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Pyjamaparty am MeMadeMittwoch

Letzte Woche war ich krank. Nicht nur das banale Husten-Schnupfen-Halsweh-Geröchel, mit dem ich mich mehr oder weniger seit Anfang Dezember herumschlage, sondern richtig echt mit Im-Bett-Liegen und Tabletten schlucken, damit die Bettdecke nicht so weh tut.pyjamaparty-mmm-08-02-4

Meine alten, ausgeleierten Pyjamas waren nach 3 Tagen des Elends alle in der Wäsche, mir ging es etwas besser und da dachte ich : Der Stoff liegt doch schon gewaschen bereit, näh‘ dir doch endlich deine neuen Pyjamas. pyjamaparty-mmm-08-02-3

Schnitt auskopieren ging gerade so, dann war ich K.O. Aber jetzt bin ich wieder gesund, und zumindest ein Pyjama ist auch fertig. Ich hatte eigentlich nur Stoff für Hosen gekauft, aber mit geschickter Stückelung habe ich auch noch zwei Ärmel aus dem Stoff bekommen. Der restliche Stoff wurde mal für ein Tochter-T-Shirt gekauft, das nie genäht wurde. Die Bündchen stammen von der Annäherung, danke der Spenderin.

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Die Schitte für beide Teile stammen aus der Ottobre. Die Hose ist Nr.5 Loungers aus Ottobre 5/2011. Sie hat Taschen, weil sie als Freizeithose gedacht ist, aber das finde ich bei Pyjamas total praktisch. Für eine Schlafanzughose ist mir der Bund etwas zu niedrig, ich habe die gerne auf der Taille und ein bisschen lose im Schritt, darum habe ich oben 3cm dazugegeben (bzw ein Bündchen angesetzt). Die Weite gefällt mir bei diesem Pyjama gut, aber bei weiteren, die noch folgen sollen, werde ich ein paar cm in den Beinen zugeben. Unten am Saum habe ich für das Bündchen etwas eingekürzt, grundsätzlich wäre die Länge aber gut gewesen, sogar für meine langen Beine. Ich kann mir den unveränderten Schnitt glaube ich auch ganz gut aus Sweatshirt-Stoff vorstellen, als bequeme Lümmel-Hose.

pyjamaparty-mmm-08-02-5Das Oberteil ist die 4 aus der Ottobre 5/2013 und heißt „Basic Monday“. Es ist die Shirt-Variation des Schnittes, der auch als Kleid ausgelegt ist. Für einen Pyjama ist mir der Ausschnitt deutlich zu weit, deshalb habe ich mit Nahtzugabe zugeschnitten und ein Halsbündchen angesetzt. Mehr Zugabe ist bei einem Raglan-Schnitt nicht ganz unproblematisch, denn dann muss die Raglan-Naht angepasst werden, oder der Halsausschnitt steht wohlmöglich ab. Besonders bei diesem Schnitt ist das Risiko recht hoch, denn auf dem Ärmel sind Abnäher, die die Schulter extra ausformen. Im Schulterbereich sitzt das Shirt auch ausgesprochen gut. Im Original ist es deutlich tailliert, aber das mag ich bei Schlafanzügen nicht, also habe ich die Seitennaht begradigt. Der Schnitt hat aber deutliches Potential, und ich bin nicht abgeneigt, das eine oder andere Raglan-Shirt meinem Kleiderschrank zuzufügen.

pyjamaparty-detailsVon dem fast schwarzen Jersey hatte ich übrigens nicht genug, also habe ich im Rücken getrickst und ein Stück angesetzt. Innen habe ich dann von dem bunten Stoff etwas gegengesetzt, jetzt weiß ich auch ohne Brille, wo vorne und hinten ist. Leider hat meine Ovi (Babylock) beim Covern Stiche ausgelassen, daher ist die Ziernaht nicht so professionel geworden, wie ich es mir gewünscht hätte. Weiß irgendjemand, woran das liegen könnte?

