Archiv der Kategorie: Blümchenmonat Mai

Unkraut mit Schlagsahne oder Blümchenmonat Finale

Zum Blümchenmonat-Finale zeige ich heute ein neues Kleid, mit dem ich so unzufrieden bin, wie schon lange nicht mehr. Ich habe es schon seit Montag fertig, aber ich konnte mich noch nicht entschließen, es zu posten.Unkraut mit Schlagsahne 1

Der Schnitt ist „Chantilly“, also Schlagsahne, von Colette Patterns und eigentlich sehr süß. Auf dem Stoff tummeln sich lauter kleine Blümchen in Grüntönen, was ein bisschen an Unkraut erinnert, auch sehr hübsch. ABER, denn natürlich gibt es hier ein fettes “ Aber“-, aber die Stoffqualität passt nicht zu dem ausgewählten Schnitt. Bei Colette wird Seide, Organza oder Baumwollbatist empfohlen, und meine Baumwolle hat entschieden zu viel Stand.

Dazu kommen etliche Schwächen des Schnittes: Die Brustpartie enthält eineinhalb mal so viel Stoff, wie von Seitennaht zu Seitennaht und über die Brustspitze gemessen nötig wäre. Das ist vermutlich nur ein Problem des Stoffs, allerdings haben amerikanische Frauen wohl mehr Busen, als Europäerinnen, jedenfalls müsste ich für die mir passende Taille locker 10cm mehr Busen vor mir her tragen. Ich habe dann eine Nummer kleiner genäht, die ist aber interessanter Weise immer noch in  Taille zu weit. Außerdem ist das Oberteil zu kurz. Flachbrüstige Frauen mit mehr als 1,65 m Körpergröße sollten also bei diesem Schnitt unbedingt das Oberteil um 1-2 cm länger zuschneiden und die Oberweite verkleinern.

Dann ist die rückwärtige Hälfte des Rocks um 8cm weiter in der Taille, und das sieht man! Wer macht denn bitte so etwas?! Ich weiß von keiner Frau, Jennifer Lopez vielleicht mal abgesehen, die freiwillig ihren Po betont! Das Kleid macht eindeutig einen dicken Hintern!Unkraut mit Schlagsahne 2 Meiner Meinung nach dürfte der Rock auch 5cm länger sein, das würde den Proportionen des Kleides gut tun. Dummerweise sind bei Colette Patterns nur Brust-, Taillen- und Hüftumfang angegeben in der Maßtabelle, und die Maße des fertigen Kleidungsstücks sind auch nur bedingt hilfreich.

Die einzig vernünftige Entscheidung zu diesem Kleid heißt also: Oberteil komplett neu nähen. Zum Glück habe ich noch genug Stoff dafür, denn ich will auf keinen Fall, dass es ein kompletter Reinfall wird, schließlich habe ich Stoff und Schnitt von meinem Mann zum  Geburtstag bekommen. Der Rock wird auch noch etwas enger gemacht, besonders hinten(!), und mit der fehlenden Länge werde ich mich dann arrangieren, ich denke, bei einem weniger weiten Rockteil  und einem schmaleren Oberteil stimmen dann auch die Proportionen. Ich hoffe, dass ich möglichst bald dazu komme, damit aus meiner Unkrautwiese doch noch ein Sahnestückchen wird.

Der türkisfarbene Stoff mit den großen Blumen ist bereits zur Hälfte für eine Bluse zugeschnitten, allerdings ist hier mit Nähen leider nicht sehr viel los, weil die Erntezeit im Garten begonnen hat, und ich die eine Hälfte des Tages im Kampf mit dem Unkraut zubringe, und in der anderen Hälfte Bohnen, Erbsen und Brombeeren für die Kühltruhe und das Marmeladenglas zurecht mache.

Meike sammelt die anderen Blümchen-Finalistinnen, und ich bin gespannt, was sie uns dann Montag in ihrem persönlichen Fazit berichtet.

Blümchenmonat Mai – die Juni-Verlängerung

Meike von Crafteln hat in Berlin beim Stoffkauf zugeschlagen und die schönen Blümchenstoffe, die sie dort erstanden hat, haben uns eine willkommene Verlängerung des Blümchenmonats Mai gebracht. Find‘ ich klasse!

