Archiv der Kategorie: Genähtes

12x Me Made: Februar-Pläne

12x MeMade

Bei Chrissy wird jeden Monat etwas Neues genäht und wir dürfen unsere Nähpläne und Fortschritte bei ihr zeigen.

Eigentlich wollte ich in diesem Monat neben dem Morgenmantel vom Morgenmantel-Sew-Along und dem Kleid für den Favoriten des Monats vor allem T-Shirts und Schlüpfer nähen. Beide liegen schon seit geraumer Zeit (genauer gesagt seit dem Sommerurlaub) zugeschnitten in der Plastik-Box.

Aber dann wird aus einem geplanten 3-Tages-Kurztripp eine Reise von einer Woche und am Ende fehlt einem ein schwarzes Kleid. Also werde ich in diesem Monat das Kleid 906 von DP Studio nähen. Sich noch ein letztes Mal für einen geliebten Menschen schön machen, auch das kann eine Form von Trauerarbeit sein.

Den Schnitt habe ich von meiner Schwester zu Weihnachten bekommen, einen leichten Wollkrepp muss ich noch dazu kaufen. Der Hersteller empfiehlt dünne Stoffe und Nina von Kleidermanie bestätigt das, denn anscheinend hat man auf der Schulter 8 Lagen Stoff bei all den Falten. Damit die Falten auch gut einbügelbar sind, nehme ich möglicherweise auch ein Mischgewebe, das sehe ich dann im Stoffgeschäft.

Mit dem Burdakleid 02/2018#113 und dem Morgenmantel habe ich dann 3 Pläne für diesen Monat. Irgendwie ist der Februar immer zu kurz, ich hoffe ich werde mit allen meinen Plänen fertig.

Favorit des Monats: Februar-Pläne

der Favorit des Monats

Bei Sandra von „Zufall wenn’s klappt“ läuft eine Ganzjahres-Aktion: Jeden Monat ein Kleidungsstück aus der aktuellen Burda oder der neuesten Fashion-Style nähen, den eigenen Favorit des Monats. Ich habe die Burda und die Fashion Style im Abo, und nähe ganz selten aus den aktuellen Heften, weil ich die Schnitte, die mir spontan ins Auge springen, meistens in die Warteschlange der vielen anderen Schnitte stelle, die ich gerne einmal nähen möchte. Das hat zwar den Vorteil, dass ich den Schnitt, wenn ich endlich dran gehe, ihn zu nähen, meistens schon irgendwo im Netz bewundern und etwas über seine Tücken lesen kann, aber irgendwie bleibt dann die Spontaneität auf der Strecke. Darum versuche ich, dieses Jahr bei der Aktion mitzumachen.
Bei der Februar-Burda besteht die Schwierigkeit nicht so sehr darin, einen Schnitt zu finden, den ich nähen möchte, sondern die Auswahl der Schnitte zu beschränken!
Schon in der Vorschau verliebte ich mich in die Bluse 111 mit der Faltenpartie auf dem Rücken .TZ 02_2018#111 Auf der Annäherung lag dann just der perfekte Stoff dafür auf dem Tausch-Tisch: ein leichter, halb durchsichtiger Krepp mit einem Liberty-artigen Druck, der auf beiden Seiten fast gleich gut zu sehen ist.Februar-Favorit (3) Dass der Stoff vorwiegend oder auch vollständig aus Polytierchen zu sein scheint, ist bei einem solchen Flatterschnitt eher unproblematisch. Allerdings finde ich die Vorderseite mit dem Polo-Ausschnitt eher grobschlächtig und denke an eine schmale Knopfleiste oder einen mit Schrägband verstürzten Schlitz mit Knopf und Schlinge.
Auch die Wickelbluse 104 finde ich toll, natürlich ohne „Drunter“, im Heft sieht das echt nach Putzkittel aus.Februar-Favorit (2)

Der Stoff dafür stammt auch vom Tausch-Tisch, er dürfte gerade reichen.
Die Bluse 108 A und das Kleid 101 würde ich mir ebenfalls gerne nähen, aber dafür müsste ich Stoff kaufen gehen und ich will das Lager abbauen. Außerdem müsste der Monat dann ungefähr 60 Tage haben!