Beim heutigen MeMadeMittwoch gibt Meike ihre „Abschiedsvorstellung“ als „Vortänzerin“. Nachdem ich sie 2015 in dieser unsäglichen Nähsendung erlebt habe, war ich sehr froh, sie auf der Annäherung 2016  im persönlichen Gespräch näher kennen zu lernen und festzustellen, was für eine tolle Frau sie doch ist. Sie hat den MMM wunderbar mit moderiert und wird mir dort sehr fehlen. Wie gut, dass man sie ( und auch Karin und Constanze, um die beiden mit zu erwähnen) immer noch auf ihren Blogs lesen kann.

MMM mit alten Klamotten

Heute trage ich Sachen aus den Anfängen meiner Nähblogger-Karriere, also Kamotten, die locker vier oder fünf Jahre alt sind.

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Eine Norma (Ottobre 5/2012) aus einem Tweed-artigem Stoff, der mal ein Rock von meiner Schwester war und die Stoffmark-Jacke.

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Die Verkäuferin hatte diese Jacke genäht und werbewirksam an ihrem Stand aufgehängt, an dem sie dann den Stoff und den Schnitt dazu verkaufte. Bei mir ist dieses Konzept voll aufgegangen, ich habe gleich alles gekauft und die Jacke schnell nachgenäht. dsc_0146

Der Wollstoff ist warm und bequem, sie saß auf Anhieb gut. Eigentlich ist sie zu warm für’s Haus, aber aus irgendeinem Grund kommt die Heizungswärme nicht so gut in meinem Arbeitszimmer an, das mit Abstand der kühlste Raum im Haus ist, und das, obwohl es direkt über der Heizung liegt. Und weil ich ein paar freie Nähtage habe, kann ich den Annährungs-Flow ausnutzen und nähe gleich weiter…

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Beim heutigen MMM ist Luise  Vortänzerin, und sie tut das in einem Rock, für den sie eine tolle Gardine gekonnt upgecycled hat.

 

MMM am 19.10.: Wer bin ich, und ist das die selbe Frau, für die ich auch nähe?

Heute trage ich eine Kombination, die ich so seit drei Jahren immer wieder trage. Die ich auch hier schon mehrfach gezeigt habe.  Die Frau von Welt umwickelt den zerschnittenen Finger dazu natürlich mit farblich passendem Fingerflex. Es sind immer die Kleinigkeiten!mmm-19-10-16

Der Rock (Norma aus Ottobre 5/2010) ist eins der echten „Bread and Butter“ -Teile, von denen ich immer noch nicht genug zu haben glaube. Aber stimmt das überhaupt? In letzter Zeit habe ich vermehrt Kaufkleidung getragen, irgendwie war mir die Auswahl bei den eigenen Sachen zu gering. Aber ich ertappte mich dabei, dass ich meine beiden mindestens fünf oder sechs Jahre alten Jeans in Dauerschleife mit immer den selben fünf oder sechs alten Shirts trug. Der Schrank ist voll, aber im Grunde beschränke ich mich auf 10 bis 12 Teile, die ich nicht einmal untereinander unterschiedlich kombiniere. Pulli A zu Rock 1, T-Shirt B zu Hose 2. Nicht wirklich kreativ. Kann ich auch mit den selbst genähten Sachen haben. So wie heute. Bekannt, vertraut, sicher.

Natürlich gibt es auch objektive Gründe für diese Art der Beschränkung. Ich habe viele Einzelstücke, und wenige „Allrounder“, Ober- und Unterteile, die zu allem im Schrank passen. Auf meiner Nähliste stehen viele „missing links“, aber seit Monaten komme ich nicht zum Nähen. Ich bin frustriert.

