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Kleine Änderungsschneiderei: Erstes Treffen

Herzlich willkommen zum ersten Treffen der  Kleinen Änderungsschneiderei.

Das Thema heute ist:

  • Vorstellung der Schrankleichen
  • Dieses Teil ist doof, weil…
  • Das will ich ändern
  • Ich will etwas ändern, weiß aber nicht wie und was. Hat jemand einen Vorschlag?

Meine Schrankleichen habe ich nach der Wichtigkeit sortiert, also oben steht, was zuerst geändert werden muss. Erfreulicherweise weiß ich schon ganz genau, was zu ändern ist und ich denke auch, ich weiß schon, wie.

 

1.Die Lady-Unfit-Cordhose

Offensichtlich ist diese Hose zu weit und sackt unter dem Gesäß durch.

Der Plan: den Bund abtrennen, an den Seitennähten je 1-2 cm abnähen und die rückwärtige Mittelnaht tiefer ausrunden, um Querfalten loszuwerden ( so wird das zumindest bei Burda beschrieben)

Priorität: Höchste

DSC_07392. Der 1960’s Coat

Mein heiß geliebter Frühlingsmantel hatte von Anfang an   zu enge Ärmel, und das Futter ist gleich beim ersten oder zweiten Tragen ausgerissen.

Der Plan: Ich habe nicht mehr genug Stoff für neue Ärmel, kann aber bei beiden einen Streifen einsetzen, und so eine geteilten Ärmel herstellen. Leider wird der Einsatz auf einer Seite nicht mit dem Strich sein. Die Armlöcher waren schon für den Original-Ärmel zu eng und werden entsprechend erweitert werden müssen. Beim Futter muss ich sehen, was ich da einsetzen und reparieren kann. Priorität: Höchste.

BH-Set Amelie

3. Der Schüpfer aus dem BH-Sew-Along

Diese Unterhose ist zu eng. Keine große Sache: Die Gummis sind bereits abgetrennt, kleine Streifen sind eingesetzt, nur die Gummis müssen neu angenäht werden. Priorität: Mittel bis hoch

 

Burda 12-14-1274.Das Burgfräulein-Kleid

Beim Kleid von der Annäherung 2015 überzeugen mich die Ärmel nicht. Das gepuffte steht mir zu weit in die Höhe, ich komme mir immer irgendwie verkleidet vor und trage das ansonsten gut passende Kleid so gut wie nie.

Der Plan: Im Hofenbitzer-Buch steht eine Anleitung, wie aus einem normalen Ärmel ein Puffärmel wird, diese Schnittänderungen werde ich einfach rückwärtz nähen und sowohl Höhe als auch Weite aus der Armkugel nehmen. Leider müssen dafür 1-2 Overlocknähte und mindestens 3 normale Nähte aufgetrennt werden ): . Priorität: Mittel

MMM 19-9

5.Der Bortenrock

Liegt schon seit einer gefühlten Ewigkeit in einer Box mit Nähprojekten, ich weiß gar nicht, wann ich den das letzte Mal anhatte.

Der Plan: Der Rock muss mindestes eine Handbreit gekürzt werden. Dazu muss der Bund abgetrennt werden, die Falten nach dem noch zu suchenden Schnitt neu gelegt werden und der Bund wieder angenäht werden. Sollte eigentlich recht schnell gehen. Priorität: Mittel

DSC_0244

6. Das Annäherungkleid 2014

Dieses Kleid funktioniert nicht. Erstens ist es zu weit und zweitens ist der Schnitt ein echter Flop. Der Rock beginnt oberhalb der Taille mit einer breiten, spitzen Passe und ein Rockteil mit Kellerfalte wird angesetzt. Diese Kellerfalte (hier ist ein Bild der technischen Zeichnung)  sorgt dafür, dass die Passe optisch zum Oberteil gerechnet wird, so dass der Oberkörper optisch unproportioniert verlängert wird. In der Zeitschrift fiel das nicht auf, da das Model auf einer Treppe steht und von unten nach oben fotografiert wird. Außerdem ist bei diesem Kleid der Ausschnitt langweilig, die Ärmel wirken bider und die Farbe steht mir nicht . Ich habe hier schon vorgearbeitet: Alles aufgetrennt und den Stoff neu gefärbt. Leider ist der Stoff dabei sehr starkt eingelaufen, das Oberteil muss vollständig neu gemacht werden.

