Archiv der Kategorie: Stricken

Ginkos ’n Roses

Heute grüße ich zum MMM aus dem phantastischen Garten meiner Freundin.

Weil sie gerade keine Zeit zum fotografieren hatte, habe ich ein Natur-Stativ gesucht und gefunden: Kamera in die Astgabel klemmen und hin und her sprinten.

Ich trage heute den Vogue-Trenchcoat, darunter meine Ginko-Norma, eine Strickjacke im Gladiolen-Muster (da sind die ersten Blumen für den heutigen Motto-MMM) und eine neue Bluse:

 

Nr. 120 aus Burda 5/2007. Diese Bluse hatte ich schon bei Brot und Butter im Plan und jetzt ist sie endlich fertig. Ich habe gefühlt Jahre daran genäht, immer in Etappen, und jedes mal, wenn ich sie aus der UFO-Kiste nahm, um daran weiter zu arbeiten, war ich überrascht, wie weit ich doch schon gekommen war, und wie wenig eigentlich noch fehlte. Kennt Ihr so etwas auch? Projekte, an denen eigentlich nur noch wenig fehlt, was sich aber dann doch immer so endlos lange hinzieht, weil es in einem Anlauf doch nicht fertig wird, so dass es wieder in der Kiste landet!(Klick auf Bild macht es groß)

Ich habe die Spitze und die Schleifchen weggelassen, und statt dessen 15 (!) schöne Knöpfe verwendet. Der Blusenstoff mit den Rosen ist eine Ikea-Bettwäsche, aus der ich schon mein Tina-Kleid genäht habe. Die Strickjacke aus dem letzten Herbst-Jäckchen-Knit-Along wurde extra für diesen Stoff gestrickt. Geschlossen sieht sie nicht so gut aus, weil die Ausschnitte nicht so gut zusammenpassen und der oberste Blusenkopf dann blitzt, aber offen bringt sie genau die Wärme, die für dieses Wetter nötig ist.

Ein letztes, verfrorenes Foto und dann geht es zum MMM zurück, der ganz passend zur Jahreszeit unter dem Motto „Blumen“ in allen Farben, Variationen und Formen steht.

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Frühlingsjäckchen-Knit-along 2. Zwischentreffen

Wie sieht er denn aus, der offizielle Plan zum FJKA 2017?

02. April:
Nun ist es ganz offiziell Frühling und dank Zeitumstellung können wir abends lange im Hellen stricken! Oder ist die Stricklust ein wenig ermüdet? Oder habe ich das fertige Jäckchen schon ausgeführt?

Pech, die Verlinkung habe ich um wenige Minuten verpasst! Immerhin kann ich jetzt unterwegs zum Tanzkurs im Auto stricken. An ein fertigs Jäckchen ist im Moment nicht zu denken.

16. April:
Draußen scheint hoffentlich die Frühlingssonne und wir können gut gekleidet beim Osterspaziergang flanieren!

Da mir noch mehrere Zentimeter von Vorder- und Rückenteil fehlen, von Ärmeln ganz zu schweigen, sieht es schlecht aus für einen Osterspaziergang, zumal die Stricknadeln gerade sehr starke Konkurenz durch die Nähmaschine und den Garten bekommen.

Finale der Herzen am 14. Mai

Jepp, schätze mal, das wird mein Termin.

Denn so sieht es hier zur Zeit aus: Nach 10 Stunden Autofahrt als Beifahrerin ist ein Vorderteil fertig, am Rückenteil fehlen noch 7cm oder so, und beim rechten Vorderteil habe ich immerhin das Ärmel-Abnehmen schon beendet. Ich habe kurzfristig zwischen 3/4 und langen Ärmeln geschwankt, aber da die Wolle vermutlich reicht und die fertige Jacke möglicherweise so kratzt, dass Blusen oder Shirts darunter zwingend erforderlich werden, habe ich mich für lange Ärmel entschieden. Ohnehin kann ich 3/4-Ärmeln bei Jacken nicht allzuviel abgewinnen, schließlich ziehe ich eine Strickjacke (besonders aus Wolle) an, weil mir kalt ist, und das schließt die Arme mit ein.

Fröhliches Weiterstricken allen anderen Strickerinnen, und wie weit die anderen sind könnt ihr hier lesen.

