Archiv der Kategorie: Wintermantel Sew-Along

MeMadeMärz wieder in der Stoffmarktjacke

Me Made MärzEinen schönen 11.März!  Hier sind die Links zu allen, die bei diesem MeMadeMonat mitmachen:

Quereinsteiger sind nach wie vor willkommen.

Gestern habe ich meine wenige Nähzeit auf dem Altar der Mutterliebe der Katzenöhrchenjacke geopfert, die dabei nicht einmal fertig geworden ist! Daher  habe ich mich schweren Herzens zu ersten Wiederholung des Monats entschieden. Also nochmals die Stoffmarktjacke, in der ich dann sicher auch nicht frieren muss, dieses mal zu einer Jeans, zu der sie wesentlich besser aussieht, als die rote Kostümjacke.StoffmarktjackeLeider gibt es nur ein altes Foto, denn die traurige Realität besteht aus mehreren Zentimetern Schnee, den ich jetzt wegräumen muss, um an mein Auto zu gelangen. Immerhin habe ich dafür meinen schönen Wintermantel, und den habe ich diesen Monat noch nicht gezeigt.Patchworkmantel1 (531x800) Patchworkmantel2 (531x800)

Puh, gerade ein Drittel des Monats herum, und schon reichen die Klamotten nicht aus. Schuld daran ist natürlich das doofe Wetter, das mir die Pläne durchkreuzt. Wenn es wärmer wäre, hätte ich noch drei bis fünf andere Sachen. Mal sehen, in welchem Tempo ich die neuen Sachen heraushauen kann, wenn denn erst die Katzenöhrchenjacke fertig ist. Katti war gestern genauso glücklos mit dem Nähen wie ich, hat aber etwas Neues versprochen, Ute hat auch genäht und Susis Kleiderschrank ist ja gut gefüllt. Da gibt es sicher wieder bei meinen Mitstreiterinnen etwas tolles zu sehen.

MMM im Wintermantel-UFO

Hier ist er nun, der Wintermantel aus dem Sew-Along, fertiggestellt während Miss Magerites fabelhafter UFO-Jagd.Patchworkmantel1 (531x800)

Wie man unschwer erkennen kann, ist er bequem genug zum Schneeschieben. Begonnen hat alles mit dem Sew-Along von Lucy und Catherine.  Ausgangsmaterial war ein alter Mantel meiner Mutter, die Armaufschläge aus Filz, die ich dafür gemacht hatte und meine ersten Filzschal-Versuche, einmal etwas läuferartiges aus 3-4 mm starkem Filz und dann noch ein befilzter Seidenschal mit 1-2 mm Stärke.Der alte Mantel meiner Mutter
Der Schnitt ist von 1957, sehr tailliert, und ich war echt geschockt, dass dieser sackartige Mantel nicht problemlos das Material gelierfert hat, das ich brauchte.

Also wurde der Rücken aus dem Filzläufer genäht.Patchworkmantel2 (531x800)

Besätze, Kragen und Taschenklappen sollten sowieso aus dem Filz-Seidenschal gemacht werden, aber der grüne Stoff reichte nicht mal für vernünftige rückwärtige Seitenteile. Also habe ich noch einen Streifen eingefügt, der den Rücken mit dem Vorderteil optisch verbindet. (Sieh aus wie geplant von langer Hand). Alles was dann noch von dem Filzläufer übrig war, ist in den Saumstreifen gewandert. Dadurch steht der Mantel ein wenig ab, denn der Filz fällt nicht übermäßig weich. Man kann allerdings sitzen, ohne einen Reifrockeffekt zu haben.Patchworkmantel3 (531x800)

Weil ich überall herumgestückelt habe (die Ärmel haben z.B. drei Teilungsnähte), heißt dieser Mantel ab sofort der Patchworkmantel.

Ich möchte hier noch einmal auf den MeMadeMonat März aufmerksam machen, den ich plane. Wer hat Lust, einen ganzen Monat täglich ein selbstgemachtes Kleidungsstück zu tragen und darüber zu berichten? Wiederholungen sind erlaubt (ich weiß ja selber nicht, ob ich genug Klamotten zusammenkriege) und der Post sollte bis abend 20.00 Uhr verlinkt sein (oder in den Kommentaren auftauchen, ich weiß nämlich immer noch nicht, ob ich das mit dem Link-Tool bei WP hinbekomme). Ich halte nicht viel von morgens-früh-zwischen-Frühstück-und-Weg-zur-Arbeit-noch-schnell-posten-müssen, das ist überflüssiger Stress und die Aktion soll ja Spaß machen. Mein Post erscheint jedenfalls morgens zwischen 8 und 9 Uhr.

