Schlagwort-Archive: Kleider nähen

MMM-Abschied vom Sommer

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Heute ist ein windiger Tag, aber es ist immer noch sehr mild. Also habe ich mein angetragenes „Tina-Kleid“, Butterrick 5951, angezogen, einmal geht noch, bevor es in die Wäsche muss. Heute morgen bei der herbstlichen Kälte habe ich meine einzige graue Strickjacke dazu angezogen. Sie ist gekauft und passt auch nicht wirklich zum Kleid , also wird sie nicht gezeigt. Ich plane aber, daraus etwas Neues zu machen, und dann wird es auch Bilder geben.

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Schade, dass mein Herbstjäckchen noch nicht weiter ist! Das hätte ich heute gebraucht.

Das Kleid ist aus einer IKEA-Wendebettwäsche aus dem letzten Jahr. Ich habe noch massenhaft Stoff übrig, das Kopfkissen mit dem großen Muster ist eine halbfertige Bluse und war mal für „Ein Jahr – 10 Outfits“ bestimmt, bevor ich im Sommer eine lange Blog- und Näh-Pause eingelegt habe. Die andere Seite der Bettdecke ist das gleiche Muster im Kleinformat, mal sehen, was daraus werden wird. Der Stoff ist eine musselinartige, recht grob gewebte Baumwolle. Ich habe das Oberteil mit Batist gedoppelt, der Rock hat ein Futter. Mit dem Ausschnitt bin ich nicht ganz glücklich, er ist immer noch ein bisschen tief. Ich brauche definitiv neue, tief ausgeschnittene Unterwäsche dafür!

Ich habe das Kleid im letzten Jahr so gut wie nicht getragen, weil das Oberteil zu lang war. Erst vor zwei Wochen habe ich mich aufgerafft, und es genau die 2cm gekürzt, die ich beim Nähen zugegeben habe. Das ist der Nachteil, wenn man Oberteil und Unterteil zuerst zusammen näht, um es mit dem Nahtreißer leichter zu haben, bevor man dann die Seitennähte schließt. Entweder werde ich in Zukunft alles erst einmal für eine Anprobe heften, oder aber ich nähe den RV zuletzt ein und quäle mich dann damit herum.

Taschen gibt es natürlich auch!

Fotografiert hat mich die Tochter, und die schönen Herbstanemonen blühen an unserer Einfahrt vor dem Haus des Nachbarn, das farblich heute besser zum Kleid passt, als der restliche Garten.

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Beim MeMadeMittwoch zeigt Claudia, Surprise!, eine graue Jacke.  Die Esme ist ein ganz kuscheliger Schnitt, leider nicht das, was ich für mein Kleid brauche, da muss ich wohl doch schneller stricken.

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 2

24.11.2013 WKSA Teil 2:
Jetzt nähe ich doch lieber was die anderen alle nähen / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Taddaa, zugeschnitten! / Der Stoff reicht nicht, Hilfe!

Heute ist der letzte Abgabe-Termin zum zweiten WKSA-Treffen. Der Vorteil dabei, wenn man eine der letzten ist, die sich verlinken, ist, dass ich jetzt weiß, dass mein Kleid noch von anderen genäht wird, Dodo zum Beispiel näht das gleiche Kleid.

Ich bin in meinem Entschluss nicht schwankend geworden: genäht wird Modell 110A aus der aktuellen Dezember-Burda. Wenn mein Stoff reicht. Laut Tante Burda habe ich nämlich 70cm zu wenig von diesem wunderbaren bi-elastischen Jersey, den ich bei Thatchers erstanden habe.DSC_0257

Weil er schon eine Weile bei mir herumliegt, habe ich sogar schon das passende Nähgarn für die Ovi. (Das links passt am besten und wird für den Nadelfaden genommen, den man beim herumzerren an der Naht sehen kann.) Mein Stoff ist aber 10 cm breiter, also werden wir mal sehen, ob er nicht doch reicht. Bei meiner Materialsammlung fällt auf, dass da noch kein Reißverschluss liegt. Der Stoff ist so elastisch, dass ich erst beim Nähen entscheiden werde, ob ich überhaupt einen  RV brauche, oder ob ich nicht auch so hineinpasse. Zum Glück habe ich mir bei Thatchers schon mal ein gut sitzendes Kleid aus dem selben Material gekauft, daher kann ich den Schnitt, der ja für unelastisches Material ausgelegt ist, daran anpassen und spare mir dadurch das Probekleid ( nicht , dass ich überhaupt eines genäht hätte…)

