Archiv der Kategorie: Allgemein

MMM im Fliegenpilz-Look

Im letzten Monat habe ich vor lauter Gartenarbeit praktisch nichts genäht, und alle die schönen Sommerkleider und  – Blusen, die auf meiner Nähliste stehen, sind noch nicht einmal auskopiert. Dafür habe ich bereits jede Menge Salat und wunderschöne Rosen. Das Leben besteht aus Entscheidungen!MMM 06-06-18 (2)

Mein Kleid habe ich im September 2014 genäht, und erst 2015 öfters getragen. Komisch, gefühlt ist es noch nicht so alt. Der Schnitt ist obenrum Burda 6/2013 Nr. 120 und unten herum ein 360°- Teller Marke selbst berechnet. Ich liebe das Kleid nach wie vor und werde es bestimmt noch eine Weile im Schrank behalten. MMM 06-06-18 (7)

Und natürlich kann man auch damit herumwirbeln.

MMM 06-06-18 (6)

Jetzt gehe ich aber zum MeMadeMittwoch, der erfreulicher Weise noch statt findet und schaue mich bei den anderen Teilnehmerinnen um.MMM 06-06-18 (13)

Vielen Dank liebes MMM-Team, dass Ihr Euch nicht von der neuen Datenschutzverordnung habt kirre machen lassen, sondern den Blog weiter betreibt.

Unterwäsche Sew Along 2018

uwsa-2018-fc3bcr-blogHeute beginnt der Unterwäsche Sew Along bei Maria vom Blog Fadenwechsel. Dies ist definitiv ein Sew Along, den ich bitter nötig habe. In meiner Wäsche-Schublade sieht es nämlich aus wie… nein, das wollt Ihr gar nicht wissen!

Das Thema heute: Bestandsaufnahme: Was habe ich und was brauche ich? Was gefällt mir? Was habe ich schon genäht? Wo finde ich Inspiration/Augenfutter/Schnittmuster?

BH-Set Amelie

BH Amelie von Sewy

Seit dem BH-Sew Along bei eben julia bin ich vom Thema Unterwäsche nähen angefixt. Ich habe mir damals voller Enthusiasmus ein großes Paket mit Material von Sewy gekauft –  und das war dann auch schon alles. Der BH aus dem Sew-Along wurde zu klein.  Ein weiterer, ebenfalls nur aus Stoffresten und geschlschlachteten alten BH’s genäht, passte zwar, aber das Gummi in der passenden Hose strämmte, wird also auch nicht getragen. Irgendwie waren mir die Schnitte nicht gut genug für die teuren Materialien, die ich gekauft hatte, aber um die Schnitte anzupassen, die Sachen zu ändern oder einen neuen Schnitt auszuprobieren, fehlten mir Zeit und Lust. Inzwischen ist der BH aber aufgtrennt und ich habe eine Lösung für die zu kleinen Cups gefunden.

Um Marias Fragen zu beantworten: Ich brauche alles: BH’s, Unterhosen, Unterhemden und einen neuen Unterrock. Ich habe alle benötigten Materialien.DSC_0691Drei Kreativpakete von Sewy, DSC_0692eine Box mit Jerseyresten von meinen letzten Nähprojekten und drei bereits zugschnittene Unterhosen,

DSC_0693Dazu kommen die BH-Schnittmuster Julie und Amelie von Sewy, der Unterhemden- und der Unterhosenschnitt von Zoe,  und das Buch Bare Essentials, das sich sehr detailliert mit der Konstruktion von BH’s beschäftigt. Es ist kein Buch für Anfänger, aber ich kann es jeder, die etwas tiefer in die Materie einsteigen will, nur empfehlen, denn man bekommt ein ganz anderes Verständnis für Schnittmuster und Material.

