehlen (den Kragen habe ich gestern fertiggestellt), gehört diese Jacke auch nicht auf diese Liste und wird deshalb durchgestrichen.

Glückwunsch an alle, die bis hierher durchgehalten haben. Wie ich gerade feststelle, habe ich ja eigentlich schon gleich beim Schreiben den Schlachtplan entwickelt, zumindest für die ersten beiden Teile. Gut für mich, dann kann ich das ganze Wochenende gemütlich Ideen für eine tolle Belohnung sammeln.

Eines bleibt noch zu erwähnen: Ich weiß ja nicht, wie es Euch so geht, aber bei mir hat so ein ehrgeiziges Unterfangen durchaus noch andere Gegner, als die UFO’s selber. Da wären:

  1. Die Klingonen (Kein Kampf mit Aliens ohne die Klingonen)
  2. Der Vorsatz, in diesem Jahr eine bessere Hausfrau zu sein, so etwas kann man nicht schon in den ersten Wochen wieder aufgeben
  3. Meine Neigung, in ein Buch zu kriechen und dabei alles um mich herum für Stunden zu vergessen.
  4. Der dringend zu flechtende Weidenzaun, der unsere arme Nachbarin vor unseren neugierigen Blicken schützen soll.

Zumindest für Punkt drei hat die öffentliche Bibliothek ein Mittel parat: Hörbücher. Wenn ich dann alle Tom Clancys, John Grishams und andere Unterhaltungslektüre gehört habe, kann ich mich an die Klassiker machen und bekomme sogar noch etwas Bildung mit, so frei nach dem Motto : Mein Bügeleisen, Goethe und ich.

Wie gut die Punkte 2 und 4 sowie Nähen und Bloggen in einen Tag zu quetschen sind (von der Lohnarbeit mal ganz abgesehen), wird die Zeit zeigen. Pfui, ich bemerke so etwas wie Pessimismus am Ende dieses Artikels, aber warum sind diese UFO’s wohl UFO’s geworden?

Nein, daran will ich jetzt gar nicht denken. Ich konzentriere mich jetzt auf die Belohnung, das Lutterloh-Kleid und gebe zurück an Miss Margerite, unsere Antwort auf die Men in Black.

Wintermantel-Sew-Along: Das Finale

So, da ist er nun, der Mantel, den ich während des Sew-Along für meine Teenager-Tochter genäht habe. Leider fehlt ein Foto des wirklich schönen Futters, aber als mir das auffiel, war der Mantel schon unterwegs ins Kino. Ursprünglich als Zweireiher geplant, mussten wir auf eine Knopfreihe verzichten, weil ich bei dem zu weiten Schnitt doch zu viel Weite weggenommen hatte, und außerdem die Tochter unbedingt figurbetonende Abnäher haben wollte.

Ich finde ihn trotzdem gelungen. Obwohl ich auf das Steppfutter verzichtet habe, ist er durch den leichten Wollstoff und das schwere Viskosefutter echt warm, denn der Walk wärmt wesentlich besser, als gedacht. Was meinen eigenen Mantel angeht, so sieht es traurig aus. Zwei Mäntel zu planen war definitiv einer zu viel. Aber ich bleibe dran und hoffe, ihn  im Neuen Jahr zu einem MMM präsentieren zu können.

Das Sew-Along war eine tolle Erfahrung, auch wenn ich bei so vielen Terminen durch Abwesenheit geglänzt habe. Einen Post zu schreiben, dauert bei mir halt immer noch recht lange, und da dieser Herbst mit vielen Terminen vollgestopft war, ist das Bloggen auf der Strecke geblieben, auch wenn ich mir die Anderen immer sehr interessiert angesehen habe. Vielleicht hätte ich aussteigen sollen, so wie Wiebke oder Dodo, aber dazu konnte ich mich dann auch nicht durchringen.

Sicher ist auf jeden Fall, dass dieser Mantel nie so gut geworden wäre ohne die vielen wertvollen Tipps, die ich bei Lucy und Catherine und allen Mitnäherinnen erfahren habe. Vielen Dank Ihr beiden, danke an Lucy, die so viel Zeit in diese unglaublich tollen Materiallisten gesteckt hat und Danke an alle Mitstreiterinnen für Lob, Ermunterung und Hilfe bei all den kleinen Krisen, durch die ich gegangen bin.