Februar-Favorit (1)
Der Sieger ist allerdings das Deux-Pièce-Kleid Nr.113. Ich habe es sogar schon zugeschnitten, Bei der Suche nach dem Schnitt habe ich allerdings mächtig geflucht: Auf Bogen C ist natürlich nichts rosa unterlegt (bei 13 Teilen auf einem Schnittbogen konnte man sich das ja denken!) und ich habe ziemlich lange auf allen Schnittbögen gesucht, bis ich – dann doch auf Bogen C – unter den blauen Konturen fündig geworden bin! Auf der Webseite habe ich bei Burda keinerlei Hinweis gesehen, das fand ich ziemlich mau, und Freitag nachts gibt es natürlich keinen Support!
(Für die erleichterte Websuche: Schnitt Burda 02/2018#113 auf Bogen C in blauer Kontour).
Als Stoff hatte ich einen inzwischen gut abgelagerten Fabrik-Kauf von Marc Aurel vorgesehen (rechts), aber dann hätte ich entweder ein Supermini-Kleid („You have to shave to wear this dress, and I don’t mean your legs!“) nähen oder auf Ärmel oder den Rücken verzichten müssen.
Also wird es ein mittelschwerer Webstoff mit einer Art Tweed-Optik, oder auch „Pfeffer-und-Salz“.(links). Der Stoff ist ebenfalls vom Tausch-Tisch in Bielefeld und schon seit einem Jahr bei mir. Eigentlich wollte ich mir im Sommer eine Hose daraus nähen, jetzt bin ich froh, dass ich nicht genug Zeit dafür hatte.
Ich bin gespannt, ob ich alle meine Pläne umsetzen kann, denn mit dem Morgenmantel- Sew-Along und Chrissy’s 12x Memade habe ich insgesammt 3 Pferdchen im Rennen.

Morgenmantel-Sew-Along Teil 3 Zwischenstand

In der letzten Woche habe ich geschwänzt, denn mein Stoff stand ja ohnehin fest. Dann musste ich kurzfristig verreisen und habe die Schnittmusterfolie mitgenommen, darum kann meine Tochter ihren Schnitt auch nicht auskopieren.

Vor meiner Reise habe ich aber noch schnell zugeschnitten, damit meine Schwiegermutter schon einmal eine Tasche zur Probe besticken kann. Dabei habe ich festgestellt, dass ich nicht genug Stoff habe. Entweder war ich zu geizig beim Einkaufen, oder die Bio-Baumwolle ist tatsächlich ihre ganzen möglichen 10% geschrumpft! In jedem Fall reicht der Stoff nur für eine Seite der Blende, also habe ich einen Rest Blümchenstoff für die andere Seite gefunden.DSC_0489.JPG

Das war mal ein Sommerkleid, das ich sehr geliebt habe, und nun wird die Blende auf der Seite, die  als Kragen umgeklappt wird, aus diesem Stoff gearbeitet. Eigentlich ist das sogar eine echte Aufwertung. Netter Nebeneffekt: Das Kleid hatte Spagettiträger —-> die Gürtelschlaufen und der Aufhänger sind schon fertig. Für den Gürtel reicht der Piquee auch nicht, also bekommt der eine Verlängerung aus Blümchenstoff an beiden Enden.

Ich hoffe, ich werde bis zum Finale fertig. Alle anderen, die einen Morgenmantel nähen, treffen sich heute wieder bei Muriel .

Favorit des Monats : Januar

der Favorit des Monats

Bei Sandra auf dem Blog Zufall wenn’s klappt gibt es eine schöne Challenge: Jeden Monat ein Keidungsstück aus der aktuellsten Burda oder Fashion Style auf dem deutschen Markt nähen.

Mir stehen dabei die Burda vom Januar und die Fashion Style aus dem Dezember 2017 zur Verfügung. Bei der Burda hat mich absolut gar nichts angesprochen ( macht nichts, die Februar-Burda macht das mehr als wett) aber in der Fashion Style wurde ich fündig:

Das Shirt 108 gibt es in mehreren Varianten und auch als Kleid. Meine private Challenge (die ich mit tausenden von Nähbloggerinnen teile) ist obendrein Abbau des Stofflagers.

Fashion Style 12-17 Mod 8 (8)Den Viskose-Jersey habe ich mal auf gut Glück für die große Tochter gekauft, ich dachte, sie würde den gerne als Rock verarbeiten – falsch gedacht. Die Bordüre läuft längs zum Maschenlauf, aber weil der Stoff bielastisch ist, habe ich das einfach riskiert. Ich habe eine Größe 38 genäht, das passt bei Burda, hier hätte ich eher eine 36 gebraucht. Allerdings ist für die Elastizität des Stoffes eine 38 besser. Den Ausschnitt habe ich etwas weniger tief gemacht. Dummerweise ist bei Größe 38 der Brustpunkt fast 2cm zu tief, die Falten modellieren leider den Busen nicht so, wie sie sollten! Mir gefällt der Schnitt trotzdem sehr gut, und ich habe noch einen sehr hübschen ehtno-angehauchten Jersey, mit dem ich ihn noch einmal in Größe 36 nähen werde.