DSC_0694Und dann habe ich mir dieses Buch geleistet: Eigenlich mehr ein Bilderbuch als ein Nähbuch. Antike Unterwäsche wird vorgestellt und zu jedem Stück gibt es ein Schnittmuster auf Milimeterpapier, das man dann vergrößern und anpassen kann. Zwei vollständige Prokjekte sind auch darin, ein leichter BH, dessen Schnitt mich nicht reizt und ein Petticoat. Ein paar interessante BH-Schnitt sind drin, Korsetts und Mieder und Strumpfhalter sowie einige trägerlose BH-Mieder, die sicherlich bei der Konstruktion eigener Schnitte hilfreich sind. Kein klassisches Nähbuch, aber eine interessante Ergänzung meiner vorhandenen.

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Das erste Treffen findet heute statt, anscheinend war ich an diesem Sonntag etwas schneller, als unserer Gastgeberin. Eine Verlinkung wird also noch gemacht.

Homewear-Sew-Along: Das Finale

Tataaa! Heute präsentiere ich stolz das Finale des Homewear-Sew-Alongs den Manuela von Twill und Heftstich  und ich in den letzten Wochen organisiert haben. Es hat mir viel Spaß gemacht mit Euch zu nähen und Eure Blogs und Manuela auch persönlich kennen zu lernen.

Schön ist es geworden. Jetzt darf es klingeln, wir sind für jeden Überraschungsbesuch vorbereitet!

Darf es das wirklich? Klingeln? Nun ja, von den vier Kleidungsstücken, mit denen ich vor vier Wochen in den Sew-Along gestartet bin, sind zwei fertig geworden und ein drittes ist immerhin zugeschnitten. Das Hanfblätter-Zen-Shirt alias Raja aus der März-Fashionstyle habe ich ja schon gezeigt. Gestern abend habe ich dann zur Hälfte fertiggestellte Shorts beendet, inklusive auftrennen, weil nicht aufgepasst und Gummiband zu eng,  und mehrfachen Versäuberns, weil die Ovi mit den dicken Stofflagen nicht mehr zurecht kam.DSC_0672Ich habe bei den Taschen nur die oberen Kanten mit grau eingefasst und bei den  unteren Kanten gelb genommen und grau abgesteppt. Dabei habe ich bei Tasche 1 den Steifen erst angenäht und dann umgeklappt und mit eine Covernaht festgenäht. Das war sehr mühselig, zumal ich dann auch noch beim Aufnähen der Tasche exakt auf der Naht nähen musste. Bei der zweiten Tasche war ich schlauer: Ich habe mit einer füßchenbreiten Naht den Streifen nach dem Umklappen festgenäht und dann die Tasche schmalkantig aufgesteppt. Um Vergleich zum Heft habe ich die Beine noch um ca. 3cm verlängert und im Bund ein Gummiband mit eingenäht, damit die Hose besser hält.

Ottobre 2/2015 Modell 18 Gym & SportDSC_0680

Die Hose sitzt recht hüftig, ich muss aufpassen, dass ich sie mir nicht immer in die Taille ziehen will, denn sonst sieht sie blöd aus. Insgesamt eine sehr bequeme, kuschelige Sommer-Haus-Hose.

 

DSC_0674Das sind sie also, die beiden Teile. Eine kuschelige Shorts für warme Tage und ein Shirt, das sich heute als leicht und warm aber leider nicht besonders kuschelig gezeigt hat.

Finale Homewear-S-A

Ottobre 2/2015 Mod. 18 und Fashion Style 3/2018 Mod. 18

So sehem beide Teile an der Frau aus, und hier noch einmal mit etwas mehr Blumen.

Finale Homewear-S-A2

Die Sweat-Hose „Ruri“ von Named habe ich bereits zugeschnitten, tatsächlich habe ich mit dem zusammenkleben und verlängern des Schnittes den größten Teil der Nacht zugebracht. Nina von Kleidermanie hat die Hose hier besprochen. Sie erwähnt, dass die Taschen gerne aus der Hose krabbeln, also habe ich sie nach ihrer Empfehlung bis an den Bund zugeschnitten.DSC_0671Nina schreibt auch, dass sie eine Hose innerhalb von 2 Stunden genäht hat. Das werde ich wohl eher nicht hinbekommen, aber diese Wochenende wird sie sicher noch fertig. Die Hose Nummer vier ist insoweit angefangen, dass ich meine alte Lieblingshose zerschnitten habe und nun einen Schnitt daraus machen muss. Ob das noch fertig wird, bis ich das Linktool schließem weiß ich nicht.

