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1 Jahr 10 Outfits – Januar

Bei Constance von Santa Lucia Patterns läuft eine neue Herausforderung:
Nach dem Kampf gegen die Oberteilschwäche, der meinen Schrank um 12 neuen Tops bereichert hat, sollen dieses Jahr 10 neue Komplett-Outfits entstehen, es gibt also 2 Joker, wenn das Näh-Mojo schwächelt oder keine Zeit für das Hobby übrig ist.
Ich habe eine Weile gezögert, mitzumachen, weil ein Outfit für mich eine Kombination oder ein Kleid ist, also deutlich aufwendiger, als ein Top. Aber da ich diverse Kleider im Nähprogramm habe und ja auch Ergänzungsteile zu bereits vorhandenem dazu zählen, will ich versuchen, ein Outfit pro Monat herauszuhauen. Ermutigt hat mich dabei meine Nähstatistik, denn im vergangenen Jahr habe ich fast zwei Kleidungsstücke im Monat produziert, das will ich wieder schaffen.
Januar outfitIm Januar war in Bielefeld Annäherung, und was liegt näher, als das dort entstandene Kleid als Januar-Outfit zu präsentieren? Zumal es für Projekt „Brot und Butter“ ein kleines bisschen zu schick und einen Tick zu eng ist. Genäht habe ich mir Nummer 116 aus der September-Burda 2015. Der Stoff ist ein elastischer Baby-Cord der vom Tauschtisch der 2015er Annäherung stammt (danke Rita). Gutes Zuschnitttetris hat dafür gesorgt, dass ich aus den zweieinhalb Metern zwei Kleider nähen kann, aber Nummer 2 ist noch in der Warteschleife.
Ich habe den Schnitt ausgemessen, bloß gut, und statt meiner üblichen 36 eine 38 zugeschnitten. Dummerweise habe ich nur 1cm Nahtzugabe genommen, ich war so sicher, dass ich alles würde enger nähen müssen. Statt dessen habe ich ungelogen jede Naht mindestens zweimal genäht, ich durfte alles wieder etwas auslassen, damit ich nicht wie eine Presswurst aussah! Also: bei diesem Schnitt sicherheitshalber eine Größe größer zuschneiden und auf keinen Fall mit der Nahtzugabe geizen. Ansonsten näht sich das Kleid ziemlich einfach, glaubt man gar nicht, ist aber so. Januar Outfit rückwIch musste fast nichts anpassen, bis auf die Prinzess-Naht im Rücken beim Armloch, und dabei hat mir Ella, die Königin der Prinzessnähte, geholfen. Vielen Dank, ich hätte vermutlich zuviel weggenommen und dann Probleme mit der Beweglichkeit bekommen.

Januar Outfit 4

Die Ärmel haben eine hohe Armkugel, das ist nicht gerade förderlich für die Bewegungsfreiheit und ich kann die Arme ohne Widerstand vom Stoff nuretwa 90° anheben.

 

Januar Outfit 3

 

Gerade habe ich aber bei Hofenbitzer über Ärmel gelesen, dass man bei dieser Sorte Ärmel im Rücken mehr einhalten muss, als vorne, und dass auch nicht nur die Armkugel eingehalten wird, sondern man bereits ab dem untern Viertel beginnt. Warum steht das bei Burda falsch im Schnitt?! Ich habe das Armloch erweitert, um die Abnäher in der rückwärtigen Prinzessnaht auszugleichen, danach hatte ich mehr Weite hinten, was ich auf die Änderung schob, und habe den Schulterpunkt vorverlegt. Das war vermutlich genau falsch. Ich habe gar keine Lust, jetzt den Ärmel herauszutrennen, den ich mit der Ovi zusammengefasst versäubert habe, aber da ich jetzt weiß, was vermutlich die Passform verbessern würde, werde ich wohl keine Ruhe haben, bis ich es geändert habe. Geht Euch das auch so?
Mit dem weiten Ausschnitt ist das Kleid etwas grenzwertig für den Alltag, aber ich werde es trotzdem tragen, ich denke, das Material gleicht das aus. Wer hätte gedacht, das Babycord so elegant aussehen kann? Auf jeden Fall bin ich so verliebt in diesen Schnitt, dass ich ihn sofort noch einmal aus einem nicht-elastischen Stoff zugeschnitten habe, mit kleinen Veränderungen am Ausschnitt und in der Weite, und reichlich Nahtzugabe in den Seitennähten. Wer weiß, vielleicht wird das mein Februar-Outfit?
Constance hat ihren Joker bereits diesen Monat gezogen, aber sie hat 10 (!!!) Bühnenkostüme genäht, das beeindruckt mich mehr, als das schönste Kleid. Alle anderen Out-Fitter sind bei ihr versammelt.