nachher

Der Plan:

Die spitze Passe wird beibehalten, die Kellerfalte geschlossen und das Oberteil mit einem Stehkragen mit Revers und einer kleinen Knopfleiste am Vorderteil versehen. Die Ärmel werden schmal, die Länge hängt davon ab, wieviel Stoff ich noch übrig behalte. Ob es Manschetten geben wird, entscheide ich, wenn alles fertig ist. Priorität: Gering

7. Die Kaufhose

Zu dieser Hose, die ich für einen Zehner in einem Restposten-Shop in Paris gekauft habe, gibt es noch kein Bild. Es ist eine schwarze Jeans mit Flock-Print Muster, was wie Grusel-Tapete klingt, aber schick aussieht. Unter dem Gesäß sitzt sie einwandfrei, aber am Rücken steht sie ab, mein ewiges Schicksal bei Kauf-Hosen.

Der Plan: Die Hose vor der Änderung erst einmal einen Tag tragen, damit sie sich weitet. Dann den Bund abtrennen, die überflüssige Weite entweder über die Mittelnaht oder über zwei Äbnäher oberhalb der Taschen regulieren, den Bund anpassen und wieder annähen. Eine unproblematische Änderung, die leider viel Auftrennerei beinhaltet. Priorität: Gering bis Mittel.

Das sollte für die Zeit der Änderungsschneiderei mehr als reichlich sein. Ich fürchte aber, dass ich da noch das eine oder andere Teil vergessen habe.

Aber jetzt seid erst einmal Ihr an der Reihe. Für die Verlinkung habe ich mir folgendes ausgedacht: Ihr könnt Euch über die Kommentare verlinken. Je nachdem, wie ich Zeit habe (heute Vormittag muss ich erst einmal arbeiten, also Geduld) setze ich dann einen Link zu Eurem Post in den Text. Wenn ihr wollt, könnt ihr eine URL von einem Bild, dass ich für den Link verwenden soll, einfügen. ( so ähnlich wie bei Inlinkz). Das Bild zeige ich dann bei mir und mit einem Klick darauf landet man auf Eurem Post. Und bitte an die Rückverlinkung denken, aber das kennen wir ja alle.

(Beispiel: Kommentar: Ich bin mit dabei! Kraut und Kleid. Verwende bitte dieses Bild: https://krautundkleid.files.wordpress.com/2016/01/kleine-nderungsschneiderei-klein.jpg )

So müsste es klappen.

Am 6. Februar geht es hier weiter

  • Erstes Treffen: Samstag, 6. Februar
  • Es geht voran, ich war schon ganz fleißig
  • Hilfe, ich sehe immer mehr Sachen, die geändert werden müssen!

Mit dabei ist

Christine

Nähhörnchen

 

 

 

Weihnachtskleid Sew Along Teil 1

Heute startet das WKSA 2015 mit diesen Themen:

14.11.2015 Teil 1
– Inspiration und Rückblicke auf die Weihnachtsoutfits 2014, 2013, 2012, 2011
– Perfekt, ich weiß genau was ich nähen will und es ist schon alles da. Schnitt, Stoff, Zubehör.
– Oh weh, ich habe noch keine Ahnung und verlasse mich mal auf die Inspiration der Anderen.
– Ich weiß genau welcher Schnitt, aber keine Ahnung was für ein Stoff passt.
– Stoff ist da, aber welchen Schnitt solch ich nur nehmen?

