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Sonntagstagebuch 29.5.2016

Der letzte Sonntag war angefüllt mit Aktivitäten:

Frühstück auf der Terrasse, vor dem am Samstag frisch gereinigten Brunnen *** Wäsche gewaschen *** einen Braten in der Röhre gehabt *** Mittagessen unterm Ahornbaum *** einen guten Meter Himbeer-Hecke ausgejätet

dabei neugierig beäugt von den Hühnern der Nachbarin *** kaum ist der Zaun freigelegt, versuchen sie auch schon, auf die andere Seite zu kommen *** selbst ein paar hastig eingesteckte Stöckchen können sie nicht abhalten *** da hilft nur einen kleine Flechtarbeit *** mit Ameisen und Brennesseln gekämpft, Ameisen : unentschieden,

Brennesseln : gewonnen *** Tomaten und Gurken gepflanzt, damit die letzte Tomate in die Erde kann, müssen wir noch etwas Salat essen *** auf Regen gehofft *** eine Schüssel Salat für den nächsten Tag geputzt, Convenience-Food selbst gemacht *** ein Brot gebacken

Neues aus dem Garten

Im Garten hat der Frühling seinen Einzug gehalten. Überall wächst und blüht es:DSC_0659

Erwünschtes,

Unerwünschtes

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und Überraschendes.DSC_0647
Im vergangenen Jahr ist mein Salat geschossen und hat Samen gebildet. Ich habe ihn einfach stehen gelassen , damit er sich selber aussät und war insgeheim enttäuscht, weil nichts auskeimte. Aber im Januar zeigten sich zuerst kleine Salatpflänzchen im Gewächshaus. Bei denen kann ich mittlerweile die ersten Blätter ernten.

Und jetzt habe ich im ehemaligen Salatbeet diese hier gefunden.

Jetzt, da ich den Gemüsegarten erst einmal fertig habe, werden sie an ihren DSC_0646endgültigen Platz in das diesjährige Salatbeet versetzt. Und im Topf mit dem Knoblauch für meine Freundin ist ebenfalls ein kleiner Salat gewachsen.
Ebenfalls aus selbst gesammelten Samen sind diese Radieschen. Da die Samen unausgepult in ihren Schoten im Schuppen überwintert haben, hatte ich nicht wirklich mit ihrer Keimkraft gerechnet, ein erfreulicher Irrtum.
In diesem Jahr bin ich mit dem Gemüsegarten richtig glücklich. Am Sonntag habe ich die letzten Platten für die Neugestaltung verlegt. Die Schalotten, sind noch am Dienstag abend in die Erde gewandert, die Erbsen habe ich Mittwoch früh schnell noch ausgesät.
Jetzt fehlt noch die Mulchdecke, der Rasenschnitt liegt schon bereit, und dann ist der Gemüsegarten zum ersten Mal in den 14 Jahren, seit ich ihn angelegt habe, Ende April vollständig gejätet und bestellt. Ein tolles Gefühl.DSC_0662
Nur schade, dass ich mich jetzt nicth auf die faule Haut legen bzw. hinter die Nähmaschine setzen kann, denn da gibt es noch Rosen, Himbeeren und Brombeeren, die auf ihren Schnitt warten und dann noch die Blumenbeete… Trotzdem bin ich dieses Jahr voller Zuversicht, einmal einen gepflegten Garten genießen zu können.