Was auf jeden Fall heute im Laufe des Tages eingestellt wird, sind Tragefotos, wenn das Wetter und das Licht etwas besser ist.

So, und jetzt seid Ihr an der Reihe. Alle Pläne geschafft? War Ihr möglicherweise nicht ausgelastet  mit den Plänen und habt noch eine kleine Pyjama-Kollektion dazugenäht? Ich bin gespannt. Das Linktool bleibt eine Woche geöffnet . Wenn es dann geschlossen ist, würde ich, Euer Einverständnis vorrausgesetzt, Bilder von Euren Beiträgen direkt in meine jeweiligen Posts aus dem Sew-Along einsetzen, und die dann mit Euren Beiträgen verlinken. So muss man,  wenn man den Sew-Along nochmal nachlesen will, nicht noch einmal auf diese extra-Seite wechseln sondern kommt, wie bei Google-Blogs direkt auf Eure Seite zu Euren Beiträgen.

Es gelten die gleichen Bedingungen für die Verlinkung wie vorher auch: Kleidung, die Ihr für Euch genäht habt und bitte keine Werbung.

Mini-Zwischenstand zum Homewear-Sew-Along

Homewear SA Logo bordeauxgelbWie sieht es bei Euch aus? Wie weit sind Shirts, Hosen, Socken und Blusen gediehen?

Bei mir schweigt die Nähmaschine, ich schlage mich mit anderen Nadeln bzw. richtigerweise mit Stacheln herum. Der Garten, in dem die Pfingstrosen pro Tag 3-5cm Höhe zulegen, verlangt die volle Aufmerksamkeit und abends bin ich zu platt, um noch etwas richtiges zu machen. Immerhin ist der Schnitt für den Sweater auskopiert und heute wird der noch zugschnitten.

Für alle, die noch ihre Schnittmuster- und Stoffauswahl mit uns teilen wollen oder auch noch zum zweiten Termin quer einsteigen möchten: Das Link-Tool schließt heute um 23.55 Uhr!

Warum brauchen wir eine Datenschutzverordung?

Bei Sandra habe ich heute etwas über die neue Dateschutzverordung gelesen. Ich fiel aus allen Wolken. Das sollte uns kleine private Blogger betreffen?

Ich kenne das Datenschutzdilemma teilweise aus dem Beruf und finde es auch richtig, dass man die Leute aktiv darauf aufmerksam machen muss, dass ihre Daten gesammelt werden. Wem ist z. B. schon bewusst, dass man mit einer Mitgliedschaft bei Whatsapp erlaubt, dass sämtliche Handy-Daten ausgelesen werden? Diverse Verwandte und Bekannte  haben also durch Whatsapp meine Telefonnummer weitergegeben, ohne mich zu fragen, ohne dass ihnen das bewusst gewesen wäre. Ich selber kann so verantwortungsvoll mit meinen Daten umgehen, wie ich will, auf FB, Google oder Whatsapp verzichten und sensible Daten von mir landen trotzdem dort, wo ich es nicht will. Das stinkt mir ganz gewaltig!