Wer am heutigen Mittwoch auch selbst genähte Kleidung trägt und darüber scheibt findet Ihr auf dem MMM-Blog, bei dem heute Meike die Gastgeberin ist.

UFO-Angriff Teil 5

  • Zwischenstand und gegenseitiges Mut-Zusprechen
  • Ich hab‘ was Neues angefangen, das motiviert ungemein! / Hilfe, ich mag nicht mehr! / Es wird, es wird, juchuh, es wird! / Ich hab‘ schon ordentlich was weggeschafft, bald gehen mir die UFOs aus!

Bevor ich  meinen Zwischenstand bekanntgebe, erst einmal ein dickes Dankeschön für Eure lieben, aufmunternden Kommentare in der letzten Woche. Ihr habt mir richtig Mut gemacht. Wer also heute Trost braucht, kann auf mich zählen.

Obiges hatte ich gestern abend schon mal vorbereitet. Ich dachte, heute nähe ich ein bisschen und schreibe dann einene schönen Post und sehe nach, was die anderen gemacht haben, denn ich habe Urlaub. Dann ging ich in mein Kämmerlein, um mein müdes Haupt zu betten und wurde von einem überquellenden Wäschekorb begrüßt. Die Kinder hatten ihre Zimmer aufgeräumt. Kennt Ihr so etwas auch?

Also hieß es „Haushaltskampftag“. Als ich mir einen Tee aufgebrüht habe,

Find the true source of happiness.

Find the true source of happiness.

wäre ich beinahe zur Nähmaschine geflohen. Aber ich bin standhaft geblieben. Genäht habe ich aber auch, und daher kann ich Euch den fast fertigen Wintermantel präsentieren.Wintermantel fast fertigDieser Mantel ist ein elendes Stückelwerk, auch wenn jetzt alles wie gewollt aussieht, und daher heißt er ab heute der Patchworkmantel.

Die Ärmel habe ich nur angesteckt und auch beim Filz müssen noch einige Überdeckungsnähte genäht werden. Und dann fehlen noch Knöpfe, Knopflöcher und das Futter.  Aber glaubt mir, das sind echt Kleinigkeiten im Vergleich zu dem Elend, das hinter mir liegt.

Eigentlich wollte ich schon viel weiter sein, aber ich hatte einen Klingonen-Angriff, den ich erst im Nachhinein als einen solchen enttarnt habe! Ein Klingone hat sich als meine Schwester ausgegeben (und ich bin voll drauf reingefallen!). Er bat um unsere altes Kindertrampolin für die Nichte. Die Abdeckung war ziemlich hinüber, also nähte ich“ eben mal schnell “ drei Tage lang eine Neue.TrampolinabdeckungDie Löcher sind für die Beine.

Ich habe übrigens einen Entschluss gefasst im Bezug auf meine restlichen UFO’s.Ufo-Übersicht FertigIch werde nur noch Sachen für mich fertig machen, d.h. die Nummern 2, 6, 9 und 11. Bluse 2 war eigentlich für meine Schwester (die echte, nicht der Klingone) aber ich bezweifle, dass sie sie noch haben will. Also bekommt sie einen völlig neuen Kragen, irgendetwas gefaltetes, voluminöses und wird auf Figur gebracht. Wenn meine Schwester sie dann trotzdem haben will, soll sie sie kriegen. Der Sommermantel wird hintenan gestellt, denn ich muss für die Tochter das letzte Faschingskostüm in ihrere Grundschulkarriere nähen, ein 50-er Jahre Kleid mit Petticoat, das sie zum Glück auch im Sommer noch ohne den Petticoat tragen will.

Außerdem brauche ich noch ein paar Wintersachen für meinen MeMadeMonat, den ich für den März hier auf dem Blog eingerührt habe (Teilnehmerinnen willkommen). Als Motivation und zur Belohnung habe ich mir die Ottobre mit dem Norma-Schnitt bestellt (unerträgliche Lieferzeit:3! Wochen) und mit Knipp-Moden Kontakt aufgenommen, um Jurk 27 zu nähen. Bestellbar ist das entsprechende Heft, ich hoffe auch, dass sie ins Ausland versenden.

Wie es den anderen tapferen UFO-Bekämpferinnen geht, steht heute wieder bei Miss Margerite, die uns netterweise auf ihrem Blog vereint. Sie hat übrigens eine bildschöne Häkelweste in gute Hände günstig abzugeben, vielleicht ist sie ja was für Euch?