Sonntagstagebuch

Nach einer längeren Pause, mein letzte Sonntags-Tagebuch-Eintrag ist schon wieder sieben Wochen her, erzähle ich mal wieder, was ich am Sonntag gemacht habe:

Im Garten gearbeitet.*** Möhren mit Lauch gekocht, ein Familien-Liebling. Die Zusammensetzung variiert, heute sind drin: 400g Hackfleisch anbraten, ein Würfel Gemüsebrühe dazugeben. 350 g Möhren in Scheiben mitdünsten, nach 5 Min 2Stangen Lauch in Scheiben dazugeben. Mit etwas Wasser (max eine halbe Tasse) ablöschen. Alles ca. 10-15 weiterdünsten. Das Gemüse sollte noch etwas Biss haben. Meine Banausen-Familie „verfeinert“ das Ganze dann noch mit Sambal oder Ketchup. *** Wieder im Garten gearbeitet: die Beete mit Kompost versorgt, die noch keinen bekommen haben und alles kurz durchgegrubbert *** mit einem homöopathischen Präparat gegen Schnecken gespritzt (Helix tosta D8) ***Aus den geplanten 3 Stunden am Nachmittag wurden etwas über 6 Stunden, also nur noch *** Brot gebacken und den ersten Teil meiner derzeitigen Lieblings-Serie auf Youtube gesehen. Den hatte ich im Fernsehen verpasst.

Und da zur Zeit eine Ankündigung für das FUSSA 16 läuft, gibt es hier einen Film-Tipp: Miss Fishers mysteriöse Mordfälle, ( hier gehts es zum Trailer) Di und Fr (Wdh) auf einsfestival.

Miss Fisher ist eine Detektivin im Melbourne der 1920-er Jahre und es ist Australiens auffwändigste Filmproduktion aller Zeiten. Das sieht man auch, denn die Ausstattung ist unglaublich liebevoll gemacht Detailgetreu. Außerdem ist das Ganze nicht nur ein Augenschmaus sondern amüsant und Geistreich und genau das Richtige nach einem anstrengenden Wochenanfang.

Die Idee des Sonntags-Tagebuches hatte ursprünglich Frau Liebe, die 7 Sachen verbloggt, die sie mit ihren Händen gemacht hat und kam über Siebenhundertsachen zu mir. Meine Sonntage haben die Tendenz, sich aufzulösen oder zu verflüchtigen, mit dem Tagebuch kann ich ein bisschen von ihnen zurückbehalten.

Sonntagstagebuch

Frau Siebenhundertsachen schreibt immer so schön über ihre „Sonntagssachen“. Mir gefällt diese Rubrik so gut, dass ich ihr das einfach nachmache.

Und das war mein Sonntag:

Zwei Sorten Brot gebacken. Ich backe nach diesem schönen Buch, dessen Autor diesen schönen Blog betreibt.

* Gulasch gekocht. Eigene Zwiebeln, eigene Möhren, eigener Kohlrabi. Landleben ist toll.

* Ein Fahrrad repariert. * Drei Sorten Salat ausgesät. * Den Kohlrabi für dieses Jahr beim Keimen erwischt. Er ist erst vor 6 Tagen ausgesät worden!

* Integralrechnung geübt, mit den 3 K’s als Unterstützung: Kaffee, Kuchen, Cookie * Ein Konzert gehört: Dreimal Prokofjew, unter anderem das Klavierkonzert Nr. 3 C-Dur op. 26. Dazu gab es die obligatorische Uraufführung, die sich dieses Mal direkt auf das Klavierkonzert bezog. Ich hatte offensichtlich die falschen Substanzen genommen und konnte deshalb keinen Bezug feststellen. Auf der Blödheits-Skala gab es trotzdem ein „nicht ganz so blöd“, man muss ja die Relationen beachten. Es gab schon viel Blöderes. * Am Ende noch eine Weile gestrickt: Heidi ist fertig! Einen Steek der Ärmel todesmutig abgenäht und aufgeschnitten. Jetzt müssen die Ärmel nur noch eingesetzt werden und die Knöpfe dran.

Pfingsten: Eine Foto-(Land-)Love-Story

DSC_0835Ein Zaunfeld erhöhen (beim Pfeil ist eine Lücke in den Doppelstegplatten bei der überdachten Treppe der interessierten Nachbarin, ehemals mit Ausblick – in meine Küche).