Zum Kommentieren im Netz habe ich eine eigene e-mail-Adresse und bekomme jede Menge Spam, der nichts mit Nähblogs zu tun hat. Wer verkauft hier meine Adresse?
Ich bin gerne bereit, einen Hinweis zum Datenschutz auf das Kommmentar-Formular zu setzen, denn wer bei WP kommentiert, muss eine e-mail-Adresse angeben, die ich dann sehen kann. Das finde ich auch O.K., wer nicht bereit ist, von mir kontaktiert zu werden, von dem möchte ich auch keine Kommentare.
Allerdings finde ich auch, dass jeder selber dafür verantwortlich ist, welche Daten er im Netz preisgibt. Das Netz vergisst nichts, das sollte inzwischen wohl jeder wissen. Ein Hinweis zu den Datenschutzbedingungen meines Bloganbieters, das der hoffentlich bald zur Verfügung stellt, sollte da genügen. Das Netz ist kein Kindergarten und ich fühle mich auch nicht dafür verantwortlich,  andere daran zu hindern, ihre Daten überall verstreuen.

Den meisten ist Datenschutz ohnehin völlig egal, die werden sich auch nicht durch Datenschutzhinweise belehren lassen. Solange die Leute für 3% Bonusrabatte ihre gesamten Einkaufs-, Bewegungs-, Gesundheits- und Verhaltensdaten an wer weiß wen verkaufen, sehe ich für den Schutz ihrer Daten sowieso schwarz. Gerade hier in den neuen Bundesländern, in denen die Menschen doch wissen, wie es ist, wenn Fremde dich bis in das Schlafzimmer ausspionieren, ist mir diese Gleichgültigkeit vollkommen unbegreiflich! Das berühmte „Ich habe ja nichts zu verbergen“ habe ich schon so oft gehört, das ich das Thema gar nicht mehr anschneiden mag. Davon wird mir nur schlecht. Nur weil kein ekeliger Stasi-Mitarbeiter, der seine Macht und sein Wissen missbraucht um einen zu drangsalieren, hinter der Spionage steht, sondern große Konzerne, die uns anonym und viel raffinierte manipulieren, als es der Staat damals konnte, stört das die Leute nicht im geringsten. Die Manipulation macht ihnen keine Angst, weil sie sie nicht bemerken. Dass z.B. die Anzeigen in der Suchmaschine genau auf ihr Kaufverhalten zugeschnitten sind und die Informationen, die sie bekommen, bereits vorselektiert wurden, merken sie gar nicht. Wie denn auch?

Grundsätzlich soll uns diese neue Datenschutzverordung darauf aufmerksam machen, dass wir unsere Daten im Netz verstreuen und uns die Möglichkeit geben, uns davor zu schützen. Dumm nur ist, dass die Währung, mit der wir die Dienste im Netz bezahlen, unsere Daten sind. Wollen wir nichts preisgeben, dürfen wir nicht mitspielen, also nicht am Austausch von Informationen teilhaben. Insofern nutzt die Datenschutzverordnung nichts. Wir bekommen nur noch einmal deutlich gesagt, was wir ohnehin schon wissen sollten und mit jedem Kommentar, jeder Link-Party und jedem Besuch einer Webseite durchnicken.

Wer liest denn schon die AGB, wenn er etwas online bestellt? (Sollte man übrigens. Im Sommer hörte ich im Radio von einem Laden, dem Du bei einer Bestellung die Rechte an Deinem Erstgeborenen versprichst!)
Schade nur ist, dass gewiefte Abmahn-Anwälte diese neuen Regelungen nutzen werden, um sich ein goldenes Näschen zu verdienen an harmlosen privaten Bloggern wie uns, während die Menschen, die geschützt werden sollen sich einen Dreck darum scheren.

Sonntagssachen 25.2.2018

Nistkästen gereinigt, ein Rotkehlchen beobachtet, eine Miete für das Gemüse fertiggemacht, 2 Sorten Marmelade aus eingefrorenem Obst gekocht, Urlaubsgepäck aufgeräumt, Staub gesaugt, Wäsche gelegt.

12x memade – Januar-Finale

Bei Chrissy ist heute das Januar-Finale von 12 x memade zu bewundern. Sie näht jeden Monat ein Kleidungsstück nach einem noch nicht von ihr genähten Schnitt.