MMM am 19.1.2016 – Jumper Mary

Beim Treffpunkt für selbstbekleidete Menschen ist heute Dodo Vorturnerin. Sie zeigt einen tollen Mantel und einen Holyburn-Rock, unbedingt anschauen!

Jumper Maryblog
Ich zeige ein „Ich war in Bielefeld-Foto“, das Frau Nahtzugabe am Sonntag von mir gemacht hat. Zu sehen: JH-Bielefeld und der Jumper Mary aus der 1950er Vintage-Burda. Er ist quasi mein Abschluss-Oberteil aus der 12-Top-Challenge und erst letzten Mittwoch fertig geworden. Ein echtes Upcycling-Stück, denn in seinem ersten Leben war er dieses Kleid.DSC_0238

Und weil das absolut nicht genug Stoff hatte, habe ich den Jumper mit einem Strickstoff-Rest um diese Passe und die kleinen seitlichen Keile ergänzt.

Mary2

Das Zuschnitt-Tetris hat länger gedauert, als die ganze Näherei, und das, obwohl ich die Seitennähte geheftet habe, weil die Ovi partout die Stofflagen gegeneinander verschieben wollte. Ich sollte meinen Nähmaschinen-Händler fragen, ob ich immer noch Anspruch auf die Einführung mit der Ovi habe!
Noch ein Foto, wie in der Zeitschrift mit Blick über die Schulter:

Mary3

Die Hose, die ich trage ist die Lady Fit aus der Ottobre. Und weil sie im Grunde eine „Lady total nicht fit“ ist, wie dieses Foto nach zwei Tagen tragen unschwer beweist,Mary1

kommt sie ab Samstag in die „Kleine Änderungsschneiderei“,

Kleine Änderungsschneiderei klein für die ich an dieser Stelle auch noch einmal Werbung machen möchte.

Zurück zum MMM, wo sich wieder gut gekleidete Damen mit ihren neuen und älteren Sachen eingefunden haben.

12-Top-Challenge: Juni-Top im Juli

Eigentlich wollte ich heute zwei Tops zeigen, Juni und Juli, weil ich im Juni einfach nicht fertig geworden bin. Aber auch diesen Monat ist der Wurm bzw. das Fremd-Nähen drin und so ist mein Juli-Top zwar zugeschnitten, aber immer noch nicht genäht. Also gibt es nur ein Top zu sehen und ich hinke halt noch eine Weile hinterher.

12-Top-Challenge JuniMein Oberteil ist ein UFO aus dem vorletzten Jahr. Der Schnitt ist Burda 5/2009 Nr. 115, eine Tunika mit zwei Quetschfalten über der Brust an der vorderen Passe. Die Falten machen den Schnitt maximal bis Cup B geeignet, ab dann trägt er ziemlich auf. Er hat über der Hose getragen ohnehin gewisse „Walle-Walle“-Qualitäten und beim Nähen habe ich mich einige Male gefragt, ob und was um alles in der Welt ich mir bei der Auswahl gedacht habe.

Fertig gefällt mir das Teil aber sehr gut, es ist bequem und luftig, was nicht zuzletzt am verwendeten Stoff liegt: eine Viskose, die im ersten Leben ein knöchellanger Wickelrock war. Wie bescheiden sich Viskose verarbeiten lässt, hat Lucy in ihrem ausführlichen Post beschrieben, ich sage nur „wabbel-flutsch“.

12-Top-Challenge Juni 2Die Bluse passt auch gut in einen engen Rock (wobei ein weißer Bleistift-Rock mir besser gefallen würde, hab ich aber nicht).