DSC_0826Die ersten Erdbeeren vom Ehemann vor der Nase weggeschnappt kriegen

DSC_0827Im Gewächshaus nach dem rechten sehen

DSC_0831Auf die ersten Kohlrabis freuen

Gurke erntenEine Gurke ernten, die ersten sind immer etwas kleiner

DSC_0828Einen Kopfsalat ernten und draußen putzen (11 Schnecken gefunden!)

DSC_0837Einen Blumenstrauß vor dem Rasenmäher retten

DSC_0839Unterm Ahornbaum GrillenDSC_0836

DSC_0845Die Blumenrabatte etwas ent-Unkrauten

DSC_0843Einen geschmacksverirrten Gartenzwerg finden

DSC_0844Eine fast verlorene Rose freilegen…

DSC_0846…und unter Bewachung stellen

DSC_0840Die Winter-Norma für den Sommerschlaf waschen.

Kochen am MMM

DSC_0820Diese halbe Kiste mit Spinat habe ich gestern geerntet. Und weil Me Made Mittwoch war und ich den Spinat im selbstgenähten Kleid verarbeitet habe, fand ich es lustig, gleich das Kochrezept mitzuliefern. Im Nachhinein finde ich diese Idee nicht mehr so gut, denn beim MMM sollte es doch eher um Kleidung und weniger ums Kochen gehen. Daher habe ich mein Rezept in einen eigenen Post verschoben. Hier also das Rezept für Spinat-Käse-Nudeln: Rezept Spinat-KäsenudelnFür drei bis vier Personen braucht Ihr:

  • 300 g kleine Nudeln
  • 7,5 l gezupften, gewaschenen und geschleuderten Blattspinat (alternativ 1 Paket TK-Blattspinat)
  • 1 Becher Schmand
  • ca. 100-150g Reibekäse (ich hatte gerade Emmentaler übrig)
  • 1 Schalotte
  • 1 Knoblauchzehe
  • Olivenöl, Salz, Pfeffer, Muskatnuss

Während die Nudeln garen die Schalotte klein würfeln und in einem großen Kochtopf mit Olivenöl andünsten. Den feingeschnittenen Knoblauch für 1 Min mitbraten und dann den Spinat in Portionen zugeben. Also den Kochtopf bis zum Rand mit dem Spinat füllen, den Deckel drauflegen und warten, bis alles zusammengefallen ist. Dann die nächste Portion Spinat dazugeben, etc. bis der ganze Spinat im Kochtopf zusammengefallen ist. Den Schmand unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Inzwischen dürften die Nudeln fertig sein. Abgießen und zum Spinat geben. Darüber den Käse geben und alles gut unterheben. Spinat-Käse-Nudeln Der frische Spinat zieht ziemlich viel Wasser, auch wenn er in der Salatschleuder trocken geschleudert wurde. Wen das stört, der kann ihn separat im Topf vorgaren und das Kochwasser wegschütten oder ihn in den letzten Minuten bei den Nudeln mitkochen. Mir gehen dabei aber zuviele Vitamine verloren.

MMM mit Spinat und Burda 10/12 Mod. 108

Heute ist ein arbeitsreicher Tag: erst ein paar Stunden Garten- und Erntearbeit, dann ein paar mehr Stunden Lohnarbeit, und jetzt verarbeite ich die heutige Spinat-Ernte. DSC_0815

Als der offizielle Teil der Tages begann, also nach der Gartenarbeit, habe ich mir Modell 108 aus der Burda 10/12 übergezogen. Ein wunderbar bequemes Kleid, das nicht zu offiziell aussieht, aber trotzdem nicht zu leger ist.Spinat und Burda 10-12-Mod 108 Genäht habe ich es vor nunmehr 3 Jahren und , wie ich finde, viel zu selten an. Ich weiß gar nicht, warum, denn immer wenn ich es anziehe, fühle ich mich wohl darin.

DSC_0814Hier entsteht gerade unser Abendessen: Spinat-Käse-Nudeln.