Ich fang mal mit dem Rückblick an, der ist nämlich kurz: Bislang habe ich an einem WKSA teilgenommen, bin aber wegen viel zu viel anderer Projekte schon nach dem 1. Termin ausgestiegen. Das angefangene Kleid (übrigens das gleiche, das Nina sich genäht hatte) habe ich dann bei der ersten Annäherung in Bielefeld fertig genäht und sogar ein Mal getragen. Da hatte ich einen mutigen Tag, das Ding ist nämlich grauenhaft. DSC_0246Wie Nina stört mich der langweilige Ausschnitt. Außerdem ist es obenrum zu weit und zu lang und unten zu kurz. Ich habe nämlich – weil Kurzgröße – das Oberteil um 2cm verlängert und dann den Saum beherzt um eine Handbreit gekürzt.

Die Manschetten sind auch zu weit.

DSC_0244

Die ganzen Proportionen stimmen nicht. DSC_0243Zur Zeit liegt das Kleid in einer Plastik-Box bei den „Projekten“ (was in echt UFO’s bedeutet) und wartet auf einen neuen Ausschnitt und eine neue Farbe, denn das Grün ist mir zu langweilig. Ich tendiere zu einem kräftigen Petrol, mal sehen, wie das Färben klappt. Erst wird alles aufgetrennt, dann gefärbt und dann muss das Kleid noch in einer kleineren Größe neu genäht werden, dieses Mal mit einem Ausschnitt wie bei diesem Kleid: (das rechte, nicht das linke 😉  )Burda 8-14-116 (1)

Aber das ist jetzt nicht dran, sollte zu viel Zeit übrig sein, kann das Kleid ja auch noch für den 1. Feiertag umgearbeitet werden.

Beim diesjährigen WKSA versuche ich , fertig zu werden, die Vorzeichen stehen dafür sehr gut, denn :  Perfekt, ich weiß genau was ich nähen will und es ist schon alles da. Schnitt, Stoff, Zubehör.

Der Stoff, ein lavendelblauer Interlock-Jersey von Thatchers liegt schon eine ganze Weile bei mir. Ich habe ihn damals auf Verdacht gekauft und seither sollte er schon eine ganze Menge Kleider werden: Jurk 27 und das Tina-Kleid, um nur zwei Beispiele zu nennen.

Aber seit ein paar Tagen liegt die neue Burda bei mir im Zimmer und darin ist der perfekte Schnitt: Das Titel-Modell Nr.110! Obendrein ist es ein extra langes Modell, für große Frauen, das sollte passen. Von dem Stoff habe ich mir auch ein Kleid gekauft, daher weiß ich, wie eng das Kleid werden sollte und wie sich der Stoff beim Tragen verhält. Vier Rollen farblich passendes Garn für die Ovi liegen auch schon bereit, nur der RV fehlt noch.

Auf dem MMM-Blog findet das erste Treffen aller anderen WKSA Teilnehmerinnen statt. Nina hat eine tolle Auswahl an Schnitten, aber nein, ich werde mich nicht verführen lassen, auch nicht von den anderen Schnitten, die die Mitnäherinnen vorstellen (Katharina zum Beispiel).

MMM: Warme Jacke

Es ist richtig Herbst geworden, das zeigt das Thermometer genau so deutlich, wie das bunte Laub, das überall von den Bäumen rieselt. Zeit für warme Wolljacken. MMM 4-11-15

Stoff und Schnitt stammen vom holländischen Stoffmarkt vor ein paar Jahren. Die Jacke hing in verschiednen Ausführungen genäht am Stand, ein guter Trick, der das „Haben-Wollen“ bei mir sofort getriggert hat. Ich weiß nicht, wieviele Schnitte und Meter Stoff die Frau damit mehr verkauft hat, bei mir hat es jedefalls prima geklappt. MMM 4-11-15 Jacke geschlossenSo sieht die Jacke bei Leuten, die sich nicht richtig anziehen können, dann im geschlossenen Zustand aus – irgendwie habe ich den vierten Knopf wohl nicht gefunden, kam mir doch gleich so merkwürdig vor … DSC_0209

Beim MeMadeMittwoch ist heute Jeans-Motte-Tag, präsentiert von Sybille vom Büro für schöne Dinge . Meine Jeans ist nur gekauft, und ich trage sie auch nur zufällig, weil sie gut zur Jacke passt. Ander Damen (richtig zugknöpft und so) mit oder ohne Jeans findet ihr dort.