Trotzdem erklärt das nicht meine merkwürdige Abneigung, selber genähtes zu tragen. Vielleicht sind die neuen Sachen zu formell, nicht ganz so bequem oder kuschelig wie die alten. Früher habe ich grundsätzlich Komfort dem Chic vorgezogen. Fleece-Pulli statt Bluse oder T-Shirt und Strickjacke.  Aber eigentlich passt das nicht mehr zu meiner Selbstwahrnehmung. Trotzdem fühlen sich die neuen Kleider fremd an. Möglicherweise deshalb, weil sie genau das sind: Kleider. In denen man sich auch ein bisschen zurecht gemacht fühlt. Etwas, dass mir das Gefühl von „Aufwand betreiben“ gibt, obwohl es objektiv genau so viel Aufwand bedeutet, in eine Strumpfhose zu schlüpfen und ein Kleid überzustülpen, wie eine Jeans  und einen Pulli anzuziehen. Im Gegenteil, denn für letzteres braucht man ja noch extra Strümpfe. Bin ich wohlmöglich doch der „Jeans-und-Fleece-Pulli“-Typ? Benähe ich die Frau, die ich gerne wäre an Stelle der Frau, die ich bin? Un wenn ja, warum?

Ich frage mich, ob das anderen auch so geht. Hat sich Euer Stil geändert, seit Ihr selber näht? Oder Eure Selbstwahrnehmung? Für wen näht Ihr? Für die Frau, die Ihr immer wart oder für die, die Ihr gerne währt? Und wie wohl fühlt Ihr Euch dann in Eurer selbstgenähten Kleidung?

Am heutigen MeMade Mittwoch stellen viele Frauen ihre selbstgenähte Kleidung vor. Vielleicht stellt sich die eine oder andere die selben Fragen leise oder auch laut.

MMM am 15.6.2016: Ginkgo-Norma

„Tragen Sie Ginkgo-Norma , und Sie fühlen sich beschwingt und zeigen sogar etwas Knie“

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Ich mag Ginkgo, allerdings  nur äußerlich, z.B. in Form von Ohrsteckern, und das nicht erst, seit ich in Weimar war. Den Plan, einen Rock mit Ginkgo-Blättern zu bedrucken, hatte ich schon seit langem.

Dass ich dafür eine „Norma“ gewählt habe, liegt zum einen daran, dass der Schnitt einfach klasse und auch gut zu variieren ist. Zum anderen war der zukünftige Name des Endproduktes ausschlaggebend: Bei „Ginkgo-Norma“ denkt man eher nicht an einen Rock, das kommt meinem abartigen Sinn für Humor entgegen 🙂 .

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Weil es heute frisch und regnerisch war, gab es Vogue 2449 darüber.

 

 

 

Die Details:

  • Norma aus der Ottobre 5/2010
  • Material: Leinen
  • Druck: Javanna Stoffmalfarbe für dunkle Stoffe in Linoldruck-Technik

Der Rock ist ungefüttert, aber ich habe den Bundbesatz mit Schrägband eingefasst, um nicht die Nahtzugabe einschlagen zu müssen und so viel Stoff an der Naht zu haben.MMM 15-6-16 (14)

Ich habe Hüftpassentaschen genäht, mit einem hübschen Futter:Gingko-Norma Taschen

Der Reißverschluss hatte die falsche Farbe, also habe ich ihn verdeckt eingesetzt und den Schlitz oben mit einem Haken mit genähter Öse  geschlossen.Ginkgo-Norma Rockschlitz

Der extra gekaufte graue Nahtreißer tauchte wieder auf, als ich mit dem Schlitz fertig war!

 

Noch ein  Bild vom Druck im Detail:MMM 15-6-16 (16)Wenn man den Stoff selber bedruckt, braucht man sich um das Muster an den Nähten keine Sorgen zu machen.