Ich kann vermelden, dass ich Stoff 2 von der Blümchenliste  verarbeitet habe. Das Kleid, letzten Montag genäht, habe ich Dienstag, Mittwoch und Donnerstag getragen. Am Mittwoch habe ich es beim MMM vorgestellt, am Freitag wurde es gewaschen und jetzt liegt es im Bügelkorb. Darum gibt es ein Bild aus dem Archiv.Burda 10.12 Mod 108

Ich kann nur sagen, ich wünschte, dass ich es gebügelt hätte, denn statt der versprochenen 23° hat das Thermometer heute nur 17° erreicht, und ich habe im Tara-Starlett-Verschnitt erbärmlich gefroren!

Jetzt wartet eigentlich nur noch der Blusenstoff auf die Verarbeitung, allerdings ist der Schnitt nicht für den Sommer, und ich habe viel mehr Lust auf  neue Sommerkleider! Die Stoffe dafür habe ich auch schon: Paisley und Punkte. Diwe Kinder fordern auch lautstark ihr Recht, also muss ich die Zeit mal wieder gut einteilen! Tochter 1 hat sich aber einen blusenschnitt ausgesucht, der auch mir gefällt, und wenn ich für sie nähe, kann ich ja gleichzeitig für mich nähen! 🙂

Im Stoffschrank sind aber auch noch ein paar Blumenstoffe wieder aufgetaucht, und in der neuen Burda ist ein interessanter Schnitt für ein Mini-Röckchen, das ja aus dem linken Stoff entstehen könnte… oder doch die Mutter/Tochter-Bluse? Der Stoff hatte übrigens eine erste Karriere als knöchellanger enger Wickelrock, mal sehen was ich daraus hinbekomme.Blümchenstoffe aus dem  SchrankDer rechte Stoff ist ein durchsichtiges Flatterzeug, das mit Futter zu einem flatterigen  Kleidchen für den Hochsommer werden will, so er denn mal hier auftaucht!

Meike sammelt in einem sehr hübschen Kleid die anderen Blümchen-Fans und zeigt auch noch ein paar spannende Stoffe, die sie verarbeiten will.

Blümchen statt Wagner!!! oder MeMadeMay und Blümchenmonat Mai

Mit meinen Konzertkarten hatte ich in letzter Zeit Pech: Erst litt ich Qualen in Mahlers 8. Sinfonie (wohlgemerkt ein tolle Werk, das aber auch eine exzellente Aufführung verdient), und dann saß ich stundenlang auf einer extrem unbequemen Kirchenbank in einer gut gekühlten Kirche und langweilte mich bei Orgel und Gesang zu Tode. Zumindest das letztere war vorhersehbar, denn ich habe weder für (zugegebenermaßen meisterhaft gespielte) Orgel noch für Gesang etwas übrig, auch wenn der Sänger ein interessanter und netter Mensch ist. Aber manchmal macht man halt Zusagen und kommt dann nicht mehr aus so einer Nummer heraus.

Was hat das aber jetzt mit dem Blümchenmonat Mai zu tun? Ganz einfach, diesen Sonntag habe ich alles richtig gemacht. Statt in eine konzertante Aufführung von Wagners Rheingold zu gehen, wohl wissend, dass ich Oper im allgemeinen und Wagner im ganz besonderen schrecklich finde ( ich habe ja nichts gegen die Opernmusik, die ist in der Regel sehr schön, wenn sie nur nicht die ganze Zeit singen würden!) habe ich mir ein lange geplantes Blümchenkleid nach meinem selbst entworfenen Schnitt genäht.DSC_1131Der Stoff stammt von Volksfaden aus Berlin. Das Kleid ist superbequem, wie Jerseykleider halt so sind und es sitzt dank zweier Abnäher im Rücken auch perfekt, ohne am Po zu spannen oder im Hohlkreuz abzustehen. Hier noch einmal ein Bild von vorne:DSC_1133Damit habe ich den ersten der Blümchenstoffe für den Mai vernäht und auch für Stoff zwei (oben rechts) und drei (Mitte unten) habe ich bereits die Schnitte herauskopiert. Wenn das Wetter morgen noch nicht besser ist, steht dem Nähen des zweiten Blümchenkleides nichts mehr im Weg. Heute ist Bürokram dran.