Rezept gefällig? Dann bitte im nächsten Post nachsehen. (Bis eben hatte ich das Rezept noch hier stehen, aber der MMM geht um selbstgenähte Kleidung und nicht selbstgekochtes Essen 🙂 daher kriegen meine Nudeln einen eigenen Post)

Über dieses Kleid habe ich schon ein paar mal geschrieben, erwähnen will ich hier noch einmal, dass es ziemlich weit ausfällt und ich locker eine Größe kleiner hätte nähen können, als die, die meinen Maßen entsprach.

Jetzt aber schnell zum MMM, der Plattform für selbst benähte Menschen, wo Claudia heute über den MeMadeMay bei Zoe  und über ihr Verhältnis zu Röcken berichtet.

 

Erstfrühling

DSC_0680Die Blüte der Weidenkätzchen ist durch und in den Gärten stehen die Forsyhtien in gelber Pracht: Dies sind laut dem Phänologischen Kalender, der sich nicht nach dem Datum sondern dem Vegetationszustand der Natur richtet, die Anzeichen den Erstfrühlings. Schneeglöckchen, Krokusse, Narzissen und Winterlinge gehören in den Vorfrühling, da falle ich immer wieder mit den Begriffen rein.
Für mich bedeutet die Forsythien-Blüte Zeit für den Schnitt der Rosengewächse. Dazu zählen nicht nur die Rosen, von denen ein Haufen im Garten herumsteht, sondern ganz besonders der Schnitt der Brombeeren, die wir am Spalier ziehen.
Bormbeeren vor dem SchnittSo sehen Brombeeren aus, die sich ein Jahr lang vor dem Schnitt drücken konnten. Unten rechts sieht man einen ganz besonders fiesen Trick der lieben Kleinen: Wenn eine Ranke lang genug ist, dass sie auf den Boden aufstößt, bildet sie dort neue Wurzeln und eine neue Pflanze. Zur Vermehrung nutze ich das gerne, aber hier stehen fast 20 neue Brombeerpflanzen um das Spalier.
Dies ist eine alte Sorte mit vollem Aroma und kompletter Stachelausrüstung. Ich bin ja der Ansicht, dass man bei Brombeeren gewisse Opfer bringen muss. Und die modernen stachellosen Brombeeren haben einfach nicht das Aroma und den Geschmack der alten Sorten. Wer also den vollen Geschmack erleben will, muss bereit sein, einen gewissen Blutzoll zu zahlen. Ich stehe zu diesem Dogma. Fast immer. Nur nicht zur Schnitt-Zeit. Da kann es vorkommen, dass meine Überzeugung ins Wanken gerät.
Das ist das Brombeer-Spalier nach zwei Nachmittagen mit der Schere.

brombeeren, wenig übrig
Das ist meine arme Hand nach eben diesen Nachmittagen.

DSC_0675
Die armen Brombeeren hatten das Auslichten bitter nötig.

Themenwechsel: Endlich habe ich mit der der Zaunerhöhung zur interessierten Nachbarin hin begonnen. Nachdem ich lange über die Durchführung gegrübelt und ordentlich Weidenruten gesammelt habe, ist der Plan fertig. Unser Zaun zur interssierten Nachbarin hin ist ja nur 1,80m hoch, die Pfosten stehen aber gute 60 cm über. Diese Lücke wird mit einem Geflecht aus Weidenruten gefüllt, dann kann man auch nicht mehr aus Versehen von der Treppe ins Hochparterre, da wo der Stuhl vor der Lücke im Sichtschutzglas des Vordaches steht, in unsere Küche, Wohnzimmer und den halben Garten schauen. Nicht dass ich das irgend jemandem unterstellen würde!

Zaun zur Straße

Zaun zur Straße

Das ist nicht Zaun zur Nachbarin, aber er sieht genauso aus.

