Archiv der Kategorie: UFO-Angriff

Blümchen statt Wagner!!! oder MeMadeMay und Blümchenmonat Mai

Mit meinen Konzertkarten hatte ich in letzter Zeit Pech: Erst litt ich Qualen in Mahlers 8. Sinfonie (wohlgemerkt ein tolle Werk, das aber auch eine exzellente Aufführung verdient), und dann saß ich stundenlang auf einer extrem unbequemen Kirchenbank in einer gut gekühlten Kirche und langweilte mich bei Orgel und Gesang zu Tode. Zumindest das letztere war vorhersehbar, denn ich habe weder für (zugegebenermaßen meisterhaft gespielte) Orgel noch für Gesang etwas übrig, auch wenn der Sänger ein interessanter und netter Mensch ist. Aber manchmal macht man halt Zusagen und kommt dann nicht mehr aus so einer Nummer heraus.

Was hat das aber jetzt mit dem Blümchenmonat Mai zu tun? Ganz einfach, diesen Sonntag habe ich alles richtig gemacht. Statt in eine konzertante Aufführung von Wagners Rheingold zu gehen, wohl wissend, dass ich Oper im allgemeinen und Wagner im ganz besonderen schrecklich finde ( ich habe ja nichts gegen die Opernmusik, die ist in der Regel sehr schön, wenn sie nur nicht die ganze Zeit singen würden!) habe ich mir ein lange geplantes Blümchenkleid nach meinem selbst entworfenen Schnitt genäht.DSC_1131Der Stoff stammt von Volksfaden aus Berlin. Das Kleid ist superbequem, wie Jerseykleider halt so sind und es sitzt dank zweier Abnäher im Rücken auch perfekt, ohne am Po zu spannen oder im Hohlkreuz abzustehen. Hier noch einmal ein Bild von vorne:DSC_1133Damit habe ich den ersten der Blümchenstoffe für den Mai vernäht und auch für Stoff zwei (oben rechts) und drei (Mitte unten) habe ich bereits die Schnitte herauskopiert. Wenn das Wetter morgen noch nicht besser ist, steht dem Nähen des zweiten Blümchenkleides nichts mehr im Weg. Heute ist Bürokram dran.

Neue Blümchenstoffe bringt der Mai

Neue Blümchenstoffe bringt der Mai

Außerdem habe  ich mit diesem Kleid das dritte Kleidungsstück für den MeMadeMay, den ich leider sehr lax bediene, fertig. Jetzt fehlt nur noch ein neues Stück und dann will ich noch den Trenchcoat fertignähen, denn das ist mein derzeit ältestes Ufo. UFO-Trench

Meike sammelt weitere Blümchenkleider auf ihrem Blog, und weil sie auch wissen will, wie wir uns mit den Blümchen so fühlen, ist hier meine kleine Einschätzung: Die kleinen Blümchen und Piepmätze auf dem neuen Kleid fühlen sich einfach nur richtig an. Ziemlich sicher bin ich mir auch mit dem bestickten Stoff, den ich ja frisch und extra für diesen Kleiderschnitt gekauft habe. Bei dem Blusenstoff im Vordergrund habe ich gewisse Zweifel, ich bin nicht sicher, ob er sich tatsächlich für die geplante Bluse eignet.

So in etwa soll sie werden, allerdings mit 3/4-Ärmeln und breite Biesen mit Spitze am Vorderteil. Ich habe den Stoff ja auch schon sehr lange hier liegen, finde allerdings das leich asiatisch angehauchte Muster immer noch sehr schön. Im letzten Jahr habe ich mir ja auch noch einen Rock mit großformatigen Blumen genäht, aber ich glaube nicht, dass große Blumen bei mir bei Kleidern oder Oberteilen funktionieren, kann aber sein, dass ich mich da irre. SpätsommerrockWenn der Link zu Meikes Seite noch ein paar Tage offen ist, kann ich vielleicht noch das Kleid aus dem bestickten Stoff zeigen (wenn ich mich zweimal verlinken darf).

Today I present the dress, I’ve sewn on Sunday instead of visiting the opera. I detest Wagner, so it was not very much of a choice to take but simply logical! Good for me, because not only I had something new to wear in this MeMadeMay on Monday and today, but I also finshed of the third of the four new garments promised for this month. Now there is only one dress to follow, also part of Meikes „flower-month May“, and I will sew it from the left fabric on the foto above. There still is one Ufo to be finished: the trenchcoat you can see on the manequin. The sleves have to be put into (they are just pinned), and it lacks of hems, buttons and -holes and of course the lining. Not very likely that I will manage all this until Friday, but you’ll never know. It all depends on the wether. If it is fine enough to weed my garden, then helas for the clothes, if it continues to rain, I will keep the appointment with the sewing machine.