 

FJKA 1. Zwischenstand: 10cm dank Tanzturnier

Wer nach dem Beitragstitel denkt, ich habe an einem Tanzturnier teilgenommen und zur Beruhigung meiner Nerven an meinem Frühlingsjäckchen gestrickt, den muss ich leider ettäuschen. Ich tanze zwar gern, aber nur für den Hausgebrauch.

Noch am Samstagmorgen hatte ich nur eben das Bündchen der Jacke fertiggestrickt. Aber dann sind wir nach Limbach-Oberfrohna gefahren. Erinnert ihr euch? Limbach-Oberfrohna, das ist die Stadt, in der 2009 ein betrunkener Autofahrer mit reichlich überhöhter Geschwindigkeit sein Auto in ein Kirchendach lenkte. Der Fahrer überlebte. Ob die Gemeinde außer einem neuen Dach auch noch ein neues, geläutertes Mitglied gewonnen hat, ist der Chronistin nicht bekannt. In früheren Jahrhunderten wäre die Kirche zu einer Wallfahrtstätte inklusive Reliquienenverkauf von Autofahrer beschützenden Dachstuhlspänen geworden. In der heutigen, an Wundern so armen Zeit, in der die Menschen ein Wunder nicht einmal erkennen, wenn es sich vor ihren Augen abspielt, hat die Gemeinde dieses Ereignis nicht PR-Wirksam ausgeschlachtet. (Wir Evangelen können so etwas ohnehin nicht besonders gut) Und so verschwand die Stadt wieder aus den Medien.

In Limbach-Oberfrohna gibt es aber aber auch noch die Tanzschule Köhler-Schimmel. Diese äußerst rührige Tanzschule organisiert regelmäßig Tanzturniere, bei denen der Besucher nicht nur Profitanz vom Feinsten und ein hochprofessionelles Showprogramm von Gruppen der Tanzschule geboten bekommt, nein, man darf und soll selber auch tanzen. Die Veranstaltung ist quasi ein in einen Ball eingebettetes Tanzturnier. Wir fahren seit ein paar Jahren mit unseren Tanzfreunden dorthin und es ist immer wieder ein Genuss.

Und damit wären wir am Ende des Exkurses und beim Stricken angekommen. Nein, natürlich habe ich nicht auf dem Ball gestrickt, selbst ich kenne Grenzen. Aber auf Hin- und Rückfahrt habe ich je eine Reihe Anemonen gestrickt.10 cm klingt natürlich nach nicht viel, und ehrlich gesagt ist es das auch nicht! Aber da ich die beiden Vorderteile und das Rückenteil zusammenstricke (weil ich zu faul für die Naht bin) ist auch nicht eben wenig, und wenn ich das Ganze in Zahlen ausdrücke sind es bei 45 cm Gesamtlänge satte 2/9 oder 22%. Klingt doch schon viel besser, oder?

Knöpfe habe ich auch im Fundus entdeckt:sie sind ein klein wenig spießig, könnten aber zu dem Muster genau den richtigen altmodischen Touch beisteuern. Außerdem passt die Farbe perfekt. Wenn sie mir an der fertigen Jacke nicht gefallen, finde ich andere.

Unsere beiden Vorstrickerinnen fragen, nach was für Anleitungen wir stricken. Also früher habe ich nur nach aktuellen Zeitschriften gestrickt, aus Büchern nie (Internet gab es damals nicht). Ich erinnere mich, dass ich immer umgerechnet habe und die Sachen irgendwie passten, in den 80ern war ja eh alles weit. Nach wie vor rechne ich um oder passe mein Modell an, indem ich eine Größe stricke, die zu meiner Maschenprobe passt.

Als ich dann wieder mit dem Stricken angefangen habe, habe ich diverse Zeitschriften gekauft, vorwiegend die Rebecca, aus denen ich aber außer des Heidijäckchens nicht gestrickt habe. Keine Ahnung, warum, die Modelle gefallen mir nach wie vor. Vielleicht, weil keines zu der vorhandenen Wolle passt, die ich geerbt habe und zuerst verstricken sollte. Oder weil es Reisekäufe ohne ein bestimmtes Projekt waren. Dann habe ich Drops-Garne und die Anleitungen entdeckt. Und irgendwie auch die Gratis-Anleitungen von Junghans Wolle, die aber kein umfangreiches Archiv haben. Wenn einem ein Modell gefällt, sollte man es sofort herunterladen, sonst ist es weg. Nach letzterem habe ich eine Jacke gestrickt, nach Drops-Anleitung eine Jacke und ein Lace-Tuch. Und dann habe ich die Maße von Strickmustern aus Zeitschriften verwendet, um mit Mustern aus meinen Musterbüchern eingene Modelle zu stricken.