Der Ausschnitt ist sehr halsfern, das sieht man im Heft aber nicht. Auf dem einen Bild hat das Modell einen Schal um und auf dem zweiten verbirgt die Haltung geschickt die Schnittführung. Deshalb habe ich mit großer Mühe und Sorgfalt einen meiner alten normalen Reißverschlüsse völlig überflüssig  eingesetzt, ich komme selbst mit voller Kriegsbemalung mühelos durch den Halsausschnitt hindurch.DSC_1264Bei unserer netten Gastgeberin Constanze versammeln sich die andern Teilnehmerinnen im Kampf gegen  die Oberteilschwäche. Ohne diese Motivation würde ich sicher nicht so viele selbst genähte Oberteile besitzen.

Und hier folg noch die Übersicht:12-top-chalenge Übersicht Juni

Me Made Mittwoch: Ich packe meinen Koffer

Heute ist das Thema beim MMM die Urlaubsgarderobe.
Mein Koffer ist schon fast wieder ausgepackt, wetterbedingt haben wir unseren Ostsee-Urlaub abgebrochen. Warum an der Küste auf dem Campingplatz frieren, wenn zu Hause nicht nur aller Komfort sondern obendrein besseres Wetter und vor allem 4°C mehr Wärme warten?
Daher gibt es heute keine Einpack-Liste sondern bereits die Urlaubsfotos.

Urlaub auf dem Campingplatz stellt eigentlich kaum Ansprüche an die Kleidung: Bequem muss sie sein, unempfindlich und möglichst schnell trocknend. Also Jerseykleider, T-Shirts und Jogginghosen. Leider besitze ich von alledem nur das Mittlere, allerdings unter anderem dank Constance von Santa Lucia Patterns und ihrer 12-Top-Challenge schon so einige.

Die Shirts durften auch gesammelt mit reisen.Koffer Shirt
Hier ein Shirt (Ottobre) mit meiner bequemsten (Kauf-)Hose.

Diese Kombination war auch mit dabei:

Shirt: 113 aus Burda 6/13

Lockere Röcke sind fast so gut wie Jersey, daher habe ich davon auch zwei eingepackt:Koffer Rock
Was tut die Handarbeiterin im Urlaub?Koffer Rock 2Richtig, geerbte Aufribbel-Wolle mit Volumen-Shampoo waschen und dann zu dicken, weichen Wollknäulen wickeln. Rock: Serena aus Ottobre 2/12 (Man beachte bitte die gelungene Farbzusammenstellung aus rotem Deckel, gelber Wolle, blauer Yoga-Matte, grünem Gras und den unverzichtbaren lila-farbenen Plastik-Latschen!)
Hier ist noch ein bisschen Gegend: Koffer Rock u ShirtDer Greifswalder Bodden, einen Tag nach einem Sturm, der das bisschen Wasser, das dort drin ist, auch noch herausgedrückt hat. Der Greifswalder Bodden ist ein El Dorado für Wind- und Kite-Surfer, letztere könnt Ihr im Hintergrund sehen, und eins von Deutschlands schönsten Steh-Revieren, was nichts anderes heißt, als dass man hunderte von Metern ins Wasser waten darf, um ausreichend Wasser unter dem Kiel Bauch zum Schwimmen zu haben. Für Surfer bedeutet das: Wenn man sein Brett nicht mehr an Land fahren kann, schiebt man es halt. (Rock: Norma / Ottobre 5/10, Shirt: Cool Grey / Ottobre 5/12).
Um etwas weniger legeres dabei zu haben, habe ich das Fake-Wickelkleid aus der Burda eingepackt, sowie mein Februar-Shirt, das ich aber nicht getragen habe. Für das Wickelkleid gibt es kein Foto, das war nur einmal mit in Greifswald und dort habe ich keine Fotos gemacht.

Wiebke ist heute Gastgeberin beim MMM. Sie hat einen Multitalent-Overall auf der Koffer-Liste. Was sonst noch mit in den Urlaub darf findet ihr ebenfalls dort.