Dieser Rock schließt die Serie mit Stoff-Druck-Experimenten ab, die ich in den letzten Wochen gemacht habe. In den nächsten Tagen werde ich noch einmal genauer darüber berichten. Außerdem habe ich damit ein weiteres Teil meines SWAP , den ich bei Brot-und-Butter begonnen habe, fertiggestellt.

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Jetzt geht es hinüber zum MeMadeMittwoch. Sibylle vom Büro für schöne Dinge zeigt heute tierisch gemütliche Wohlfühlkleidung.

 

 

 

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MeMadeMittwoch: Heidi und Holz vor der Hütt’n

Holleridudödldi diridiri dudeldö!

(Loriot , Die Jodelschule)

Heidijäckchen 1Nach nur eineinhalb Jahren Strickzeit ist mein Heidijäckchen endlich fertig geworden. Obendrein habe ich passend zum alpinen Flair „mächtig Holz vor der Hütt’n“, das wollte ich schon immer mal von mir sagen können. Obwohl hier sicherlich anderes „Holz“ gemeint ist…

Das Jäckchen wurde 2013 beim Heidi-Projekt gestrickt und mir war schnell klar, als ich die fertigen Heidi’s gesehen habe, dass ich auch so eines haben muss. Das Stricken zog sich allerdings ganz schön hin.Heidi 4

Hier noch einmal ein Detail-Bild, damit das Muster besser zu erkennen ist.

Heidi2Der Rock, den ich dazu trage, ist meine erste „Norma“, ein Schnitt aus der Ottobre 5/2010. Der Schnitt ist mir das erste Mal bei einem MMM begenet und ich habe mir damals die Zeitschrift extra dafür bestellt.Heidi3

 

 

 

 

 

So sehr mir die Jacke gefällt, weiß ich doch mit Sicherheit, dass ich so schnell keine Einstrickmuster mehr stricken will. Sogar mit einem Fingerring zum Musterstricken war es eine elende Fummelei, die Fäden in der Fair-Isle-Technik andauernd zu kreuzen. Die Steeks zu stricken war allerdings eine praktische Sache, ich habe sie einfach mit der Nähmaschine abgenäht und dann aufgeschnitten.

  • Jacke:  Modell 22 aus der Rebecca 53 ( Januar-März 2013)
  • Material: Drop Baby merino in türkis, Aldi-Sockenwolle in dunkel-dunkelblau, gelbe und weiße Restwolle
  • Rock: Norma aus der Ottobre 5/2010
  • Material: Tweedartiges Wollgemisch

Beim heutigen MMM zeigt Meike ein tolles groß gemustertes Jersey-Kleid, unbedingt ansehen.

 

 

 

 

 

 

 

Me Made Mittwoch: Ich packe meinen Koffer

Heute ist das Thema beim MMM die Urlaubsgarderobe.
Mein Koffer ist schon fast wieder ausgepackt, wetterbedingt haben wir unseren Ostsee-Urlaub abgebrochen. Warum an der Küste auf dem Campingplatz frieren, wenn zu Hause nicht nur aller Komfort sondern obendrein besseres Wetter und vor allem 4°C mehr Wärme warten?
Daher gibt es heute keine Einpack-Liste sondern bereits die Urlaubsfotos.

Urlaub auf dem Campingplatz stellt eigentlich kaum Ansprüche an die Kleidung: Bequem muss sie sein, unempfindlich und möglichst schnell trocknend. Also Jerseykleider, T-Shirts und Jogginghosen. Leider besitze ich von alledem nur das Mittlere, allerdings unter anderem dank Constance von Santa Lucia Patterns und ihrer 12-Top-Challenge schon so einige.

Die Shirts durften auch gesammelt mit reisen.Koffer Shirt
Hier ein Shirt (Ottobre) mit meiner bequemsten (Kauf-)Hose.