Hier Band zwei von dreien

Der erste Versuch ist nicht so gelungen, das müsste ich noch einmal aufmachen.Irgendwie ist das eine Vorderteil größer als das andere, dadurch passt der (eingestrickte) Ärmel nicht richtig hinein.

Dieses Jäckchen ist der zweite Versuch. Mit Luise gemein habe ich, dass ich eine Strickschrift brauche, daher habe ich mein Muster erst einmal übersetzt. (Klick aufs Bild macht es groß)Sylvia und Luise  und alle anderen KA-Teilnehmerinnen zeigen beim Treffen auf dem MMM-Blog ihre mehr oder weniger fertigen Jäckchen.

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Pussy-Hat am Frauentag

Hier im Osten ist heißt der 8. März „Frauentag“. „Früher haben wir immer Fresien im Betrieb bekommen“, erzählte mir einmal eine ältere Kollegin. Als im Westen der Republik Aufgewachsene bekam ich damals große Augen.

Ich begehe den Weltfrauentag heute mit einem nigelnagelneuen Pussy-Hat, schnell gestrickt an den letzten drei Abenden.Dazu trage ich noch zwei weitere Strickstücke, die gänzlich unverbloggt (!) sind , lauter Premieren. Der 1960’s Coat ist ein bereits mehrfach gezeigter Freund. Es liegt halt in der Natur von Jacken und Mänteln, dass man sie quasi in Dauerschleife trägt. Die Lace Stola ist im Sommer gstrickt worden, und im Anschluss zeige ich eine Art Mini-Tutorial für die garstigen Noppen, aus denen sie zum größten Teil besteht. Das Muster „Soft Spring“ von Drops ist natürlich so schön, dass sich die ganze Mühe gelohnt hat, aber das mache ich nie wieder!

Der Pussyhat passt prima zum Innenleben des Mantels und auch zum vor ein paar Wochen während einer Grippe fertiggestellten Herbstjäckchen. Letzteres ist wohl doch ein bisschen zu kurz zur Hose und ich sollte es besser nur zu Kleidern tragen, bei denen dann keine Bauchröllchen blitzen können.

hier kann man das Gladiolenmuster etwas besser erkennen

Bleiben nur noch die Hose und das weiße Shirt zu nennen. Als ich fertig angezogen war, stellte ich fest, dass alles bis auf Unterwäsche und Strümpfe selbst genäht ist, das fühlte sich schon echt gut an!

 

„Schöne Mütze“ sagte eine Kollegin zur Begrüßung. „Das ist keine Mütze, sondern ein politisches Statement“, war meine Antwort. Ein Zeichen gegen Sexismus, böse Präsidenten und der Solidarität mit allen Frauen, denen es in jeglicher Hinsicht schlechter geht, und deren Rechte (im wahrsten Sinne des Wortes) mit Füßen getreten werden.

Aber es ist eben auch eine Mütze, und ich freue mich total, dass etwas, das eigentlich als nicht  ganz ernst gemeintes Kleidungsstück gedacht war, mir so gut steht. Endlich mal ein Mützenschnitt, den ich tragen kann!

Ich habe die Brigitte-schnell-schnell-Anleitung genommen, aber aus Zeitmangel das Rechteck kürzer gestrickt und dann statt die Längs-Kanten unten bzw oben zu verwenden, sie als Seitennähte genommen. Weil ich sehr locker abkette, war es kein Problem, die kurzen Kanten unten zu haben, es dehnt sich alles prima. Im Gegensatz zur Anleiltung liegt die Mütze schön eng am Scheitel an, nur die Öhrchen stehen ab, so gefällt es mir. Es werden mit Sicherheit noch Mützen nach diesem Schnitt mit anderen Farben und anderen Strickmustern folgen.

Beim heutigen MMM kann man jede Menge Pussy-Hats mit den dazugehörigen Gesamtoutfits sehen.