Konfirmationskleid

Am Sonntag war Konfirmation im Hause Kraut und Kleid, und natürlich brauchten wie, also die Konfirmandin und ich etwas Neues zum Anziehen. Das Kleid für die Tochter hatte ich schon zu Sylvester genäht, und zwar das Prom-Dress aus dem ersten The Great British Sewing Bee -Buch. Einzige Abwandelung: Der Rock ist einfach angekraust.

Ich habe für den Schnitt die Vorlage mit 1cm Karos vergrößert, mit der Malerfolie aus dem Baumarkt auf der Schneidematte, die ja 1cm Karos aufgedruckt hat, ging das mindestens genau so schnell, wie das Auskopieren eines Schnittes.Burda 8-14-116 (1)

Der Stoff für mein Kleid stammt von Tauschtisch bei der Annäherung, und ich bin Mema zutiefst dankbar, dass sie mir so zugeraten hat, ihn mitzunehmen. Gedoppelt ist die Spitze mit dem Baumwollstetch-Satin, der mir aus Verl mitgebracht wurde, danke nochmals für die Botenfahrt. Den Schnitt habe ich auch auf der Annäherung zum ersten Mal gesehen, Rita hat ihr Stoffwechselkleid getragen, und ich war begeistert von dem Schnitt, den ich in der Burda überhaupt nicht wahrgenommen hatte. Es gibt von dem Schnitt sogar eine Spitzenkleid-Version, aber ich fand , dass sie wie Omma-Gardine aussieht und habe sie nicht weiter beachtet. Ich hatte nur 1,05 x 1,30m zur Verfügung, daher habe ich kurze Ärmel ohne Teilungsnaht mit einer kleinen Falte auf der Schulter gearbeitet. Um Stoff zu sparen, habe ich außerdem die Zugabe beim Spitzenstoff auf einen knappen Zentimeter verschnmälert, der BW-Satin hat die vollen 1,5cm, die ich mir immer gönne. Beides wird doppellagig vernäht, und das ist mein Glück, denn der Stickerei-Organza piekst, und so verschwindet die Kante in der Nahtzuzgabe und ich muss nur bei den Ärmeln leiden. Weil ich an den Seiten also keinen Spielraum für mehr Weite hatte, habe ich die Brustabhäher intuitiv nur geheftet, um dort nötigenfalls noch etwas Weite herauszuholen.

Das war auch genau richtig, denn bei der Anprobe war das Vorderteil zu eng und unter der Brust tütig. Jetzt sind die Abnäher statt 6cm nur noch 2cm tief und das Kleid sitzt zwar etwas locker, aber für Feste, auf denen man sich nur mit Essen vollstopft, ist das genau richtig. In der Länge habe ich beim Oberteil meine üblichen 2-2,5cm zugegeben, genäht habe ich eine Größe 36.

Natürlich konnte ich nicht wirklich auf die Musterverteilung achten, dafür hatte ich einfach zu wenig Stoff. Trotzdem hat es ganz gut geklappt, die Blüten sind nicht allzuschlimm versetzt. Mein kritisches Auge ist jedenfall bereit, darüber hinweg zu sehen.

Der Schnitt ist auf jeden Fall eine echte Entdeckung, und ich kann mir vorstellen, auch noch einmal eine warme Version für den Winter zu nähen. Die Ausschnittvariante gefällt mir ebenfalls sehr gut, möglicherweise nehme ich die, um mein verhunztes Kleid aus der Annäherung 2014 zu retten.Burda 8-14-116 B

Hier noch mal ein Bild, dieses mal etwas besser beleuchtet.

12 Tops Challenge: Februar

Ja, ich weiß, es ist schon Mitte März, aber zum Abgabetermin des Februar-Tops war ich verreist und das Top war auch noch nicht fertig. Jetzt ist es aber gerade von der Nähmaschine gehüpft und voilà:12-Top-Challenge Februar2Burda 1/14 Nr. 122.

