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Seniorenhose zwei punkt null

Sehr junge und sehr alte Menschen haben mehr gemeinsam, als man annimmt. Eine dieser Gemeinsamkeiten sind die Schwierigkeiten beim An- und Ausziehen von Hosen. Daher steckt man beide gerne in Hosen mit einem Gummizug-Bund.

Während bei sehr jungen Menschen diese Hosen recht weit geschnitten sind, damit die Mütter ihre Kinder trotz Gegenwehr leicht hineingestopft bekommen, sind bei den alten Menschen die Hosen oft möglichst schmal geschnitten, so dass sie eben über die Hüfte gehen und nicht zuviel Stoff in der Taille haben. Schick halt.

Meine Mutter hat auch ein paar von der Sorte (rechts habe ich die Dekoration schon abgetrennt). „Seniorenhosen“ nennt der Handel sie, mit welchem Recht, ist mir schleierhaft. Wie kann man denn einem Senioren eine taschenlose, hosenschlitzlose schmale Hose anbieten, in die man sich ja als 40-50 Jähriger kaum hineinwinden kann? Mal ganz abgesehen davon, dass ich keinen einzigen alten Menschen kenne, dem nicht andauernd die Nase tropft!

Ich habe also die Hosen Anfang Dezember in meine Obhut genommen und eine schon mal seniorentauglich gemacht. Die Entscheidung, die braune Hose mit einseitigen Paspeltaschen zu versehen, war ganz leicht, es ist die einzige Taschenvariante, bei der man keinen Originalstoff braucht, um ein akzeptables Resultat zu erzielen.

Als erstes habe ich die eingenähten Gummibänder in den Seitennähten festgesteppt und  dann im Vorderteil aufgetrennt, damit ich vorne keine Kräuselung hatte. Dann habe ich die Eingriffe mit Kreide und dann noch einmal mit Heftfäden markiert. Wie man einen Paspeltasche näht, steht in den einschlägigen Büchern, da ich keine Fotos gemacht habe, spare ich mir die Beschreibung. Ich habe allerdings den hinteren Taschenbeutel , der an der oberen Schlitzkante festgemacht wird, so groß gemacht, dass er sowohl unter dem Bund mitgefasst als auch auf der Nahtzugabe der Seitennaht festgesteppt werden kann. Eine Paspeltasche, die ab dem Schlitz nur nach unten baumelt, verzieht die Hose, der nicht so gut passenden Futterstoff blitzt die ganze Zeit und so etwas braucht kein Mensch. Und weil das echt etwas tricky ist und ich Fotos habe – hier das „So gehts“.

Taschenbeutel gefärbt

Das ist also der Schnitt vom Taschenbeutel, stellt Euch vor, er stößt oben an den Bund, und an der Seite an die Seitennaht. Der Schlitz mit der Paspel geht bis zu den beiden Querstrichen. Die Verlängerung ist eine Hilfslinie zum Ansetzen der Taschenbeutel. An die grüne Schlitzkante wird der grün umrandete Beutel angesetzt, an die pinkfarbene Kante kommt zweitere Beutelteil, den ich mal rosa eingefärbt habe.

 

 

 

Hier ist das ganze grüne Teil aus Stoff, dummerweise seitenverkehrt. Ich habe die Ansatznaht markiert,  gefaltet und gebügelt. Die Schwierigkeit besteht darin, dass man den Stoff so an den Schlitz stecken muss, dass beim Durchziehen auf die Innenseite der Hose der Beutel so liegt, wie auf der Abbildung links. Die Schlitzmarkierungen werden also aneinander gelegt, dann wird der untere Taschenbeutelteil hochgeklappt und in der Markierungslinie festgesteppt. Dazu habe ich leider keine Fotos.

An die untere Schlitzkante habe ich erst die Paspel aus „beinahe-Leder“ genäht und dann erst den rosa Taschenbeutelteil an der Paspel festgenäht und schließlich den Taschenbeutel geschlossen. Fertig sieht das ganze dann so aus:DSC_0982Wer genau hinschaut, sieht, dass der Reißverschluss schon drin ist.

Ursprünglich wollte ich einen einfachen Damenhosenschlitz nach diesem fabelhaften Buch machen (hat mir meine Tochter zum Geburtstag geschenkt, bekommt man nur noch selten und nur gebraucht, eines der allerbesten Bücher überhaupt)

aber weil ich nur einen echten Metall-Reißer in der richtigen Größe bekommen habe, habe ich mich für einen echten Schlitz mit Untertritt entschieden. Vermutlich wird meine Mutter meckern, weil ich einen anderen Stoff angestückelt habe, aber das ist dann eben so!