Die Teilungsquernaht im Rücken, die einem olivenförmigen Quer-Abnäher über die gesamte Breite entspricht, formt den Rücken sehr schön und kann bei Hohlkreuz-Besitzerinnen gegebenfalls noch stärker ausgerundet werden.

Insgesamt bin ich mit dem Shirt ziemlich zufrieden. Es ist nicht so passgenau, wie ich es normalerweise bei selbst genähter Kleidung verlange, aber mit Kaufkleidung kann es jeder Zeit konkurieren, zumal das Muster die Falten über der Brust ein wenig versteckt.

Bei den Falten habe ich etwas geschlampt, sie passten nicht übereinander, also habe ich die Mittelnaht wieder aufgetrennt. Weil ich die Falten auf jeder Seite geheftet hatte, konnte ich problemlos nur eine Seite der Falten auftrennen und passgenau auf die andere Seite stecken.

Liebe Sandra, vielen Dank für diese monatliche Challenge. Ich bemerke bei mir, dass ich oft die neuen Zeitschriften aus dem Briefkasten nehme, in Begeisterung über den einen oder anderen Schnitt ausbreche und die Zeitung dann wieder beiseite lege, weil da schon so viele andere Schnitte warten, die ich auch schon so lange nähen will. Das ist natürlich ganz dumm, denn möglicherweise nähe ich dann Sachen nur, weil sie schon so lange auf dem Schirm sind, und andere Schnitte, die ich besser fände, bleiben ungenäht. Jetzt habe ich einen guten Grund, mich von meiner spontanen Begeisterung leiten zu lassen.

Alle anderen, die aus der FS oder der Burda genäht haben, treffen sich bei Sandras Januar-Favoriten.

12x memade – Januar-Finale

Bei Chrissy ist heute das Januar-Finale von 12 x memade zu bewundern. Sie näht jeden Monat ein Kleidungsstück nach einem noch nicht von ihr genähten Schnitt.

12xmemade Januar (29)

Diesen Monat bin ich auch dabei. Mein Schnitt ist allerdings alles anders als neu, ich habe ihn schon seit mindestens 5 Jahren, und als ich ihn kaufte, war er auch schon alt. Aber er ist noch nicht von mir genäht worden. Es ist Vogue 8701, mein Weihnachtskleid, das ich endlich fertig genäht habe. Angefangen hatte ich schon auf der Annäherung, da habe ich auch mit Hilfe von Muriel, Carola und Heidy einige wesentliche Änderungen am Ausschnitt vorgenommen.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Kleid. Es hat Taschen (von mir ergänzt) , ist wunderbar bequem und die Karo-Verarbeitung ist mir überall, sogar am Reißverschluss fast perfekt gelungen.

Und irre ich mich, oder kann man sich in Raglan-Ärmeln tatsächlich besser bewegen?

Auch beim Innenleben habe ich mir viel Mühe gegeben:

Die Blümchen auf den Säumen kann man zwar nicht sehen, aber ich weiß, dass sie da sind!

Für den nächsten Monat habe ich schon viele Pläne, unter anderem ein Kleid aus der Februar-Burda, das dann bei zwei link-Partys dabei sein darf.

Vielen Dank, liebe Chrissy, für Dein wunderbar motivierendes Sew-Along.

Morgenmantel-Sew-Along Teil 1: Ideensammlung

Morgenmantel SA TitelbildGestern hat bei Muriel, alias „Nahtzugabe 5cm“ der Morgenmantel-Sew-Along , der mich endlich aus meinem Morgenmantel-Notstand reißen wird. Ich brauche nämlich seit Jahren dringend einen Morgenmantel.

Ich gehe regelmäßig ins Fitness-Studio, nicht weil ich Gewichte durch die Gegend schieben so toll finde, sondern weil ich sonst „Rücken“ und allerlei andere Beschwerden des langsam fortschreitenden Alters bekomme. Das Studio ist in einer Thermalbad-Sauna-Anlage und nutzt dort die Umkleidekabinen und Duschen. Ich habe den günstigen „Hausfrauen-und Rentner-Tarif“ (offiziel: Mittagstarif)  von 11 bis 15 Uhr. Wenn ich vor der Arbeit zum Training gehe,  muss ich dort natürlich auch duschen. In die Sporttasche passen aber gerade mal die Handtücher und die Wechselklamotten, für einen Bademantel ist kein Platz.