Als ich den Titel dieser Burda sah, wusste ich sofort, dass der Ringeljersey, den ich im Stoffhaus vom Reste-Tisch gekauft hatte, seine Bestimmung gefunden hatte. Es ist ein dünner Viskosejersey mit Elasthan, nicht so schön zu vernähen und ekelhaft zu trennen! Und trennen durfte ich, um diese Seitennähte hinzukriegen:

12-Top Feb rechts12-Top Feb links

 

 

 

 

 

 

 

Auf Brusthöhe sollen die Streifen nicht zusammentreffen, das liegt an der Kurve des Schnittes. Aber, auch wenn man es nicht sieht, die Ärmelnähte treffen auch fast überall exakt aufeinander. Zuerst wollte ich nicht trennen, aber nach einmal darüber schlafen sagte ich mir, dass ich mich sicher bei jedem Tragen über meine Schlamperei ärgern würde. Jetzt bin ich froh.

Bei einem offiziellen Stoffverbrauch von 1,90m x 150cm haben meine 0,95m x 145cm natürlich bei weitem nicht gereicht, also habe ich knappst zugeschnitten und den einen Ärmel gestückelt, aber die Quer-Teilungsnaht sieht man bei den Ringeln nicht.

  • Schnitt: Burda 1/14 Nr.122
  • Stoff: Viskosejersey mit Elasthan vom örtlichen Dealer
  • Größe: 36
  • Änderungen: Ärmel gekürzt um 6cm, da mit 10cm Überlänge beschrieben

MMM am 5. MeMadeNovember

Ich gönne mir ja momentan einen MeMadeMonat, durchaus auch zum Mitmachen, allerdings poste ich nur dann täglich, wenn ich mich nicht dafür stressen muss. Gestern zum Beispiel konnte ich nur ein Foto machen, zum Bearbeiten und einstellen hatte ich keine Zeit, weil ich mir lieber den Rock von heute genäht habe.

DSC_0285Es handelt sich hier um einen Rock, für den ich zu Wiederholungstäterin werde: Norma aus der Ottobre 5/2010. Zugeschnitten hatte ich eine 38, aber nach dem Anpassen ist es wohl eine 36 geworden. Der Schnitt ist unterhalb des Formbundes relativ stark gerundet, bei meiner eher flachen Hüftlinie habe ich also die Seitennaht gerader gemacht. Ein weiteres Stöffchen liegt hier schon auf Halde für eine weitere Norma.

Bei dieser Patchwork-Norma handelt es sich übrigens um ein Upcycling-Projekt: Der (selbst gesteppte, gepatchte und gefärbte) Stoff war für den ersten Rock zu steif und daher ungeliebt. DSC_1034 (531x800)

Beim neuen Zuschneiden blieb eine Ecke mit schöner Spitze übrig, daher hat diese Norma Taschen.Kleiner Nachtrag von gestern:DSC_0296DSC_0274Der Herbstrock, nach dem selben Schnitt wie der Blümchenrock von vorgestern. So unterschiedlich kann der selbe Schnitt bei zwei Stoffen und und zwei Längen wirken!

Beim heutigen MeMadeMittwoch zeigt Dodo einen tollen Pulli aus einer Burda, von der ich noch gar nichts wusste. Ich schätze, die muss ich gleich haben.

MeMadeNovember: Man gönnt sich ja sonst nichts

1.NovemberNormalerweise ist der Novermber der Monat, den ich am wenigsten mag. In der Regel grau, trist, voller Erkältungen. Weihnachten wirft schon seinen beunruhigenden Schatten voraus – man kann schon anfangen, sich  um Geschenke zu kümmern und, um im Dezember eine besinnliche Zeit zu haben, sich den Stress mit Aufräumen, Organisieren und Vorkochen machen, aber das ist halt noch keine echte Vorfreude. Der Garten ist am absterben, die Beete sind bei mir NIE abgeräumt, wenn es zu kalt für die Gartenarbeit ist, nein, den November mag ich nicht.

Grund genug, etwas lustiges, motivierendes zu machen, zum Beispiel jeden Tag etwas selbst genähtes zu tragen und darüber zu bloggen. Den meisten reicht dazu der MMM, aber ich brauche eine Herausforderung, um ein paar Nähprojekte durchzuziehen. Wer mag, kann sich übrigens bei mir über die Kommentarfunktion verlinken, ich mache mir aber keinen Stress und werde nicht jeden Morgen pünktlich meinen Post einstellen, abends ist dann eher eine Chance dafür.