DSC_0981

Mit einem extra großen Knopf und Gürtelschlaufen aus der Dekoration und dem wieder festgesteppten Gummizug sieht die fertige Hose jetzt so aus:DSC_0990Einen Bügelpreis werde ich dafür wohl eher nicht gewinnen! Aber man kann sie notfalls auch ohne sie zu öffnen herunterziehen und zum Anziehen ist der Schlitz natürlich Gold wert. Inzwischen ist sie bereits unterwegs und mit etwas Glück kommt sie morgen bei meiner Mutter an. Seniorenkompatibel. Wenn sie meiner Mutter gefällt, gönne ich mir den ganzen Spaß mit Hose zwei.

Bild

WKSA 2018, 2.Zwischenstand: Ich habe Taschen!

Letzten Sonntag war schon der zweite Zwischenstand beim WKSA. Den ersten habe ich geschwänzt, weil da noch gar nichts stand und viel weiter bin ich auch heute, kurz vor Ende des Link-Ups immer  noch nicht. Ich halte es also mit Wiebkes:

Irgendwie rennt mir die Zeit davon. Ich habe fast noch nichts / immerhin eine Idee / wenigstens Stoff und Schnitt besorgt.

Taschen für Oldschool Teacher (5)

Aber ein klein wenig habe ich doch schon genäht: Die außerplanmäßigen Hüftpassentaschen für das Oldschool-Teacher-Kleid sind fertig. Im Original hat das Kleid zwei Abnäher im vorderen Rockteil. Den inneren, größeren habe ich genäht, den kleineren, äußeren habe ich in die Taschen verlegt.

Da ich gefragt wurde, wie man einen Abnäher in die Tasche verlegt , beschreibe ich kurz, wie ich es gemacht habe. Vermutlich gibt es jede Menge Arten, so etwas zu konstruieren, diese Anleitung hat keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Ich habe mit dem Schnitt angefangen und die geplante Taschen eingezeichnet. Auf den Fotos habe ich hier noch einen graden, mit dem Lineal gezogenen Strich, beim Nähen fand ich dann einen gerundeten Eingriff schöner und habe entspreched nachgezeichnet.

Taschenkostruktion (1)

Der Eingriff  beginnt an der inneren Kante des äußeren Abnähers, denn der soll ja in der Tasche verschwinden. Die Länge des Eingriffs habe ich so gewählt, dass meine Hand bequem in die Tasche gleiten kann, bei mir sind das 16cm. Dann habe ich den Taschenbeutel dazugezeichnet. Er ist relativ flach, damit er nicht aufträgt, jetzt, wo ich die Tasche einmal „anprobiert“ habe, hätte ich ihn doch 2-3cm tiefer machen können. Immerhin, für ein Taschentuch und ein Haargummi wird er reichen. Der Taschenbeutel endet an der äußeren Kante des inneren Abnähers, denn ich will ihn in der Nahtrille des Taschenbeutels festnähen, das ist stabiler, als wenn er nur in der Taillennaht mitgefasst wird. Taschenkostruktion (2)Dann habe ich den äußeren Abnäher zusammengesteckt und die neue Hüftpasse gezeichnet. Das ist hier rot. Der Taschenbeutel wird kopiert und die nach innen gerückte Seitennaht ist die neue Außenkante der Hüftpasse. Kling komplizierter, als es ist! Auf dem Foto habe ich mit blau gestrichelt den Verlauf der Seitennaht eingezeichnet, wenn der Abnäher nicht zusammengesteckt ist.Taschenkostruktion (3)Wenn man jetzt den Abhäher wieder auseinander zieht, sieht man ganz deutlich: die Hüftpasse deckt sich innen mit der eingezeichneten Tasche, der Tascheneingriff und die neue Seitennaht sind jeweils um eine halbe Abnäherbreite zu Mitte hin verschoben.