Diese Kombination war auch mit dabei:

Shirt: 113 aus Burda 6/13

Lockere Röcke sind fast so gut wie Jersey, daher habe ich davon auch zwei eingepackt:Koffer Rock
Was tut die Handarbeiterin im Urlaub?Koffer Rock 2Richtig, geerbte Aufribbel-Wolle mit Volumen-Shampoo waschen und dann zu dicken, weichen Wollknäulen wickeln. Rock: Serena aus Ottobre 2/12 (Man beachte bitte die gelungene Farbzusammenstellung aus rotem Deckel, gelber Wolle, blauer Yoga-Matte, grünem Gras und den unverzichtbaren lila-farbenen Plastik-Latschen!)
Hier ist noch ein bisschen Gegend: Koffer Rock u ShirtDer Greifswalder Bodden, einen Tag nach einem Sturm, der das bisschen Wasser, das dort drin ist, auch noch herausgedrückt hat. Der Greifswalder Bodden ist ein El Dorado für Wind- und Kite-Surfer, letztere könnt Ihr im Hintergrund sehen, und eins von Deutschlands schönsten Steh-Revieren, was nichts anderes heißt, als dass man hunderte von Metern ins Wasser waten darf, um ausreichend Wasser unter dem Kiel Bauch zum Schwimmen zu haben. Für Surfer bedeutet das: Wenn man sein Brett nicht mehr an Land fahren kann, schiebt man es halt. (Rock: Norma / Ottobre 5/10, Shirt: Cool Grey / Ottobre 5/12).
Um etwas weniger legeres dabei zu haben, habe ich das Fake-Wickelkleid aus der Burda eingepackt, sowie mein Februar-Shirt, das ich aber nicht getragen habe. Für das Wickelkleid gibt es kein Foto, das war nur einmal mit in Greifswald und dort habe ich keine Fotos gemacht.

Wiebke ist heute Gastgeberin beim MMM. Sie hat einen Multitalent-Overall auf der Koffer-Liste. Was sonst noch mit in den Urlaub darf findet ihr ebenfalls dort.

MMM in Lady Fit von Ottobre

Heute präsentiere ich stolz meine erste selbstgenähte Jeans. Eigenlich ist es eine Cordhose, aber der Schnitt ist die Lady-Fit-Jeans aus der Ottobre 5-2012.Ottobre 5-12-LadyFit

So sieht sie Vorderseite aus,LadyFitRückseiteund so die Rückseite. Nach einem Tag tragen wirft sie Falten unterm Gesäß, aber ich glaube, die sind eher meiner Anatomie geschuldet. Ich habe keine Ahnung, wie die noch zu beseitigen sind. Aber in der Taille sitzt die Hose einwandfrei.

Am Schnitt habe ich zu Hause schon massenhaft angepasst, weil mein Po ziemlich rund ist. Daher ist der Sattel auch höher und die Rückennaht deutlich schräger als im Schnittmuster. Die letzten Änderungen am Formbund habe ich dann auf der AnNäherung mit Hilfe der Mädels gemacht.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Ergebnis, endlich einmal eine Hose, die am Po nicht eine Handbreit absteht! Kraut&KleidGesäßtaschenEin kleines Detail auf den Taschen : zwei K’s für Kraut und Kleid. Was Wrangler kann, kann ich schon lange!

LadyFitSchlitzverarbeitungAm Schlitz habe ich mir einen extra-breiten Untertritt gegönnt, damit der Reißverschluss entlastet wird.

Schnitt: Lady fit  aus Ottobre 5-2012

Stoff: super-stretchiger Cord-Rest von HÜCO

Änderungen: hört bloß auf!

Würde ich den Schnitt nochmal nähen? Auf jeden Fall, er wird noch ein wenig optimiert und dann zum Standart-Schnitt erklärt. Allerdings werde ich beim nächsten Mal die Taschen bis zum Reißverschluss ziehen und die Gürtelschlaufen etwas anders verteilen, das muss ich noch üben.