Ufo-Angriff Teil 4: 2. Zwischenstand oder auch Wintermantel-Sew-Along Teil 5

  • Zwischenstand
  • Alles gut bei euch? Wie motiviert ihr euch so zwischendurch? Gibt jemand seine Geheimtipps preis?


Irgendwie bin ich nicht so richtig motiviert im Moment. Ich habe ein neues Buch bekommen, viel gearbeitet im Job, eine Kollegin war krank, und ich musste am Samstag unbedingt noch Eislaufen gehen. Außerdem ist dieser Mantel genau das Elend, für das ich ihn gehalten gehalten habe. Der Stoff reicht hinten und vorne nicht. Es ist schon erstaunlich, dass man aus einem weiten, sackartigen Mantel nicht problemlos einen schmalen  zuschneiden kann. Ich frage mich, wie es der armen Ute mit ihrem Strenesse-Mantel geht. Ich habe ja die beiden gefilzten Schals zum Ergänzen, aber ich war gezwungen, ein wildes Patchwork zu veranstalten, und ich bin keineswegs sicher, ob das Resultat all diese Mühe lohnt.DSC_0140 (531x800)Die beiden Streifen vorne sind die Taschen-Eingriffe. Die sollen so sein. Das Revers wird noch gedoppelt mit einem Handfilz-Schal.

Das ist die Seitenansicht. Ihr merkt, der Mantel ist ganz schön ausgestellt.DSC_0141 (531x800)Die hintere Hälfte des Filz-Streifens ist eingefügt, damit das seitliche Rückenteil etwas an Länge gewinnt, und um das Rückenteil optisch mit dem Vorderteil zu verbinden.DSC_0142 (531x800)Wenn ich alle grünen Teile auf eine Länge gebracht haben werde, nähe ich an den Saum noch soviel gefilzten Stoff, wie ich zusammenschnippeln kann. Der dafür vorgesehene Filz ist leider ziemlich dich, daher wird dar Mantel am Ende wohl abstehen.

Ja, ich tu mir auch schrecklich leid. Besonders, weil es zu warm sein wird, wenn dieser Mantel endlich fertig ist.( Mecker, maul…)

An guten Tagen motiviere ich mich mit den „Fertigschnitten“, die ich mir gebastelt habe. Ich habe Burdas aus der Bibliothek ausgeliehen und  meine Lieblingsschnitte herauskopiert. Dann habe ich die Abbildung aus dem Heft und die Anleitung fotokopiert, alles in einen Umschlag gesteckt und die Abbildung draufgeklebt. Stoffe habe ich auch schon dafür, vom Holländer-Markt. Ich könnte also direkt losnähen, wenn dieser elende Wintermantel endlich fertig wäre.

Heute hilft mir nicht einmal das! Aber für ein Ufo habe ich noch eine Entscheidung getroffen:Flanellpyjama-UFO

Das Pyjama-Oberteil wird fertig genäht und bekommt eine Hose aus einem roten Baumwollstoff mit ganz kleinen weißenm Pünktchen. Der liegt schon gewaschen bereit und einen Schnitt habe ich auch schon.

Ob es allen anderen Ufo-Bekämpferinnen besser geht oder ob sie genauso durchhängen, könnt ihr bei Miss Margerite lesen.

UFO-Angriff Teil1

Eigentlich bin ich noch ziemlich platt von der Adventskalener-Aktion, die mir jeden Tag ein Kapitel auf dem Blog abgenötigt hat. Außerdem hatte ich mir fest vorgenommen, 2013 keine guten Vorsätze zu fassen. (Oh, das ist ja schon einer, ei verbibscht!)

Aber dann kam Miss Magerite mit ihrer UFO-Aktion .

UFO Angriff von Miss Margerite

Und wenn es etwas gibt, um das ich mich kümmern muss, dann sind das all die UFO’s die sich bei mir herumtreiben. Und weil gemeinsam aufräumen so viel schöner ist, als das alleine vor sich hin werkeln in der Kemenate, bin ich mit dabei.

Hier also: Alle meine Ufo’s oder Die schonungslose Wahrheit

Manche meiner Ufo’s sind so  alt, dass ich nicht einmal mehr weiß, wann ich sie angefangen habe. UFO Nr. 1: Der Pyjama für den Gatten, zum Beispiel könnte direkt mein ältestes sein:

Pyjama-UFODas sollte einmal ein Pyjama für den Ehemann werden. Alles  ist komplett zugeschnitten, sogar das Gummiband für die Taille. Ob das noch passt? Was tun damit?

Das nähe ich auf jeden Fall fertig!