Beim Nähen habe ich, wie gesagt, den Tascheneingriff gerundet. Ich hatte keine Lust, am Rockteil den Tascheneingriff extra auszuschneiden, also habe ich die Taschebeutel aufgesteckt, einen angenäht, den überstehenden Stoff abgeschnitten und bei der anderen Tasche als Schablone zum korrigieren verwendet (rechtes Bild, draufklicken macht es etwas größer, ist schlecht zu erkennen). Die Hüftpassen habe ich dann untergelegt und festgesteckt. Dann wurden die Taschenbeutel geschlossen. Die beiden Lagen passen nicht exakt aufeinander, das passiert bei Hüftpassentaschen häufig. Einfach die Ränder beschneiden, zusammennähen, versäubern.Taschen für Oldschool Teacher (3)Bevor ich die Taschen in der Taille, an der Seitennnaht und in der Nahtrille des Abnähers festgenäht habe, habe ich noch einmal am Schnittmuster alles überprüft :Taschen für Oldschool Teacher (4)Man sieht deutlich an der Oberkante die Rundung in der Taillennaht, die durch die Abnäher entstanden ist. An der Seite ist die neue Kante nur scheinbar etwas zu weit. Ich habe das Kleid mit minimaler Nahtzugabe zugeschnitten und an der Hüftpasse etwas mehr zugegeben, um gegebenfalls etwas Spielraum für eine Anpassung zu haben.

Morgen (eigentlich schon heute, ich habe noch eine Weile nach der Verlinkung den Post ergänzt) wird es auf dem MMM-Blog das Finale geben, vermutlich ohne mich, denn das Kleid wird wohl nicht fertig werden. Nicht schlimm. ich habe ja noch andere Kleider, und es gibt immer noch die Sylvesterparty.

Wiebke hat sich heute verabschiedet aus dem MMM-Team und Doreen vom neuen Team vorgestellt, die leider nicht bloggt, sondern bei Instagramm ist. Vielleicht ja mal ein Grund, diese Plattform, die ich bisher geflissentlich ignoriere, zu besuchen. Auf jeden Fall ein herzliches Willkommen an die nächste Trägerin des imaginären MMM-Staffelstabes.

Alle, die es mit ihrem Weihnachtskleid bis zum 2. Zwischenstand geschafft haben, versammeln sich hier auf dem MMM-Blog.

 

 

WKSA 2018 2. Teil

Konkrete Projektvorstellung

 

Hurra, ich habe alle Zutaten bereit und sogar schon angefangen

Mein Stoff ist toll, aber ich nehme doch lieber ein anderes Schnittmuster. Oder doch nicht?
Was solls, ich kopiere den Schnitt und schneide gleich noch zu.
Hilfe, der Stoff kommt nicht. Das Schnittmuster gefällt nicht mehr.

Beim Weihnachtskleid-Sew-Along auf dem MMM-Blog wird heute wird das ausgewählte Projekt vorgestellt. Ich habe mich ganz untypisch für mich für Nummer Sicher entschieden und werde das Old School Teacher Kleid aus der Ottobre 5/2011 nähen.

Old School Teacher (1)

Ottobre 5/11

Da dieses Kleid bereits zweimal auf einer Annäherung mit war als B- oder C-Projekt (als ob ich jemals das A-Projekt fertig bekommen hätte!), ist es nicht nur bereits zugeschnitten, sondern auch mit Einlage bebügelt und ringsherum versäubert. Das erhöht die Chance, fertig zu werden um lockere 100%.

Oldschool teacher Zuschnitt

Das Versäubern habe ich mal gemacht, als ich versucht habe, den Stoff violett zu färben, warum auch immer. Vermutlich wollte ich nicht zwei Kleider aus dem selben roten Stoff im Schrank haben. Die Färbung ist missglückt, oder auch nicht, wie man es nimmt. Der rote Stoff wurde nur eine Schattierung dunkler. Zum Glück habe ich die größeren Stoffreste mitgefärbt, denn ich habe mich entschieden, den Rock des Kleides um ein paar Hüftpassentaschen zu ergänzen.

Old School Teacher (2)Wie praktisch, dass das Kleid gleich zwei Abnäher auf jeder Seite hat, denn den äußeren kann ich in der Tasche verschwinden lassen, also in die Tasche verlegen. Wenn man dicht vor der Tasche einen Abnäher hat, sieht das merkwürdig aus. Einen einzigen Abnäher hätte ich nicht so weit zur Seite verlegen können, ohne dass die Passform über dem Bauch leidet.

Ich erinnere mich, dass ich den Stoff sehr geizig zugeschnitten habe, weil ich damals unbedingt zwei Kleider aus einem Stück Stoff herausquetschen wollte. Daher habe ich sicherheithalber nachgemessen im Brust- und Ärmelbereich. Wenn ich die Nahtzugabe bis zum Äußersten ausreize, könnte es gerade passen, zumal im Stoff etwas Elasthan ist. Beim unelastischen Futter habe ich 1,5cm Nahtzugabe, das macht 4cm Spiel , die ich wohl ausnutzen muss.