Mehr tolle Kleidung gibt es auf dem MMM-Blog, heute mit Meike im schicken Schotten-Kleid-

MMM am 5. MeMadeNovember

Ich gönne mir ja momentan einen MeMadeMonat, durchaus auch zum Mitmachen, allerdings poste ich nur dann täglich, wenn ich mich nicht dafür stressen muss. Gestern zum Beispiel konnte ich nur ein Foto machen, zum Bearbeiten und einstellen hatte ich keine Zeit, weil ich mir lieber den Rock von heute genäht habe.

DSC_0285Es handelt sich hier um einen Rock, für den ich zu Wiederholungstäterin werde: Norma aus der Ottobre 5/2010. Zugeschnitten hatte ich eine 38, aber nach dem Anpassen ist es wohl eine 36 geworden. Der Schnitt ist unterhalb des Formbundes relativ stark gerundet, bei meiner eher flachen Hüftlinie habe ich also die Seitennaht gerader gemacht. Ein weiteres Stöffchen liegt hier schon auf Halde für eine weitere Norma.

Bei dieser Patchwork-Norma handelt es sich übrigens um ein Upcycling-Projekt: Der (selbst gesteppte, gepatchte und gefärbte) Stoff war für den ersten Rock zu steif und daher ungeliebt. DSC_1034 (531x800)

Beim neuen Zuschneiden blieb eine Ecke mit schöner Spitze übrig, daher hat diese Norma Taschen.Kleiner Nachtrag von gestern:DSC_0296DSC_0274Der Herbstrock, nach dem selben Schnitt wie der Blümchenrock von vorgestern. So unterschiedlich kann der selbe Schnitt bei zwei Stoffen und und zwei Längen wirken!

Beim heutigen MeMadeMittwoch zeigt Dodo einen tollen Pulli aus einer Burda, von der ich noch gar nichts wusste. Ich schätze, die muss ich gleich haben.

Herbst-Jacken-Sew-Along 2014: Teil 1 Inspirationen und Schnittmuster

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Ich habe einen Mantel für die Übergangszeit und eine Winterjacke, die dringend ersetzt werden müssen. Gerade, als ich mich fragte, wie ich mich am besten dazu motivieren könnte, entdeckte ich den Herbstjacken-sew-Along, den Chrissy und Dreikah netterweise organisieren.
Beim Wintermantel-Sew-Along mit Lucy und Catherine habe ich für mich diesen MantelPatchworkmantel2 (531x800) und für meine Tochter diesen Mantel genäht. Wintermantel 2012Beide wurden viel getragen. Der Tochter-Mantel war vom Anpassen her eine Herausforderung, mein Mantel war eine Puzzlearbeit aus einem alten Mantel und zwei selbstgefilzten Schals.
Für dieses Mal habe ich es leicht: Die Stoffe liegen bereit, Futter und Steppfutter auch, Knöpfe sind im Fundus, also kein gefrickel mit Stoffresten und widerspenstigen Materialien.
Allerdings muss ich mich noch für einen Schnitt entscheiden.
Ersetzt werden müssen dieser Mantel

heißgeliebter Billigmante

heißgeliebter Billigmante

und diese Jacke.

alte Cabanjacke

alte Cabanjacke

Der Mantel ist ein billiges Poly-Teilchen, für das ich bei Strauss vor einigen Jahren 50€ bezahlt habe. Ich wünschte mir sehnlich einen weißen Mantel für die Übergangszeit und dachte, dass er Preis für so etwas Unpraktisches akzeptabel sei. Seither war er in jedem Frühling ein ständiger Begleiter und wurde liebevoll in der Badewanne gewaschen, weil unsere Reinigung dazu neigt, den Velours von Mänteln wegzureinigen (s.u.) Inzwischen ist er abgeschabt, das Futter ist zerschlissen und er wird nicht mehr richtig sauber.
Ich schätze an diesem Mantel die Prinzessnähte, den breiten Streifen in der Mitte und den Verschluss, den man bis oben knöpfen, aber auch aufgeklappt lassen kann. Er sieht an mir übrigens schmaler aus, als auf dem Kleiderbügel.