Leider bin ich noch überhaupt nicht weit gekommen, vor dem nächsten Treffen stehen auch noch zwei andere Kleidungsstücke auf dem Programm, und außerdem habe ich noch ein anderes Projekt verfolgt: Sollte ich unerwartet einen halben Tag Zeit haben und viel schneller mit meinem Kleid fertig werden, als erhofft, bekommt mein altes Weihnachtskleid eine neue Chance: Ich habe es mühsam wieder aufgetrennt (das dauert viel länger, als das Nähen!) und dann versucht, es umzufärben. Gewünscht hatte ich mir einen sensationenllen Petrol-Ton, erhalten habe ich das hier:DSC_0259

Grau-grün mit einem Stich zum OP-Kittel (sagt mein Kind). Definitiv besser als vorher:DSC_0251aber nicht wie gewollt. Das, was ich für 100% Schafswolle hiel,t bestand wohl zum Teil aus Fell von Poly-Tierchen. Wäre ich nicht so sicher gewesen, hätte ich eine Brennprobe gemacht. Tja, im Grunde finde ich die Farbe aber nicht verkehrt, und sollte der Stoff bei den 60° in der Waschmaschine nicht zu sehr eingelaufen sein, wird das Kleid mit einem anderen Ausschnitt noch mal genäht. Für den ersten Feiertag oder so, siehe Teil 3 .

Die Entscheidungen für die anderen Weihnachtskleider dieses Jahres findet ihr hier auf dem MMM-Blog. Danke, liebe Nina, Katharina, Monika und Wiebke, dass Ihr in der Euch die Zeit in der immer mit Terminen so vollgestopften Weihnachtszeit  nehmt, um dieses Traditions-Sew-Along zu organisieren.

MMM: Butterick meets IKEA – Tina-Kleid aus Majviva-Bettwäsche

Erinnert Ihr Euch an Rosali? Irgendjemand entdeckte diese Ikea-Bettwäsche vor zwei Jahren und es entstand ein regelrechter Hype: Jede Menge Rosali-Kleider wurden genäht.

MMM 2_9_MajvivaAls ich diesen Sommer eine Bettwäsche für’s Kind suchte, entdeckte ich „meine Rosali“, in Gestalt der Wendebettwäsche „Majviva“. Ich war sofort verliebt, und den passenden Schnitt wusste ich auch gleich: Das „Tina-Kleid“,  auch bekannt als Butterick 5951. Seit ich es auf der Annäherung life an Tina gesehen habe, ist es gleich an  die oberste Stelle meiner Nähliste gerückt.

Das Nähen von Kleidung aus Bettwäsche hat bei mir lange Tradition, wie so viele habe auch ich mit -teils selbsgefärbter- Bettwäsche angefangen zu nähen. Bei dieser habe ich allerdings lange gezögert, denn, anders als Großmutters Damast, ist diese Bettwäsche mit einer Fadendichte von 104 Fäden pro Quadratzoll sehr locker gewebt und eher eine Art fester Musselin. Für ein leichtes Sommerkleid ist der Stoff aber ausreichend.

Der Schnitt sieht ein gefüttertes Oberteil vor. Bei 35° im Schatten war mir schon der Gedanke an Futtertaft oder ähnliches zuwieder, daher habe ich einen ganz leichten Batist gewählt (der übrigens am Meter teurer war, als die gesamte Bettwäsche-Garnitur). Der Rock ist dann allerdings mit klassischem Futtertaft gedoppelt, an den Beinen stört das nicht so sehr.

Butterick 5951_Majviva Taschen sind natürlich auch drin. Ich habe bei dem Schnitt die weite Rock-Variante gewählt, die Puffärmel sind eine Synthese aus dem glatten und dem mega-puffigen Ärmel aus dem Schnitt, und weil ich den Rock bereits im Vorfeld um eine gute Handbreit gekürzt hatte, habe ich das ganze Kleid aus der einen Seite des Bettbezuges zuschneiden können. Jetzt habe ich das gleiche Muster noch einmal in klein, 2m * 140cm und, weil Ikea bei den Kopfkissen keine Knopfleisten sondern Umschläge nähen lässt, noch einmal 0,80m * 180cm vom groß gemusterten Stoff. Das reicht noch für ein weiteres Kleid und eine langärmelige Bluse!