Habt ihr schon mal eine widerspenstige Sporttasche in einen engen Spind bugsiert und dabei gleichzeitig die Shampo- und Duschgelflaschen sowie das vom Busen herunter rutschende Handtuch festgehalten? Erschwert durch die Tatsache, dass jeder Besucher, der nach einem freien Spind Ausschau hält, in den engen Gang zwischen Umkleidekabinen und Schränken durch eine Glasscheibe hineinsehen kann!  Wenn ja, dann wisst ihr, warum ich einen leichten Morgenmantel brauche!

Den Stoff habe ich mir schon vor anderthalb Jahren von meiner Mutter zum Geburtstag schenken lassen. Ein wunderbarer Waffelpikee aus Bio-Baumwolle von Siebenblau aus Berlin.Stoff und Schnitt Morgenmantel

Hier auf dem Foto hat Stoff (der , auf dem die Schnitte liegen) einen ziemlichen Rosa-Stich, in Wirklilchkeit ist er eher sandfarben. Den Schnitt habe ich im letzten Jahr in der Fashion-Style Nr. 7/2017 entdeckt.

Mir gefällt vor allem das kurze Revers. Allerdings überlappen die Vorderteile nicht allzuviel, das sieht man schon auf den technischen Zeichnungen.

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Daher werde ich entweder eine Nummer größer nähhen oder den Schnitt ändern, das entscheide ich kurzfristig. Ich mag auch die Ärmel, die eine sehr flache Armkugel haben und ebenfalls flach ausgeschnittenen Armlöcher. Das garantiert viel Bewegungsfreiheit. Die Länge wird irgendwo zwischen Modell 9 und 11 liegen, oberhalb des Knies auf jeden Fall. Der Morgenmantel soll mich nicht wärmen, sondern nur bedecken. Für warm und kuschelig habe ich bereits einen Bademantel.

Meine Schwiegermutter besitzt eine Stickmaschine und wird mir eine Erdbeerranke auf den Rücken des Morgenmantels sticken. Das ist besonders schön, weil ich dadurch von meinen beiden Müttern etwas in dem Morgenmantel habe.

Auf dem Bild liegt noch ein Butterrick-Schnitt. Der ist allerdings nicht für mich, sondern für die große Tochter. Ihr habe ich bereits seit langem einen Bademantel versprochen. Ich warte nur noch darauf, dass sie den Schnitt auskopiert, das hasse ich nämlich echt! Der Plan ist, einen Mantel aus dem geblümten Baumwollstoff zu nähen und mit einem Frottee zu füttern.  Es soll schließlich ein Bademantel werden, und bei meiner Definition ist ein Bademantel immer aus Frottee, vorzugsweise dick und kuschelig, damit man sich nach der Sauna  oder dem Bad in der kalten Ostsee warm einkuscheln kann. Ich muss bloß aufpassen, dass ich den Obermantel groß genug mache. Einen Tipp dazu gibt es bei Nina, sie hat hier etwas über das Füttern von Bademänteln geschrieben.

Für das Futter stehen diverse alte Frottee-Gardinen ( so etwas hatte man in den Siebzigern und Achzigern im Badezimmer) zur Verfügung. Der Plan ist, alles zuzuschneiden, die Kanten zu Overlocken, und dann die Teile in der Waschmaschine mit einem einheitlichen Rot-Ton zu überfärben.

Ich bin echt froh über diesen Sew-Along, denn das war genau der Ansporn, den ich für dies Projekte brauchte. Vielen Dank, liebe Muriel. Wer noch alles einen Morgenmantel näht seht ihr hier.

Und so geht es weiter:

03.02.: Ich habe mich für einen Schnitt/Stoff entschieden
10.02.: Zwischenstand
17.02.: Finale: großes Schaulaufen der Morgenmäntel

12 x Me Made – Januar

12x MeMade

Chrissy hat für 2018 zum gemeinsamen Kleidernähen aufgerufen. Sie selber will jeden Monat einen Schnitt nähen, den sie noch nicht zuvor genäht hat, aber den Teilnehmern bleibt selbst überlassen, ob sie einen alten oder bereits erprobten Schnitt nähen wollen. Dass nette an dieser Aktion ist, dass über das eigentliche Nähen, den Erfolg oder den Misserfolg, mitberichtet wird, also eine Art „Making of“ gezeigt wird. So etwas finde ich beim lesen auf Blogs immer besonders interessant, und weil ich mir schon vorgenommen habe, mehr über das eigentliche Nähen zu berichten und nicht immer nur fertige Werke zu präsentieren, ist das für mich ein idealer Anstupser, diese Pläne auch umzusetzen. Vielen Dank, liebe Chrissy.