Die Jacke ist selbstgenäht nach Burda 9/2002. Eigentlich ist es eine Art Kurzmantel, wurde aber im Heft „Caban-Jacke“ genannt. Ich weiß nicht, wann ich sie  genäht habe, aber sicher später als 2002! Sie ist aus einem mittelschweren ,guten Wollvelours. Beim Zuschneiden hatte ich Angst, dass sie zu dünn für brandenburger Winter weden könnte und habe sie mit einem Wattevlies, dass ich in zwei Lagen geteilt hatte, gedoppelt.

Als ich sie nach ihrem 4. Winter in die Reinigung brachte, bekam ich sie mit blanken Stellen an Taschen und Ärmeln zurück, an denen vorher noch Flausch gewesen war. Die Tante in der Reinigung sagte mir dann doch ganz frech, dass das bei der einfachen Qualität zu erwarten sei, und dass die abgeschabten Stellen vom Tragen kämen! Seither wurde die Jacke mit Wollwaschmittel in der Badewanne gewaschen, was ihr hervorragend bekommen ist. Mittlerweile ist sie  zwar noch immer mollig warm und kuschelig, aber der Velours ist an vielen Stellen abgeschabt bis auf das Gewebe und lässt sich auch nicht mehr mit der Drahtbürste aufrauhen.

An dieser Jacke gefällt mir die Länge, die eventuell sogar noch etwas kürzer sein dürfte, so lange der Po bedeckt bleibt, und die leicht kastige Form, unter die noch ein paar dicke Pullis passen.

Als Ersatz für den weißen Mantel habe ich diese Schnitte zur Auswahl:

Ottobre 5 2010

Ottobre 5 2010

Ottobre 5 2010 Mod 11

Ottobre 5 2010 Mod 11

1960s' Coat

Die ersten beiden Bilder sind aus der Ottobre, wobei der ich das mittlere nur drin habe, um die Rückansicht zu zeigen.Mir gefallen der schmale Schnitt und der Riegel am Rücken.

Das dritte Bild ist aus „The Great British Sewing Bee – Sew Your Own Wardrobe“ und mein Favorit. Die Prinzessnähte, die ein bisschen anspruchsvolle Tasche im Abnäher, die Teilungsnaht in der Taille und nicht zuletzt der Verschluss bis zum Hals gefallen mir sehr. Der Mantel wird hier gezeigt mit einem Kragen, der mit dem Futter gedoppelt ist. Er hat am Vorderteil auch keine Besätze, also blitzt das Futter am Halsausschnitt und an den Kanten. Das würde ich nicht so machen, denn der Stoff, den ich für das Futter vorgesehen habe, ist ziemlich grellfarbig.

Für die Jacke habe ich im letzten Jahr extra die Ottobre wegen dieses Schnittes gekauft:

Ottobre 5 2013

Ottobre 5 2013

Mir gefällt der nicht zu große Kragen. Allerdings ist sie nur einreihig, und das finde ich im Winter nicht wirklich warm genug. Burda hatte im Oktober eine Cabanjacke drin,  die ist zwar zweireihig, aber ganz schön tailliert und der Kragen ist mir etwas zu mächtig. Außerdem sind die Ärmel sehr schmal.

Ich tendiere also sehr stark dazu, meine alte Jacke einfach nachzunähen und die Ecken des Kragens nicht abgerundet, sondern spitz zu machen.

Bis nächste Woche muss ich mich entscheiden, dann werden die Stoffe und der Gewinnerschnitt vorgestellt. Zurück geht es zu Chrissy, die mit Karin diesen Sew-Along moderiert. Vielen Dank, ihr beiden.