Neue Blümchenstoffe bringt der Mai

Neue Blümchenstoffe bringt der Mai

Außerdem habe  ich mit diesem Kleid das dritte Kleidungsstück für den MeMadeMay, den ich leider sehr lax bediene, fertig. Jetzt fehlt nur noch ein neues Stück und dann will ich noch den Trenchcoat fertignähen, denn das ist mein derzeit ältestes Ufo. UFO-Trench

Meike sammelt weitere Blümchenkleider auf ihrem Blog, und weil sie auch wissen will, wie wir uns mit den Blümchen so fühlen, ist hier meine kleine Einschätzung: Die kleinen Blümchen und Piepmätze auf dem neuen Kleid fühlen sich einfach nur richtig an. Ziemlich sicher bin ich mir auch mit dem bestickten Stoff, den ich ja frisch und extra für diesen Kleiderschnitt gekauft habe. Bei dem Blusenstoff im Vordergrund habe ich gewisse Zweifel, ich bin nicht sicher, ob er sich tatsächlich für die geplante Bluse eignet.

So in etwa soll sie werden, allerdings mit 3/4-Ärmeln und breite Biesen mit Spitze am Vorderteil. Ich habe den Stoff ja auch schon sehr lange hier liegen, finde allerdings das leich asiatisch angehauchte Muster immer noch sehr schön. Im letzten Jahr habe ich mir ja auch noch einen Rock mit großformatigen Blumen genäht, aber ich glaube nicht, dass große Blumen bei mir bei Kleidern oder Oberteilen funktionieren, kann aber sein, dass ich mich da irre. SpätsommerrockWenn der Link zu Meikes Seite noch ein paar Tage offen ist, kann ich vielleicht noch das Kleid aus dem bestickten Stoff zeigen (wenn ich mich zweimal verlinken darf).

Today I present the dress, I’ve sewn on Sunday instead of visiting the opera. I detest Wagner, so it was not very much of a choice to take but simply logical! Good for me, because not only I had something new to wear in this MeMadeMay on Monday and today, but I also finshed of the third of the four new garments promised for this month. Now there is only one dress to follow, also part of Meikes „flower-month May“, and I will sew it from the left fabric on the foto above. There still is one Ufo to be finished: the trenchcoat you can see on the manequin. The sleves have to be put into (they are just pinned), and it lacks of hems, buttons and -holes and of course the lining. Not very likely that I will manage all this until Friday, but you’ll never know. It all depends on the wether. If it is fine enough to weed my garden, then helas for the clothes, if it continues to rain, I will keep the appointment with the sewing machine.

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Blümchenmonat Mai: Das Revival

Im Moment komme ich kaum zum Bloggen. Umso schöner finde ich, dass ich Meikes Aufruf zu einem Blümchenmonat-Revival gefunden habe. Da bin ich doch dabei!

Das Letzte Mal war meine erste Blog-Aktion überhaupt, denn mein Blog war noch niegel-nagel-neu. Es war ein prima Einstand in das Bloggerleben und hat viel Spaß gemacht. Ein viel getragener Rock ist damals entstandenBlümchenrock 2012

und meine viel gelobte Hommage an Tara Starlett,

17. März

17. März

17.MeMadeMärz

die ich nicht ganz so gerne trage, einfach weil das Kleid ein ganz kleines bisschen zu eng ist, gerade so viel, dass es ein bisschen unbequem ist. Aber mehr Stoff war einfach nicht da! Aber mit dem Thema „Blümchen“ habe ich auch noch nicht abgeschlossen. Erstens habe ich noch etliche Blümchen- und Blumenstoffe auf Lager und zweitens sind noch zwei neue Stoffe mit Blumen dazu gekommen.

Neue Blümchenstoffe bringt der Mai Für einen der alten Stoffe habe ich bereits Nähpläne, und die neuen Stoffe sind gezielt gekauft worden. Ich denke, das klappt auch noch mit der Verarbeitung in diesem Monat, denn ich habe ja für den MeMadeMay vier neue Kleidungsstücke versprochen. Der erste Neukauf ist ein Jersey, eigentlich ein eher winterlicher Stoff, aber für den Frühling passt er auch noch. Daraus nähe ich mir ein schnelles Kleid nach meinem abgewandelten Basis-Shirt-Schnitt. Der zweite Neukauf ist mit Blümchen bestickt und nicht bedruckt. Das Gaucho-Kleid Nr.108 aus der Burda 10/2012 soll daraus entstehen, genau richtig für den Frühling bzw. Frühsommer, denke ich. Die Frage ist nur: Zählt eine Baumwolle mit eingestickten Blumenranken überhaupt als Blümchenstoff?