UFO Nr.2 Die Bluse für die Schwester

Blusen UFODiese Bluse sollte mal ein Geburtstagsgeschenk für meine Schwester werden. Sie hat sogar ganz schicke Knöpfe dafür besorgt. Der Schnitt ist aus einer alten Brigitte und was auch immer man über die Brigitte sagen will, eine Nähzeitung ist sie nicht. Das sieht man am Kragen, der überhaupt nicht sitzt!Blusenkragen-UFOWas tun damit?

  1. Schwester fragen, ob sie die Bluse noch haben will
  2. Anprobieren, ob sie mir vielleicht passt
  3. Neuen Kragen konstruieren, das ist bereits im meinem Kopf passiert, als ich neulich nachts nicht einschlafen konnte.

UFO Nr.3 Zwei gemusterte Blusen

Bunte Blusen UFODas sollten mal Blusen werden. Was habe ich mir bloß bei solchen Mustern gedacht? Da sie bereits zugeschnitten und teilweise genäht sind, kann man sie nicht einmal zum Probenähen verwerten. Sogar für Patchwork-Flicken finde ich die Muster zu schrecklich. Falls irgendjemand genau so einen Stoff gesucht hat:

  • Material: Viskose , sehr flatterig
  • Schnitt: Hemdbluse mit Teilungsnaht vorne und 3/4-Ärmel mit Schlitz ohne Manschette, nicht datierbar
  • Burda-Größe 38

Gebt einen Kommentar ab, wenn ihr die haben wollt, ansonsten ist das definitiv ein Teil für die Tonne.

UFO Nr. 4: Die Winter-Bermuda

UFO-Shorts

Das hier war mal ein Faltenrock, den ich mir in den 80-ern genäht habe. Dann dachte ich , dass ich ein paar Winterbermudas bräuchte. Das muss so in den 90-ern gewesen sein, als Frau so etwas trug. Nun finde ich ja Wintershorts eigentlich sehr schick, aber meine Große hat mich derartig verunsichert („Mama, dafür bist Du zu alt!“), dass ich ihr meine hübsche graue Shorts kampflos überlassen habe. Bei diesem Teil sieht man aber deutlich, dass es mit dick machenden Bundfalten geplant ist, deshalb wurde es auch nie genäht. Was also tun damit?

  1. Entscheiden, ob ich mit 44 tatsächlich zu alt bin für Wintershorts
  2. Wenn ja: Probieren, ob der Stoff für Modell129 aus der aktuellen Burda reicht
  3. Entscheiden, ob ich diese Farbe wirklich tragen will
  4. Wenn ja: Probe-Shorts tragen
  5. Wenn zu alt für Shorts, vielleicht Rock aus dem Stoff und den Resten nähen
  6. Wenn das alles nicht geht: Ab damit und in den Trichter!

Ufo Nr. 5: Die Entbindungssocken

Habe ich schon erwähnt, dass ich ab und zu auch stricke? Als ich mit meiner Großen (ja genau, dieselbe, die gesagt hat, ich wäre zu alt für Shorts) schwanger war, dachte ich, es wäre gemütlich, ein paar Socken zu stricken, die ich dann im Kreissaal tragen könnte. Angeblich hat man da so kalte Füße. Und ich dachte, das ist etwas, das mich dann mit dem Kind verbindet, so eine Handarbeit, bei deren Anfertigung ich über die Mutterschaft und das Elterndasein nachdenke… Was soll ich sagen? Die Hormone machen echt schlimme Dinge mit deinem Gehirn! So sieht dieses Projekt jedenfalls 14 Jahre später aus: Entbindunssocken-UFO

Die Stricknadeln habe ich zwischenzeitlich für Kindersocken gebraucht.

Was tun damit? Eindeutig fertigstricken, wenn UFO Nr. 12 fertig ist.

UFO Nr.6: Der Mama-Pyjama

Aus der gleichen Zeit stammt dieses Ufo, dh. seine Grundidee:Der Mama-Pyjama

Aus diesem Flanell wollte ich mir in oben erwähnter Schwangerschaft ein extra-weites extra-kuscheliges Nachthemd nähen. Einige Jahre später schnitt ich einen Pyjama daraus zu. Mittlerweile weiß ich, dass ich Flanellpyjamas nicht tragen mag.  Aus der zugeschnittenen Hose hat Tochter 2 zu Weihnachten eine Schlafanzughose bekommen (das halbfertige Oberteil aus Viskosejersey zählt noch nicht als UFO, sondern als aktuelles Nähprojekt). Hier liegt also ein zugeschnittenes Flanell-Oberteil. Was tun damit?

