Lutterloh – oh-oh

Nachdem ich in ettlichen Blogs über Lutterloh-Schnitte gelesen hatte, war mir klar: Wer Vintage nähen will, kommt um Lutterloh nicht herum. Jetzt bin ich ja nicht so die Vintage-Näherin, aber die Mode aus den späten 40gern bzw. aus den 50gern des letzten Jahrhunderts hat  so etwas weibliches, ohne unbequem oder unpraktisch zu sein. Und da ich ja ein Exemplar des „Golden Schnitts“ mein Eigen nenne, musste daraus ja auch etwas genäht werden.DSC_0563 (800x531)

(Abbildung: Lutterloh, Der Goldene Schnitt)

Das Kleid ganz links sollte es werden, ein „Bürokittel“, aber natürlich nicht einfach so, sondern mit dem Kragen des Kleides ganz rechts.

Den Stoff hatte ich nach langer Suche im Sommer im Karstadt auf der Wilmersdorfer in Berlin entdeckt, die Knöpfe stammen  aus dem Urlaub.

DSC_0561 (800x531)Das hier ist eine Polyester-Viskose, leicht elastisch und 100% bügelfrei.

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Wer schon mal mit Lutterloh genäht hat, weiß, dass man aus einem mikroskopisch kleinen Bildchen mit Hilfe eines speziellen Maßbandes einen makroskopischen Originalschnitt herstellen muss. Ich hatte mir dafür Folie aus dem Baumarkt und die Unterstützung der Damen Gilewska, burda und Sabrina besorgt.Der erste Versuch eines Seitenteils sah definitiv  aus wie etwas, das nie ein Kleid werden würde. Nachdem ich an einigne Linien herumgekritzelt hatte, las ich in der Anleitung zum Goldenen Schnitt: Es empfielt sich, die Skala mit Maßband auf eine 2 cm breite und 110 cm lange dünne Holzleiste zu befestigen, das Auszeichnen mit einem Stab ist viel genauer als mit dem leicht beweglichen Maßband. Aaahhh!DSC_0567 (800x531)

Neuer Versuch mit dem Metalllineal: Ja, die blaue Linie sieht wesentlich besser aus. Merke: Wer die Nebensätze vorher liest, ist klar im Vorteil!

Baumartkfolie ist preiswert und kann mit Tesa zusammengeklebt werden.1.Anprobe:DSC_0569 (800x531)Hier unterlief mir der erste Fehler: Ich dachte, die Taille sitzt zu hoch und habe sie tiefer gelegt. Hätte ich mir sparen können. Die Schultern waren zu breit, das sah man aber erst am Original richtig. Und alles war ca. 8cm zu weit. Der Rest sah aber schon gut nach Kleid aus.

Bei Kragen macht man es keine Experimente (zumindest ich nicht). Der Tag war mittlerweile schon weit fortgeschritten und ich entschloss mich zum Mogeln: Aus der Sabrina nahm ich den Kragen + Halsausschnitt + Ärmelausschnitt des Blümchenkleids, die sind genäht und für gut befunden.

Reverskragen statt Hemdblusenkragen – kein angeschnittener Besatz zum Umklappen sondern ein extra Schnittteil.DSC_0574 (800x531)https://krautundkleid.com/2014/04/02/memademittwoch-mit-zwergmannchenjacke/

Das hier stimmt hinten und vorne nicht:DSC_0576 (800x531)

 

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Schon besser.DSC_0575 (800x531)Noch die Armausschnitte anpassen:

Zuschneiden und nähen:DSC_0578 (800x531)Weiter gehts demnächst in diesem Kino.

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