Das Motto :  „Alles kann — nichts muss“, kommt mir dabei entgegen. Im Januar ist meine Näh- und Blog-Zeit immer reichlich und hoch, dann kommt im Laufe des Jahres das „Säen und Ernten“ dazu und Zeit wird knapp. Möglicherweise muss ich dann also eine Sommerpause einlegen, aber ich will das Jahr nicht vor seinem Ende schlecht reden!

Jedes Mal etwas Neues zu nähen ist für mich jetzt keine so große Herausforderung. Ich nähe höchst selten einen Schnitt zweimal, dafür gibt es viel zu viele spannendes Schnitte, die ich alle ausprobieren will und ich nähe dafür auch einfach nicht genug.

Für den Januar habe ich mir vorgenommen, das Weihnachtskleid 2017 fertig zu nähen. Ich bin auch schon fast damit durch, denn es war auf der Annäherung dabei. Also gibt es heute keine Vorstellung, sondern gleich einen Zwischenstand.

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Genäht wird Kleid Nr. 1, das ist der Vogue-Schnitt links im Bild. Der Stoff ist übrigens vom Stofftisch in Bielefeld vor zwei Jahren und ich glaube er kommt von unserer Gastgeberin Chrissy!

Was man auf dem Umschlag des Schnittes nicht sieht, ist der sehr weite Ausschnitt des Kleides. Das rückwärtige V habe ich gleich am Schnitt „weggkorrigiert“ und ich habe auch versucht, die Ausschnittlinie nach oben zu versetzen, aber bei Raglan-Ärmeln ist das für mich doch noch zu kompliziert.DSC_0533Die Ärmel habe ich auch verlängert und erweitert, um mehr Bewegungsfreiheit in dem Kleid zu haben. Beim ersten Anprobieren sah ich aber aus, wie eine Presswurst. Die Erklärung: Trotz gemessener (und im Schnitt angekreuzter!!!) Größe 12 habe ich eine 10 zugeschnitten! Ich will gar nicht wissen, was mein Unterbewußtes mir da wohl für einen Streich gespielt hat. Bei gehefteten Nähten und 1,5cm Nahtzugabe war das aber ganz leicht zu korrigieren. Der Ausschnitt war da schon komplizierter, aber Muriel schlug vor, Folie aufzustecken, die Linien für einen Einsatz aufzuzeichnen und danach dann ein Schnittteil zu arbeiten. Mit der Hilfe von Nähkatze und Heidy habe ich das auch hinbekommen.

Dann reichten die mitgebrachten sämtlichen Stoffreste (Merke: niemals ohne alle Stoffreste zur Annäherung reisen, NIEMALS!!! ) nicht für die vordere Passe, also musste ich sie an den Raglan- statt an den Schulternähten teilen.DSC_0596

Und dann habe ich eine geschlagene halbe Stunde herumgepusselt, bis ich zwei identische Rückteile zuschneiden konnte, nur um irgenwie eine Asymetrie beim Einnähen zu produzieren. Die fällt aber kaum auf und bleibt jetzt so.

Rückwärtige Passe

Den kleinen Abnäher, den man auf dem Probestoff am Nacken sieht, habe ich übrigens in einer stärkeren Krümmung der Ansatzlinie verschwinden lassen:

Auf dem unteren Bild sieht man den Unterschied ganz deutlich.

Eingesetzt habe ich die Karo-Passe dann zu Hause. Von dem grauen Stoff für das Probeteil habe ich einen Paspelstreifen geschnitten, damit abgesetzt sieht die Stückellei nicht mehr nach gestückelt sondern ganz gewollt aus.

 

Beim Futter musste ich diese Operation natürlich auch noch durchführen. Dabei habe ich mir zum Auffnähen einen Zierstich gegönnt. Den sieht man natürlich nicht, außer, wenn ich das Kleid an- und aushziehe, aber ich weiß dass er da ist 😉 .DSC_0617

Um den Nahreißverschluss perfekt einzunähen habe ich drei Tricks kombiniert:

Zuerst habe ich die Naht geheftet, so dass die Karos zusammenpassten. Dann habe ich den RV mit Klebestift eingeklebt und dann die Bänder mit dem normalen Reißverschluss-Füßchen eingenäht. Danach habe ich die Heftnaht aufgetrennt und zum Schluss mit dem Spezialfüßchen den RV richtig eingenäht. Hat perfekt geklappt, so mache ich es in Zukunft immer. An der Stelle, wo der Rock an das Oberteil genäht ist, habe ich die Nadel ein bisschen nach außen positioniert, also nicht ganz so dicht an der Raupe genäht. Beim Bügeln nach dem Einnähen kann man das unsichtbar machen, aber dieser halbe Millimeter auf jeder Seite erleichtert das Zuziehen später enorm.