12xmemade Januar (29)

Diesen Monat bin ich auch dabei. Mein Schnitt ist allerdings alles anders als neu, ich habe ihn schon seit mindestens 5 Jahren, und als ich ihn kaufte, war er auch schon alt. Aber er ist noch nicht von mir genäht worden. Es ist Vogue 8701, mein Weihnachtskleid, das ich endlich fertig genäht habe. Angefangen hatte ich schon auf der Annäherung, da habe ich auch mit Hilfe von Muriel, Carola und Heidy einige wesentliche Änderungen am Ausschnitt vorgenommen.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Kleid. Es hat Taschen (von mir ergänzt) , ist wunderbar bequem und die Karo-Verarbeitung ist mir überall, sogar am Reißverschluss fast perfekt gelungen.

Und irre ich mich, oder kann man sich in Raglan-Ärmeln tatsächlich besser bewegen?

Auch beim Innenleben habe ich mir viel Mühe gegeben:

Die Blümchen auf den Säumen kann man zwar nicht sehen, aber ich weiß, dass sie da sind!

Für den nächsten Monat habe ich schon viele Pläne, unter anderem ein Kleid aus der Februar-Burda, das dann bei zwei link-Partys dabei sein darf.

Vielen Dank, liebe Chrissy, für Dein wunderbar motivierendes Sew-Along.

12 x Me Made – Januar

12x MeMade

Chrissy hat für 2018 zum gemeinsamen Kleidernähen aufgerufen. Sie selber will jeden Monat einen Schnitt nähen, den sie noch nicht zuvor genäht hat, aber den Teilnehmern bleibt selbst überlassen, ob sie einen alten oder bereits erprobten Schnitt nähen wollen. Dass nette an dieser Aktion ist, dass über das eigentliche Nähen, den Erfolg oder den Misserfolg, mitberichtet wird, also eine Art „Making of“ gezeigt wird. So etwas finde ich beim lesen auf Blogs immer besonders interessant, und weil ich mir schon vorgenommen habe, mehr über das eigentliche Nähen zu berichten und nicht immer nur fertige Werke zu präsentieren, ist das für mich ein idealer Anstupser, diese Pläne auch umzusetzen. Vielen Dank, liebe Chrissy.

Das Motto :  „Alles kann — nichts muss“, kommt mir dabei entgegen. Im Januar ist meine Näh- und Blog-Zeit immer reichlich und hoch, dann kommt im Laufe des Jahres das „Säen und Ernten“ dazu und Zeit wird knapp. Möglicherweise muss ich dann also eine Sommerpause einlegen, aber ich will das Jahr nicht vor seinem Ende schlecht reden!

Jedes Mal etwas Neues zu nähen ist für mich jetzt keine so große Herausforderung. Ich nähe höchst selten einen Schnitt zweimal, dafür gibt es viel zu viele spannendes Schnitte, die ich alle ausprobieren will und ich nähe dafür auch einfach nicht genug.

Für den Januar habe ich mir vorgenommen, das Weihnachtskleid 2017 fertig zu nähen. Ich bin auch schon fast damit durch, denn es war auf der Annäherung dabei. Also gibt es heute keine Vorstellung, sondern gleich einen Zwischenstand.

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Genäht wird Kleid Nr. 1, das ist der Vogue-Schnitt links im Bild. Der Stoff ist übrigens vom Stofftisch in Bielefeld vor zwei Jahren und ich glaube er kommt von unserer Gastgeberin Chrissy!

Was man auf dem Umschlag des Schnittes nicht sieht, ist der sehr weite Ausschnitt des Kleides. Das rückwärtige V habe ich gleich am Schnitt „weggkorrigiert“ und ich habe auch versucht, die Ausschnittlinie nach oben zu versetzen, aber bei Raglan-Ärmeln ist das für mich doch noch zu kompliziert.DSC_0533Die Ärmel habe ich auch verlängert und erweitert, um mehr Bewegungsfreiheit in dem Kleid zu haben. Beim ersten Anprobieren sah ich aber aus, wie eine Presswurst. Die Erklärung: Trotz gemessener (und im Schnitt angekreuzter!!!) Größe 12 habe ich eine 10 zugeschnitten! Ich will gar nicht wissen, was mein Unterbewußtes mir da wohl für einen Streich gespielt hat. Bei gehefteten Nähten und 1,5cm Nahtzugabe war das aber ganz leicht zu korrigieren. Der Ausschnitt war da schon komplizierter, aber Muriel schlug vor, Folie aufzustecken, die Linien für einen Einsatz aufzuzeichnen und danach dann ein Schnittteil zu arbeiten. Mit der Hilfe von Nähkatze und Heidy habe ich das auch hinbekommen.