  1. Frage: Kann ich mir mich in einem Flanellhemd vorstellen?
  2. Frage: Kann ich mir mich in einem Hemd aus diesem Stoff vorstellen?
  3. Für die Tonne ist der Stoff eindeutig zu schade. Wenn ich ihn nicht vernähe oder zu einem Nachthemd ergänze, werden Puppensachen daraus.

UFO Nr. 7: Das Trenchcoat-Fiasko oder Nie wieder Vogue!

UFO-TrenchWow, wir nähern uns mit großen Schritten der jüngeren Vergangenheit! Dieses UFO stammt schon aus diesem Jahrtausend! Es handelt sich dabei um Vogue 2449. Als meine Eltern vor 8 Jahren aus der großen Kleinstadt in eine echte Großstadt zogen, nutzte ich die Gelegenheit, dem wirklich fabelhaft sortierten Stoffladen in Iserlohn einen letzten Besuch abzustatten. Ich wollte mit unbedingt einen Trenchcoat nähen zu einer Zeit, als diese Dinger noch lange nicht wieder in Mode waren. Der einzige Schnitt, den ich dafür auftreiben konnte, war dieser Vogue 2449.

Schon das Auspacken des Schnittes war eine Zumutung. Allerdünnstes Seidenpapier war in die Tüte regelrecht hineingeknüllt und musste erst einmal zum Zerschneiden gebügelt werden. Die mitgelieferte Übersetzung der Anleitung nervig und all das ganze „baste“ und „topstitch“ und „edgestitch“ haben dazu geführt, dass ich den Mantel seit Jahren im Frühling ans Tageslicht ziehe, versuche zu verstehen, was ich bisher gemacht habe, die Anleitung verfluche, ein paar Nähte nähe, und dann ist es auch schon so heiß, dass man keinen Trenchcoat mehr braucht. Immerhin habe ich letztens im Herbst die Ärmel eingesteckt, die müsste ich ja nur mal einnähen…

Was also tun damit?

  1. Die Anleitung in die Ecke pfeffern
  2. Das Futter und den Mantel so fertig nähen, wie ich denke, dass es gehen müsste, schließlich nähe ich schon seit Jahren, da muss ich mir von Vogue keine Vorschriften machen lassen. Jawoll!

UFO Nr. 8 Die Kinderhose

Kinderhosen-UFOHier sieht ihr eine meiner ganz wenigen Wiederholungstaten, zumindest sollte es eine werden. Zugeschnittene Kinderhose in Gr. 110? Fertige Seitenlänge ca. 62cm. War mal für Tochter 2 gedacht, die inzwischen Größe 152 trägt. Was tun damit?

  1. Schnitt: Ottobre design Herbst 2001 Modell 21, in 1/1 Länge statt 7/8, vermutlich Gr.104 oder 110
  2. Mutter meiner Neffen kontaktieren, könnte dem kleineren passen
  3. Schnitt anpassen, welcher Junge trägt heute noch Schlaghosen?
  4. Schnell fertignähen, vielleicht mit brauner Krokodilborte am Saum?

UFO Nr. 9: Die weite LeinenhoseLeinenhosen-UFOIch fand, dass ich unbedingt eine schwarze Leinenhose brauche, die am Po gut sitzt und unten schön weit wird. Leider hat das Modell, das ich mir ausgesucht habe, Bundfalten, um auf die nötige Weite zu kommen. Das betont den Bauch sehr unvorteilhaft. Was tun damit?

In einer Sabrina habe ich eine weite Hose entdeckt, bei der die Bundfalten abgesteppt sind. Das probiere ich auch, denn am Po sitzt die Hose, glaube ich, ganz gut. Abgesehen davon, dass ich schon eine Menge Zeit und Stofffarbe in die Hose gesteckt habe, ist nur noch ganz wenig daran zu machen, da lohnt sich das Durchhalten, hoffe ich.

UFO Nr. 10: Das Lutterloh-KleidLutterloh-UFO

Dieses Ufo ist gar nicht so alt, erst am 2. Oktober habe ich es vorgestellt. Nachdem so viele auf ihren Blogs von Lutterloh geschrieben hatten, musste ich so etwas unbedingt auch nähen. Was tun damit?

Vorzugsweise heute abend und morgen früh für die Betriebsweihnachtsfeier, die meine Chefs klugerweise in den Januar gelegt haben, fertig nähen. Allzuviel ist eh nicht mehr zu tun: Ärmel einsetzen, Kragen ansetzen, vordere Kanten nähen, säumen, Knöpfe dran. Die Knopflöcher näht die Maschine so schön, da brauche ich nicht drüber nachzudenken, das geht in weniger als 5 Minuten pro Knopfloch. Das ist also das erste Ufo, das ich fertig machen werde.