Noch etwas zur Größe des Kleides: Butterick hat auf dem Schnittmuster an den neuralgischen Punkten Brust, Taille, Hüfte und Oberarm die Weite des fertigen Kleidungsstücks angegeben. Ich brauchte also nicht nachzumessen. Für meinen Geschmack war die Bequemlichkeitszugabe mehr als reichlich, also habe ich eine Größe kleiner genäht, als meinen Maßen entsprochen hätte. Ich brauchte keine Veränderung in der Taille vorzunehmen, bei Burda passt die Balance bei mir nicht, und ich darf im Rücken 1/2 bis 1cm abziehen, den ich im Vorderteil zuschlagen muss. Hier hatte ich Angst, dass das Oberteil zu kurz ist und habe einen knappen Zentimeter zugegeben, den ich aber nicht gebraucht hätte.

Fazit: ein toller Schnitt, der sicher noch ein paar Mal genäht werden wird und vermutlich ein neues Lieblingskleid.

Beim heutigen ersten MMM nach der Sommerpause zeigt Claudia von Bunte Kleider  ein Leo-Wickelkleid, das sie im Sommer genäht hat. Sie hat auch im Rahmen des BH-Sew-alongs bei Julia passende Leo-Wäsche genäht, die ihr auch beim MMM zu sehen bekommt.

MMM mit Spinat und Burda 10/12 Mod. 108

Heute ist ein arbeitsreicher Tag: erst ein paar Stunden Garten- und Erntearbeit, dann ein paar mehr Stunden Lohnarbeit, und jetzt verarbeite ich die heutige Spinat-Ernte. DSC_0815

Als der offizielle Teil der Tages begann, also nach der Gartenarbeit, habe ich mir Modell 108 aus der Burda 10/12 übergezogen. Ein wunderbar bequemes Kleid, das nicht zu offiziell aussieht, aber trotzdem nicht zu leger ist.Spinat und Burda 10-12-Mod 108 Genäht habe ich es vor nunmehr 3 Jahren und , wie ich finde, viel zu selten an. Ich weiß gar nicht, warum, denn immer wenn ich es anziehe, fühle ich mich wohl darin.

DSC_0814Hier entsteht gerade unser Abendessen: Spinat-Käse-Nudeln.

Rezept gefällig? Dann bitte im nächsten Post nachsehen. (Bis eben hatte ich das Rezept noch hier stehen, aber der MMM geht um selbstgenähte Kleidung und nicht selbstgekochtes Essen 🙂 daher kriegen meine Nudeln einen eigenen Post)

Über dieses Kleid habe ich schon ein paar mal geschrieben, erwähnen will ich hier noch einmal, dass es ziemlich weit ausfällt und ich locker eine Größe kleiner hätte nähen können, als die, die meinen Maßen entsprach.

Jetzt aber schnell zum MMM, der Plattform für selbst benähte Menschen, wo Claudia heute über den MeMadeMay bei Zoe  und über ihr Verhältnis zu Röcken berichtet.

 

Konfirmationskleid

Am Sonntag war Konfirmation im Hause Kraut und Kleid, und natürlich brauchten wie, also die Konfirmandin und ich etwas Neues zum Anziehen. Das Kleid für die Tochter hatte ich schon zu Sylvester genäht, und zwar das Prom-Dress aus dem ersten The Great British Sewing Bee -Buch. Einzige Abwandelung: Der Rock ist einfach angekraust.

