Schlagwort-Archive: Norma

MMM mit alten Klamotten

Heute trage ich Sachen aus den Anfängen meiner Nähblogger-Karriere, also Kamotten, die locker vier oder fünf Jahre alt sind.

mmm18-01-17-3

Eine Norma (Ottobre 5/2012) aus einem Tweed-artigem Stoff, der mal ein Rock von meiner Schwester war und die Stoffmark-Jacke.

mmm18-01-17

Die Verkäuferin hatte diese Jacke genäht und werbewirksam an ihrem Stand aufgehängt, an dem sie dann den Stoff und den Schnitt dazu verkaufte. Bei mir ist dieses Konzept voll aufgegangen, ich habe gleich alles gekauft und die Jacke schnell nachgenäht. dsc_0146

Der Wollstoff ist warm und bequem, sie saß auf Anhieb gut. Eigentlich ist sie zu warm für’s Haus, aber aus irgendeinem Grund kommt die Heizungswärme nicht so gut in meinem Arbeitszimmer an, das mit Abstand der kühlste Raum im Haus ist, und das, obwohl es direkt über der Heizung liegt. Und weil ich ein paar freie Nähtage habe, kann ich den Annährungs-Flow ausnutzen und nähe gleich weiter…

mmm18-01-17-2

Beim heutigen MMM ist Luise  Vortänzerin, und sie tut das in einem Rock, für den sie eine tolle Gardine gekonnt upgecycled hat.

 

MMM am 19.10.: Wer bin ich, und ist das die selbe Frau, für die ich auch nähe?

Heute trage ich eine Kombination, die ich so seit drei Jahren immer wieder trage. Die ich auch hier schon mehrfach gezeigt habe.  Die Frau von Welt umwickelt den zerschnittenen Finger dazu natürlich mit farblich passendem Fingerflex. Es sind immer die Kleinigkeiten!mmm-19-10-16

Der Rock (Norma aus Ottobre 5/2010) ist eins der echten „Bread and Butter“ -Teile, von denen ich immer noch nicht genug zu haben glaube. Aber stimmt das überhaupt? In letzter Zeit habe ich vermehrt Kaufkleidung getragen, irgendwie war mir die Auswahl bei den eigenen Sachen zu gering. Aber ich ertappte mich dabei, dass ich meine beiden mindestens fünf oder sechs Jahre alten Jeans in Dauerschleife mit immer den selben fünf oder sechs alten Shirts trug. Der Schrank ist voll, aber im Grunde beschränke ich mich auf 10 bis 12 Teile, die ich nicht einmal untereinander unterschiedlich kombiniere. Pulli A zu Rock 1, T-Shirt B zu Hose 2. Nicht wirklich kreativ. Kann ich auch mit den selbst genähten Sachen haben. So wie heute. Bekannt, vertraut, sicher.

Natürlich gibt es auch objektive Gründe für diese Art der Beschränkung. Ich habe viele Einzelstücke, und wenige „Allrounder“, Ober- und Unterteile, die zu allem im Schrank passen. Auf meiner Nähliste stehen viele „missing links“, aber seit Monaten komme ich nicht zum Nähen. Ich bin frustriert.

Trotzdem erklärt das nicht meine merkwürdige Abneigung, selber genähtes zu tragen. Vielleicht sind die neuen Sachen zu formell, nicht ganz so bequem oder kuschelig wie die alten. Früher habe ich grundsätzlich Komfort dem Chic vorgezogen. Fleece-Pulli statt Bluse oder T-Shirt und Strickjacke.  Aber eigentlich passt das nicht mehr zu meiner Selbstwahrnehmung. Trotzdem fühlen sich die neuen Kleider fremd an. Möglicherweise deshalb, weil sie genau das sind: Kleider. In denen man sich auch ein bisschen zurecht gemacht fühlt. Etwas, dass mir das Gefühl von „Aufwand betreiben“ gibt, obwohl es objektiv genau so viel Aufwand bedeutet, in eine Strumpfhose zu schlüpfen und ein Kleid überzustülpen, wie eine Jeans  und einen Pulli anzuziehen. Im Gegenteil, denn für letzteres braucht man ja noch extra Strümpfe. Bin ich wohlmöglich doch der „Jeans-und-Fleece-Pulli“-Typ? Benähe ich die Frau, die ich gerne wäre an Stelle der Frau, die ich bin? Un wenn ja, warum?