UFO Nr.11: Der WintermantelWintermantel-UFO

I shamefully present: Mantel Nr. zwei aus dem Sew Along, mehr als reichlich beschrieben hier und hier. Was tun damit?

Diese Frage wird die geneigte Leserin natürlich sofort als rein rhetorisch erkennen. Der wird natürlich fertig genäht und zwar pronto, weil ja der Winter zurückkommt.

Jetzt bin ich fast am Ende (ihr vermutlich auch).

UFO Nr. 12 Die Strickjacke

ist eigentlich kein echtes UFO in dem Sinne. Klar, ich arbeite schon seit Juni daran, aber außer im Urlaub, auf reisen oder während des Musikunterrichts meiner Kinder komme ich nicht zum Stricken. Und das Muster ist so dermaßen kompliziert, dass man es nicht vor dem Fernseher stricken kann. So sieht sie aus:StrickjackeUnd so soll sie mal aussehen KLICK HIER. Was tun damit?

Nun, das es sich hier offensichtlich um das aktuelle Strickprojekt handelt, dem nur noch die Ärmel fehlen (den Kragen habe ich gestern fertiggestellt), gehört diese Jacke auch nicht auf diese Liste und wird deshalb durchgestrichen.

Glückwunsch an alle, die bis hierher durchgehalten haben. Wie ich gerade feststelle, habe ich ja eigentlich schon gleich beim Schreiben den Schlachtplan entwickelt, zumindest für die ersten beiden Teile. Gut für mich, dann kann ich das ganze Wochenende gemütlich Ideen für eine tolle Belohnung sammeln.

Eines bleibt noch zu erwähnen: Ich weiß ja nicht, wie es Euch so geht, aber bei mir hat so ein ehrgeiziges Unterfangen durchaus noch andere Gegner, als die UFO’s selber. Da wären:

  1. Die Klingonen (Kein Kampf mit Aliens ohne die Klingonen)
  2. Der Vorsatz, in diesem Jahr eine bessere Hausfrau zu sein, so etwas kann man nicht schon in den ersten Wochen wieder aufgeben
  3. Meine Neigung, in ein Buch zu kriechen und dabei alles um mich herum für Stunden zu vergessen.
  4. Der dringend zu flechtende Weidenzaun, der unsere arme Nachbarin vor unseren neugierigen Blicken schützen soll.

Zumindest für Punkt drei hat die öffentliche Bibliothek ein Mittel parat: Hörbücher. Wenn ich dann alle Tom Clancys, John Grishams und andere Unterhaltungslektüre gehört habe, kann ich mich an die Klassiker machen und bekomme sogar noch etwas Bildung mit, so frei nach dem Motto : Mein Bügeleisen, Goethe und ich.

Wie gut die Punkte 2 und 4 sowie Nähen und Bloggen in einen Tag zu quetschen sind (von der Lohnarbeit mal ganz abgesehen), wird die Zeit zeigen. Pfui, ich bemerke so etwas wie Pessimismus am Ende dieses Artikels, aber warum sind diese UFO’s wohl UFO’s geworden?

Nein, daran will ich jetzt gar nicht denken. Ich konzentriere mich jetzt auf die Belohnung, das Lutterloh-Kleid und gebe zurück an Miss Margerite, unsere Antwort auf die Men in Black.

Wintermantel-Sew-Along: Das Finale

So, da ist er nun, der Mantel, den ich während des Sew-Along für meine Teenager-Tochter genäht habe. Leider fehlt ein Foto des wirklich schönen Futters, aber als mir das auffiel, war der Mantel schon unterwegs ins Kino. Ursprünglich als Zweireiher geplant, mussten wir auf eine Knopfreihe verzichten, weil ich bei dem zu weiten Schnitt doch zu viel Weite weggenommen hatte, und außerdem die Tochter unbedingt figurbetonende Abnäher haben wollte.

Ich finde ihn trotzdem gelungen. Obwohl ich auf das Steppfutter verzichtet habe, ist er durch den leichten Wollstoff und das schwere Viskosefutter echt warm, denn der Walk wärmt wesentlich besser, als gedacht. Was meinen eigenen Mantel angeht, so sieht es traurig aus. Zwei Mäntel zu planen war definitiv einer zu viel. Aber ich bleibe dran und hoffe, ihn  im Neuen Jahr zu einem MMM präsentieren zu können.

