Nomen est Omen? – Oh, bitte nicht!!!

Susette, Violette, Sibilla, Mayra, Lilia, Angiletta, Chloee, Bonita, Lisette, Enriqua, Minette … Klingelt’s? Nein? Dann weiter:

Diane, Bella, Juliette, Liana, Estelle, Illina, Leona, Simonette, Diamilla, Damara, Yvette.   Nein, das ist nicht die Hitliste der im Jahr 2012 am häufigsten vergebenen Mädchennamen im „Chantallismus“-Universum. Diese Namen würde ich keiner Tochter geben, denn so heißen moderne Antibabypillen. Ich sehe ja ein, dass ein Hersteller  sein Produkt nicht einfach „Antibabypille-Dingsbumspharm“ nennen will. Und ich würde auch ungern mit einem Produkt namens „Stediril“ verhüten, das weckt echt üble Assoziationen. Auch bei „Swingo“ frage ich mich ernsthaft, was sich der Hersteller bei diesem Namen gedacht hat.

Aber müssen es denn immer Frauennamen sein? Ich meine, keine wird ihre Tochter wie ein Kreuzfahrtschiff oder eine Verdi-Oper nennen. Und auch „Pink“ oder „Starletta“ kommen als Mädchennamen wohl kaum in Frage. Selbst so konservative Namen wie „Beatrice“ sind auf dem Verhütungs-Markt zu finden. Möglicherweise ist das eine groß angelegte Verschwörung des Vatikans oder der Familienministerin!? Ich sehe schlimmes voraus:

Die beiden Freundinnen Stella und  Amelie gehen zur Frauenärztin. Sie wollen sich die „Pille“ verschreiben lassen. „In Ordung“, sagt die Ärztin nach der Untersuchung, „Wie soll denn eure Pille heißen? So wie ihr, damit ihr euch den Namen besser merken könnt?“ Beide schütteln peinlich berührt den Kopf. „Wie wäre es mit Mona oder Eve?“ Schockiert ruft Stella: „So heißen doch unsere Freundinnen! Das geht ja gar nicht!“

„Gut, da wären noch „Jennifer“ oder „Babette“.

Amelie und Stella sagen gleichzeitig:“ Meine Schwester“ und „Meine Cousine“. „Tja, dann habe ich nur noch eine Pille, die für euch in Frage kommt“, sagt die Ärztin.

Als sie die Praxis verlassen haben,  fragt Amelie ihre Freundin: „Warum hast Du Dir denn nichts verschreiben lassen?“ „Eine Pille, die „Luisa“ heißt? Dieses Biest hat mich die ganze Grundschulzeit hindurch gemobbt. Wenn ich jeden Morgen an die erinnert werde, vergeht mir ohnehin die Lust! Bevor ich so etwas einnehme, werde ich lieber schwanger oder Nonne!“

Liebe Pharmahersteller, natürlich möchte diese Liste kein Präparat verunglimpfen. Aber es gibt so viele Phantasiebezeichnungen, die man sich ausdenken kann! Wie wäre es, wenn eure hochbezahlten PR-Fachleute mal wirklich kreativ werden würden? Dann könntet ihr auch uns Frauen unsere Namen lassen!

2 Antworten zu “Nomen est Omen? – Oh, bitte nicht!!!

  1. Ich lach mich kaputt…da frage ich mich übrigens jetzt, wieso die Prostatamittel des Mannes keine Männernamen tragen…Ich muss allerdings eins einwenden…Frauennamen merken sich besser als irgendwelche Pharmafantasienamen…;-) Lieben Dank für deinen Kommentar! LG Lotta.

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    • Das ist wohl wahr. Aber es gibt ja auch Phantasienamen für Frauen, die man sich gut merken kann, die man aber seiner Tochter nicht zumuten würde.
      LG, Mirabell

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