Heute haben wir unfassbare 19° Spitzentemperatur, an einem 1. November habe ich das noch nie erlebt! Bei meiner Lohnarbeit habe ich daher ein Shirt tragen könnnen. In diesem Sommerurlaub hatte ich die Nähmaschine mit, ja ich weiß, das ist auf einem Campingplatz echt grenzwertig, aber hey, das hat mir echt den Urlaub gerettet, denn an der Hälfte der Tage war das Wetter mies.

Ich habe die Zeit genutzt, und ein paar Sachen geändert, mit deren Passform ich nicht zufrieden war.

Hier ist ein Vorher-Nachher-Vergleich:

DSC_0237

Himbeershirt

 

 

 

 

 

 

 

 

Ich habe den Ausschnitt angehoben und das ganze Shirt ca. 4cm enger gemacht. Jetzt sitzt es bedeutend besser, auch wenn ich immer noch aufpassen muss, das das Unterhemd nicht blitzt.DSC_0229

Ich denke, der Schnitt funktioniert bei einem kleinen Busen nicht so gut. Es ist Burda 1/2011 Nr. 129, und ich habe ihn hier und hier bereits beschrieben.

 

Herbst-Jacken-Sew-Along 2014: Teil 1 Inspirationen und Schnittmuster

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Ich habe einen Mantel für die Übergangszeit und eine Winterjacke, die dringend ersetzt werden müssen. Gerade, als ich mich fragte, wie ich mich am besten dazu motivieren könnte, entdeckte ich den Herbstjacken-sew-Along, den Chrissy und Dreikah netterweise organisieren.
Beim Wintermantel-Sew-Along mit Lucy und Catherine habe ich für mich diesen MantelPatchworkmantel2 (531x800) und für meine Tochter diesen Mantel genäht. Wintermantel 2012Beide wurden viel getragen. Der Tochter-Mantel war vom Anpassen her eine Herausforderung, mein Mantel war eine Puzzlearbeit aus einem alten Mantel und zwei selbstgefilzten Schals.
Für dieses Mal habe ich es leicht: Die Stoffe liegen bereit, Futter und Steppfutter auch, Knöpfe sind im Fundus, also kein gefrickel mit Stoffresten und widerspenstigen Materialien.
Allerdings muss ich mich noch für einen Schnitt entscheiden.
Ersetzt werden müssen dieser Mantel

heißgeliebter Billigmante

heißgeliebter Billigmante

und diese Jacke.

alte Cabanjacke

alte Cabanjacke

Der Mantel ist ein billiges Poly-Teilchen, für das ich bei Strauss vor einigen Jahren 50€ bezahlt habe. Ich wünschte mir sehnlich einen weißen Mantel für die Übergangszeit und dachte, dass er Preis für so etwas Unpraktisches akzeptabel sei. Seither war er in jedem Frühling ein ständiger Begleiter und wurde liebevoll in der Badewanne gewaschen, weil unsere Reinigung dazu neigt, den Velours von Mänteln wegzureinigen (s.u.) Inzwischen ist er abgeschabt, das Futter ist zerschlissen und er wird nicht mehr richtig sauber.
Ich schätze an diesem Mantel die Prinzessnähte, den breiten Streifen in der Mitte und den Verschluss, den man bis oben knöpfen, aber auch aufgeklappt lassen kann. Er sieht an mir übrigens schmaler aus, als auf dem Kleiderbügel.

Die Jacke ist selbstgenäht nach Burda 9/2002. Eigentlich ist es eine Art Kurzmantel, wurde aber im Heft „Caban-Jacke“ genannt. Ich weiß nicht, wann ich sie  genäht habe, aber sicher später als 2002! Sie ist aus einem mittelschweren ,guten Wollvelours. Beim Zuschneiden hatte ich Angst, dass sie zu dünn für brandenburger Winter weden könnte und habe sie mit einem Wattevlies, dass ich in zwei Lagen geteilt hatte, gedoppelt.