Das Sew-Along war eine tolle Erfahrung, auch wenn ich bei so vielen Terminen durch Abwesenheit geglänzt habe. Einen Post zu schreiben, dauert bei mir halt immer noch recht lange, und da dieser Herbst mit vielen Terminen vollgestopft war, ist das Bloggen auf der Strecke geblieben, auch wenn ich mir die Anderen immer sehr interessiert angesehen habe. Vielleicht hätte ich aussteigen sollen, so wie Wiebke oder Dodo, aber dazu konnte ich mich dann auch nicht durchringen.

Sicher ist auf jeden Fall, dass dieser Mantel nie so gut geworden wäre ohne die vielen wertvollen Tipps, die ich bei Lucy und Catherine und allen Mitnäherinnen erfahren habe. Vielen Dank Ihr beiden, danke an Lucy, die so viel Zeit in diese unglaublich tollen Materiallisten gesteckt hat und Danke an alle Mitstreiterinnen für Lob, Ermunterung und Hilfe bei all den kleinen Krisen, durch die ich gegangen bin.

Das Finale der fabelhaften Wintermäntel und die dazugehörigen Näherinnen könnt ihr alle bei Lucy bestaunen.

Wintermantel-Sew-Along oder die Quadratur des Kreises

(Bild: Der Neue Schnitt, Schwabe, 4/1957)
Mathematiker wissen es: Die Quadratur des Kreises ist eine unmögliche Rechenoperation. Zumindest mit den üblichen mathematischen Mitteln. Ich glaube, das hat mit dieser vertrackten Zahl Pi zu tun, aber sicher bin ich nicht. Die geneigte Leserin wird sich jetzt fragen: „Was hat das denn mit Wintermänteln zu tun?“
Auf den ersten Blick gar nichts, außer wenn man daran denkt, in sechs Tagen einen zu nähen und dabei noch ein Zimmer zu streichen und möglichst viel von einem Garten winterfest zu machen. Ach ja, und dann habe ich mir ja auch noch diese Adventskalendergeschichte eingerührt. Da muss ich ja auch noch einen Haufen schreiben! Schließlich soll das Ganze ja auf keinen Fall in Stress für mich ausarten. Außerdem ist in zwei Wochen ein Weihnachtsmarkt in der Schule meiner Kinder, da brauche ich noch Glasperlen und Puppenkleider…
Da ich aber von Natur aus äußerst dickköpfig bin, reizt mich ein solches Programm natürlich dazu, es gegen allen Verstand durchziehen zu wollen. Zum Glück habe ich ein paar Tage frei von jeder Lohnarbeit, also wollen wir mal sehen, wie viel  Quadrat ich aus meinem ganz privaten Kreis machen kann.
Eigentlich habe ich ja schon einen Wintermantel fertig, der sogar schon getragen wird, aber der war ja nicht  für mich (auch wenn er mir passt). Ich arme Irre bin ja mit zwei Mänteln am Start.
Gestern habe ich schon angefangen, den Schnitt auszukopieren.

Hier sind 21 Kleidungsstücke drauf! Mit solchen Schnittmusterbögen habe ich angefangen zu nähen. Da ist schon das kopieren eine echte Herausforderung. Wie es weitergeht, kommt demnächst auf diesem Blog!

Wintermantel Sew-Along 9: Fertigstellen

Dieses Wochenende ist das berliner Mini-Finale. Ich hinke allerdings beim Bloggen (nicht so sehr beim Nähen) von Mantel 1 furchtbar hinterher. Mein Kind trägt seit Donnerstag den neuen Mantel („Mama, der ist ja so schön mollig!“), weil ich mich am Mittwoch erbarmt und die Knöpfe angenäht habe. Das sollte sie eigentlich tun.

Was habe ich also seit meinem letzten Wintermantel-Post fertiggestellt?

Knopflöcher hatte ich schon, die hat die Knopflochautomatik prima gemacht, also noch Säumen, Futter einnähen, Knöpfe s.o.

Der dicke Walk schrie förmlich nach einem Blindstich-Saum mit der Nähmaschine, weil ich Handsäumen so scheußlich finde. In Arbeit sieht das dann so aus:

Fertig ist es dann so:Man sieht hier sehr schön, dass ein Teil der Saumzugabe übersteht. Damit habe ich dann das Futter verstürzt. Nachdem das Steppfutter ein totaler Flopp war, habe ich eine ganz edle Viskose im Stoffhaus entdeckt und die mit leichten Wollstoffen mit ein paar Mottenlöchern gedoppelt.