Ich habe für den Schnitt die Vorlage mit 1cm Karos vergrößert, mit der Malerfolie aus dem Baumarkt auf der Schneidematte, die ja 1cm Karos aufgedruckt hat, ging das mindestens genau so schnell, wie das Auskopieren eines Schnittes.Burda 8-14-116 (1)

Der Stoff für mein Kleid stammt von Tauschtisch bei der Annäherung, und ich bin Mema zutiefst dankbar, dass sie mir so zugeraten hat, ihn mitzunehmen. Gedoppelt ist die Spitze mit dem Baumwollstetch-Satin, der mir aus Verl mitgebracht wurde, danke nochmals für die Botenfahrt. Den Schnitt habe ich auch auf der Annäherung zum ersten Mal gesehen, Rita hat ihr Stoffwechselkleid getragen, und ich war begeistert von dem Schnitt, den ich in der Burda überhaupt nicht wahrgenommen hatte. Es gibt von dem Schnitt sogar eine Spitzenkleid-Version, aber ich fand , dass sie wie Omma-Gardine aussieht und habe sie nicht weiter beachtet. Ich hatte nur 1,05 x 1,30m zur Verfügung, daher habe ich kurze Ärmel ohne Teilungsnaht mit einer kleinen Falte auf der Schulter gearbeitet. Um Stoff zu sparen, habe ich außerdem die Zugabe beim Spitzenstoff auf einen knappen Zentimeter verschnmälert, der BW-Satin hat die vollen 1,5cm, die ich mir immer gönne. Beides wird doppellagig vernäht, und das ist mein Glück, denn der Stickerei-Organza piekst, und so verschwindet die Kante in der Nahtzuzgabe und ich muss nur bei den Ärmeln leiden. Weil ich an den Seiten also keinen Spielraum für mehr Weite hatte, habe ich die Brustabhäher intuitiv nur geheftet, um dort nötigenfalls noch etwas Weite herauszuholen.

Das war auch genau richtig, denn bei der Anprobe war das Vorderteil zu eng und unter der Brust tütig. Jetzt sind die Abnäher statt 6cm nur noch 2cm tief und das Kleid sitzt zwar etwas locker, aber für Feste, auf denen man sich nur mit Essen vollstopft, ist das genau richtig. In der Länge habe ich beim Oberteil meine üblichen 2-2,5cm zugegeben, genäht habe ich eine Größe 36.

Natürlich konnte ich nicht wirklich auf die Musterverteilung achten, dafür hatte ich einfach zu wenig Stoff. Trotzdem hat es ganz gut geklappt, die Blüten sind nicht allzuschlimm versetzt. Mein kritisches Auge ist jedenfall bereit, darüber hinweg zu sehen.

Der Schnitt ist auf jeden Fall eine echte Entdeckung, und ich kann mir vorstellen, auch noch einmal eine warme Version für den Winter zu nähen. Die Ausschnittvariante gefällt mir ebenfalls sehr gut, möglicherweise nehme ich die, um mein verhunztes Kleid aus der Annäherung 2014 zu retten.Burda 8-14-116 B

Hier noch mal ein Bild, dieses mal etwas besser beleuchtet.

Me Made Mittwoch im Punkte-Kleid am 24.9.

Mehr als fünf Monate ist mein letzter Blog-Eintrag her, und nach langer Web-Abstinez melde ich mich zurück mit einem Beitrag zum MMM.

DSC_0138Heute trage ich mein „Letztes Sommerkleid des Jahres“.  Als es vorige Woche noch einmal so warm wurde, wollte ich mir  „ganz schnell mal eben“ noch ein Kleid nähen. Der Stoff lag schon seit einem Jahr bereit, der Schnitt war auch schon vor Monaten ausgeschnitten worden, sollte also kein Problem sein. Irgendwie hatte ich dann aber mehr Arbeit als Zeit, und so wurde das Kleid erst heute morgen fertig.

DSC_0144Es hat einen Tellerrock!

Zu den technischen Details: Das Oberteil ist Burda 6/13 Nr.120, an der Taille abgeschnitten und um einen Tellerrock (eigener Schnitt) ergänzt. Ich habe eine 38 zugeschnitten und an den Seiten 1cm weggenommen. Den angeschnittenen Besatz habe ich abgeschnitten und mit einem Kontraststoff wieder angenäht. Obligatorische Nahttasche rechts, RV links. Weil der Stoff so kräftig rot ist, dass er überall durchschimmert, sind die Besätze und der Oberkragen mit einem festen weißen Baumwollstoff gedoppelt. Damit alles nicht zu steif wird, habe ich die oberste, dünne Stofflage nur mit 180er Vlieseline gedoppelt.

Der Stoff stammt aus dem Stoffhaus , die Knöpfe aus dem Fundus und der RV war mal in einer Hose, bevor die zum Rock wurde.