MMM mit Spinat und Burda 10/12 Mod. 108

Heute ist ein arbeitsreicher Tag: erst ein paar Stunden Garten- und Erntearbeit, dann ein paar mehr Stunden Lohnarbeit, und jetzt verarbeite ich die heutige Spinat-Ernte. DSC_0815

Als der offizielle Teil der Tages begann, also nach der Gartenarbeit, habe ich mir Modell 108 aus der Burda 10/12 übergezogen. Ein wunderbar bequemes Kleid, das nicht zu offiziell aussieht, aber trotzdem nicht zu leger ist.Spinat und Burda 10-12-Mod 108 Genäht habe ich es vor nunmehr 3 Jahren und , wie ich finde, viel zu selten an. Ich weiß gar nicht, warum, denn immer wenn ich es anziehe, fühle ich mich wohl darin.

DSC_0814Hier entsteht gerade unser Abendessen: Spinat-Käse-Nudeln.

Rezept gefällig? Dann bitte im nächsten Post nachsehen. (Bis eben hatte ich das Rezept noch hier stehen, aber der MMM geht um selbstgenähte Kleidung und nicht selbstgekochtes Essen 🙂 daher kriegen meine Nudeln einen eigenen Post)

Über dieses Kleid habe ich schon ein paar mal geschrieben, erwähnen will ich hier noch einmal, dass es ziemlich weit ausfällt und ich locker eine Größe kleiner hätte nähen können, als die, die meinen Maßen entsprach.

Jetzt aber schnell zum MMM, der Plattform für selbst benähte Menschen, wo Claudia heute über den MeMadeMay bei Zoe  und über ihr Verhältnis zu Röcken berichtet.

 

12 Tops Challenge: Februar

Ja, ich weiß, es ist schon Mitte März, aber zum Abgabetermin des Februar-Tops war ich verreist und das Top war auch noch nicht fertig. Jetzt ist es aber gerade von der Nähmaschine gehüpft und voilà:12-Top-Challenge Februar2Burda 1/14 Nr. 122.

Als ich den Titel dieser Burda sah, wusste ich sofort, dass der Ringeljersey, den ich im Stoffhaus vom Reste-Tisch gekauft hatte, seine Bestimmung gefunden hatte. Es ist ein dünner Viskosejersey mit Elasthan, nicht so schön zu vernähen und ekelhaft zu trennen! Und trennen durfte ich, um diese Seitennähte hinzukriegen:

12-Top Feb rechts12-Top Feb links

 

 

 

 

 

 

 

Auf Brusthöhe sollen die Streifen nicht zusammentreffen, das liegt an der Kurve des Schnittes. Aber, auch wenn man es nicht sieht, die Ärmelnähte treffen auch fast überall exakt aufeinander. Zuerst wollte ich nicht trennen, aber nach einmal darüber schlafen sagte ich mir, dass ich mich sicher bei jedem Tragen über meine Schlamperei ärgern würde. Jetzt bin ich froh.

Bei einem offiziellen Stoffverbrauch von 1,90m x 150cm haben meine 0,95m x 145cm natürlich bei weitem nicht gereicht, also habe ich knappst zugeschnitten und den einen Ärmel gestückelt, aber die Quer-Teilungsnaht sieht man bei den Ringeln nicht.

  • Schnitt: Burda 1/14 Nr.122
  • Stoff: Viskosejersey mit Elasthan vom örtlichen Dealer
  • Größe: 36
  • Änderungen: Ärmel gekürzt um 6cm, da mit 10cm Überlänge beschrieben

MMM am 5. MeMadeNovember

Ich gönne mir ja momentan einen MeMadeMonat, durchaus auch zum Mitmachen, allerdings poste ich nur dann täglich, wenn ich mich nicht dafür stressen muss. Gestern zum Beispiel konnte ich nur ein Foto machen, zum Bearbeiten und einstellen hatte ich keine Zeit, weil ich mir lieber den Rock von heute genäht habe.