Das fertige Kleid gibt es am Ende des Monats zu sehen, erst einmal geht es jetzt zum Link-up mit den anderen Januar-Projekten von 12 x MeMade.

 

 

 

 

5 Jahre Annäherung

Die Einladung zur Jubiläums-Annäherung kam bereits im September, aber weil ich nur alle paar Tage meine E-mails lese, war ich leider zu spät mit meiner Anmeldung. Das Ergebnis: Platz 6 auf der Warteliste – also eigentlich keine Chance, teilzunehmen.

Bockig, wie ich bin, habe ich trotzdem an dem Wochenende Urlaub eingereicht und auch bekommen. „Bielefeld ist überall“, dachte ich mir und plante ein Nähwochenende, eventuell mit Freundinnen. Dienstag und Mittwoch habe ich sogar Essen für das Wochenende vorgekocht, um ja keine Störung an der Nähmaschine zu riskieren.

Ein kleines Quäntchen Hoffnung hatte ich aber immer noch, darum habe ich ab Montag mehrmals täglich meine Mails kontrolliert. Schließlich ist Januar Erkältungszeit, und auch wenn ich keiner wünsche, dass eine Erkrankung sie von der Annäherung fern hält, weiß man ja nie. Und am Donnerstag Abend kam tatsächlich die Nachricht: Ein Platz war kurzfristig frei geworden.

Freitag Vormittag war ich dann mit Frau Lila und Gelb unterwegs zur Jugendherberge.

DSC_0591Meine Projekte – denn ich habe immer mehrere Projekte dabei und bin noch nicht ein einziges Mal mit einem vollständig fertigen Kleidungsstück von der Annäherung nach Hause gefahren – waren die beiden Weihnachtskleider und eine angefangene Hose für meine Tochter. An der Hose nähe ich schon seit Monaten, was daran liegt, dass ich sie parallel mit der Freundin meiner Tochter nähe, die von mir einen Mini-Nähkurs zum Geburtstag bekommen hat. Die Hose dient dabei quasi als Anschauungsmaterial. Jetzt drängelte die Tochter aber doch ein wenig, die Hosen werden anscheinend knapp.

An der großen Tafel zeigen die anderen ihre Projekte:

Projektafel

So sieht es dann in Bielefeld aus: Inseln aus jeweils 8 Tischen, an denen dann 6 bis 8 Näherinnen sitzen.

 

Seit der zweiten Annäherung gibt es immer einen Tausch-Tisch, der Stoff für die beiden Weihnachtskleider stammt auch von dort.Tauschtisch

 

Die Hose wurde am Samstag Vormittag fertig, war ja auch nicht mehr viel zu tun, nur die Fake-Paspeltasche auf der Rückseite versäubern und dann Mittel- und Seitennähte schließen und den Bund ansetzen.Tochterhose 1 Letzterer musste erst noch einmal in einen geteilten Bund umgewandelt werden, wenn man nicht anprobieren kann, sollte die Hosenweite einfach zu ändern sein. Tatsächlich musste ich auch noch 3cm in der Weite hinten herausnehmen, damit die Hose passte.Tochterhose 2

 

Weihnachtskleid annäherungDas erste Weihnachtskleid (Nummer 2 war eh nur pro Forma dabei) ist natürlich nicht fertig geworden, und die 6 Nähstunden, die in die Hose geflossen sind, hätten das vemutlich auch nicht geändert. Aber ich bin sehr froh dass ich es mitgenommen habe, denn mit der Hilfe von Muriel, Carola und Heidy konnte ich mit den Ausschnitt anpassen, was ich alleine nie geschafft hätte. Mit dem Kleid nehme ich an Chrissys Näh-Aktion „12x Me-Made“ teil, dann schreibe ich noch genaueres über die Anpassung.

Und weil dies die 5. Annäherung war, gab es von unserem Orga-Team zwei tolle Überraschungen: Susi, Alex und Miriam haben Etiketten mit der Aufschrift „anNÄHerung, die 5.“ weben lassen, die wir in die auf der Annäherung genähten Kleider nähen können. Und dann gab es Samstag Nacht Torte. Bei einer der besten Konditoreien (oder auch der besten) Bielefelds hatten sie drei wunderschöne Torten bestellt, die obendrein auch noch oberlecker waren.Jubiläumstorten

Viel zu schnell ging das Wochenende vorbei, und während Sonntag Mittag an manchen Tischen noch wild genäht wurde, Annäherung 4waren andere schon zur Häfte verwaist. Nach der obligatorischen Abschluss-Präsentation (wie schaffen das manche bloß, 3 und mehr Sachen an einem Wochenende zu nähen?!) ging es auf die Heimreise.