Dann reichten die mitgebrachten sämtlichen Stoffreste (Merke: niemals ohne alle Stoffreste zur Annäherung reisen, NIEMALS!!! ) nicht für die vordere Passe, also musste ich sie an den Raglan- statt an den Schulternähten teilen.DSC_0596

Und dann habe ich eine geschlagene halbe Stunde herumgepusselt, bis ich zwei identische Rückteile zuschneiden konnte, nur um irgenwie eine Asymetrie beim Einnähen zu produzieren. Die fällt aber kaum auf und bleibt jetzt so.

Rückwärtige Passe

Den kleinen Abnäher, den man auf dem Probestoff am Nacken sieht, habe ich übrigens in einer stärkeren Krümmung der Ansatzlinie verschwinden lassen:

Auf dem unteren Bild sieht man den Unterschied ganz deutlich.

Eingesetzt habe ich die Karo-Passe dann zu Hause. Von dem grauen Stoff für das Probeteil habe ich einen Paspelstreifen geschnitten, damit abgesetzt sieht die Stückellei nicht mehr nach gestückelt sondern ganz gewollt aus.

 

Beim Futter musste ich diese Operation natürlich auch noch durchführen. Dabei habe ich mir zum Auffnähen einen Zierstich gegönnt. Den sieht man natürlich nicht, außer, wenn ich das Kleid an- und aushziehe, aber ich weiß dass er da ist 😉 .DSC_0617

Um den Nahreißverschluss perfekt einzunähen habe ich drei Tricks kombiniert:

Zuerst habe ich die Naht geheftet, so dass die Karos zusammenpassten. Dann habe ich den RV mit Klebestift eingeklebt und dann die Bänder mit dem normalen Reißverschluss-Füßchen eingenäht. Danach habe ich die Heftnaht aufgetrennt und zum Schluss mit dem Spezialfüßchen den RV richtig eingenäht. Hat perfekt geklappt, so mache ich es in Zukunft immer. An der Stelle, wo der Rock an das Oberteil genäht ist, habe ich die Nadel ein bisschen nach außen positioniert, also nicht ganz so dicht an der Raupe genäht. Beim Bügeln nach dem Einnähen kann man das unsichtbar machen, aber dieser halbe Millimeter auf jeder Seite erleichtert das Zuziehen später enorm.

Das fertige Kleid gibt es am Ende des Monats zu sehen, erst einmal geht es jetzt zum Link-up mit den anderen Januar-Projekten von 12 x MeMade.

 

 

 

 

5 Jahre Annäherung

Die Einladung zur Jubiläums-Annäherung kam bereits im September, aber weil ich nur alle paar Tage meine E-mails lese, war ich leider zu spät mit meiner Anmeldung. Das Ergebnis: Platz 6 auf der Warteliste – also eigentlich keine Chance, teilzunehmen.

Bockig, wie ich bin, habe ich trotzdem an dem Wochenende Urlaub eingereicht und auch bekommen. „Bielefeld ist überall“, dachte ich mir und plante ein Nähwochenende, eventuell mit Freundinnen. Dienstag und Mittwoch habe ich sogar Essen für das Wochenende vorgekocht, um ja keine Störung an der Nähmaschine zu riskieren.