Hier kommt nun das versprochene Mini-Tutorial zu den Noppen:

In der Anleitung steht, dass man mit abwechselnden rechten Maschen und Umschlägen aus der selben Masche 7 Schlaufen von ca. 1cm Länge stricken soll. Wie das mit den dünnen Nadeln und dem dünnen Garn mit einem vertretbaren Aufwand hinbekommen soll, ist mir ein Rätsel. Ich bin bereits an der ersten Test-Noppe verzweifelt. Und dann habe ich mir folgenden Trick ausgedacht:

Um genügend lange Schlaufen zu bekommen, verwende ich eine Hilfsnadel (hier eine Zopfnadel)

Dann fädele ich die sieben Maschen auf eine Büroklammer. Das geht ganz leicht, weil ich sie zwischen den beiden Nadeln durchschieben kann.Das sieht dann so aus.

Auf der Rückreihe kann ich das Maschenbündel mit der Büroklammer (im Bild schwarz nachgezeichnet) etwas aufziehen, so dass ich die Nadel zum links stricken hindurchschieben kann. Der Faden wird durchgezogen und am Ende wird die Büroklammer entfernt.

Noppe fertig

Danke an meinen lieben Mann, der diese Phasen-Fotos im Urlaub gemacht hat.

Ich verabschiede mich in die Nacht und zum MMM.

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FJKA: Vorstellung

Kaum habe ich es geschafft, meine Pläne aufzuschreiben, ist auch schon der nächste Termin des FJKA herangeeilt. Am Freitag habe ich noch schnell meinen Beitrag gepostet, aber schon am Samstag ist die Entscheidung gefallen: Bei strahlendem Sonnenschein und gelb leuchtenden Krokussen auf dem Beet konnte ich ja nur die gelbe Wolle mit dem Anemonen-Muster auswählen.

Krokus

Ich habe mich dann auch gleich vor der Gartenarbeit eine Stunde lang in die Sonne gesetzt und eine Maschenprobe angefangen, die ich gestern fertiggestellt habe.Maschenpobe Dabei habe ich nicht nur ausprobiert, wie ich die Blüten verteilen will, strickschriftim Buch sind sie mir nämlich zu dicht. Vier Maschen und vier Reihen wie unten in der Probe finde ich jedoch zu weit, also habe ich mich für zwei Maschen und zwei Reihen entschieden. Außendem habe ich noch getestet, wie ich die Kanten stricken will. Ich werde die Knopfleisten gleich anstricken, um keine Angst haben zu müssen, dass die Wolle am Ende nicht reichen könnte. Zum Einfassen der Maschenprobe habe ich also rechts und oben kraus-rechte Maschen und unten und links Perlmuster verwendet. An der Seite macht das Perlmuster einen stabileren Eindruck, deshalb nehme ich es für die Knopfleisten, aber unten werde ich den Rand kraus rechts stricken, das sah irgendwie gleichmäßiger aus.

Dann gab es noch eine kleine Mathe-Stunde: Ich habe einen Jackenschnitt herausgesucht bzw aus diversen Schnitten von Drops und aus der Rebecca zusammengestellt und dann die Quadratzentimeterzahl grob überschlagen = knapp 6500 cm^2 bei großzügiger Berechnung.Der EntwurfDann habe ich die Maschenprobe ausgemessen und gewogen. Wenn ich nichts falsch gemacht habe, sollte ich für das Jäckchen ungefähr 166g Wolle brauchen. Ich habe 210g, also wird es reichen. Jetzt muss ich nur noch die Maschenzahl für die Jacke berechnen, die Höhe wird während des Strickens gemessen, dann kann es losgehen.

Luise und Sylvia haben schon ganz viel gestrickt und auch gerechnet. Was sie und die andern stricken und wie weit sie schon sind kann man auf dem MMM-Blog nachlesen.

FJKA – Frühlingsjäckchen 2017

Nachdem ich gerade vor vier Wochen im Bett mit Erkältung mein Herbstjäckchen fertig gestrickt habe, stürze ich mich gleich wieder in ein betreutes Strick-Projekt und nehme teil am Frühlings-Jäckchen-Knit-Along. Heute geht es um Inspirationen, eventuelle Wollauswahl und einen Plan. Pläne finde ich immer gut, und bei Inspirationen darf man einfach mal unrealistisch herumträumen, das ist auch gut.