DSC_0285Es handelt sich hier um einen Rock, für den ich zu Wiederholungstäterin werde: Norma aus der Ottobre 5/2010. Zugeschnitten hatte ich eine 38, aber nach dem Anpassen ist es wohl eine 36 geworden. Der Schnitt ist unterhalb des Formbundes relativ stark gerundet, bei meiner eher flachen Hüftlinie habe ich also die Seitennaht gerader gemacht. Ein weiteres Stöffchen liegt hier schon auf Halde für eine weitere Norma.

Bei dieser Patchwork-Norma handelt es sich übrigens um ein Upcycling-Projekt: Der (selbst gesteppte, gepatchte und gefärbte) Stoff war für den ersten Rock zu steif und daher ungeliebt. DSC_1034 (531x800)

Beim neuen Zuschneiden blieb eine Ecke mit schöner Spitze übrig, daher hat diese Norma Taschen.Kleiner Nachtrag von gestern:DSC_0296DSC_0274Der Herbstrock, nach dem selben Schnitt wie der Blümchenrock von vorgestern. So unterschiedlich kann der selbe Schnitt bei zwei Stoffen und und zwei Längen wirken!

Beim heutigen MeMadeMittwoch zeigt Dodo einen tollen Pulli aus einer Burda, von der ich noch gar nichts wusste. Ich schätze, die muss ich gleich haben.

MeMadeNovember: Man gönnt sich ja sonst nichts

1.NovemberNormalerweise ist der Novermber der Monat, den ich am wenigsten mag. In der Regel grau, trist, voller Erkältungen. Weihnachten wirft schon seinen beunruhigenden Schatten voraus – man kann schon anfangen, sich  um Geschenke zu kümmern und, um im Dezember eine besinnliche Zeit zu haben, sich den Stress mit Aufräumen, Organisieren und Vorkochen machen, aber das ist halt noch keine echte Vorfreude. Der Garten ist am absterben, die Beete sind bei mir NIE abgeräumt, wenn es zu kalt für die Gartenarbeit ist, nein, den November mag ich nicht.

Grund genug, etwas lustiges, motivierendes zu machen, zum Beispiel jeden Tag etwas selbst genähtes zu tragen und darüber zu bloggen. Den meisten reicht dazu der MMM, aber ich brauche eine Herausforderung, um ein paar Nähprojekte durchzuziehen. Wer mag, kann sich übrigens bei mir über die Kommentarfunktion verlinken, ich mache mir aber keinen Stress und werde nicht jeden Morgen pünktlich meinen Post einstellen, abends ist dann eher eine Chance dafür.

Heute haben wir unfassbare 19° Spitzentemperatur, an einem 1. November habe ich das noch nie erlebt! Bei meiner Lohnarbeit habe ich daher ein Shirt tragen könnnen. In diesem Sommerurlaub hatte ich die Nähmaschine mit, ja ich weiß, das ist auf einem Campingplatz echt grenzwertig, aber hey, das hat mir echt den Urlaub gerettet, denn an der Hälfte der Tage war das Wetter mies.

Ich habe die Zeit genutzt, und ein paar Sachen geändert, mit deren Passform ich nicht zufrieden war.

Hier ist ein Vorher-Nachher-Vergleich:

DSC_0237

Himbeershirt

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe den Ausschnitt angehoben und das ganze Shirt ca. 4cm enger gemacht. Jetzt sitzt es bedeutend besser, auch wenn ich immer noch aufpassen muss, das das Unterhemd nicht blitzt.DSC_0229

Ich denke, der Schnitt funktioniert bei einem kleinen Busen nicht so gut. Es ist Burda 1/2011 Nr. 129, und ich habe ihn hier und hier bereits beschrieben.

 

Me Made Mittwoch im Punkte-Kleid am 24.9.

Mehr als fünf Monate ist mein letzter Blog-Eintrag her, und nach langer Web-Abstinez melde ich mich zurück mit einem Beitrag zum MMM.

DSC_0138Heute trage ich mein „Letztes Sommerkleid des Jahres“.  Als es vorige Woche noch einmal so warm wurde, wollte ich mir  „ganz schnell mal eben“ noch ein Kleid nähen. Der Stoff lag schon seit einem Jahr bereit, der Schnitt war auch schon vor Monaten ausgeschnitten worden, sollte also kein Problem sein. Irgendwie hatte ich dann aber mehr Arbeit als Zeit, und so wurde das Kleid erst heute morgen fertig.