Um noch mal auf die Frage zu meinem  Verhältnis zu Blümchen zu kommen: Ich denke eigentlich nicht so sehr über das Muster nach. Ich mag Blümchen einfach gern, und mit einem Retro-Schnitt wie dem Hemdblusenkleid mag ich sie auch an mir. Da das Muster ja recht verspielt ist, versuche ich keine allzu rüschigen Schnitte zuverwenden, damit das ganze nicht truschig wirkt, aber auch da bin ich nicht wirklich konsequent. Blümchenoberteile habe ich allerdings recht wenige, vielleicht, weil eine Blümchenbluse in meinem Kopf doch etwas zu „Miss Marple“, also ältliche Lady ist.

Wiebke (die natürlich, wie oben erwähnt, Meike heißt -wie mega-peinlich ist das denn!) sammelt Ideen, Kleider und Gedanken zum Thema „Blümchen und ich“. Ich sage an dieser Stelle  DANKE für diese schöne Aktion.

17.März: Sport und Tara Starlett

Me Made MärzDer MeMade Monat ist zur Hälfte um. Mein Kleiderschrank gibt nichts wintertaugliches mehr her und die Nähmaschine rattert permanent. Wie es den anderen geht, erfahrt Ihr hier:

Es ist zwar eiskalt draußen, aber die Sonne gibt ihr bestes. Bis zum Sport vor dem Mittagessen trage ich „Schlunzklamotten“, Jogginghose und die Kapuzenjacke. Nach dem Sport ziehe ich dann das Tara-Starlett-inspirierte Kleid an und lasse mich von der  Sonne durch das Fenster wärmen. Bilder gibt es dann.17.MeMadeMärz

Inzwischen ist es „dann“, nach Essen, etwas Arbeit im Garten und Kind vom Übernachten abholen ist jetzt endlich Zeit für ein Update des Artikels.Das habe ich heute an. Trotz Märzsonne ist es saukalt und inzwischen scheint die Sonne auch nicht mehr ins Fenster, also trage ich eine Strickjacke drüber.17.MeMadeMärz mir Krokus

Die Sonne lässt den Schnee schmelzen, und die Krokusse im Beet möchte ich Euch nicht vorenthalten:

Me made Mittwoch: Antwort auf Tara Starlet

So, hier ist also meine Antwort  auf  Tara Starlet und auf Primaveras inspirierende Vorlage. Heute trägt sie es übrigens, wie ich gerade sehen konnte. Ein Hemdblusenkleid im Stil der vierziger Jahre und mein Beitrag zum Blümchenmonat Mai.

Die Entstehungsgeschichte habe ich ja schon hier erzählt. Nachdem mir Dodo  am Montag so nett Mut gemacht hat, ist es heute ist es endlich fertig geworden. Die Seitennähte am Rock beuteln etwas, beim Nähen hat sich der Stoff gedehnt.

 

Leider weiß ich nicht, wie man so etwas vermeidet, für Tipps wäre ich dankbar. Ich habe das Schlimmste einfach  abgenäht. Bei den Taschen , die an den Seiten schräg zugeschnitten sind, hatte ich das selbe Problem. Da würde ich beim nächsten Mal (wenn es ein nächstes Mal gibt) einfach etwas Einlage auf die Nahtzugabe bügeln. Das Kleid ist sehr bequem, nur dieses Leinen oder leinenartige Gewebe klebt an der Baumwollunterwäsche, weil es so rau ist. Über einem Unterkleid sitzt es besser.

Material: Altes Outfit von meiner Mutter, vermutlich Leinen

Kosten: 7 € für Reißverschluss, Satinband und Knöpfe

Würde ich es nochmal nähen? Jetzt, da ich den Schnitt optimiert habe, kann ich mir das vorstellen. Vielleicht aus einer gestreiften Hemdenbaumwolle bei Meikes Streifenmonat, wenn mir ein passender Stoff über den Weg läuft, dann aber durchgeknöpft und mit schrägem Fadenlauf, falls ich herausbekomme, was man da beachten muss.