Jetzt schaue ich noch bei den anderen Weihnachtskleidern vorbei. Katharina von sewing addicted hat heute ihre Abschiedsrunde und reicht den Staffelstab an Elke von grueneblume weiter. Danke an die eine für so viele Jahre des Bereitstellens dieser wunderbaren Plattform und an die andere, dass sie den MMM für uns erhält.

WKSA 2018: Inspiration und Rückblick

Es gibt es doch: Das allseits beliebte Weihnachtskleid-Sew-Along. Seit Mitte November habe ich mit steigender Nervosität den MMM-Blog im Auge behalten – nirgends eine Ankündigung zu sehen. Ich hatte schon befürchtet, mein diesjähriges Weihnachtskleid allein nähen zu müssen, denn auf die geliebte Tradition des Weihnachtskleid-Nähens (und seien wir ehrlich:  daran Scheiterns) wollte ich auf keinen Fall verzichten. Aber heute geht es doch los, und anscheinend wird dabei auch gleich der Staffelstab weitergereicht, denn Dodo von Dodosbeads hat Ina vom Fitzladen vorgestellt, die ab Januar im neuen Team den MMM fortführen wird. Also gleich doppelt Grund zum freuen!

Viermal war ich schon beim WKSA dabei, zweimal bin ich sogar pünktlich fertig geworden, wirklich zufrieden war ich einmal, ganz und gar unzufrieden auch einmal, regelmäßg getragen wird keins der vier Kleider, aber zumindest unregelmäßig habe ich sie an (da ist noch Luft nach oben).

Und da sind sie, die vier. Das von 2013 ist entsorgt, das war ein eindeutiges TFT, 2015 trage ich ganz selten, es ist halt doch nicht so alltagstauglich, so dass ich es wohl wegrationalisieren werde und die beiden anderen sind zwar schön, aber irgendwie trage ich nicht häufig genug Kleider.

Von einer statistischen Erfolgsquote von 50% lasse ich mich natürlich nicht beeindrucken, alsostürze ich frisch aufs neue in das WKSA.

Sonntag, 25.11.2018 –  Inspiration und Rückblick
Ich weiß schon, was ich nähen möchte
Ich habe so viele Ideen und kann mich nicht entscheiden.
Ich weiß genau welcher Schnitt, aber keine Ahnung was für ein Stoff passt.

Stoff ist da, aber welchen Schnitt solch ich nur nehmen?

So, der Rückblick ist fertig. Ich persönlich bin auch eher eine Punkt-2-Kandidatin.

Zwei Kanditaten von letzten Jahr haben es auch dieses Jahr wieder in die engere Auswahl geschafft:

Die drei Kandidaten

Die beiden Burda-Kleider 4/14#117 und 9/17#116,  dazu das Old-school Teacher-Kleid aus der Ottobre 5/2011. Alle drei sind schon zugeschnitten und bereits angefangen ( ja, so ein Kleid kann bei mir durchaus auch mal ein paar Jahre in der Projekte-Box liegen), was also die Wahrscheinlichkeit einer termingerechten Fertigstellung signifikant erhöht. Außerdem wären dann endlich mal ein paar UFO’s fertig.

Andererseits waren in diesem Jahr in der Burda einige sehr schöne Sachen drin. Und ich war inn Hamburg Stoffe shoppen an einem eisigen Wochenende (Alternativprogramm zur Hafenrundfahrt, ich glaube ich hatte mehr Spaß!)

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Das war die Beute und das könnte ich daraus nähen:

Hosen wären ja nicht blöd, erstens brauche ich welche und zweitens trage ich sie wenigstens. Allerdings habe ich an Weihnachten eigentlich immer ein Kleid an.

Und dann gibt es noch dieses gut abgelagerte Stoff-Schätzchen von Marc Aurel:

Das Kleid ist aus der Septemberburda und hat deutliche Ähnlichkeit mit dem Old-school Teacher, allerdings hat Burda Raglanärmel und ich glaube, in denen kann man sich besser bewegen. Möglicherweise kann man aber aus den beiden Schnitten einen bauen und spart sich einmal anpassen.

So, ich gehe jetzt zum MMM-Blog , sehe mir die anderen Inspirierten und Unentschlossenen an und finde möglicherweise ein Kleid, das ich schon immer haben wollte. Dann werfe ich alle meine Projekte in die Ecke und fange etwas ganz neues an!