Ich frage mich, ob das anderen auch so geht. Hat sich Euer Stil geändert, seit Ihr selber näht? Oder Eure Selbstwahrnehmung? Für wen näht Ihr? Für die Frau, die Ihr immer wart oder für die, die Ihr gerne währt? Und wie wohl fühlt Ihr Euch dann in Eurer selbstgenähten Kleidung?

Am heutigen MeMade Mittwoch stellen viele Frauen ihre selbstgenähte Kleidung vor. Vielleicht stellt sich die eine oder andere die selben Fragen leise oder auch laut.

MMM am 15.6.2016: Ginkgo-Norma

„Tragen Sie Ginkgo-Norma , und Sie fühlen sich beschwingt und zeigen sogar etwas Knie“

MMM 15-6-16 (11)

Ich mag Ginkgo, allerdings  nur äußerlich, z.B. in Form von Ohrsteckern, und das nicht erst, seit ich in Weimar war. Den Plan, einen Rock mit Ginkgo-Blättern zu bedrucken, hatte ich schon seit langem.

Dass ich dafür eine „Norma“ gewählt habe, liegt zum einen daran, dass der Schnitt einfach klasse und auch gut zu variieren ist. Zum anderen war der zukünftige Name des Endproduktes ausschlaggebend: Bei „Ginkgo-Norma“ denkt man eher nicht an einen Rock, das kommt meinem abartigen Sinn für Humor entgegen 🙂 .

MMM 15-6-16 (6)

Weil es heute frisch und regnerisch war, gab es Vogue 2449 darüber.

 

 

 

Die Details:

  • Norma aus der Ottobre 5/2010
  • Material: Leinen
  • Druck: Javanna Stoffmalfarbe für dunkle Stoffe in Linoldruck-Technik

Der Rock ist ungefüttert, aber ich habe den Bundbesatz mit Schrägband eingefasst, um nicht die Nahtzugabe einschlagen zu müssen und so viel Stoff an der Naht zu haben.MMM 15-6-16 (14)

Ich habe Hüftpassentaschen genäht, mit einem hübschen Futter:Gingko-Norma Taschen

Der Reißverschluss hatte die falsche Farbe, also habe ich ihn verdeckt eingesetzt und den Schlitz oben mit einem Haken mit genähter Öse  geschlossen.Ginkgo-Norma Rockschlitz

Der extra gekaufte graue Nahtreißer tauchte wieder auf, als ich mit dem Schlitz fertig war!

 

Noch ein  Bild vom Druck im Detail:MMM 15-6-16 (16)Wenn man den Stoff selber bedruckt, braucht man sich um das Muster an den Nähten keine Sorgen zu machen.

Dieser Rock schließt die Serie mit Stoff-Druck-Experimenten ab, die ich in den letzten Wochen gemacht habe. In den nächsten Tagen werde ich noch einmal genauer darüber berichten. Außerdem habe ich damit ein weiteres Teil meines SWAP , den ich bei Brot-und-Butter begonnen habe, fertiggestellt.

MMM 15-6-16 (4)

Jetzt geht es hinüber zum MeMadeMittwoch. Sibylle vom Büro für schöne Dinge zeigt heute tierisch gemütliche Wohlfühlkleidung.

 

 

 

Merken

Merken

Merken

MeMadeMittwoch: Heidi und Holz vor der Hütt’n

Holleridudödldi diridiri dudeldö!

(Loriot , Die Jodelschule)

Heidijäckchen 1Nach nur eineinhalb Jahren Strickzeit ist mein Heidijäckchen endlich fertig geworden. Obendrein habe ich passend zum alpinen Flair „mächtig Holz vor der Hütt’n“, das wollte ich schon immer mal von mir sagen können. Obwohl hier sicherlich anderes „Holz“ gemeint ist…

Das Jäckchen wurde 2013 beim Heidi-Projekt gestrickt und mir war schnell klar, als ich die fertigen Heidi’s gesehen habe, dass ich auch so eines haben muss. Das Stricken zog sich allerdings ganz schön hin.Heidi 4

Hier noch einmal ein Detail-Bild, damit das Muster besser zu erkennen ist.

