Streifen in Berlin

Mittwoch waren wir, d.h. Tochter 2 und ich in der großen Stadt. Oh, für eine aus der Provinz ist der Verkehr in Berlin ja der totale Alptraum. Mit all den vielen Baustellen war mein Navi völlig überfordert, und letztendlich bin ich auf die altmodische Art mit Stadtplan und Navi-Assistenz von Unter den Linden zum Ostbahnhof und später nach Prenzlauer Berg und dann noch mal nach Charlottenburg gefahren. Ich möchte eh nicht mehr in der Hauptstadt wohnen, aber momentan, bei dieser Verkehrssituation erst recht nicht.

Unser Plan war, einen Streifenstoff zu finden für mein Winterkleid, das klappte nicht, aber ich fand einen tollen grauen Stoff für ein Modell aus der Juni-Burda. Vor allem aber wollten wir in die Mode-Ausstellung im Deutschen Historischen Museum. Sie läuft nur noch bis zum 29. und sei hiermit allen wärmstens ans Herz gelegt. Ich musste an Meike denken bei dem Kleid auf den Plakaten. Ob sie wohl auch drin war? Wenn man so die engen Korsetts oder die sicher schrecklich unbequemen Reifröcke und andere Grausamkeiten sieht, dann denkt man erst einmal: „Wie gut, dass wir uns von solchen schrecklichen Zwängen befreit haben!“ Aber dann überlege ich mir, welchen anderen Torturen sich einige von uns Frauen im Namen von Mode und vermeindlicher Schönheit aussetzen. Heute wird nicht mehr geschnürt sondern geschnitten, gestrafft und abgesaugt. Eine Zahnspange ist schon eine Selbstverständlichkeit (wobei hier natürlich auch medizinische Gründe dafür sprechen). Und im kleinen denke ich persönlich nur an die Push-Up-BH’s von denen der Busen abends manchmal ganz schön weh tut…

In Charlottenburg sah ich in einem Laden ein gestreiftes Sommerkleid im Stil der 50ger. Das wäre etwas für meinen Streifenstoff. Das Oberteil war ganz raffiniert mit Diagonalstreifen in unterschiedlichen Richtungen gestückelt. Mal sehen, ob ich das auch hinbekomme.

Eine Antwort zu “Streifen in Berlin

  1. Oh, wie schön, dass du an mich gedacht hast! Leider hatte ich gar keine Zeit für Kultur bei all den Gesprächen und Kaffees und der fast wahnsinnigen Stoffjagt. Kein Wunder, dass ich heiser bin.

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