Das Geflecht arbeite ich im Gemüsebeet, da kann ich die Staken gut in die  stecken, sie sollen sowieso überstehen. Wenn es fertig ist, wird zwischen zwei Rahmen aus imprägnierten Dachlatten gelegt, die werden fest miteinander verschraubt und dann zwischen den Pfosten befestigt. Ich bin gespannt, wie weit meine Weidenruten reichen. Im Moment arbeite ich mit der angetrockneten Ernte aus diesem Jahr, aber trockene Ruten weichen schon ein für die nächsten Zaunfelder. halber Weidenzaun

Im Gewächshaus wachen die Radieschen, Pflücksalate, Salatköpfe Kohlrabi und Spinat.DSC_0707 Letzterer ist auch schon im Beet aufgelaufen, das er sich mit den Kartoffeln teilt. Der Plan ist, dass der Spinat geerntet werden kann, wenn die Kartoffeln angehäufelt werden. Dazu bekommt er ca. 3 Wochen Vorsprung bei der Aussaat. Bin gespannt, ob das dieses Jahr klappt.

Die beiden Beete in der Einfahrt vor dem Haus sind immer am frühesten mit der Blüte dran: sie bekommen mit am meisten Sonne und die Erde in den Kästen erwärmt sich schnell.EinfahrtDSC_0678DSC_0677Das Unkraut wächst natürlich auch schon wieder mit gefühlter Lichtgeschwindigkeit. Es in Grenzen zu halten, ist eine Sisyphus-Arbeit. Ich habe beschlossen, direkt am Haus, das heißt im Käuterbeet vor der Küche anzufangen. Das ist nämlich das erste Stück Garten, das ich morgens sehe, und warum sollte ich nicht den Tag mit einem Blick auf meinen Erfolg beginnen, statt schon am frühen Morgen mit meinen Unzulänglichkeiten konfrontiert zu werden?Kräuterbee vorherEs ist schier unfassbar, mit welchem Tempo sich der Löwenzahn über den Winter ausgebreitet hat!

DSC_0496Das hier ist übrigens ein supergeniales Werkzeug, das mir meine Mutter geschenkt hat: ein Kantenabstecher. Das halbmondförmige, geschärfte Blatt geht durch die Grassoden am Beetrand wie durch Butter, mit dem Spaten ist das Abstechen dagegen eine Quälerei.

DSC_0495Das ungesund-gelbliche ist der Buchs, den die Katzen auf dem Gewissen haben. Keine Pflanze hält das auf Dauer aus, wenn die Katzen daran markieren. Schönen Dank auch. Manchmal wünschte ich mir einen großen, bösen Hund!

Das ist ein Anblick, der meinen müden Augen morgens gut tut:Kräuterbeet nachherNoch ist es etwas kahl, aber man sieht schon die Tulpen in den Startlöchern. Bald werden auch die Ringelblumen, die ihren Samen im letzten Jahr so großzügig im Beet verteilt haben, aufblühen und auch der Liebstöckel und der Estragon zeigen die ersten Triebe.

2. November

2. MeMadeNovember

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Wir bauen uns ein Gewächshaus

9.10.11.24

Neues aus dem Garten

 

2.MeMadeNovember: Gartenarbeit

Hier seht Ihr die Gärtnerin in ihrem natürlichen Umfeld (Unkrautfeld). Heute ist es wieder sonnig und warm, so warm, dass über Mittag tatsächlich ein T-Shirt ausreicht. Das T-Shirt, ein Test-Shirt aus einem alten Hess-Natur-Shirt ist von dem Film „Coraline“ inspiriert und nach Burda 120- 6/2011 genäht (hier das erste Mal beschrieben). Im Ärmelbereich ist es etwas eng, weil die Ärmel eine recht steile Armkugel haben. Der Schnitt ist eher für Stoffe mit Elasthan geeignet. Original Hess-Natur sind noch die Schulternähte und der Halsausschnitt. 2. NovemberIch liebe das Shirt heiß und innig, wegen der Aufschrift, nicht wegen der Passform. Die Bilder sind übrigens von gestern, heute ist schon weniger Unkraut im Beet, und wenn ich bei Dunkelheit nach drinnen gehe, gibt es wieder das Shirt von gestern mit einer bequemen Kauf-Jogginhose. DSC_0266DSC_0265

