Himmelfahrtskommando: Pleiten, Pannen, Panik

Fexible response: Wie ist die Lage? Was bleibt zu tun? Und ist das auf konventionellem Wege noch möglich? Wenn nicht, was dann?

Nachdem ich die falsch angenähte Schulter in der letzten Woche korrigiert hatte, ging  die Näherei wie am Schnürchen: Eins, drei, fix war das Probekleid fertig genäht, der Tochter übergestülpt und für perfekt befunden. Einzig an der rückwärtigen Teilungsnaht musste ich noch einen kleinen Hohlkreuz-Ausgleich machen und den Ausschnitt habe ich um ca.1cm angehoben. Zuschneiden war schnell gemacht und dann wollte ich das Kleid am Samstag fertig nähen.

Aber dann ging es los: Die erste Anprobe zeigte: Die Jersey-Qualität des Originalstoffes ist eine ganz andere, als der feine Viskose-Jersey vom Probekleid und deutlich weniger elastisch. Mit einem Mal war das Kleid viel zu eng!  Zum Glück habe ich das Kleid sehr sparsam zugeschnitten, so dass noch genug Stoff für ein neues unteres Rückenteil da war, das obere Rückenteil konnte ich aus dem alten Rückenteil zuschneiden, und beim Faltenwurf des Vorderteils ist ja eine “stille Reserve“ drin. Wie gut, dass ich den Ausschnitt verschmälert hatte! Jetzt hat er wieder seine Originalbreite, das geht also noch. Insgesamt habe ich irgendwas zwischen 3und 4 cm in der Weite zugegeben und jetzt scheint das Kleid zu passen.  Nachdem diese Korrekturen erledigt waren, musste ich erst einmal eine Runde zwangsäsen und habe mich bei „Ronal der Barbar“ erholt und bin dann ins Bett gesunken. Daher ist mein Lagebericht also auch etwas später dran.

Im Grunde stehe ich an derselben Stelle, wie letzte Woche, oder fast zumindest. Einziger Schönheitsfehler: Die Tochter mag das Kleid auf einmal nicht mehr leiden! Das ist jetzt leider ihr persönliches Pech, denn wenn ich, wie alle anderen Mütter auch im Februar ein Kleid gekauft hätte, gäbe es auch kein Zurück! Und wir haben bei der Anprobe des Probekleides noch so gefeiert, weil mir meine Tochter erzählte, dass die anderen Mädchen, die ihre Kleider schon so lange haben, jetzt Änderungen wegen zu eng, doch noch zu weit, mehr oder weniger gewachsen, als beim Kaufen eingeplant. „Yes!“, habe ich gedacht, „Alles richtig gemacht vom Timing!“ Der einzige Kompromiss, zu dem ich eventuell noch bereit wäre, ist den Schnitt noch einmal aus einem andersfarbigen Stoff zu nähen, denn er geht ganz schnell. Mittwoch bin ich in Berlin und hole die Patentante ab, da wäre ein kleiner Abstecher zu HÜCO noch drin.

Tja, und wie sieht es Zeitplanmäßig sonst so aus? Heute werde ich meinen freien Vormittag zwischen dem Garten, der Nähmaschine und dem kranken Kind aufteilen, sehen, ob ich das Rückentraining streichen muss und heute Abend das Kleid für die Konfirmandin hoffentlich fertig nähen. Ob ich am Dienstag mein eigenes Kleid genäht bekomme, steht in den Sternen, im Moment sichte ich schon meinen Kleiderschrank nach einem geeigneten Stück für Plan B. Schlimmstenfalls muss ich meinen MeMadeMay-Schwur brechen und doch etwas gekauftes tragen, denn meine selbstgenähten schicken Sachen sind eher winterlich, und die Sommersachen sind möglicherweise doch nicht schick genug.

Danke an alle, die mir in der letzten Woche Mut gemacht haben! Ich hoffe, die anderen Kämpferinnen stehen besser da als ich, das seht ihr diese Mal wieder bei Alex.

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