Ein kleines Quäntchen Hoffnung hatte ich aber immer noch, darum habe ich ab Montag mehrmals täglich meine Mails kontrolliert. Schließlich ist Januar Erkältungszeit, und auch wenn ich keiner wünsche, dass eine Erkrankung sie von der Annäherung fern hält, weiß man ja nie. Und am Donnerstag Abend kam tatsächlich die Nachricht: Ein Platz war kurzfristig frei geworden.

Freitag Vormittag war ich dann mit Frau Lila und Gelb unterwegs zur Jugendherberge.

DSC_0591Meine Projekte – denn ich habe immer mehrere Projekte dabei und bin noch nicht ein einziges Mal mit einem vollständig fertigen Kleidungsstück von der Annäherung nach Hause gefahren – waren die beiden Weihnachtskleider und eine angefangene Hose für meine Tochter. An der Hose nähe ich schon seit Monaten, was daran liegt, dass ich sie parallel mit der Freundin meiner Tochter nähe, die von mir einen Mini-Nähkurs zum Geburtstag bekommen hat. Die Hose dient dabei quasi als Anschauungsmaterial. Jetzt drängelte die Tochter aber doch ein wenig, die Hosen werden anscheinend knapp.

An der großen Tafel zeigen die anderen ihre Projekte:

Projektafel

So sieht es dann in Bielefeld aus: Inseln aus jeweils 8 Tischen, an denen dann 6 bis 8 Näherinnen sitzen.

 

Seit der zweiten Annäherung gibt es immer einen Tausch-Tisch, der Stoff für die beiden Weihnachtskleider stammt auch von dort.Tauschtisch

 

Die Hose wurde am Samstag Vormittag fertig, war ja auch nicht mehr viel zu tun, nur die Fake-Paspeltasche auf der Rückseite versäubern und dann Mittel- und Seitennähte schließen und den Bund ansetzen.Tochterhose 1 Letzterer musste erst noch einmal in einen geteilten Bund umgewandelt werden, wenn man nicht anprobieren kann, sollte die Hosenweite einfach zu ändern sein. Tatsächlich musste ich auch noch 3cm in der Weite hinten herausnehmen, damit die Hose passte.Tochterhose 2

 

Weihnachtskleid annäherungDas erste Weihnachtskleid (Nummer 2 war eh nur pro Forma dabei) ist natürlich nicht fertig geworden, und die 6 Nähstunden, die in die Hose geflossen sind, hätten das vemutlich auch nicht geändert. Aber ich bin sehr froh dass ich es mitgenommen habe, denn mit der Hilfe von Muriel, Carola und Heidy konnte ich mit den Ausschnitt anpassen, was ich alleine nie geschafft hätte. Mit dem Kleid nehme ich an Chrissys Näh-Aktion „12x Me-Made“ teil, dann schreibe ich noch genaueres über die Anpassung.

Und weil dies die 5. Annäherung war, gab es von unserem Orga-Team zwei tolle Überraschungen: Susi, Alex und Miriam haben Etiketten mit der Aufschrift „anNÄHerung, die 5.“ weben lassen, die wir in die auf der Annäherung genähten Kleider nähen können. Und dann gab es Samstag Nacht Torte. Bei einer der besten Konditoreien (oder auch der besten) Bielefelds hatten sie drei wunderschöne Torten bestellt, die obendrein auch noch oberlecker waren.Jubiläumstorten

Viel zu schnell ging das Wochenende vorbei, und während Sonntag Mittag an manchen Tischen noch wild genäht wurde, Annäherung 4waren andere schon zur Häfte verwaist. Nach der obligatorischen Abschluss-Präsentation (wie schaffen das manche bloß, 3 und mehr Sachen an einem Wochenende zu nähen?!) ging es auf die Heimreise.

Danke an Alex, Susi und Miriam für die fabelhafte Organisation und die tolle Überraschung. Danke auch an die Jugendherberge in Bielefeld, die sich immer richtig freundlich um unser leibliches Wohl kümmert und hilfsbereit auf unsere Wünsche eingeht.

Schön war’s, bis zum nächsten Mal.

Galerie

Weihnachtskleid-Sew-Along – Teil 2

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