Wenn ich realistisch an die Sache herangehe, sollte ich als ausgewiesenen Langsam-Strickerin wohl besser das angefangen Alpaka fertigstellen. Es ist ein Re-Knitt einer Jacke, die ich vor einem Jahr verloren habe,

und ich habe auch schon stolze 12 cm von Vorder-und Rückteil (ich stricke beides in einem und teile erst bei den Armlöchern) fertiggestellt. Dann habe ich die Arbeit unterbrochen, um einen dicken Pulli aus dem Rowan-Magazin anzufangen,dsc_0162 bei dem eine Reihe einen halben Zentimeter hoch ist, um einen schnelleren Erfolg zu produzieren. Wenn ich die Jacke wieder aufnehme, ist sie sicher zum Herbst fertig, wenn sie gebraucht wird, bei der Frühlings-Jacke habe ich gewisse Zweifel, ob ich das Projekt im Zeitrahmen bis zum 16. April fertig bekomme.

Aber hey, realistisch sein ist ja so langweilig! Außerdem habe ich das perfekte Muster für eine Frühlingsjacke gefunden. inspiration

Das Magazin habe ich zwar nicht, aber einen passenden Schnitt zu finden und dann zu berechnen ist ja keine große Kunst. Das Muster habe ich auch schon identifiziert, im heiligen Schachenmayr-Lehrbuch von 1939 heißt es „Anemone“ .strickschrift

Ich habe aus den niedergeschriebenen Reihen eine Strickschrift erstellt, und so sieht es gestrickt aus:nadelstarkentest

Für die Wolle hatte ich keine Banderole, daher habe ich verschiedene Nadelstärken getestet, von unten nach oben: 4; 3,5 und 3, und das oberste Maschenbild gefällt mir am besten. Sie  stammt aus dem Fundus meiner Mutter und war bereits einmal verstrickt. (hier wickele ich sie gerade auf) Koffer Rock 2

Das Garn ist ein ziemlich kratziges Mohairgarn, ich hoffe, dass ich die Jacke am Ende auch noch tragen will. Morgen werde ich die Probe einmal auf einer genauen Waage auswiegen, dann kann ich berechnen, wieviele Quadratzentimeter ich aus meinen etwas über 200g Wolle bekomme und den Schnitt entsprechend entwerfen. (soviel zum Thema träumen!)

Ich hätte durchaus auch Lust, eine Hetty zu stricken, für die Mohair-Wolle hat sie mir aber zu viele Löcher. Ich habe aber noch eine hellrosa Drops Love You aus recycling-Baumwolle da, dsc_0160die ich in einem Anfall von geistiger Umnachtung gekauft habe, denn rosa passt eigentlich überhaupt nicht in meinen Kleiderschrank! Aber für eine Hetty würde die gerade reichen und sehr hübsch sein.

Ich denke aber, dass es die gelbe Jacke wird, die Wolle liegt jetzt schon so lange aufbereitet da und eine Verwendung habe ich auch für eine gelbe Jacke.

Danke an Luise und Sylvia, die diesen Knit-Along , dieses Mal auf dem MMM-Blog moderieren. Der HJKA war schon eine so nette Angelegenheit, das wird es in diesem Frühjahr sicher auch lustig werden.

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MMM im Trägerkleid und Heidijäckchen

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Heute trage ich den Trägerrock aus der kleinen Änderungsschneiderei. Es ist ein zum zweiten mal umgearbeitetes Umstandskleid, das bei der letzten Änderung den V-Ausschnitt (selber konstruiert)  und den Rock des Old School Teacher-Kleides aus der Ottobre bekommen hat. Das T-Shirt stammt auch aus diesem Projekt. So sieht alles von hinten aus.

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Übrigens sind sogar meine Kompressions-Strümpfe selber geärbt, die Originalfarbe gefiel mir nicht.mmm-21-9-16-3

Weil es morgens noch kühl war, habe ich mein Heidi-Jäckchen an. mmm-21-9-16-11 Hey, ich stehe ja unter dem Apfelbaum!mmm-21-9-16-13 Einer ist noch dran.