Wir bauen uns ein Gewächshaus: Die Vollendung

Heute habe ich letzte Hand an unser Gewächshaus gelegt. Nein, keine Angst, ich habe nicht den ganzen Sommer daran gewerkelt. Aber nach dem letzten Beitrag im April lag die Arbeit erst einmal für einige Wochen still. War das Wetter daran schuld? Ostern? Der Besuch in Frankeich über den ersten Mai? Ich habe keine Ahnung. Fest steht, dass ich – der Datumsstempel auf den Fotos belegt es – in der Woche vor Pfingsten den „Rohbau“ fertig hatte. Hier seht Ihr ein paar Bilder:

Gewächshaus-Ostseite

Gewächshaus-Ostseite

Westseite mit Fenstern

Westseite mit Fenstern

Südseite

Als ich dann meinen Rohbau fertig hatte, kam ein Freund vorbei, ein Super-Handwerker, der mich bei der Planung schon beraten hatte. Er besah sich das Haus und dann sagte er : „Du hast nichts falsch gemacht.“ Der Ton ließ keinen Zweifel bestehen, dass da noch ein „Aber“ folgen würde. Und klar, die Auflage an den Dachsparren war zu fipsig (dachte ich mir schon, deshalb hatte ich ja auch bereits Winkel untergeschraubt) und überhaupt würde er mir raten, noch ungefähr einen Zentner Flacheisen, Schwerlastwinkel und noch weitere Winkel anzuschrauben, damit das Holz nicht auf die Idee kommt, sich zu verdrehen und zu reißen.

Ich weiß, wann man besser einen guten Rat annimmt. Jetzt ist das Häuschen so voller Metall und so stabil, dass, wenn die Aliens zur Erde fliegen mit ihren gigantischen Untertassen, an denen Mega-Magnete befestigt sind, um unser Eisen zu klauen, nicht nur alle Autos und Zäune des Dorfes heraufgesogen werden, sondern auch mein Gewächshaus mitsamt den Fundamenten in den Weltraum entschwindet. Und dann war meine ganze Arbeit für die Katz!

Auf dem Detail-Bild seht ihr übrigens wie ich die Dachsparren stabilisiert habe: Ich habe einfach von rechts und links je eine Leiste als Diagonalverstrebung angeschraubt, mit einem kleinen Balkenrest als Abstandhalter dazwischen.Detail Dachsparren

Als dann alles fertig war, wurden die PU-Platten angeschraubt.

Kitty Koma hatte mich in ihrem Kommentar bereits darauf hingewiesen, dass die Platte im Laufe der Zeit eintrüben. Ich habe eine todsichere Methode gefunden, um diesen Prozess zu beschleunigen:

Man lagere die Platten an einem heißen, sonnigen Pfingstwochenende im frisch gemähten Gras und die UV-Stahlung und der aufsteigende Sauerstoff erledigen das im Nu. Zum Glück war das Dach schon oben, bevor ich die restlichen Platten in mehr oder weniger fleckiges Milchglas verwandelte, und das Dach ist klar geblieben. Immerhin hat das auch sein Gutes: Es erspart mir das Schattieren .

Am 12. Juni habe ich im letzten Büchsenlicht die letzen Platten verschraubt und am nächsten Morgen sah alles so aus:DSC_0025 (800x531)DSC_0024 (800x531)Da Sommer war und ich auch noch keine automatischen Fensterheber hatte, habe ich die Giebel offen gelassen – ehrlich gesagt hatte ich auch die Nase voll davon, mit Atemschutzmaske und Schutzbrille gegen den Kunststoffstaub und Ohrenstöpseln gegen das Gekreisch der Flex bei 30° im Schatten herumzuturnen. Das habe ich heute Nachmittag erledigt, die Nächte sind schon empfindlich kühl und die Tomaten und Paprika, die seit Mitte Juni das Gewächshaus bevölkern, sollen noch ausreifen. Fensterheber montiere ich dann im nächsten Jahr, vorrausgesetzt, die Fenster wiegen nicht mehr als 7Kg. Das muss ich erst noch mit der Kofferwage von der Leiter aus herausfinden.