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Neue Blümchenstoffe bringt der Mai

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24.MeMadeMärz: Pyjama

Me Made MärzHeute ist bei mir ein stahlend schöner Tag. Noch viel besser: Es ist noch Wochenende.

Wie es bei den anderen aussieht, seht Ihr dort.

Ich habe mich heute für den Joker etschieden:24.MeMadeMärzPyjamaDer Pyjama aus dem Ufo-Angriff. Das Oberteil könnte ich auch nach Art der Filme aus den 60ern als Nachthemd tragen, die Hose passt weder vom Muster (kleine weiße Pünktchen auf rot) noch vom Material (Flanell versus leichte Baumwolle), also kurz und gut: ein Schlafanzug zum Wohlfühlen. Nachdem wir gestern spät vom Konzert wiedergekommen sind, darf ich den Vormittag so herumlaufen!  Zum Mittagessen muss ich mich  wohl umziehen, da sind wir nicht unter uns. Für den Nachmittag ist exzessives Bügeln vor dem Fernseher angesagt, die unvergleichliche Grace Kelly ist im „Fenster zum Hof“ zu sehen. Also Kamera bereitlegen für Modeinspirationen. Jetzt gibt es erst einmal die Maus!

21.März: Wieder im Faltenrock mit Kältekompromissen

Me Made März

MeMadeMärz: Auch an diesem winterlichen Tag sind sie dabei:

 

Ich mache heute Kompromisse wegen der Kälte und trage einen warmen Rolli, denn ich habe es ein bisschen im Hals . Zuviel Himbeer-Shirt bei zu wenig Temperatur, schätze ich. Und zu wenig Schlaf weil zuviel genäht!DSC_0421

Dazu, damit es nicht so bieder ist : Ringelstrumpfhosen und eine Kette aus meinen ersten selbstgefilzten Perlen.

Jetzt geht es aber an den Schreibtisch, mein privates Mail-Art-Projekt Teil 2 muss heute in die Post und dann will der venachlässigte Haushalt gepflegt werden. In einem sehr inspirierenden amerikanischen Buch, dass sich mit dem Spagat zwischen Hausfrau, Mutter, Beruf und eigener gelebter Kreativität befasst, fand ich den Vorschlag, statt an Homework an Homecaring zu denken. Ich räume also nicht den Dreck von zwei Wochen weg, sondern verwandele das Haus in ein „welcoming Home“, was irgendwie schon besser klingt. Alles eine Frage der Einstellung!

MeMadeMittwoch mit der Stoffmarktjacke

Me Made MärzHeute könnt ihr hier sehen, was Ute und Katti tragen:

Quereinsteiger sind immer noch willkommen!

StoffmarktjackeIm letzten Jahr war ich zum ersten Mal auf dem Holländer-Stoffmarkt. Eine geschäftstüchtige Verkäuferin hatte an für ihren Stand ein paar Jacken aus Double-Face-Fleece genäht, alle nach dem selben Schnitt. Eine Jacke war auch aus diesem Wollstoff zu sehen. Ich weiß nicht, wieviele Meter Stoff und Schnittmuster sie dadurch mehr verkauft hat, bei mir hat die Idee zumindest sofort funktioniert: Das „Haben-Wollen“-Zentrum im Gehirn hat ohne Konferenz mit anderen kaufhemmenden Gehirnarealen augenblicklich die Kontrolle übernommen, und Schwups hatte ich diesen Stoff, einen hellgrau/schwarzen Fleece und den Schnitt in der Tüte.  Der Fleece wird allerdings eine Kapuzenjacke mit Katzenöhrchen, die Tochter war nicht für den Jackenschnitt mit offenkantig genähten Abnähern zu begeistern. Vielleicht kaufe ich mir ja noch einen Fleece für mich….

