Adventkalender für Kinder: 2. Dezember

2-12-131. Oktober

Klara und Tomas fanden sich in einem großen Raum wieder. Um einen Tisch herum saßen 15 Männer und Frauen. Sie nahmen keine Notiz vom plötzlichen Auftauchen der Kinder. Der Weihnachtsmann trat zu ihnen.

„Sie können euch nicht sehen oder hören.“

„Wo sind wir hier?“, fragte Klara.

„In Winkelhausen, das ist ein kleiner Ort in der Nähe von Hannover“, antwortete der Weihnachtsmann. „Ihr seid bei der Gemeinderatsitzung am 1.Oktober dieses Jahres. Aber still jetzt und hört zu!“

Ein Mann am Kopfende des Tisches sah von einem Stapel Papier auf und sagte: „Wenn dann keiner mehr etwas hat, wären wir mit der heutigen Sitzung fertig.“

Ein anderer Mann hob den Kopf. „Ich hätte da noch etwas. Unsere Kirchengemeinde hat seit einigen Monaten diese Partnerschaft mit einer kleinen Stadt bei Tschernobyl. Der Ort ist nicht nahe genug am Reaktor, um allgemeine Aufmerksamkeit zu erhalten, aber er hat damals bei der Katastrophe genug Strahlung abbekommen. Es gibt eine Schule und eine Kinderklinik, die hauptsächlich krebskranke Kinder betreut. Beide sind erbärmlich schlecht ausgestattet. Unsere Gemeinde möchte zu ihren Gunsten einen Weihnachtsmarkt veranstalten. Wir dachten an den ersten Advent und bräuchten dafür eine Genehmigung.“

„Da sehe ich kein Problem“, sagte der Mann am Kopfende des Tisches. „Ist jemand anderer Ansicht?“

„Also grundsätzlich ist das ja eine gute Idee“; meldete sich ein anderer Mann zu Wort. „Aber ich hätte da noch etwas anzumerken.“

Der Vertreter der Kirchengemeinde seufzte. „Das hätte ich mir ja denken können. Was ist ihr Problem?“

Der andere Mann grinste spöttisch. „Ich finde, eine solche Aktion sollte man nicht nur euch Christen überlassen. Was, wenn auch ein paar Ungläubige wie ich zu Weihnachten etwas Gutes tun wollen? Wir sollten diesen Weihnachtsmarkt machen, und jeder, der möchte, kann mitmachen. Das ganze bewerben wir ein bisschen, sie wissen schon, Presse, regionales Fernsehen, lokaler Rundfunk, und schon haben wir eine gute Werbung für den ganzen Ort. Und wenn das ganze etwas größer wird, als sie es geplant haben, kommt auch mehr für ihre Kinder zusammen.“

Sogleich begannen alle, durcheinander zu reden.

„Die Frauen vom Patchwork-Club machen sicher mit“, sagte eine ältere Dame.

„Wir vom Kegelclub auch“, sagte ein junger Mann.

„Ich werde die Grundschulkinder einbinden“, sagte eine Frau. „Und den Direktor vom Internat spreche ich auch an.“

Es kamen noch einige  andere Vorschläge. Schließlich sagte der Mann vom Kopfende des Tisches: „Anscheinend sind wir uns da alle einig. Fürs Protokoll: Wir veranstalten am ersten Advent einen Weihnachtsmarkt zu Gunsten dieser Kinder bei Tschernobyl. Jeder ist aufgerufen, mitzumachen. Wir veröffentlichen das im Amtsblatt und geben es noch mal an die Vereine. Alles klar? Dann ist die heutige Sitzung beendet.

„Was passiert jetzt?“, wollte Thomas wissen. „Einiges“, antwortet der Weihnachtsmann.“Kommt mit, ich zeige es euch.“

So hat alles angefangen: 1. Dezember

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1. Dezember

Adventkalender 2012

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Adventkalender für Kinder

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