Das Gewächshaus hat zwei Türen, dadurch kann ich in der Mitte eine Abtrennung ziehen und in einer Hälfte ein feucht-warmes Klima für Gurken und Melonen und in der anderen Hälfte ein trocken-warmes Klima für Tomaten und Paprika schaffen, wenn ich will. Geschlossen werden die Türen mit simplen Überwürfen und können oben zusätzlich noch mit einem Sturmhaken gesichert werden.

Westseite mit Fenstern

Türverriegelung

Sicherung mit Sturmh

Sicherung mit Sturmhaken

Fazit:

Wer kein 08/15 Gewächhaus von der Stange haben will, dem kann ich den Bauplan für das Gewächshaus unbedingt empfehlen. Möglicherweise sind in dem Plan, den man sich kaufen kann, mehr Hinweise zur Stabilität und Verwendung von Winkeln, Schrauben etc. zu finden, die Gratis-Anleitung, nach der ich gearbeitet habe, lässt da zu wünschen übrig. Unbedingt sollten Fundamente verwendet werden, das Holz einfach auf den Boden zu legen, wie in der Anleitung geht gar nicht. (Siehe hier)

Die Kosten sind deutlich höher als für ein einfaches Baumarkt-Modell, besonders die Eisenwaren und da vor allem die schicken Spezialschrauben für die Trapezplatten gehen ins Geld. Nicht vergessen sollte man auch, dass das Holz alle paar Jahre gestrichen werden möchte. Trotzdem bekommt man ein solches Haus zu dem Preis auf keinen Fall zu kaufen, und die vielen Arbeitsstunden (ich schätze es waren an die 60 bis 80) haben sich echt gelohnt. Das Gewächshaus ist eine echte optische Bereicherung unseres Gemüsegartens geworden und hat selbst in diesem kühlen Sommer und bei der späten Bepflanzung sogar drei Honigmelonen hervorgebracht.

Wer aus meinen Fehlern lernen möchte, dem empfehle ich, die diagonalen Verstrebungen in den Feldern beiderseits der Türen erst zuzuschneiden, wenn das Häuslein steht und ausgerichtet ist. Selbst mit Milimeterpapier gezeichnet sind die Winkel im Maßstabs-Entwurf nicht genau genug zu messen.

Nachtrag, 7.3.2016

Wenn man die Bilder betrachtet, könnte man glauben, dass das Gewächshaus auf einem Sockel aus Beton steht. Das ist aber nicht der Fall. Wie hier im April beschrieben, ruhen die Bodenbalken auf Punktfundamenten. Sie schweben etwas über der Erde, um vor der Bodenfeuchtigkeit geschützt zu sein, und deshalb hat mein Mann rings herum einen schmalen Graben ausgehoben und Rasenkantensteine aus Beton eingegraben. Die stehen jetzt ein bisschen über und sorgen dafür, dass der Spalt geschlossen ist und die Pflanzen keine kalten Füße bekommen.

Ich habe den alten Link zum Bauplan korrigiert, irgendwie hat sich da eine falsche Adresse eingeschlichen.(http://www.buildeazy.com/greenhouse-1.php) Ansonsten findet man aber auch großartige Pläne, wenn man einfach „Build a greenhouse free plan“ in eine Suchmaschine eingibt. Unter deutschen Suchbegriffen landet man schnell auf den englisch-sprachigen Seiten, aber die Anleitungen sind in der Regel gut bebildert und einfach zu verstehen.