Die Jacke ist so neu, dass das oberste Knopfloch noch ein bisschen dampft, sie ist eben gerade fertig geworden. Ich habe sie ungefüttert gelassen, denn der Stoff ist weich und kuschelig auf der Innenseite. Dafür habe ich den Besatz mit weißem Satinschrägband eingefasst, vom Petticoat habe ich ja noch ein paar Meter übrig.Detailansicht Jacke Die Leinenhose habe ich schon am 2.März  ausführlich besprochen. Es ist die Hose aus dem Ufo-Projekt  und ich habe keinen blassen Schimmer, nach welchem Schnitt sie genäht ist. Ist auch egal, denn ich habe ihn bis zur Unkenntlichkeit abgeändert.

Heute ist ja nicht nur mein ganz persönlicher MeMadeMärz, sondern auch der MeMadeMittwoch. Und was alle anderen Selbermacherinnen heute tragen, findet ihr auf dem MMM-Blog bei Lucy, die anscheinend schlimme Dinge mit Einkaufswagen macht. Da muss ich doch gleich mal genauer gucken!

UFO-Angriff: Das finale Finale

Life you master with a smile. Im Teebeutel liegt Wahrheit.

DSC_0239 (800x531)Mein  Leben heute bestand aus einem fleißigen Tag , einem Plan für ein Konzert und dann etwas Bettkannten-Bloggen. Allerdings bestand es auch aus einem Kind, dessen Augen größer waren als der Magen, und als das ganze Elend dann vorbei war, war der Plan gestorben. Jetzt höre ich Rachmaninoffs 4. Klavierkonzert von der CD anstelle von Tzimon Barto und gleich gibt es Jazz anstelle von Stawinskys Psalmensynfonie. Dafür konnte ich das Bloggen vorziehen und werde noch ein Kleid zuschneiden und trotzdem zu einer menschenwürdigen Zeit ins Bett kommen. Life you master with a smile!

Ich war diese Woche fleißig damit beschäftigt, meine UFO’s zu erledigen und so sieht es aus:Ufo-Übersicht finales FinaleDie Bluse für meine Schwester ist am Dienstag weggeschickt worden und mittlerweile wohl auf dem Rückweg zu mir.

SchwesternbluseSowohl die weiten Ärmel als auch die Umklapp-Manschetten als auch die mangelnde Weite im Hüftbereich haben den gestrengen Augen meiner Schwester missfallen. Das nehme ich ihr gar nicht übel, denn die gefallen mir selber nicht. Die Lösung besteht in einigen Stoffresten und einem Schnitt aus Burda 9/12 ,  der mit wiener Nähten und Längsabnähern daherkommt. Das bedeutet: neues Armloch und schmalere Ärmel. An dieser Bluse werde ich also noch eine Weile basteln. Trotzdem definiere ich sie als Fertig , weil das ursprüngliche Ziel, nämlich einen neuen Kragen daranzunähen, erreicht ist.

LeinenhoseAn der Leinenhose habe ich einige Tage herumgefrickelt, nach endlosem Heften und Anprobieren war sie dann endlich fertig und passt wie angegossen. Auf die Taschen musste ich allerdings verzichten, eine auf Figur genähte Hose verträgt  halt keine Nahttaschen, und für Hüftpassentaschen hatte ich nicht genug Stoff. Wieder was dazu gelernt.Detailansicht Hose hintenHier sieht man nochmal die Sattellösung, die ich  für den Po gefunden habe. Und was da so bunt schimmert ist der Blümchenstoff, mit dem ich die Gürtelschlaufen und den Hosenbund gedoppelt habe. Der Bundstreifen ist übrigens überall gleichbreit, nur bei der Bildbearbeitung habe ich das leicht überhängende T-Shirt entfernt.PyjamaDen Pyjama habe ich Samstag abend und heute fertig gemacht. Die Hose ist aus Baumwolle mit kleinen weißen Pünktchen, das sieht man nicht auf dem Foto. Das Oberteil ist so lang, dass es fast schon als Nachtghemd durchgehen könnte, und die ganze Kombination ist superbequem.

Fazit: Von den ursprünglichen 12 UFO’s sind dank Miss Margerite nur noch 4 übrig. Der Pyjama des Gatten wird irgendwann genäht, er wird noch passen, denn sein Zwilling, den ich gestern aus dem Flickenstapel befreit habe, tut es auch. Der Trench ist das nächste UFO, das ich mir greifen werde. Allerdings erst am Donnerstag, denn Donnerstag ist in diesem Jahr der offizielle UFO-Kampftag. Die Socken werden das nächste Strickzeug für den Klavierunterricht, wenn die Strickjacke, an der ich zur Zeit arbeite, fertig ist. Die karierten Shorts werden entweder ein paar Probeshorts oder ein enger Rock, das hängt davon ab, wieviel Stoff sie hergeben. Jetzt kann ich guten Gewissens an das neue Kleid, das ich für den MeMadeMärz brauche, gehen. Weitere Finalistinnen haben sich bei Miss Margerite, der Tapferen, versammelt. Ich finde, dass wir uns alle ein bisschen auf die Schulten klopfen dürfen, denn wir haben mutig in die Abgründe unseres Schneiderlebens geblickt und einigen  davon den Garaus gemacht. Nochmals Danke, liebe Hella, für diese bereichernde Aktion.