Das Kleid ist superbequem, allerdings sind die Ärmel ein klitzekleines bisschen suboptimal: Hebt man den Arm, rutscht alles mit. Ich weiß jetzt schon, dass es im nächsten Sommer ein Lieblingsstück werden wird. Irgendwie wusste ich das schon, als ich den Stoff dafür kaufte. Es ist auch seit langem das erste Stück, das ich für mich genäht habe, und mit dem ich vollkommen zufrieden bin. Und obwohl ich eigentlich keine Serientäterin bin (es gibt einfach zu viele tolle Schnitte, die ich nähen möchte), könnte ich bei diesem Kleid schwach werden. Vielleicht würde ich es noch um einen Petticoat ergänzen, ich fürchte aber, dass ich damit in der hiesigen Provinz nicht durchkomme.

Zum Schluss gibt es noch ein paar „Wirbelbilder“, bevor ich Euch zum MMM zurückschicke. Ich freue mich übrigens sehr über die Erweiterung des Teams und bin auch auf die Gast-Vorturnerinnen gespannt. DSC_0146 DSC_0145 DSC_0137 DSC_0136

 

 

MeMadeMittwoch im Restekleid die Zweite

Das Kleid von heute ist letzten Februar entstanden und durfte auch schon einmal zum MMM. Aber so ist das wahre Leben: Kleider die man selber näht, trägt man auch öfter. Hier und hier habe ich es schon beschrieben. Ich bin froh, dass es so warm ist, denn in einem anderen Kleid hätte ich heute noch mehr gefroren. Auf dem Foto komme ich gerade von der Arbeit mit Zwischenstop an der Tanke herein, daher die rote Nase und das Halstuch.DSC_0043

Bevor die Stoffe ein Kleid für mich werden durften, waren sie schon ein Mantelfutter für meine Großmutter (karierter Stoff) und ein Rock für meine Schwester. Bei den Karos passen die Teile irgendwo im Rockbereich deshalb auch nur zu 80% zueinander, aber meine Güte, außer mir und anderen selber nähenden Frauen merkt das sowieso kein Mensch, wenn ich ihn nicht gerade mit der Nase darauf stoße. Wenn ich da an die verschnittenen Karos denke, die man in den Klamottenläden so angeboten kriegt…

Der Schnitt ist burda easy Herbst/Winter 2012 Nr. 5c.

So, und jetzt fix beim MMM vorbeigeschaut, und nachsehen, was die anderen an diesem frostigen Mittwoch so tragen.

Wer Kinder hat, findet vielleicht das auch interessant:

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Weihnachtskleid-Sew-Along

WKSA13
17.11.2013 WKSA Teil 1:
Ich bin ein Streber und habe schon alles zusammen gesucht / Ich habe noch überhaupt keinen Plan und sage stattdessen ein Gedicht auf / Ich gucke mal, was die anderen so nähen / Dieser Stoff soll es sein, nur was für ein Schnitt?? / Kleine Rückblende: mein Weihnachtskleid 2012/2011

Dies ist mein erstes WKSA , daher kann ich noch keine alten Weihnachtskleider präsentieren. Früher habe ich mir regelmäßig zu Weihnachten etwas schickes Neues genäht, aber seit ein paar Jahren trage ich, was gerade hübsches im Schrank ist. Aber das soll dieses Jahr anders werden.

Ich muss gestehen: Ich bin ein Streber und habe schon alles zusammen gesucht. Das ist extrem ungewöhnlich für mich, aber ich habe bereits einen Stoff ,passendes Nähgarn und einen Reißverschluss (und wie ich zu meinem Entsetzen beim Fotografierend feststelllen musste, ist es kein Nahtreißverschluss! Da ist Kummer vorprogrammiert, klassische RV’s einsetzen ist ein Alptraum für micj, die werden immer schlecht!) , und zwar bereits seit dem letzten Frühling.DSC_1496 (640x425)

Alles habe ich bei einem Besuch von Hüco in Berlin erstanden. Freitag habe ich dann auch noch einen farblich perfekt passenden, herabgesetzten Futterstoff gekauft, ich bin also gerüstet und zu allen Schandtaten bereit. Der Stoff ist eine ganz fein gewebte reine Schurwolle, fast so dünn wie schwere Hemdenbaumwolle. Natürlich stimmen die Farben nicht, bei dem trüben Licht heute Morgen kein Wunder. Alles ist deutlich gelber, das Grün sieht viel mehr nach Pistazie als nach Pfefferminzbonbon aus.