MMM am 5.9.2018

Ich habe tatsächlich drei lange Monate nicht gebloggt! Zuviel Sommer, zuviel Garten, zu viel Gießen bei der Dürre, dann der Urlaub (gefühlt viel zu kurz). Und immer zu wenig Zeit für alles. Ich habe auch kaum genäht, das ist im Sommer meistens so. Aber kurz vor dem Urlaub, zwar nicht, wie geplant zur Gartenparty im Sommer, aber immerhin rechtzeitig für ein paar Konzertbesuche habe ich dieses Kleid fertig bekommen:MMM 05-09-2018

Es ist das Kleid 101 aus der Februar-Burda . Diese Burda ist wirklich mal eine Ausgabe, aus der ich noch ganz viel nähen will (und auch schon etwas genäht habe).  MMM 05-09-2018 (3)

Das Kleid hat eine für mich ungewohnte Länge, Midi habe ich nur wenig im Schrank. MMM 05-09-2018 (4)Die Größe 38, die ich nicht anpassen musste, sitzt in der Taille locker ohne zu schlabbern und ich kann bequem atmen in dem unelastischen Material. Im Original sind an der eine Seite im Rock und auf den oberen Teilungsnähten der Ärmel Schlitze, die mit kleinen Knöpfen und Schlingen geschlossen werden. Das war mir zu viel Arbeit, außerdem hatte ich den Verdacht, dass so etwas bei meiner leichten Viskose unschön klaffen und herumbeuteln könnte. Also habe ich alle Schlitze geschlossenen.

Ich habe auch keine umgeklappten Säume gearbeitet, sondern mit der Ovi einen Rollsaum gemacht, das unterstützt den flatterigen Charakter von Stoff und Schnitt.

MMM 05-09-2018 (5)

Das Kleid ist ein bisschen altmodisch  retro vom Schnitt her, die Paspeln und das eingesetzte Taillenband, das unten auf der natürlichen Taille endet und oben ein bisschen gerundet ist und auch die Falten am Ausschnitt sind alles feminine Details, die ich sehr mag.

Den Stoff habe ich beim gemeinsamen Einkauf für den Homewear-Sew-Along mit Manuela von Twill und Heftstich  bei Stoff und Stil gekauft. Gefunden hatte ihn Manuela und zum Glück war gerade noch genug Stoff für uns beide auf dem Ballen.

MMM 05-09-2018 (6)Klematis-Ranken auf schwarzem Grund, dazu die eine oder andere Libelle, es war Liebe auf den ersten Blick. Leider haben sich die Fäden in der ersten Wäsche gleich erst einmal gedreht, dadurch wirkt der Stoff ein wenig verwaschen. Inzwischen habe ich mich mit der Optik versöhnt, im Gegenteil, der leicht unscharfe Eindruck passt irgendwie gut zum Kleid.

Was noch ganz hervorragend zu dem Kleid passt, ist meine im Mai fertig gewordene Eisen-Cardigan, die ich noch nicht verbloggt habe, ein Bericht wird nachgereicht. Heute morgen, bei nebliger Frische, brauchte ich sie noch als Begleitung, Mittags bei 27° ist das Kleid genau richtig.

MMM 05-09-2018 (1)

Heute ist MeMadeMittwoch mit Gastgeberin Dodo, da schaue ich mir gleich mal an, ob Ihr auch die Sommergarderobe mit wärmeren Oberteilen herbsttauglich macht, oder ob bei Euch der Herbst schon richtig Einzug gehalten hat.

MMM im Fliegenpilz-Look

Im letzten Monat habe ich vor lauter Gartenarbeit praktisch nichts genäht, und alle die schönen Sommerkleider und  – Blusen, die auf meiner Nähliste stehen, sind noch nicht einmal auskopiert. Dafür habe ich bereits jede Menge Salat und wunderschöne Rosen. Das Leben besteht aus Entscheidungen!MMM 06-06-18 (2)

Mein Kleid habe ich im September 2014 genäht, und erst 2015 öfters getragen. Komisch, gefühlt ist es noch nicht so alt. Der Schnitt ist obenrum Burda 6/2013 Nr. 120 und unten herum ein 360°- Teller Marke selbst berechnet. Ich liebe das Kleid nach wie vor und werde es bestimmt noch eine Weile im Schrank behalten. MMM 06-06-18 (7)

Und natürlich kann man auch damit herumwirbeln.

MMM 06-06-18 (6)

Jetzt gehe ich aber zum MeMadeMittwoch, der erfreulicher Weise noch statt findet und schaue mich bei den anderen Teilnehmerinnen um.MMM 06-06-18 (13)

Vielen Dank liebes MMM-Team, dass Ihr Euch nicht von der neuen Datenschutzverordnung habt kirre machen lassen, sondern den Blog weiter betreibt.