MMM im Wintermantel-UFO

Hier ist er nun, der Wintermantel aus dem Sew-Along, fertiggestellt während Miss Magerites fabelhafter UFO-Jagd.Patchworkmantel1 (531x800)

Wie man unschwer erkennen kann, ist er bequem genug zum Schneeschieben. Begonnen hat alles mit dem Sew-Along von Lucy und Catherine.  Ausgangsmaterial war ein alter Mantel meiner Mutter, die Armaufschläge aus Filz, die ich dafür gemacht hatte und meine ersten Filzschal-Versuche, einmal etwas läuferartiges aus 3-4 mm starkem Filz und dann noch ein befilzter Seidenschal mit 1-2 mm Stärke.Der alte Mantel meiner Mutter
Der Schnitt ist von 1957, sehr tailliert, und ich war echt geschockt, dass dieser sackartige Mantel nicht problemlos das Material gelierfert hat, das ich brauchte.

Also wurde der Rücken aus dem Filzläufer genäht.Patchworkmantel2 (531x800)

Besätze, Kragen und Taschenklappen sollten sowieso aus dem Filz-Seidenschal gemacht werden, aber der grüne Stoff reichte nicht mal für vernünftige rückwärtige Seitenteile. Also habe ich noch einen Streifen eingefügt, der den Rücken mit dem Vorderteil optisch verbindet. (Sieh aus wie geplant von langer Hand). Alles was dann noch von dem Filzläufer übrig war, ist in den Saumstreifen gewandert. Dadurch steht der Mantel ein wenig ab, denn der Filz fällt nicht übermäßig weich. Man kann allerdings sitzen, ohne einen Reifrockeffekt zu haben.Patchworkmantel3 (531x800)

Weil ich überall herumgestückelt habe (die Ärmel haben z.B. drei Teilungsnähte), heißt dieser Mantel ab sofort der Patchworkmantel.

Ich möchte hier noch einmal auf den MeMadeMonat März aufmerksam machen, den ich plane. Wer hat Lust, einen ganzen Monat täglich ein selbstgemachtes Kleidungsstück zu tragen und darüber zu berichten? Wiederholungen sind erlaubt (ich weiß ja selber nicht, ob ich genug Klamotten zusammenkriege) und der Post sollte bis abend 20.00 Uhr verlinkt sein (oder in den Kommentaren auftauchen, ich weiß nämlich immer noch nicht, ob ich das mit dem Link-Tool bei WP hinbekomme). Ich halte nicht viel von morgens-früh-zwischen-Frühstück-und-Weg-zur-Arbeit-noch-schnell-posten-müssen, das ist überflüssiger Stress und die Aktion soll ja Spaß machen. Mein Post erscheint jedenfalls morgens zwischen 8 und 9 Uhr.

Wer am heutigen Mittwoch auch selbst genähte Kleidung trägt und darüber scheibt findet Ihr auf dem MMM-Blog, bei dem heute Meike die Gastgeberin ist.

UFO-Angriff : Finale

  • Unsere fertigen / ehemaligen UFOs
  • Hand auf’s Herz: Welche UFOs haben den Angriff unbeschadet überstanden?
  • Ich freu‘ mich schon auf meine Belohnung, und zwar…

Heute ist das Finale der UFO-Beseitigungs-Aktion, zu der Miss Margarite aufgerufen hatte. 6  Wochen lang hat sie uns auf ihrem Blog einen Platz zur Verfügung gestellt, an dem wir uns gemeinsam unserer UFO’s entledigen konnten. Wir hatten die Möglichkeit, uns gegenseitig zu motivieren, uns Mut zuzusprechen und ettliche Schrankleichen, die unsere Kreativität im Unterbewusstsein ausbremsten, loszuwerden. Liebe Hella, dafür verdienst Du ein dicken Dankeschön. Ohne Dich hätte ich zwar vermutlich schon ein oder zwei neue Kleider mehr, aber mit jeden dieser Projekte wäre mein schlechtes Gewissen, das von den UFO’s herrührt, weiter gewachsen.