Mantelfutter von links

Mantelfutter von rechts

Hier sieht man, wie das Futter am überstehenden Saum festgenäht ist. Eine (zu) kleine Lücke zum Wenden musste ich dann noch von Hand schließen.

Die Ärmel habe ich dann allerdings doch von Hand gesäumt und das Futter angenäht, es ist ja nicht so, als ob ich das nicht könnte, ich wollte es bloß unten am Saum nicht machen. Das Link-Tool zum 11.11. ist leider schon geschlossen, so dass ich mich dort nicht mehr einklinen kann. Was allerdings die anderen am 11.11. so fertig hatten, seht Ihr hier.

Wintermantel Sew-Along Teil 7

Futter nähen und einsetzen

Doppeltermin: Wir kämpfen gemeinsam mit dem Futter und finden dabei vielleicht eine ganz einfache Methode. L. und C. zeigen zwei unterschiedliche Methoden, einen Mantel zu füttern.

Mantel Nr 1 ist fast fertig. Wird auch Zeit, denn wir wohnen in einem der Teile Deutschlands, die schon den ersten Schnee hatten (allerdings nur einen Warnschuss).

Am Mantel musste ich eine Menge ändern, erstmal durfte ich ihn radikal verkleinern, dann waren die Schultern immer noch zu weit und ich musste die Ärmel nochmal enger machen.

Das ganze sieht jetzt so aus:

Die Frage ist, was ich mit dem Futter mache. Der Walk ist so dünn, dass er, obwohl aus Wolle, sicher nicht warm genug sein . Das geplante Steppfutter  trägt furchtbar auf.

Zweimal mit Futter

Eine Alternative wäre ja  Steppfutter in der Mitte und Ärmel mit dünnem Futter oder dünnem Wollstoff und Futtersatin. Im Stoffschrank habe ich einen dünnen Wollstoff, an dem die Motten waren, gefunden, der würde möglicherweise sogar für den ganzen Mantel reichen, und unter dem Futtertaft sieht man die Löcher  ja auch nicht. Was meint Ihr? Wird das warm genug? Mit einem dicken Pulli drunter hat man den gleichen Effekt, wie mit dem Steppfutter, aber dann halt nicht  jeden Tag.

Die Knopflöcher werde ich mit der Maschine nähen. Die Knopflochautomatik hat mich noch nie im Stich gelassen, und die Probe-Knopflöcher waren sehr ansehnlich. Und den extra stabilen Aufhänger habe ich natürlich auch extra stabil eingenäht.

Wie die anderern mit ihren Mänteln zurechtkommen, erfahrt Ihr bei Catherine.

Wintermantel Sew-Along Teil 6a

Ich muss in eine Falte im Raum-Zeit-Kontinuum geraten sein: Eben noch hinke ich dem Sew-Along-Zeitplan um Wochen hinterher und ploff  bin ich auf einmal auf den 4.11. katapultiert! Ich habe die maximale Krise! Nähen sprengt eindeutig die Grenzen der Physik.

Was ist passiert? Also, ich habe gestern die Abnäher brav durchgeschlagen,  heute genäht und dann die ganzen Fusseln vom Markierungsgarn herausgepopelt, hat fast einen ganzen Nähtag gekostet. Aber was tut man nicht alles, damit das Kind den perfekten Mantel bekommt.Die Abnäher sind durchgeschlagenSo sieht das auf der rechten Seite aus

Dann habe ich Nahttaschen in die Teilungsnähte am Vorderteil eingearbeitet, die Rückennaht geschlossen, die Teilungsnähte am Rücken genäht, die Seitennähte geschlossen und die Teilungsnähte rundherum abgesteppt. Schulternähte geheftet, am Futter die Seitennähte geschlossen und ebenfalls die Schulternaht geheftet (Raglanärmel). Kind herbeigerufen, in den Mantel gesteckt, Krise gekriegt. Der Mantel sieht aus wie ein roter Wollsack!

Tee getrunken. Aufhänger in extra-stabil genäht (Erfolgserlebnis). In das Schrägband wird eine „Seele“ eingelegt

Durchgeatmet. Nachgedacht.

Ein Blick auf das Schnittmuster zeigt: Noch ist nichts Wesentliches genäht, das man nicht mehr korrigieren könnte. Der Mantel darf  2 Nummern kleiner werden, das entspricht ca. 8cm weniger Weite. Den Halsausschnitt kann ich auch um etwa 2cm anheben. Damit die Abnäher richtig sitzen, nehme ich die Weite nicht nur an den Seitennähten sondern auch an der Vorderkante und in der rückwärtigen Mitte weg.  Puh! Erste Krise gemeistert!