DSC_0144Es hat einen Tellerrock!

Zu den technischen Details: Das Oberteil ist Burda 6/13 Nr.120, an der Taille abgeschnitten und um einen Tellerrock (eigener Schnitt) ergänzt. Ich habe eine 38 zugeschnitten und an den Seiten 1cm weggenommen. Den angeschnittenen Besatz habe ich abgeschnitten und mit einem Kontraststoff wieder angenäht. Obligatorische Nahttasche rechts, RV links. Weil der Stoff so kräftig rot ist, dass er überall durchschimmert, sind die Besätze und der Oberkragen mit einem festen weißen Baumwollstoff gedoppelt. Damit alles nicht zu steif wird, habe ich die oberste, dünne Stofflage nur mit 180er Vlieseline gedoppelt.

Der Stoff stammt aus dem Stoffhaus , die Knöpfe aus dem Fundus und der RV war mal in einer Hose, bevor die zum Rock wurde.

Das Kleid ist superbequem, allerdings sind die Ärmel ein klitzekleines bisschen suboptimal: Hebt man den Arm, rutscht alles mit. Ich weiß jetzt schon, dass es im nächsten Sommer ein Lieblingsstück werden wird. Irgendwie wusste ich das schon, als ich den Stoff dafür kaufte. Es ist auch seit langem das erste Stück, das ich für mich genäht habe, und mit dem ich vollkommen zufrieden bin. Und obwohl ich eigentlich keine Serientäterin bin (es gibt einfach zu viele tolle Schnitte, die ich nähen möchte), könnte ich bei diesem Kleid schwach werden. Vielleicht würde ich es noch um einen Petticoat ergänzen, ich fürchte aber, dass ich damit in der hiesigen Provinz nicht durchkomme.

Zum Schluss gibt es noch ein paar „Wirbelbilder“, bevor ich Euch zum MMM zurückschicke. Ich freue mich übrigens sehr über die Erweiterung des Teams und bin auch auf die Gast-Vorturnerinnen gespannt. DSC_0146 DSC_0145 DSC_0137 DSC_0136

 

 

Quilting Bee: Tataaa?

Wenn ich mir den Plan des Quilting-Bees ansehe, war gestern folgendes dran:

Es ist geschafft: So sieht mein fertiger Quilt aus und er ist ja so richtig kuschelig! Gemeinsames Jubeln und Geschenk einpacken

Ich kann nicht behaupten, dass ich auch nur annäherungsweise dort angekommen wäre. Allerdings habe ich in den letzten Tagen echt fleißig genäht, und möchte euch meinen Zwischenstand nicht vorenthalten, außerdem sollte Ernchen, die fleißige, eine Gelegenheit haben, ihren bestimmt fertigen Quilt zu zeigen (ich bin echt neugierig).

Ich habe bei diesem Sew-Along eine Menge gelernt:

  1. Für eine Gastgeberin bin ich nicht zuverlässig genug. Nicht nur, dass ich an einigen Terminen zu spät dran war ( heute zum Beispiel), den letzten vor 4 Wochen habe ich ganz geschwänzt und an mein selbstauferlegtes Pensum habe ich mich sowieso nicht gehalten. 6, setzen! Ernchen, ich entschuldige mich bei Dir.
  2. Wenn man an einem solchen Projekt arbeitet, sollten die Unterbrechungen zumindest so kurz sein, dass man sich daran erinnert, was man eigentlich bereits gemacht hat. Nachdem ich einen Tag mit Zuschneiden und kleine Quadrate nähen verbracht hatte, fand ich, als alle Blöcke fertig waren, eine Tüte mit 50 (in Worten: Fünfzig!!! ) bereits fertig genähten halben gelb-blauen Quadraten. Mir fehlen dazu die passenden Worte.
  3. Überhaupt ist es sinnvoll für ein solches Projekt, wenn man zählen kann. Ich habe meine Blöcke mindestens ein halbes Dutzend mal gezählt, und am Ende hatte ich doch einen zu viel. Was sagt die pragmatische Tochter: Besser einen zuviel, als einen zu wenig. Denk doch, wie du dich sonst erst ärgern würdest!
  4. Aus einem Block und einem Computerentwurf allein kann man absolut keinen Eindruck für das fertige Werk ableiten. Ich hatte die ganzen letzten Tage eine Riesenangst, dass alles ganz scheußlich werden würde, ja ich war fast überzeugt davon, aber seht selbst:Blöcke ausgelegt 2