Unterwäsche Sew Along 2018

uwsa-2018-fc3bcr-blogHeute beginnt der Unterwäsche Sew Along bei Maria vom Blog Fadenwechsel. Dies ist definitiv ein Sew Along, den ich bitter nötig habe. In meiner Wäsche-Schublade sieht es nämlich aus wie… nein, das wollt Ihr gar nicht wissen!

Das Thema heute: Bestandsaufnahme: Was habe ich und was brauche ich? Was gefällt mir? Was habe ich schon genäht? Wo finde ich Inspiration/Augenfutter/Schnittmuster?

BH-Set Amelie

BH Amelie von Sewy

Seit dem BH-Sew Along bei eben julia bin ich vom Thema Unterwäsche nähen angefixt. Ich habe mir damals voller Enthusiasmus ein großes Paket mit Material von Sewy gekauft –  und das war dann auch schon alles. Der BH aus dem Sew-Along wurde zu klein.  Ein weiterer, ebenfalls nur aus Stoffresten und geschlschlachteten alten BH’s genäht, passte zwar, aber das Gummi in der passenden Hose strämmte, wird also auch nicht getragen. Irgendwie waren mir die Schnitte nicht gut genug für die teuren Materialien, die ich gekauft hatte, aber um die Schnitte anzupassen, die Sachen zu ändern oder einen neuen Schnitt auszuprobieren, fehlten mir Zeit und Lust. Inzwischen ist der BH aber aufgtrennt und ich habe eine Lösung für die zu kleinen Cups gefunden.

Um Marias Fragen zu beantworten: Ich brauche alles: BH’s, Unterhosen, Unterhemden und einen neuen Unterrock. Ich habe alle benötigten Materialien.DSC_0691Drei Kreativpakete von Sewy, DSC_0692eine Box mit Jerseyresten von meinen letzten Nähprojekten und drei bereits zugschnittene Unterhosen,

DSC_0693Dazu kommen die BH-Schnittmuster Julie und Amelie von Sewy, der Unterhemden- und der Unterhosenschnitt von Zoe,  und das Buch Bare Essentials, das sich sehr detailliert mit der Konstruktion von BH’s beschäftigt. Es ist kein Buch für Anfänger, aber ich kann es jeder, die etwas tiefer in die Materie einsteigen will, nur empfehlen, denn man bekommt ein ganz anderes Verständnis für Schnittmuster und Material.

DSC_0694Und dann habe ich mir dieses Buch geleistet: Eigenlich mehr ein Bilderbuch als ein Nähbuch. Antike Unterwäsche wird vorgestellt und zu jedem Stück gibt es ein Schnittmuster auf Milimeterpapier, das man dann vergrößern und anpassen kann. Zwei vollständige Prokjekte sind auch darin, ein leichter BH, dessen Schnitt mich nicht reizt und ein Petticoat. Ein paar interessante BH-Schnitt sind drin, Korsetts und Mieder und Strumpfhalter sowie einige trägerlose BH-Mieder, die sicherlich bei der Konstruktion eigener Schnitte hilfreich sind. Kein klassisches Nähbuch, aber eine interessante Ergänzung meiner vorhandenen.

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Das erste Treffen findet heute statt, anscheinend war ich an diesem Sonntag etwas schneller, als unserer Gastgeberin. Eine Verlinkung wird also noch gemacht.

Homewear-Sew-Along: Das Finale

Tataaa! Heute präsentiere ich stolz das Finale des Homewear-Sew-Alongs den Manuela von Twill und Heftstich  und ich in den letzten Wochen organisiert haben. Es hat mir viel Spaß gemacht mit Euch zu nähen und Eure Blogs und Manuela auch persönlich kennen zu lernen.

Schön ist es geworden. Jetzt darf es klingeln, wir sind für jeden Überraschungsbesuch vorbereitet!

Darf es das wirklich? Klingeln? Nun ja, von den vier Kleidungsstücken, mit denen ich vor vier Wochen in den Sew-Along gestartet bin, sind zwei fertig geworden und ein drittes ist immerhin zugeschnitten. Das Hanfblätter-Zen-Shirt alias Raja aus der März-Fashionstyle habe ich ja schon gezeigt. Gestern abend habe ich dann zur Hälfte fertiggestellte Shorts beendet, inklusive auftrennen, weil nicht aufgepasst und Gummiband zu eng,  und mehrfachen Versäuberns, weil die Ovi mit den dicken Stofflagen nicht mehr zurecht kam.DSC_0672Ich habe bei den Taschen nur die oberen Kanten mit grau eingefasst und bei den  unteren Kanten gelb genommen und grau abgesteppt. Dabei habe ich bei Tasche 1 den Steifen erst angenäht und dann umgeklappt und mit eine Covernaht festgenäht. Das war sehr mühselig, zumal ich dann auch noch beim Aufnähen der Tasche exakt auf der Naht nähen musste. Bei der zweiten Tasche war ich schlauer: Ich habe mit einer füßchenbreiten Naht den Streifen nach dem Umklappen festgenäht und dann die Tasche schmalkantig aufgesteppt. Um Vergleich zum Heft habe ich die Beine noch um ca. 3cm verlängert und im Bund ein Gummiband mit eingenäht, damit die Hose besser hält.