Als ich bei dieser Aktion angefangen habe, dachte ich, dass es mir sicher gut tun würde, mal ein paar Sachen richtig zu Ende zu führen, bevor ich mich wieder in ein neues Projekt stürze. Ich hätte nie gedacht, wie ungeheuer befreiend es sein würde, diese Dinge, die immer irgendwo in meinem Unterbewusstsein lauern und auf Grund einer preussisch-protestantischen Erziehung jedes neue Projekt mit solchen Mies-Macher-Sprüchen wie : „Mach erstmal all die anderen Sachen fertig“ begleiten, endlich los zu sein. Ich empfinde das also so motivierend, dass ich den Rat von Sewing Galaxy befolgen werde und in diesem Jahr einen Tag in der Woche für die UFO-Beseitigung freihalten werde. Ob ich dafür bunte Kartons ausgragbe, ist allerdings die Frage.

Jetzt aber zu den Erfolgsergebnissen.Ufo-Übersicht Beginn

Der mit Abstand größte Erfolg ist sicherlich der Patchwork-Mantel, ein Überbleibsel aus dem Wintermantel-Sew-Along. Er war zu Beginn der UFO-Jagt noch nicht einmal vollständig zugeschnitten und ist heute Abend fertig geworden.Hier ist da Tragfoto. Der Mantel ist ganz schön ausgestellt, aber er schwingt nicht wirklich, dazu ist der 3-4 mm dicke Filzstreifen am Saum zu steif.

Die Übersicht zeigt, was noch fertig geworden ist:Ufo-Übersicht Finale Wirklich viel ist es nicht. Aber bei UFO 2 und UFO 9 habe ich bereits wesentliche Trennarbeit geleistet und daher sind die beiden fast fertig und werden noch in dieser Woche erledigt.UFO-Geschenk-BoxUnd das habe ich aus Miss Margerites hübschem Button gemacht: UFO-Geschenkpapier. UFO 2 ist ja eigentlich ein Geschenk für meine Schwester. Morgen wird es mit dem neuen Kragen und Knöpfen versehen und dann in eben dieser Box an meine Schwester geschickt. Wenn ihr die Bluse nicht gefällt, bekomme ich sie zurück und für meine Schwester lasse ich mir etwas Neues einfallen.

Und die Belohnung? Wie ich schon am Donnerstag berichtete, habe ich meine Belohnung vorgezogen: Am Wochenende habe ich einen Kurs im Glasperlen-Drehen mitgemacht. Ich hatte die Idee, für den Mantel ganz Aufsehen erregende Knöpfe aus Glas zu machen. Um es kurz zu fassen: Das war ein gewaltiger Griff ins … Den ganzen Samstag habe ich darauf verwand, fünf Knöpfe herzustellen, von denen zwei beim Abkühlen zerbrochen sind und die restlichen angelaufen sind. Das ist eine chemische Reaktion des Glases und ist mir seit Jahren nicht mehr passiert! Wir haben die Oberfläche dann freigeätzt, jetzt sind die Knöpfe matt und immer noch hässlich. Vermutlich wären sie ohnehin too much für den ohnehin recht extravaganten Mantel gewesen. Eingesetzt wird dieser Beweis meines Scheiterns vermutlich höchstens als Gartendeko. Am Sonntag habe ich einen Haufen weiß/gelber Blümchen und grüne Blätter produziert, die ich aber noch nicht gesehen habe, weil die Kursleiterin sie noch im Temperier-Ofen nachbehandelt. Die Belohnung war also nicht so ganz der Hit, aber das macht nichts, denn meine neue,alte Knip-Mode mit Jurk 27 ist angekommen und ich habe massenhaft Stoffe für lauter neue Kleider im Schrank, alle schon vorgewaschen und bereit zu Nähen. Wenn Hella nichts dagegen hat, werde ich zum Ende der Woche die dann fertigen UFO’s noch einmal verlinken.

Wer sonst schon mit den UFO’s fertig ist, erfahrt Ihr auf dem Blog unserer Gastgeberin Miss Magerite.