Als ich sie nach ihrem 4. Winter in die Reinigung brachte, bekam ich sie mit blanken Stellen an Taschen und Ärmeln zurück, an denen vorher noch Flausch gewesen war. Die Tante in der Reinigung sagte mir dann doch ganz frech, dass das bei der einfachen Qualität zu erwarten sei, und dass die abgeschabten Stellen vom Tragen kämen! Seither wurde die Jacke mit Wollwaschmittel in der Badewanne gewaschen, was ihr hervorragend bekommen ist. Mittlerweile ist sie  zwar noch immer mollig warm und kuschelig, aber der Velours ist an vielen Stellen abgeschabt bis auf das Gewebe und lässt sich auch nicht mehr mit der Drahtbürste aufrauhen.

An dieser Jacke gefällt mir die Länge, die eventuell sogar noch etwas kürzer sein dürfte, so lange der Po bedeckt bleibt, und die leicht kastige Form, unter die noch ein paar dicke Pullis passen.

Als Ersatz für den weißen Mantel habe ich diese Schnitte zur Auswahl:

Ottobre 5 2010

Ottobre 5 2010

Ottobre 5 2010 Mod 11

Ottobre 5 2010 Mod 11

1960s' Coat

Die ersten beiden Bilder sind aus der Ottobre, wobei der ich das mittlere nur drin habe, um die Rückansicht zu zeigen.Mir gefallen der schmale Schnitt und der Riegel am Rücken.

Das dritte Bild ist aus „The Great British Sewing Bee – Sew Your Own Wardrobe“ und mein Favorit. Die Prinzessnähte, die ein bisschen anspruchsvolle Tasche im Abnäher, die Teilungsnaht in der Taille und nicht zuletzt der Verschluss bis zum Hals gefallen mir sehr. Der Mantel wird hier gezeigt mit einem Kragen, der mit dem Futter gedoppelt ist. Er hat am Vorderteil auch keine Besätze, also blitzt das Futter am Halsausschnitt und an den Kanten. Das würde ich nicht so machen, denn der Stoff, den ich für das Futter vorgesehen habe, ist ziemlich grellfarbig.

Für die Jacke habe ich im letzten Jahr extra die Ottobre wegen dieses Schnittes gekauft:

Ottobre 5 2013

Ottobre 5 2013

Mir gefällt der nicht zu große Kragen. Allerdings ist sie nur einreihig, und das finde ich im Winter nicht wirklich warm genug. Burda hatte im Oktober eine Cabanjacke drin,  die ist zwar zweireihig, aber ganz schön tailliert und der Kragen ist mir etwas zu mächtig. Außerdem sind die Ärmel sehr schmal.

Ich tendiere also sehr stark dazu, meine alte Jacke einfach nachzunähen und die Ecken des Kragens nicht abgerundet, sondern spitz zu machen.

Bis nächste Woche muss ich mich entscheiden, dann werden die Stoffe und der Gewinnerschnitt vorgestellt. Zurück geht es zu Chrissy, die mit Karin diesen Sew-Along moderiert. Vielen Dank, ihr beiden.

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DSC_0580 (800x531)Der alte Mantel meiner MutterWintermantel 2012

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MeMadeMittwoch im Restekleid die Zweite

Das Kleid von heute ist letzten Februar entstanden und durfte auch schon einmal zum MMM. Aber so ist das wahre Leben: Kleider die man selber näht, trägt man auch öfter. Hier und hier habe ich es schon beschrieben. Ich bin froh, dass es so warm ist, denn in einem anderen Kleid hätte ich heute noch mehr gefroren. Auf dem Foto komme ich gerade von der Arbeit mit Zwischenstop an der Tanke herein, daher die rote Nase und das Halstuch.DSC_0043

Bevor die Stoffe ein Kleid für mich werden durften, waren sie schon ein Mantelfutter für meine Großmutter (karierter Stoff) und ein Rock für meine Schwester. Bei den Karos passen die Teile irgendwo im Rockbereich deshalb auch nur zu 80% zueinander, aber meine Güte, außer mir und anderen selber nähenden Frauen merkt das sowieso kein Mensch, wenn ich ihn nicht gerade mit der Nase darauf stoße. Wenn ich da an die verschnittenen Karos denke, die man in den Klamottenläden so angeboten kriegt…

Der Schnitt ist burda easy Herbst/Winter 2012 Nr. 5c.

So, und jetzt fix beim MMM vorbeigeschaut, und nachsehen, was die anderen an diesem frostigen Mittwoch so tragen.

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