Und jetzt kommt mein Dilemma: Eigentlich ist er für dieses Kleid vorgesehen. Hier ist eine Variante ohne Ärmel, die ich im Mai genäht habe.20.+21.MaiBurda 11/2012 Schnitt 121

Frau Kirsche, Abendstern, Wiebke und Tina haben alle auch schon wunderbare Versionen des Kleides genäht, der Schnitt funktioniert und ich müsste nur in der Oberteillänge 1 1/2 cm zugeben. Auskopiert ist er auch schon, das spricht auch dafür. Allerding lag vor ein paar Tagen die neue Burda in meinem Briefkasten und da rief, nein schrie mir dieses Kleid zu: Ich bin dein Weihnachtkleid! (Für alle, die lieber gleich im Heft blätten wollen: es ist die Nummer 124)

Was soll ich also tun? Höre ich auf meinen spontanen Impuls, frage ich meinen Mann, meine Schwester, meine Kinder oder nähe ich das Cinderella-Kleid?

Alle anderen Streber, Gedicht-Aufsager und Menschen, die an Weihnachten mit einem neuen Outfit unterm Baum stehen wollen, treffen sich heute bei Katharina auf dem MMM-Blog.

Adventkalender 2012

Adventkalender für Kinder

Willst Du mit mir nähen?

Drei tolle Frauen hatten eine wunderbare Idee:

annaeherung2014_vs3_blog

Susi von Alle Wünsche werden wahr, Alexandra von Mamamachtsachen und Miriam von Drehumdiebolzeningenieur fragen , ob man sich in Bielefeld zum gemeinsamen Nähen treffen will.

Und ob ich will! Genau wie ca. 84 andere Frauen auch. Also habe ich versucht, mich ganz schnell anzumelden. Gestern Nacht schon die mobile Internet-Tagesflatrate gebucht, Lesezeichen am Labtop gesetzt, Fotoapparat bereit gestellt, um dann direkt nach der (ungeplanten, weil Kollegin krank) Arbeit noch auf dem Parkplatz meine Anmeldung loszuschicken. Ein Formular downloaden und ausdrucken ist im Betrieb unter solchen besonderen Umständen wohl OK, der Rest aber nicht. Jetzt heißt es Daumen drücken, und hoffen, dass es geklappt hat. Ansonsten erbarmt sich ja vielleicht noch jemand und organisiert ein weiteres Winter-Nähwochenende.

MMM im Statement-Shirt und Sixties-Kleid

Eigentlich mag ich keine Statement-T-Shirts. Die wenigsten sind wirklich lustig, meistens sind die Sprüche darauf bestenfalls pubertär und schlimmstenfalls primitiv. Nichtsdesotrotz habe ich jetzt selber eines. Seit ich den zauberhaften Film „Coraline“ gesehen habe, habe ich mir ein „I Love Mulch“-Shirt gewünscht. Aber ich wollte einen Basic-T-Shirt-Schnitt ausprobieren und habe ihn gleich mit einer Applikation versehen. Jetzt weiß jeder, der mich im Garten sieht, wes Geistes Kind ich bin.MMM I love Mulch

Zum Schnitt: Es handelt sich um das T-Shirt Nr. 120 aus der Sixties-Modestrecke aus der Burda 6/2011. Ich habe es in Gr. 36 ohne Nahtzugabe genäht, mit Nahtzugabe wäre sicher besser gewesen, aber ich hatte mich an meinem Lieblings-T-Shirt orientiert, und vergessen, dass das alte Hess-Natur-Shirt, das ich verwendet habe, aus Elasthan-freier Bio-Baumwolle ist. Jetzt spannt das gute Stück ein bisschen im Brustbereich. Die Ärmel sind bei diesem Schnitt recht eng, daher hebt man mit den Armen alles an, und es rutscht nicht wieder herunter. Inwiefern das am Schnitt oder am Stoff liegt, kann ich nicht sagen. Im Armkugelbereich sind die Ärmel leicht eingehalten, dadurch sitzen sie sehr schön ( bis auf die Schlamperei-Falte, die ich am linken Ärmel eingenäht habe). Die Nähtechnik, erst den Ärmel auf der Unterseite bis zu den Einhaltefäden einzunähen, und dann die Fäden anzuziehen (keine Ahnung, wo ich das mal gelernt habe, möglicherweise bei Burda-easy, oder meinem verhassten Vogue-Schnitt), hat sich mal wieder sehr bewährt, darum erwähne ich es hier.