Das Finale der fabelhaften Wintermäntel und die dazugehörigen Näherinnen könnt ihr alle bei Lucy bestaunen.

Wintermantel Sew-Along 9: Fertigstellen

Dieses Wochenende ist das berliner Mini-Finale. Ich hinke allerdings beim Bloggen (nicht so sehr beim Nähen) von Mantel 1 furchtbar hinterher. Mein Kind trägt seit Donnerstag den neuen Mantel („Mama, der ist ja so schön mollig!“), weil ich mich am Mittwoch erbarmt und die Knöpfe angenäht habe. Das sollte sie eigentlich tun.

Was habe ich also seit meinem letzten Wintermantel-Post fertiggestellt?

Knopflöcher hatte ich schon, die hat die Knopflochautomatik prima gemacht, also noch Säumen, Futter einnähen, Knöpfe s.o.

Der dicke Walk schrie förmlich nach einem Blindstich-Saum mit der Nähmaschine, weil ich Handsäumen so scheußlich finde. In Arbeit sieht das dann so aus:

Fertig ist es dann so:Man sieht hier sehr schön, dass ein Teil der Saumzugabe übersteht. Damit habe ich dann das Futter verstürzt. Nachdem das Steppfutter ein totaler Flopp war, habe ich eine ganz edle Viskose im Stoffhaus entdeckt und die mit leichten Wollstoffen mit ein paar Mottenlöchern gedoppelt.

Mantelfutter von links

Mantelfutter von rechts

Hier sieht man, wie das Futter am überstehenden Saum festgenäht ist. Eine (zu) kleine Lücke zum Wenden musste ich dann noch von Hand schließen.

Die Ärmel habe ich dann allerdings doch von Hand gesäumt und das Futter angenäht, es ist ja nicht so, als ob ich das nicht könnte, ich wollte es bloß unten am Saum nicht machen. Das Link-Tool zum 11.11. ist leider schon geschlossen, so dass ich mich dort nicht mehr einklinen kann. Was allerdings die anderen am 11.11. so fertig hatten, seht Ihr hier.

Wintermantel Sew-Along Teil 7

Futter nähen und einsetzen

Doppeltermin: Wir kämpfen gemeinsam mit dem Futter und finden dabei vielleicht eine ganz einfache Methode. L. und C. zeigen zwei unterschiedliche Methoden, einen Mantel zu füttern.

Mantel Nr 1 ist fast fertig. Wird auch Zeit, denn wir wohnen in einem der Teile Deutschlands, die schon den ersten Schnee hatten (allerdings nur einen Warnschuss).

Am Mantel musste ich eine Menge ändern, erstmal durfte ich ihn radikal verkleinern, dann waren die Schultern immer noch zu weit und ich musste die Ärmel nochmal enger machen.

Das ganze sieht jetzt so aus:

Die Frage ist, was ich mit dem Futter mache. Der Walk ist so dünn, dass er, obwohl aus Wolle, sicher nicht warm genug sein . Das geplante Steppfutter  trägt furchtbar auf.

Zweimal mit Futter

Eine Alternative wäre ja  Steppfutter in der Mitte und Ärmel mit dünnem Futter oder dünnem Wollstoff und Futtersatin. Im Stoffschrank habe ich einen dünnen Wollstoff, an dem die Motten waren, gefunden, der würde möglicherweise sogar für den ganzen Mantel reichen, und unter dem Futtertaft sieht man die Löcher  ja auch nicht. Was meint Ihr? Wird das warm genug? Mit einem dicken Pulli drunter hat man den gleichen Effekt, wie mit dem Steppfutter, aber dann halt nicht  jeden Tag.

Die Knopflöcher werde ich mit der Maschine nähen. Die Knopflochautomatik hat mich noch nie im Stich gelassen, und die Probe-Knopflöcher waren sehr ansehnlich. Und den extra stabilen Aufhänger habe ich natürlich auch extra stabil eingenäht.

Wie die anderern mit ihren Mänteln zurechtkommen, erfahrt Ihr bei Catherine.