Der überzählige Block wird den schräg rechts darüber ersetzen, denn bei dem sind die Farben etwas matt.

Im Bild sieht man am oberen Rand zwei verschiedene Stoffe , einmal einen dunkelblauen Streifen, dann eine mittelblaue Ecke, da habe ich mit den Stoffen für die Einfassung experimentiert. In echt sieht das dunkle Blau glaube ich besser aus, denn es verleiht dem Quilt einen markanteren Rahmen. Wenn ich mir das Foto ansehe, bin ich allerdings doch etwas verunsichert über meine Entscheidung. Nun, da die einzelnen Blöcke ja nur ausgelegt sind und vor dem Zusammennähen noch wattiert werden müssen, habe ich ja noch genug Zeit für eine Entscheidung. Ob ich das ganze noch bis Weihnachten fertig bekomme, ist die Frage. Zu vieles ist noch vor dem Fest zu erledigen. Zwei Puppenkleider-Aufträge sind heute dran, Kekse sollen noch gebacken werden, damit das Paket an meine Eltern weg kann, und ich will auch noch etwas schmücken. Und dann ist da ja auch noch das Weihnachtkleid, das ich gerne hätte… Und obwohl ich Lucys und Katharinas Aufrufen zu weniger Perfektion an Weihnachten prinzipiell zustimme, glaube ich, dass alles, was ich vorhabe, vielleicht doch noch „zu wuppen“ ist. Ich habe in den letzten Wochen enorm viel vorgearbeitet und meine persönliche Deadline ist der Samstag Abend: was bis dahin nicht geschafft ist, bleibt liegen, und bis dahin gilt: Maximales Pensum tagsüber, nachts 8 Stunden Schlaf und vernünftiges Essen zwischendrin. Außerdem habe ich einen Joker geschenkt bekommen: Meine Cheffin teilte mir zwei unerwartete freie Tage zu! Ich dachte, die Überstunden bleiben bis Januar stehen, wäre auch vollkommen OK gewesen, aber ich habe mich natürlich nicht gewehrt. Hier gibt es noch einmal eine weitere Ansicht vom Quilt , bevor ich mich zum Kekse-backen verabschiede.Blöcke ausgelegt 1

 

MeMadeMittwoch im Restekleid die Zweite

Das Kleid von heute ist letzten Februar entstanden und durfte auch schon einmal zum MMM. Aber so ist das wahre Leben: Kleider die man selber näht, trägt man auch öfter. Hier und hier habe ich es schon beschrieben. Ich bin froh, dass es so warm ist, denn in einem anderen Kleid hätte ich heute noch mehr gefroren. Auf dem Foto komme ich gerade von der Arbeit mit Zwischenstop an der Tanke herein, daher die rote Nase und das Halstuch.DSC_0043

Bevor die Stoffe ein Kleid für mich werden durften, waren sie schon ein Mantelfutter für meine Großmutter (karierter Stoff) und ein Rock für meine Schwester. Bei den Karos passen die Teile irgendwo im Rockbereich deshalb auch nur zu 80% zueinander, aber meine Güte, außer mir und anderen selber nähenden Frauen merkt das sowieso kein Mensch, wenn ich ihn nicht gerade mit der Nase darauf stoße. Wenn ich da an die verschnittenen Karos denke, die man in den Klamottenläden so angeboten kriegt…

Der Schnitt ist burda easy Herbst/Winter 2012 Nr. 5c.

So, und jetzt fix beim MMM vorbeigeschaut, und nachsehen, was die anderen an diesem frostigen Mittwoch so tragen.

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