Heute Nachmittag, wenn ich an der Unkraut-Front fertig bin, ziehe ich mein neues Sommerkleid an, vorausgesetzt, diese dunklen Wolken über mir bringen keinen Regen mit. MMM 28.8.

Der Schnitt stammt ebenfalls aus oben genannter Burda und ist die Nr. 116 aus der Sixties-Modestrecke. Es besteht aus 40! (in Worten vierzig!) Schnittteilen, die Einlage nicht mit gerechtent, und ich habe das Zuschneiden gehasst. Natürlich bin ich an 6 Schnittteilen selber Schuld, Burda sieht nämlich weder Taschen noch zusammengestückelte Unterröcke vor, aber das sind dann ja wohl eher Peanuts. Der Rock hat Kellerfalten mit Faltenboden, das schwingt sehr schön. Die Falten darf man bei Baumwolle nach jeder Wäsche wieder einbügeln, das sollte man bei der Stoffauswahl berücksichtigen. Man kann sie natürlich auch absteppen, das geht aber nicht nachträglich. Ich habe den Rock um fünf Zentimeter verlängert, weil mir die Proportionen im Heft nicht gefielen, dummerweise habe ich die Verlängerung der Faltenböden vergessen, und durfte sie dann nochmal zuschneiden.

Eigentlich mag ich kein Paisley-Muster, und die Farben sind mir auch etwas zu grell, aber ich finde, mit diesem Schnitt und den weißen Blenden passt das ganze Paket. Ich habe einen leichten Batist als Oberstoff genommen, den ich noch im Lager hatte, ursprünglich war der mal für einen zu überfärbenden Tellerrock für die große Tochter bestimmt. Das Mieder habe ich mit einem alten Bettbezug gedoppelt, dadurch konnte ich auf die Einlage verzichten, und tragefreundlicher ist es auch. Im Schnitt ist Miederstäbchenband , das auf die Nahtzugabe des Futters aufgenäht wird, vorgesehen, das hatte ich nicht, aber ich habe die Nahtzugabe zusammengefasst versäubert für mehr Stabilität, zur Seite gebügelt und festgenäht. In die entstandenen Tunnel habe ich dann Kabelbinder geschoben, das funktioniert wunderbar. Für das Oberteil war eine elende Anpasserei notwendig, aber das ist wohl normal bei solchen Kleidern. Ich habe die Taille gemessen, nachdem ich gegessen und eingeatmet hatte, und dann dieses Maß direkt auf die Schnittteile verteilt. Dadurch habe ich meine eigene Bequemlichkeitszugabe geschaffen. An der Oberweite durfte ich eine Menge wegnehmen, ich vermute, der Schnitt ist für einen B/C-Cup gedacht. Wer sich das Kleid nachnähen möchte, sollte auf die Mehrweite von 3-5mm am Oberstoff der Blende achten, sonst biegt sie sich nach oben. Burda unterschlägt die mal wieder, was ich besonders verwerflich finde, weil im Schnitt Pikee als Garniturstoff angegeben ist, und im Heft sieht man auch, dass die Blende nicht richtig sitzt. Hier sind noch mal Bilder mit Sonne, allerdings ohne Gürtel, den hatte ich zum Fototermin gestern ganz vergessen.28.8-1

 

Burda 116-6-2011

Während ich diese schreibe, öffnet der Himmel seine Schleusen zu einem gewaltigen Platzregen und macht aus meiner fast trockenen Wäsche wieder fast nasse. Ich bin trotzdem entschlossen, mein Kleid heute Nachmittag zu tragen, notfalls mit Jacke und Strümpfen. Ich lasse mir doch nicht vom Regen vorschreiben, was ich anziehen soll!

Was die anderen Frauen heute am ersten MeMadeMittwoch nach der Sommerpause tragen, seht ihr hier bei Wiebke auf dem MeMadeMittwoch-Blog.

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