UFO-Angriff 6. Treffen : Blusenkragen/Hosenbundlösung

Heute ist schon Mittwoch, sogar schon später Mittwochabend Donnerstag und ich komme jetzt erst dazu, meinen UFO-Post zu schreiben. Mein analoges Leben braucht momentan alle verfügbare Zeit auf. Das bedeutet, dass an der UFO-Front nicht allzu viel passiert ist.

Am Dienstag hatte ich das Bedürfnis nach einem schnellen Erfolgserlebnis. Also dachte ich, ich mache die Leinenhose für den MMM fertig.Leinenhosen-UFO

Eine genauere Analyse ergab, dass die Hose etwas zu eng war. Außerdem hatte ich beim Anpassen die ganze Weite an der hinteren Mittelnaht weggenommen, um die Hose für meinen Hohlkreuz-Po umzuändern.  Aus dem Geometrieunterricht weiß ich, dass die Diagonale im Rechteck länger ist, als die Seiten, was im Klartext heißt: Wenn man die rückwärtige Mittelnaht schräger näht, als vorgesehen, um ein Hohlkreuz auszugleichen, dann muss man die obere Kante etwas anheben, oder die Hose ist hinten am Bund zu kurz. Nachdem ich alle diese Überlegungen angestellt hatte, war mir klar, dass da fundamentale Änderungen angesagt sind. Leider ist von dem Stoff nichts mehr da, weil das ursprüngliche Leinen blau war und ich die Hose erst nach dem Nähen gefärbt habe. Bei der rückwärtigen Mittelnaht kann ich auch nichts mehr auslassen, weil ich vor dem Färben die Naht nicht versäubert habe.

Unversäuberte Naht Insgesamt habe ich bei dieser Hose derartig geschlampt, dass es mir die Schamesröte ins Gesicht treibt. Also verbrachte ich eine gemütliche Stunde mit dem Trennmesserchen auf einem dicken Kissen am sonnendurchfluteten Wohnzimmerfenster und trennte den Bund ab.

Taschenbeutel als geheime Stoffreserve

Taschenbeutel als geheime Stoffreserve

Dabei entdeckte ich die geheime Stoffreserve in Form der Taschenbeutel und hatte spontan die Lösung vor den Augen: ich werde einen Sattel am Po einsetzen, wie man ihn von Jeanshosen kennt. Damit kann ich die nötige Weite und Bundhöhe auf elegante Weise erreichen.

Natürlich habe ich nicht weiter daran genäht, weil für den Donnerstag eine Exkursion zu HÜCO in Berlin (habe ich bei Lucy entdeckt) zu Volksfaden und zu meinem Glasdealer für neues Perlenglas geplant war. Und weil bei dieser Gelegenheit auch die Trampolinabdeckung und das extra-tellerartige Herumwirbel-Trainingstutu für die Nichte abgegeben werden sollte, habe ich mich am Mittwoch mit dem Trennmesserchen über die UFO-Bluse, die für die Mutter dieser Nichte gedacht ist, hergemacht.

Schwesternblusen-UFO Nach langem intensiven Nachdenken habe ich mich für eine Kragenlösung aus einer alten Burda entschieden. Kragenlösung Bluse 001Ich möchte mir diese Bluse ohnehin seit einiger Zeit nähen, also habe ich mir gleich den Schnitt herauskopiert. Weiter bin ich dann nicht gekommen. Dafür habe ich am Donnerstag große Mengen Stoff gekauft, unter anderem einen ganz feinen pistaziengrünen Wollstoff für das Cinderella-Kleid und zwei Viskose-Jerseys für Jurk 27. Die entsprechende Knip-Mode dürfte inzwischen auf dem Weg zu mir sein. Die bestellte Ottobre mit dem Norma-Schnitt ist am Montag zu mir gekommen, aber da habe ich, wie übrigens schon ab Freitag, an meiner ersten Power-Point-Präsentation, die ich am Dienstag halten durfte, gebastelt. Ich hätte nicht gedacht, dass man da so viel Arbeit reinstecken kann! Hat sich aber gelohnt, ich glaube, der Termin am Dienstag ist gut gelaufen. Außerdem habe ich noch das Gästezimmer für eine unbekannten Besuch vorbereitet und natürlich das letzte Schulfaschingskostüm für die kleine Tochter genäht.