Danke an Alex, Susi und Miriam für die fabelhafte Organisation und die tolle Überraschung. Danke auch an die Jugendherberge in Bielefeld, die sich immer richtig freundlich um unser leibliches Wohl kümmert und hilfsbereit auf unsere Wünsche eingeht.

Schön war’s, bis zum nächsten Mal.

MMM: Lieblingskleid(ungsstück) 2017

Eine schöne Tradition beim MMM ist, das Lieblingskleidungsstück des Vorjahres am ersten Mittwoch des Jahres zu zeigen. Das birgt gleich mehrere Vorteile: Erstens sind alte Fotos erlaubt und für viele von uns ist das aktuelle Foto ja eine Hürde, die oft unüberwindlich zwischen uns und unserem Blogpost steht.

Zweitens, und viel wichtiger, erfordert die Entscheidung über das Liebling-Teil ein gewisses Nachdenken über das im alten Jahr Genähte und ist vielleicht auch Anstoß, um über das Nähen und Bloggen im allgemeinen und im besonderen nachzudenken.

Und dann ist da noch die Frage: Was macht ein Kleidungsstück denn überhaupt zu einem Lieblingsstück?

Die letzte Frage ist für mich relativ einfach zu beantworten: Ein Lieblingsstück ist bequem, hat eine Lieblings-Farbe, die mir gut steht, ist pflegeleicht, alltagstauglich und ich fühle mich darin schöner, besser angezogen und einfach toller, als in anderen Kleidungsstücken. Es versorgt mich mit Energie und guter Laune.

Im letzten Jahr hat genau ein Kleid alle diese Anforderungen erfüllt:MMM 10-05-17 (3)

Es ist aus der Januar-Fashion Style von  2017.

Allerdings gibt es noch ein weiters Kleidungsstück, das ich, seit es genäht habe, andauernd trage:MMM-08-03-17 (5)Diese Hose. Sie ist einfach ein Kleidungsstück, das ich dringend brauchte, um nicht nur in Jeans herumzulaufen. Allerdings ist sie einfach 2cm zu kurz. Das ärgert mich schon, seit ich sie die erste Woche getragen habe. Aber natürlich hatte sie sofort einen weißen Streifen an der Bruchkante, also konnte ich sie nicht einfach verlängern. Neulich machte sogar eine Kollegin eine boshafte Bemerkung darüber und da habe ich dann auch eine praktische Lösung für das Problem gefunden: ich werde einen Aufschlag annähen und damit die alte Bruchkannte verdecken. Jetzt dürfen die Stoffreste in jeder Wäsche mitschwimmen, damit sie den selben Auswaschungsgrad wie die Hose erhalten.

Wegen der Kürze ist fühle ich mich zwar nicht unbedingt besser angezogen oder toller darin, als in anderen Hosen, aber die Alltagstauglichkeit und der wirklich schöne Schnitt, der mir so gut gefällt, gleichen das aus, also : Lieblingsstück? Häkchen dran!

Beim durchsehen der Fotos in der Mediathek meines Blogs habe ich dann noch den Pyjama aus dem Januar gesehen. pyjamaparty-mmm-08-02-3Den hätte ich ja fast vergessen, dabei liebe ich ihn heiß und innig, und der einzige Grund dafür, dass ich ihn nicht morgens wasche, um ihn am selben Abend wieder anziehen zu können ist, dass ich ihn etwas schonen will, damit ich lange etwas davon habe.

Was mich zu den ersten Fragen bringt: Was habe ich überhaupt in diesem letzten Jahr genäht? Viel war es nicht, und das wenige fand auch größtenteils im ersten Halbjahr statt. Eine genaue Auswertung will ich noch machen, die gehört nicht an diese Stelle. Im Sommerurlaub habe ich zwar ganz viel zugeschnitten, aber nichts vernäht. Wie so oft, musste das Nähen hinter den Anforderungen des Alltages, der Familie, des Gartens und des Berufs zurückstehen. Ich bin nicht sicher, ob das O.K. ist, denn Näh-Zeit ist „Ich-Zeit“, also Zeit, in der ich mich um mich selber kümmere, und das ist im letzten  Jahr echt zu kurz gekommen. Das gleiche gilt für das Bloggen. Ich habe noch weniger gebloggt, als Kleidung gefertigt, denn ich habe mir zwei Jacken gestrickt, über die ich nicht eine Zeile geschieben habe, was schade ist, denn sie sind schön, und die eine davon schließt wieder eine Lücke in meinem Kleiderschrank.