Ottobre 2/2015 Modell 18 Gym & SportDSC_0680

Die Hose sitzt recht hüftig, ich muss aufpassen, dass ich sie mir nicht immer in die Taille ziehen will, denn sonst sieht sie blöd aus. Insgesamt eine sehr bequeme, kuschelige Sommer-Haus-Hose.

 

DSC_0674Das sind sie also, die beiden Teile. Eine kuschelige Shorts für warme Tage und ein Shirt, das sich heute als leicht und warm aber leider nicht besonders kuschelig gezeigt hat.

Finale Homewear-S-A

Ottobre 2/2015 Mod. 18 und Fashion Style 3/2018 Mod. 18

So sehem beide Teile an der Frau aus, und hier noch einmal mit etwas mehr Blumen.

Finale Homewear-S-A2

Die Sweat-Hose „Ruri“ von Named habe ich bereits zugeschnitten, tatsächlich habe ich mit dem zusammenkleben und verlängern des Schnittes den größten Teil der Nacht zugebracht. Nina von Kleidermanie hat die Hose hier besprochen. Sie erwähnt, dass die Taschen gerne aus der Hose krabbeln, also habe ich sie nach ihrer Empfehlung bis an den Bund zugeschnitten.DSC_0671Nina schreibt auch, dass sie eine Hose innerhalb von 2 Stunden genäht hat. Das werde ich wohl eher nicht hinbekommen, aber diese Wochenende wird sie sicher noch fertig. Die Hose Nummer vier ist insoweit angefangen, dass ich meine alte Lieblingshose zerschnitten habe und nun einen Schnitt daraus machen muss. Ob das noch fertig wird, bis ich das Linktool schließem weiß ich nicht.

Was auf jeden Fall heute im Laufe des Tages eingestellt wird, sind Tragefotos, wenn das Wetter und das Licht etwas besser ist.

So, und jetzt seid Ihr an der Reihe. Alle Pläne geschafft? War Ihr möglicherweise nicht ausgelastet  mit den Plänen und habt noch eine kleine Pyjama-Kollektion dazugenäht? Ich bin gespannt. Das Linktool bleibt eine Woche geöffnet . Wenn es dann geschlossen ist, würde ich, Euer Einverständnis vorrausgesetzt, Bilder von Euren Beiträgen direkt in meine jeweiligen Posts aus dem Sew-Along einsetzen, und die dann mit Euren Beiträgen verlinken. So muss man,  wenn man den Sew-Along nochmal nachlesen will, nicht noch einmal auf diese extra-Seite wechseln sondern kommt, wie bei Google-Blogs direkt auf Eure Seite zu Euren Beiträgen.

Es gelten die gleichen Bedingungen für die Verlinkung wie vorher auch: Kleidung, die Ihr für Euch genäht habt und bitte keine Werbung.

Mini-Zwischenstand zum Homewear-Sew-Along

Homewear SA Logo bordeauxgelbWie sieht es bei Euch aus? Wie weit sind Shirts, Hosen, Socken und Blusen gediehen?

Bei mir schweigt die Nähmaschine, ich schlage mich mit anderen Nadeln bzw. richtigerweise mit Stacheln herum. Der Garten, in dem die Pfingstrosen pro Tag 3-5cm Höhe zulegen, verlangt die volle Aufmerksamkeit und abends bin ich zu platt, um noch etwas richtiges zu machen. Immerhin ist der Schnitt für den Sweater auskopiert und heute wird der noch zugschnitten.

Für alle, die noch ihre Schnittmuster- und Stoffauswahl mit uns teilen wollen oder auch noch zum zweiten Termin quer einsteigen möchten: Das Link-Tool schließt heute um 23.55 Uhr!

Warum brauchen wir eine Datenschutzverordung?

Bei Sandra habe ich heute etwas über die neue Dateschutzverordung gelesen. Ich fiel aus allen Wolken. Das sollte uns kleine private Blogger betreffen?