DSC_0158 (531x800) Sie wünscht sich schon seit Monaten einen Petticoat. Ich dachte, sie will nur eine Verkleidung haben und verweigerte die Arbeit. Also wünschte sie sich den zum Fasching, um ihn dann auch so zu tragen.DSC_0164 (531x800) Deshalb habe ich ihr ein echtes Fifties-Teil gemacht, nach einer Anleitung von Sewing Galaxy. 15m ekeligen Petticoat-Tüll habe ich eingekräuselt und dann noch ungefähr 7m davon mit selbstgemachtem Satin-Schrägband eingefasst. Das Bügeln des Schrägbandes hat trotz Schrägbandformer eine Ewigkeit gedauert, nicht zuletzt, weil ich fast 5m zuviel zugeschnitten hatte. Jetzt ist sie glücklich.

DSC_0162 (531x800)Für das Kleid habe ich einen guten Baumwollstoff gewählt und das Oberteil sorgfältig angepasst, und so hat sie gleich ein hübsches neues Sommerkleid, mit und ohne Petticoat zu tragen.

Im Eifer der UFO-Beseitigung habe ich ganz vergessen, dass ich am Wochenende für einen Glasperlen-Workshop angemeldet bin. Das bedeutet zwar keine Nähzeit am Wochenende zu haben, aber dafür bekomme ich quasi meine vorgezogene Belohnung. Daher bin ich nicht sicher, ob ich mit allen geplanten UFO’s fertig werde, zumal am Freitag schon die Lohnarbeit winkt.
Ganz viele Mitstreiterinnen haben schon ganz viel fertig und versammeln sich bei Miss Magerite.

UFO-Angriff Teil 5

  • Zwischenstand und gegenseitiges Mut-Zusprechen
  • Ich hab‘ was Neues angefangen, das motiviert ungemein! / Hilfe, ich mag nicht mehr! / Es wird, es wird, juchuh, es wird! / Ich hab‘ schon ordentlich was weggeschafft, bald gehen mir die UFOs aus!

Bevor ich  meinen Zwischenstand bekanntgebe, erst einmal ein dickes Dankeschön für Eure lieben, aufmunternden Kommentare in der letzten Woche. Ihr habt mir richtig Mut gemacht. Wer also heute Trost braucht, kann auf mich zählen.

Obiges hatte ich gestern abend schon mal vorbereitet. Ich dachte, heute nähe ich ein bisschen und schreibe dann einene schönen Post und sehe nach, was die anderen gemacht haben, denn ich habe Urlaub. Dann ging ich in mein Kämmerlein, um mein müdes Haupt zu betten und wurde von einem überquellenden Wäschekorb begrüßt. Die Kinder hatten ihre Zimmer aufgeräumt. Kennt Ihr so etwas auch?

Also hieß es „Haushaltskampftag“. Als ich mir einen Tee aufgebrüht habe,

Find the true source of happiness.

Find the true source of happiness.

wäre ich beinahe zur Nähmaschine geflohen. Aber ich bin standhaft geblieben. Genäht habe ich aber auch, und daher kann ich Euch den fast fertigen Wintermantel präsentieren.Wintermantel fast fertigDieser Mantel ist ein elendes Stückelwerk, auch wenn jetzt alles wie gewollt aussieht, und daher heißt er ab heute der Patchworkmantel.

Die Ärmel habe ich nur angesteckt und auch beim Filz müssen noch einige Überdeckungsnähte genäht werden. Und dann fehlen noch Knöpfe, Knopflöcher und das Futter.  Aber glaubt mir, das sind echt Kleinigkeiten im Vergleich zu dem Elend, das hinter mir liegt.

Eigentlich wollte ich schon viel weiter sein, aber ich hatte einen Klingonen-Angriff, den ich erst im Nachhinein als einen solchen enttarnt habe! Ein Klingone hat sich als meine Schwester ausgegeben (und ich bin voll drauf reingefallen!). Er bat um unsere altes Kindertrampolin für die Nichte. Die Abdeckung war ziemlich hinüber, also nähte ich“ eben mal schnell “ drei Tage lang eine Neue.TrampolinabdeckungDie Löcher sind für die Beine.

Ich habe übrigens einen Entschluss gefasst im Bezug auf meine restlichen UFO’s.Ufo-Übersicht FertigIch werde nur noch Sachen für mich fertig machen, d.h. die Nummern 2, 6, 9 und 11. Bluse 2 war eigentlich für meine Schwester (die echte, nicht der Klingone) aber ich bezweifle, dass sie sie noch haben will. Also bekommt sie einen völlig neuen Kragen, irgendetwas gefaltetes, voluminöses und wird auf Figur gebracht. Wenn meine Schwester sie dann trotzdem haben will, soll sie sie kriegen. Der Sommermantel wird hintenan gestellt, denn ich muss für die Tochter das letzte Faschingskostüm in ihrere Grundschulkarriere nähen, ein 50-er Jahre Kleid mit Petticoat, das sie zum Glück auch im Sommer noch ohne den Petticoat tragen will.