Mit einem Blick in meinen herbstlich-verwilderten Garten verabschiede ich mich zum MMM-Blog, wo Dodo heute einen Knip-Rock mit einem tollen Blumenmuster zeigt. Sie sagt, das ist ihr Abschied von den Blumenmustern im Herbst. mmm-21-9-16-1 Guck mal, Dodo, wie schön es hier noch blüht! Der Herbst ist voller Blumen und Blätter.mmm-21-9-16-23

MeMadeMittwoch: Heidi und Holz vor der Hütt’n

Holleridudödldi diridiri dudeldö!

(Loriot , Die Jodelschule)

Heidijäckchen 1Nach nur eineinhalb Jahren Strickzeit ist mein Heidijäckchen endlich fertig geworden. Obendrein habe ich passend zum alpinen Flair „mächtig Holz vor der Hütt’n“, das wollte ich schon immer mal von mir sagen können. Obwohl hier sicherlich anderes „Holz“ gemeint ist…

Das Jäckchen wurde 2013 beim Heidi-Projekt gestrickt und mir war schnell klar, als ich die fertigen Heidi’s gesehen habe, dass ich auch so eines haben muss. Das Stricken zog sich allerdings ganz schön hin.Heidi 4

Hier noch einmal ein Detail-Bild, damit das Muster besser zu erkennen ist.

Heidi2Der Rock, den ich dazu trage, ist meine erste „Norma“, ein Schnitt aus der Ottobre 5/2010. Der Schnitt ist mir das erste Mal bei einem MMM begenet und ich habe mir damals die Zeitschrift extra dafür bestellt.Heidi3

 

 

 

 

 

So sehr mir die Jacke gefällt, weiß ich doch mit Sicherheit, dass ich so schnell keine Einstrickmuster mehr stricken will. Sogar mit einem Fingerring zum Musterstricken war es eine elende Fummelei, die Fäden in der Fair-Isle-Technik andauernd zu kreuzen. Die Steeks zu stricken war allerdings eine praktische Sache, ich habe sie einfach mit der Nähmaschine abgenäht und dann aufgeschnitten.

  • Jacke:  Modell 22 aus der Rebecca 53 ( Januar-März 2013)
  • Material: Drop Baby merino in türkis, Aldi-Sockenwolle in dunkel-dunkelblau, gelbe und weiße Restwolle
  • Rock: Norma aus der Ottobre 5/2010
  • Material: Tweedartiges Wollgemisch

Beim heutigen MMM zeigt Meike ein tolles groß gemustertes Jersey-Kleid, unbedingt ansehen.

 

 

 

 

 

 

 

Heidi, Meditation und ich

Dass ich mit Lemmingen immer recht spät dran bin, habe ich sicher schon das eine oder andere Mal erwähnt. Strick-Lemminge habe erst recht kaum eine Chance bei mir, weil ich eigentlich nur auf Reisen oder Dienstags Nachmittags eine dreiviertel Stunde Stricken kann, wenn ich da nicht einen Post für den MMM vorbereite.

Entsprechend habe ich das Heidi-Projekt bei Frau Sachenmacherin auch nur verfolgt und zwar bereits im vorletzten Jahr mit einem Heidi-Jäckchen begonnen, aber so richtig weit bin ich erst im letzten Sommerurlaub nach einer eingeschobenen Miette, damit gekommen. Bei meiner Farbauswahl hat mich diese Heidi inspiriert, wobei es dabei eher um die Kompatibilität zur Jeans geht!

Mittlerweile ist das Oberteil fertig, ich habe mit Steeks gestrickt, das ging erfreulich schnell. Die Ärmel sind auch schon fast fertig. Weil ich befürchte, dass die dunkelblaue Wolle nicht ganz reicht, habe ich erst einmal die Blenden angestrickt. Bei der Anprobe war das Ganze sehr knapp. Da ich schon oft gelesen habe, dass Drops Merino beim Waschen ausleiert, habe ich das Oberteil also gewaschen und dann, deutlich länger und weiter geworden, meiner Püppi zum Trocknen angezogen. Vorher habe ich die Puppe aber noch 6cm weiter gestellt. Das war gut, denn die labberige Wolle hat sich beim Trocknen gut zusammen gezogen.Heidi-Oberteil

Heidiärmel

Was hier aussieht, wie ein Babystrampler für ein Baby mit Mini-Beinchen und extralangem Oberkörper sind in Wirklichkeit meine Ärmel, die ich zuerst auf dem Spiel angefangen habe, um beim Bündchen keine Naht oder für den fertigen Ärmel nicht mehr genug Bündchenwolle zu haben. Sie werden jetzt so lang gestrickt, wie die dunkelblaue Wolle reicht, oder bis sie lang genug sind, je nachdem, welcher Fall zuerst eintritt 🙂 .