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DSC_0580 (800x531)Der alte Mantel meiner MutterWintermantel 2012

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MeMadeMärz : Ein Rückblick

Me Made MärzHeute zum letzten Mal ein Einblick vom MeMadeMärz, dieses Mal für eine kleine Rückschau bzw. ein  Resümee. Die drei tapferen Damen, die an diesem Projekt teilgenommen haben, resümieren wie gewohnt auf ihren Blogs.

Bei mir war diese Woche echt die Luft raus, ich habe so gut wie nicht genäht und darum gibt es auch kein Frühlingskleid zum Zeigen. Vor dem MMM habe ich mich auch gedrückt, und die Frühlingspost habe ich nur aufgehängt und mich nicht einmal bei Noz bedankt.

Im Grunde bin ich dem WWW und meinem Blog nicht zu nahe gekommen. Allerdings habe ich MeMade getragen, denn die neuen Sachen aus diesem Monat sind sehr alltagstauglich. Irgendwie hatte ich auch keine Lust, zu meinen Jeans und Fleeceshirts zurückzukehren. Komplett werde ich das wohl auch nicht tun, dieser Monat hat mich ermutigt, mehr Selbstgenähtes zu tragen, was ja irgendwie auch der Plan war. Durch die vielen neuen Sachen, die dazugekommen sind, steht mein Kleiderschrank vor einer großen Aussortier-Orgie, die ich mir während meines Urlaubs in der nächsten Woche gönnen werde. Das Examenskostüm  vom 10. März und 12. September wird dabei seinen Weg in die Altkleidersammlung finden, es hatte seine Zeit und die ist jetzt vorbei.

Verzichten werde ich aber genauso wenig auf Jeans und Shirts, denn sie passen einfach zu meinem Lebensstil. Ich kann mir nicht ernsthaft vorstellen, wie ich  in der Norma Holz hacke oder im Lutterloh-Kleid  auf den Knien liege, und in der Erde herumwühle. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die nächste Jeans selbst genäht wird. Die Zeit, die ich für die Suche nach einem passenden Exemplar verschwende, kann ich – einen passenden Schnitt und Stoff vorrausgesetzt –  sinnvoller an der Nähmaschine verbringen, und mit einem weit befriedigerendem Resultat. Und die Endstation im Lebenszyklus einer Jeans heißt bei mir irgendwann „Gartenhose“.

Ich habe in diesem März mehr genäht, als im gesamten letzten Jahr zusammen: 2 Kleider (das vom ersten März zähle ich dazu, denn es wäre ohne die Aktion nicht genäht worden) (1. u. 26. März), 3 Röcke (13., 20., 28. März) 2 Jacken (6., 9. März) und 3 Shirts (18. – 20. März). Außerdem 2 Kinderjacken. Das ist eine Bilanz, mit der ich zufrieden und auf die ich auch ein bisschen stolz bin. Mein Stofflager ist zwar immer noch gut gefüllt, aber für Neukäufe und neue Pläne gilt habe ich mir eine neue Regel aufgestellt: Die neuen Sachen müssen sich mit den alten kombinieren lassen (das gilt nicht für Kleider, logischerweise). Ettliche der Stoffkäufe aus jüngerer Zeit gehorchen bereits dieser Regel, und für die Erbstücke kann ich sie naturgemäß nur eingeschränkt anwenden.

Ein paar wärmere Stoffe will ich noch vernähen, aber für den Sommer plane ich ein SWAP, ein  „sewing with a plan“, vielleicht sogar als vernetzte Aktion, wie es bereits für die kalte Jahreszeit von Immi, Mema und Pimo organisiert worden ist. Alle diese Einzelstücke brauchen dringend passenden Partner. Ihr seht, ich stecke schon wieder voller neuer Pläne, was das Nähen angeht. Mal sehen, wie weit ich komme. Die Gartensaison beginnt in der nächsten Woche und heute fahre ich nach Berlin, um mich beim Staudenmarkt im Botanischen Garten darauf einzustimmen.