Außerdem brauche ich noch ein paar Wintersachen für meinen MeMadeMonat, den ich für den März hier auf dem Blog eingerührt habe (Teilnehmerinnen willkommen). Als Motivation und zur Belohnung habe ich mir die Ottobre mit dem Norma-Schnitt bestellt (unerträgliche Lieferzeit:3! Wochen) und mit Knipp-Moden Kontakt aufgenommen, um Jurk 27 zu nähen. Bestellbar ist das entsprechende Heft, ich hoffe auch, dass sie ins Ausland versenden.

Wie es den anderen tapferen UFO-Bekämpferinnen geht, steht heute wieder bei Miss Margerite, die uns netterweise auf ihrem Blog vereint. Sie hat übrigens eine bildschöne Häkelweste in gute Hände günstig abzugeben, vielleicht ist sie ja was für Euch?

Ufo-Angriff Teil 4: 2. Zwischenstand oder auch Wintermantel-Sew-Along Teil 5

  • Zwischenstand
  • Alles gut bei euch? Wie motiviert ihr euch so zwischendurch? Gibt jemand seine Geheimtipps preis?


Irgendwie bin ich nicht so richtig motiviert im Moment. Ich habe ein neues Buch bekommen, viel gearbeitet im Job, eine Kollegin war krank, und ich musste am Samstag unbedingt noch Eislaufen gehen. Außerdem ist dieser Mantel genau das Elend, für das ich ihn gehalten gehalten habe. Der Stoff reicht hinten und vorne nicht. Es ist schon erstaunlich, dass man aus einem weiten, sackartigen Mantel nicht problemlos einen schmalen  zuschneiden kann. Ich frage mich, wie es der armen Ute mit ihrem Strenesse-Mantel geht. Ich habe ja die beiden gefilzten Schals zum Ergänzen, aber ich war gezwungen, ein wildes Patchwork zu veranstalten, und ich bin keineswegs sicher, ob das Resultat all diese Mühe lohnt.DSC_0140 (531x800)Die beiden Streifen vorne sind die Taschen-Eingriffe. Die sollen so sein. Das Revers wird noch gedoppelt mit einem Handfilz-Schal.

Das ist die Seitenansicht. Ihr merkt, der Mantel ist ganz schön ausgestellt.DSC_0141 (531x800)Die hintere Hälfte des Filz-Streifens ist eingefügt, damit das seitliche Rückenteil etwas an Länge gewinnt, und um das Rückenteil optisch mit dem Vorderteil zu verbinden.DSC_0142 (531x800)Wenn ich alle grünen Teile auf eine Länge gebracht haben werde, nähe ich an den Saum noch soviel gefilzten Stoff, wie ich zusammenschnippeln kann. Der dafür vorgesehene Filz ist leider ziemlich dich, daher wird dar Mantel am Ende wohl abstehen.

Ja, ich tu mir auch schrecklich leid. Besonders, weil es zu warm sein wird, wenn dieser Mantel endlich fertig ist.( Mecker, maul…)

An guten Tagen motiviere ich mich mit den „Fertigschnitten“, die ich mir gebastelt habe. Ich habe Burdas aus der Bibliothek ausgeliehen und  meine Lieblingsschnitte herauskopiert. Dann habe ich die Abbildung aus dem Heft und die Anleitung fotokopiert, alles in einen Umschlag gesteckt und die Abbildung draufgeklebt. Stoffe habe ich auch schon dafür, vom Holländer-Markt. Ich könnte also direkt losnähen, wenn dieser elende Wintermantel endlich fertig wäre.

Heute hilft mir nicht einmal das! Aber für ein Ufo habe ich noch eine Entscheidung getroffen:Flanellpyjama-UFO

Das Pyjama-Oberteil wird fertig genäht und bekommt eine Hose aus einem roten Baumwollstoff mit ganz kleinen weißenm Pünktchen. Der liegt schon gewaschen bereit und einen Schnitt habe ich auch schon.

Ob es allen anderen Ufo-Bekämpferinnen besser geht oder ob sie genauso durchhängen, könnt ihr bei Miss Margerite lesen.