Meine Schwester hat mir unlängst ein Buch geschenkt:“ Budda räumt auf“. (Nicht dass ich hier im Chaos versinken würde, aber es soll helfen, den Alltag zu „entschlacken“, und das ist immer gut.) Der lächelnde Budda auf dem Cover hat einer (sicher nicht zufällige) deutliche Ähnlichkeit mit Meister Propper. Ich bin noch nicht bis zum Aufräum-Teil vorgedrungen, aber im allgemeinen teil stand etwas über die Bedeutung von Meditation. Besonders hat mich die Idee einer „informellen Übung“ begeistert, bei der man eine simple Tätigkeit mit großer Konzentration ausführt und sich nicht von anderen Gedanken ablenken lässt. Ich kenne das vom Unkraut-Jäten, das bei mir immer einen meditativen Charakter hat. Jetzt habe ich beschlossen, täglich eine kleine Strick-Meditation in meinen Alltag einzubauen. 10 Minuten Zeit ist immer, und dann wird das Heidi-Jäckchen bald fertig. Und wenn ich dann noch nicht genug vom Stricken habe, kann ich ja die vielen Hörbücher hören, die ich extra dafür aus der Bibliothek geholt habe.

MMM und 12-Top-Challenge: Miette

Mit me-made-Lemmingen tue ich mich immer etwas schwer, in der Regel springe ich auf den Zug, wenn er bereits abgefahren ist. Das Schnittmuster für das Tina-Kleid habe ich z.B. erst vor ein paar Monaten gekauft und natürlich noch nicht genäht. Strick-Lemminge haben es noch viel schwerer, denn bei meinem Stricktempo bzw. der wenigen Zeit, die ich dafür zur Verfügung habe, braucht auch das schnellste Modell eine Ewigkeit.

Jetzt aber nenne ich endlich auch eine Miette mein eigen. Gestrickt ist sie aus einem Baumwolle/Leinen/ Viskose-Gemisch, das ich von meiner Schwester geerbt habe. Sie hatte einen Pulli fast fertig gestrickt und beim Zusammennähen gemerkt, dass er ihr nicht gefiel. Ich liebe türkis. Mein angefangenes Heidi-Jäckchen hat die selbe Farbe als Basis. Vermutlich wird es zum Jahr 2020 fertig, es sei denn ich beende es im Rahmen meiner Oberteilschwächen-Bekämpfung bei Constance. Diese Miette ist jedenfalls mein Oberteil für den Monat April und auf der Bahnreise in der letzten Woche bzw. am Wochenende fertig geworden.Miette quer Web

Miette habe ich das erste Mal bei Wiebke gesehen und gleich beschlossen, dass ich auch eine brauche. In meinem Wollvorrat gibt es noch die gleiche Wolle wie oben in Rostbraun, vielleicht verarbeite ich die ja zweifädig, dann geht es schneller und ich kann mich an das Original-Muster halten. Hellgelbe Mohair-Wolle möchte auch eine Miette werden, aber da würde ich gerne ein Lochmuster stricken, mal sehen, ob das etwas wird.Miette Seitlich Web

Zur Miette trage ich noch einen Rock, den ich im Mai 2012 genäht habe. Das Türkis der Jacke passt perfekt zu den türkisen Blumen, und passend zu diesem Rock habe ich sie auch gestrickt.Miette Web

Rock Burda 2/2007, genäht 2012

Mehr Ober- , Zwischen- und Unterteile kann man heute bei Gastmodaratorin Marlene auf dem MMM-Blog bewundern.

Donnerstag:

Jetzt habe ich glatt vergessen, mich mit der 12 Tops Challenge bei Constance zu verlinken. So sieht es in meinem virtuellen Oberteilschrank inzwischen aus:12-top-chalenge ÜbersichtApril

hier kann man weiterlesen:

1960' Coat Schnittbesprechung

1960′ Coat Schnittbesprechung

DSC_0746

MMM im 1960′ Coat