Ich nehme mir für diese Jahr nur vor, mich besser um mich selber zu kümmern und mehr Sachen zu tun, die mir gut tun. Dabei wird dann vermutlich automatisch mehr Nähzeit anfallen und wenn ich, ohne mir Druck zu machen, auch noch darüber schreiben kann, werde ich das sicher tun.

Seit Mittwoch zeigen noch viel andere ihre Lieblinge aus dem letzten Jahr auf dem MMM-Blog. Ein schönes, erfolgreiches Näh-Jahr wünsche ich allen meinen Lesern und Leserinnen.

Weihnachtskleid-Sew-Along: Zwischenstand: Karos sind doof

Seit Sonntag berichten die Teilnehmerinnen des diesjährigen Weihnachtskleid-Sew-Alongs  auf dem MMM-Blog von ihren Fortschritten. Ich kann da kaum etwas berichten, denn bei mir sind die Zeit-Diebe am Werk. Sie sind weder grau, noch rauchen sie Zigarren, sie sind grün, haben lange Wurzeln und hausen im Gemüsegarten. Der ist noch nicht besonders winterfest, also habe ich meine freie Zeit dort verbringen müssen.

Doch zum Glück ist das Wetter jetzt so scheußlich, dass nicht einmal ich in den Garten mag, und daher habe ich gestern in einem Kraftakt von 4 Stunden den restlichen Zuschnitt hinter mich gebracht.  Was soll ich sagen? Großformatige Karos zuzuschneiden ist von Natur aus mühseelig, aber wenn die Karos obendrein nicht symmetrisch zum Kettfaden sind und sich trotz größter Mühe kein rechter Winkel in den Stoff bügeln lässt und dann auch noch der Stoff eine Art Flanell-Oberfläche aufweist, bei der man nicht weiß, ob sich nicht doch ein Strich zeigen könnte, dann ist das einfach schrecklich.

Ich habe alles einlagig zugeschnitten und so lange den Stoff hin- und hergezerrt, bis die Karos übereinstimmten. Dabei waren die Passzeichen im Vogue-Schnitt übrigens eine große Hilfe. Schade, dass Burda das Modell zwar in kariert abbildet, aber für eine passgenaue Karo-Verarbeitung keinerlei Hilfe anbietet. Als ich fast mit dem Zuschnitt fertig war, kam mir der clevere Gedanke, den Karo-Rapport mit Hilfe einer Zuschneidematte als Raster auf die Schnittmuster zu übertragen. Das hätte mir eher einfallen können! Danach musste ich nur noch den Stoff passend zu den Markierungen auf dem Schnittmuster zurecht zerren, und alles ging viel einfacher. Auf dem schlecht

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schwarz die alten Schnittlinien

ausgeleuchteten Foto kann man das bei dem Ärmel ein bischen erkennen. Deutlich zu sehen sind auch zwei Änderungen, die ich am Schnitt des Vogue-Kleides vorgenommen habe. Es ist nicht immer falsch, nicht alles in einem Rutsch zuzuschneiden. Als ich die Zutaten kaufen wollte, stellte ich fest, dass für das Vogue-Kleid nur ein 40cm RV vorgesehen war. Der tiefe Rückenausschnitt war mir im Eifer des Gefechts ganz entfallen, er passt ebensowenig zu dem warmen Flanell wie kurze Ärmelchen, daher habe ich die Schnitte kurzerhand angepasst. Im Bereich des Rückenausschnittes werde ich vermutlich noch ein paar Abnäher einsetzen müssen damit er sich schön anschmiegt.

Beim Burda-Kleid habe ich die gekreuzten Bänder einmal mit dem Fadenlauf und einmal diagonal zugeschnitten.

Die Entscheidung für die diagonalen Bänder war leicht, warum näht man schließlich Karos, wenn man damit nicht spielen will? Auch Nahttaschen wird es in beiden Kleidern geben. Das Vogue-Kleid ist komplett gefüttert, ob mir das bei den Ärmeln gefällt, weiß ich noch nicht, sicherheitshalber habe ich aber ein paar Stoffreste zurückbehalten, um im Ärmelbereich Besätze an den Ausschnitt nähen zu können.

Am Wochenende werden die letzten Geschenke gekauft, dann werde ich sehen, wie viele Kleider ich bis Weihnachten fertig bekomme. Montag und Dienstag habe ich frei, und das Wetter wird schlecht, das sind gute Aussichten für die Nähmaschine.