Ich kenne das Datenschutzdilemma teilweise aus dem Beruf und finde es auch richtig, dass man die Leute aktiv darauf aufmerksam machen muss, dass ihre Daten gesammelt werden. Wem ist z. B. schon bewusst, dass man mit einer Mitgliedschaft bei Whatsapp erlaubt, dass sämtliche Handy-Daten ausgelesen werden? Diverse Verwandte und Bekannte  haben also durch Whatsapp meine Telefonnummer weitergegeben, ohne mich zu fragen, ohne dass ihnen das bewusst gewesen wäre. Ich selber kann so verantwortungsvoll mit meinen Daten umgehen, wie ich will, auf FB, Google oder Whatsapp verzichten und sensible Daten von mir landen trotzdem dort, wo ich es nicht will. Das stinkt mir ganz gewaltig!

Zum Kommentieren im Netz habe ich eine eigene e-mail-Adresse und bekomme jede Menge Spam, der nichts mit Nähblogs zu tun hat. Wer verkauft hier meine Adresse?
Ich bin gerne bereit, einen Hinweis zum Datenschutz auf das Kommmentar-Formular zu setzen, denn wer bei WP kommentiert, muss eine e-mail-Adresse angeben, die ich dann sehen kann. Das finde ich auch O.K., wer nicht bereit ist, von mir kontaktiert zu werden, von dem möchte ich auch keine Kommentare.
Allerdings finde ich auch, dass jeder selber dafür verantwortlich ist, welche Daten er im Netz preisgibt. Das Netz vergisst nichts, das sollte inzwischen wohl jeder wissen. Ein Hinweis zu den Datenschutzbedingungen meines Bloganbieters, das der hoffentlich bald zur Verfügung stellt, sollte da genügen. Das Netz ist kein Kindergarten und ich fühle mich auch nicht dafür verantwortlich,  andere daran zu hindern, ihre Daten überall verstreuen.

Den meisten ist Datenschutz ohnehin völlig egal, die werden sich auch nicht durch Datenschutzhinweise belehren lassen. Solange die Leute für 3% Bonusrabatte ihre gesamten Einkaufs-, Bewegungs-, Gesundheits- und Verhaltensdaten an wer weiß wen verkaufen, sehe ich für den Schutz ihrer Daten sowieso schwarz. Gerade hier in den neuen Bundesländern, in denen die Menschen doch wissen, wie es ist, wenn Fremde dich bis in das Schlafzimmer ausspionieren, ist mir diese Gleichgültigkeit vollkommen unbegreiflich! Das berühmte „Ich habe ja nichts zu verbergen“ habe ich schon so oft gehört, das ich das Thema gar nicht mehr anschneiden mag. Davon wird mir nur schlecht. Nur weil kein ekeliger Stasi-Mitarbeiter, der seine Macht und sein Wissen missbraucht um einen zu drangsalieren, hinter der Spionage steht, sondern große Konzerne, die uns anonym und viel raffinierte manipulieren, als es der Staat damals konnte, stört das die Leute nicht im geringsten. Die Manipulation macht ihnen keine Angst, weil sie sie nicht bemerken. Dass z.B. die Anzeigen in der Suchmaschine genau auf ihr Kaufverhalten zugeschnitten sind und die Informationen, die sie bekommen, bereits vorselektiert wurden, merken sie gar nicht. Wie denn auch?

Grundsätzlich soll uns diese neue Datenschutzverordung darauf aufmerksam machen, dass wir unsere Daten im Netz verstreuen und uns die Möglichkeit geben, uns davor zu schützen. Dumm nur ist, dass die Währung, mit der wir die Dienste im Netz bezahlen, unsere Daten sind. Wollen wir nichts preisgeben, dürfen wir nicht mitspielen, also nicht am Austausch von Informationen teilhaben. Insofern nutzt die Datenschutzverordnung nichts. Wir bekommen nur noch einmal deutlich gesagt, was wir ohnehin schon wissen sollten und mit jedem Kommentar, jeder Link-Party und jedem Besuch einer Webseite durchnicken.

Wer liest denn schon die AGB, wenn er etwas online bestellt? (Sollte man übrigens. Im Sommer hörte ich im Radio von einem Laden, dem Du bei einer Bestellung die Rechte an Deinem Erstgeborenen versprichst!)
Schade nur ist, dass gewiefte Abmahn-Anwälte diese neuen Regelungen nutzen werden, um sich ein goldenes Näschen zu verdienen an harmlosen privaten Bloggern wie uns, während die Menschen, die geschützt werden sollen sich einen Dreck darum scheren.