Mirabell und die Streifen des Schreckens

Am Samstag ist bei uns im Dorf der Blitz eingeschlagen. Also: Kein Festnetz, kein Internet, kein Blog. Die Telekom war zwar fix und hat bis Mittwoch alles repariert, aber so richtig geht das ganze doch noch nicht.  Nach einem Testlauf mittags, bei dem alles funktionierte, war abends kein DSL mehr da. Aber zum Glück besuche ich heute eine Freundin in der nahen größeren Stadt, bei der ich dann einen vorgefertigten Artikel posten kann. Also hier mein derzeitiger Lagebericht von der Streifenfront. (Das klingt jetzt ziemlich martialisch, aber mit den Streifen bin ich im Augenblick im Krieg.)
Ich hatte ja in Berlin ein bezauberndes Streifenkleid gesehen.

Mit Hilfe dieses Buches wollte ich mir einen Schnitt anfertigen und das Kleid nachnähen.

Auf dem Foto seht Ihr meinen eigenen Grundschnitt in schwarz und in rot das Ganze mit Bequemlichkeitszugaben.

Schnittmuster zeichnen, die Abnäher so verlegen, dass sie in drei waagerechten und einer senkrechten Teilungsnaht verschwinden, Diagonalen Fadenlauf festlegen und das Ganze mit dem Streifenstoff probenähen, mit dem ich sowieso nichts anzufangen weiß. Klingt ganz einfach, aber das Resultat war schrecklich.

Erst einmal war das Muster drei Kilometer zu weit, die Bequemlichkeitszugabe passte definitiv nicht zu einem Bustier-Oberteil. Außerdem bekam ich die Streifen auch nach einigen Versuchen nicht richtig zusammen. Na ja, es hat wohl doch einen Grund, dass das Original-Kleid 300€ kosten sollte.
Also ein neuer Versuch, dieses Mal mit Abnähern von der Taille bis zur Brust und eine oben angesetzten Passe/Querteil, das den Brustabnäher aufnehmen soll. Und nur zwei statt 8cm Bequemlichkeitszugabe rings herum. Das Test-Oberteil aus einem alten Bettlaken passt.
Der Streifenstoff ist auch schon zugeschnitten, aber ein Abnäher findet keine Gnade vor meinen Augen und überhaupt komme ich zu langsam voran, denn bei hier ist Ernte-, Gurken-Einleg- und Marmeladenkochzeit. So muss das Nähen hinter dem Eichhörnchen-Trieb anstehen und das Kleid kann erst beim Abschluss-Treffen im August präsentiert werden. (Es sei denn, ich nähe noch schnell am Wochenende und verlinke  mich am Sonntag noch einmal. Wenn wir bis dahin wieder DSL haben sollten. Es lebe das Landleben!)

2 Antworten zu “Mirabell und die Streifen des Schreckens

  1. Das Kleid wird bestimmt gigantisch schön, wenn es fertig ist, aber superviel Arbeit. Ich glaube, sie lohnt sich, bin gespannt auf das Ergebnis, lieben Gruß, Anja

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    • Gigantisch schön, das ist lieb, aber sicher zu hoch gegriffen. Ich habe nämlich eine ganz schlichte Streifenverarbeitung gewählt für den neuen Schnitt, nur längs und quer, ohne Experimente. Aber das Kleid ist fertig, sehr bequem und Fotos gib es beim Streifenfinale. Gruß, Mirabell

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