Heidi2Der Rock, den ich dazu trage, ist meine erste „Norma“, ein Schnitt aus der Ottobre 5/2010. Der Schnitt ist mir das erste Mal bei einem MMM begenet und ich habe mir damals die Zeitschrift extra dafür bestellt.Heidi3

 

 

 

 

 

So sehr mir die Jacke gefällt, weiß ich doch mit Sicherheit, dass ich so schnell keine Einstrickmuster mehr stricken will. Sogar mit einem Fingerring zum Musterstricken war es eine elende Fummelei, die Fäden in der Fair-Isle-Technik andauernd zu kreuzen. Die Steeks zu stricken war allerdings eine praktische Sache, ich habe sie einfach mit der Nähmaschine abgenäht und dann aufgeschnitten.

  • Jacke:  Modell 22 aus der Rebecca 53 ( Januar-März 2013)
  • Material: Drop Baby merino in türkis, Aldi-Sockenwolle in dunkel-dunkelblau, gelbe und weiße Restwolle
  • Rock: Norma aus der Ottobre 5/2010
  • Material: Tweedartiges Wollgemisch

Beim heutigen MMM zeigt Meike ein tolles groß gemustertes Jersey-Kleid, unbedingt ansehen.

 

 

 

 

 

 

 

MeMadeMittwoch: Cool Grey und Frühlings-Norma

So sieht es heute Morgen bei mir aus  ( auch wenn die Bilder schon von gestern sind):

MMM 27.5.2015aAus der Tür kommen,

MMM 27.5.2015bNachsehen: Ist das Tor schon offen?

MMM 27.5.15Und Abfahrt!

Obendrüber trage ich den Sixties Coat aus dem GBSB. Für den MeMadeMittwoch noch das Untendrunter:

MMM27.5.2015dCool Grey von hier und die Frühlings-Norma von hier.

In ihren ersten Leben war die Norma dieser RockMMM 27,5,2015 Vorgängerrockund den umzuarbeiten war mit Abstand das Beste, was ich daraus machen konnte.

Noch ein abschließender Blick auf die Blumen:MMM27.5.2015BlumenrabatteZwiebel-Iris und davor blühender Salbei, den man auch zum Kochen verwenden kann (meine Koch-Salbei steht allerdings im Kräuterbeet vor der Küche und nicht in der Einfahrt)

MMM2 27.5.2015cBeim MMM zeigen gut gekleidete Menschen ihre selbst genähte Kleidung, heute moderiert von Gastbloggerin Anne, die sich ein schickes Capelet entworfen hat.

28.3. Neue Norma

Me Made MärzMeMadeMärz –  dazu gehören:

Heute muss es schnell gehen: Neue Nachts genähte Norma, auf dem Weg zur Arbeit.Norma, 28.3.

So, die Arbeit ist getan. Jetzt etwas mehr Hintergrundinformation zu meinem Outfit: Dem Rock „Norma“ bin ich zum ersten Mal bei Wiebke begegnet. Er ist aus der Ottobre 5/2010, ein Heft, das ich mir danach sofort bestellt habe. Leider finde ich darin nur wenig ansprechendes und nichts, das ich mir außer dieser Norma nähen möchte, was sicher auch an der nicht so tollen Präsentation der Schnitte liegt. Ich kann keine Bluse beurteilen, wenn eine Jacke darüber getragen wird!

Als ich den Schnitt sah hatte ich sofort einen alten Rock von meiner Mutter im Sinn (einfache Falten mit Bund), der aufgetrennt zu mir gekommen ist. Die Farbe ist fast so anpassungsfähig wie Jeans und er passt perfekt zu meinem absoluten Lieblingspulli, diesem Rolli von Tchibo, den ich da anhabe. Ich liebe dieses Petrol, eine Farbe die so gar nichts mit Petroleum oder Autosprit zu tun hat.28.MeMadeMärzMeine Norma ist übrigens praktisch:  Sie hat Taschen!