Eindeutig fehlt noch ein hübsches Strickjäckchen dazu. Das ist ein Projekt für den Sommerurlaub, die -hoffentlich passende- Wolle hab ich heute bei Lanade bestellt. Gib es irgendwo ein Knit-along das mich an die Nadeln zwingt? Ich glaube, ich habe so etwas als Motivation nötig. Was es heute noch zu sehen gibt, findet Ihr hier.

Blümchenmonat Mai: Die Zuschnitt-Dramödie

Nachdem ich am Dienstag zwei Stunden beim Zahnarzt gelitten hatte, belohnte ich mich für meine Tapferkeit mit schmalem Satinband und hübschen grünen Knöpfen. Am Samstag war dann endlich Zeit, den Schnitt für das 40-er Jahre-Kleid zusammen zu stoppeln. Die Schnitt-Basis stammt aus einer Sabrina special 147 aus dem Jahr 2000.

Der Plan war, den Schnitt in der Taille zu teilen und aus den vier  Rockbahnen jeweils eine für das Vorderteil und eine für das Rückteil zu machen, die dann im Stoffbruch zugeschnitten werden sollten. Das war leicht.

 Der Plan für das Oberteil war auch ganz einfach: Oben zusammenkleben und ab er Brust bzw. Rückenmitte einen Abnäher machen. Das war auch nicht schwer. Aber dann wollte ich alles aus dem Stoff zuschneiden. Es handelt sich dabei um den Stoff von hier. Habe ich schon erwähnt, dass meine Mutter eine zierliche Person ist? Nachdem ich alle Teile aufgetrennt und gebügelt hatte, stellte ich fest, dass der Stoff nicht reichte.

Mittlerweile war es Bettzeit. Am nächsten Morgen hatte mein Unterbewußtes die Lösung parat: Zwei Abnäher. Dadurch hoffe ich auch das „Spitztütenbusige“, das mich an den Tara-Starlett-Modellen etwas stört, zu vermeiden.

Eine Anprobe bei meiner Freundin, der voll verstellbaren Diana und ein Vergleich der frisch von meinem Lieblingsgatten genommenen Maße zeigten: Ich hätte doch eine Größe größer zuschneiden sollen.

Verflixte Klamottenhersteller. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich meine Konfektionsgröße um 1 1/2 Nummern nach unten verändert und dabei habe ich eher etwas zugenommen! Natürlich muss man messen. Aber Burda ist so großzügig mit den Bequemlichkeitszugaben, dass ich immer zuviel Platz habe in den Modellen. Weil der Stoff für die Vorderteile ohnehin superknapp war, musste ich 2 zusätzliche Zentimeter im Rückenteil und in den Nahtzugaben unterbringen. Außerdem ist mein Oberkörper ganze vier Zentimeter länger! Nach diesem Schock brauchte ich erst einmal einen Kaffee und ein Stück von der Mandarinen-Quark-Sahnetorte, die meine wunderbare Schwiegermutter vorbeigebracht hatte.Ich weiß ja nicht, wie Ihr anderen das immer macht, wenn Ihr in zwei, drei Stunden ein komplettes Kleid näht, aber bei mir hat diese ganze Schnitt-Zuschneide-Aktion über fünf Stunden verschlungen. Gestern hat es nur noch für das halbfertige Oberteil, den Kragen und das Aufnähen des Satinbandes auf Kragen und (ungenähte) Ärmel gereicht. Ich hoffe, dass ich bis zum MMM fertig werde. Spätestens zum vierten Juni wird es wohl klappen. Das nächste Kleid nähe ich aus der neuen Ottobre Woman, vielleicht geht das schneller. Danke Meike für diesen schönen Monat.

Blümchenmonat Mai

Vielleicht hätte ich Meikes Wünsche im Bezug auf den BM genauer lesen sollen, bevor ich einfach losgenäht habe. Als ich die anderen Beiträge gelesen habe, fiel mir auf, dass von einem Projekt die Rede ist, das vorgestellt werden soll. Also habe ich mein Stofflager (wo kommen bloß immer alle diese Stoffe her?) durchsucht und diese ganzen Stoffe gefunden:

„Erbstücke“ von meiner Schwester

Der stammt noch aus D-Mark-Zeiten

Der sollte mal etwas Flatteriges in Lagen mit Spaghetti-Trägern werden

Das habe ich mal getragen, sicher nie wieder, aber für Puppendirndel gehts

Dann habe ich mich tagelang mit Post-Its und meinen gesammleten Burdas aus den frühen 2000ern amüsiert, um Schnitte zu finden, die ich tragen will.          Am Ende habe ich bei Catherine einen Link auf ein tolles Kleid entdeckt und von dort via Google zu Tara Starlet gefunden. Die kannte ich noch gar nicht.            Hat die schöne Sachen!!! Klarer Fall, das nächste Kleid wird ein 40er-Jahre Hemdblusenkleid und zwar aus diesem Stoff:

Das sind Rock, Bluse und ein Stoffrest, “ geerbt“ von meiner Mutter. Der Rock war viel getragen, die Bluse weniger, der Stoffrest natürlich gar nicht, zu merken an dem unterschiedlich Grad des verwaschen-Seins. Ein langes und ein kurzes Bad in Wasser mit viel Chlorreiniger und nachfolgender 60°-Wäsche lösten dieses Problem. Der Stoff ist irgendein Leinen oder Leinengemisch, knittert kaum, ist aber eventuell etwas kratzig.

Ich sehe das Kleid mit dunkelgrünen Knöpfen und passenden Paspeln oder Bändern vor mir, ich glaube für Zackenlitze ist das Muster zu unruhig, was meint Ihr? Außerdem bezweifle ich, dass ich Zackenlitze in dem richtigen Grünton finden werde, hier draußen auf dem Land. Die nächste Großstadt ist auch nicht gerade ein ElDorado für Selber-Näherinnen und nach Berlin will ich eigentlich nicht fahren. Bliebe nur noch das Web – aber ich finde es wichtig, auch vor Ort einzukaufen, damit die Läden am Leben bleiben können. Einen Kurzwarenladen in der Nähe zu haben ist ein wichtiges Stück Lebensqualität für mich.

Als nächstes muss ich einen Schnitt finden, Bahnen will ich nicht, mal sehen was ich da finde. Ich habe ja noch ein Lutterloh-Büchlein aus den End-Vierziger-Jahren. Das wäre natürlich die maximale Herausforderung, aber auch ein großer Spaß. Wie es den anderen geht, seht Ihr bei Meike.

Blümchenmonat Mai, 2.Anlauf

Ich schiebe noch schnell ein paar Tageslicht-Fotos von meinem Röckchen nach. Ich habe es ganz tapfer angezogen, allerdings mit einem Unterkleid, weil es so eisig kalt ist. Jetzt blitzt am Saum die Spitze.                                                          Heute morgen war die Wiese sogar bereift!

Die kleinen Tierchen im Mustern fallen erst bei genaueren Hinsehen auf, eine nette Überraschung im Design.

Montags bloggen ist bei mir meist ein Ding der Unmöglichkeit  – der Tag fängt ganz früh an und endet sehr spät und dann habe ich noch Sport. Aber ich denke, ich kann auch Sonntags posten und Montags verlinken. Was die anderen gemacht haben, findet Ihr bei Meike.

Blümchenmonat Mai

Meike hatte die schöne Idee, im Mai zum Nähen von Blümchenstoffen aufzurufen. Ob ich es schaffe, mich mit ihr zu verlinken, ist noch ganz die Frage, aber das erste Teil aus Blumenstoff ist genäht. Allerdings sind in dem Muster noch ein paar Vögel, Rehe und Hasen versteckt, die man auf den ersten Blick gar nicht sieht. Den Stoff habe ich bei Frau Tulpe in Hamburg gekauft. Wir waren dort am letzten Märzwochenende, und es war so bitter kalt und der Wind war so eisig, dass sich jede einen Stoff für einen Rock oder eine Bluse ausgesucht hat, um ihn als Schal zu benutzen. Mein Stoff war eigentlich für Puppenkleider gedacht, aber dann fand ich, dass er mir viel besser stehen würde. Die kleinen Schlaufen am Verschluss sind eine elende Fummelei und ich habe sie mit einer stumpfen Polsternadel gewendet, indem ich die obere Kante am Nadelöhr festgenäht habe.Bümchenmonat Mai

Den Schnitt  habe ich auch schon einmal verwendet. Er ist super gut für gemusterte Stoffe geeignet, weil der Schnitt sich nicht mit raffinierten Details in den Vordergrund drängelt.

Schnitt: Burda:2/2007                    Stoff: Frau Tulpe                                          Nähzeit mit Schnitt herauskopieren und zuschneiden : 5.5 Stunden