MMM am 2.3.2022 Nach Weihnachten ist vor Weihnachten

Pünktlich 10 Monate vor Weihnachten ist meine Weihnachtshose fertig geworden. So früh war ich noch nie dran! Obwohl, eigentlich war es ja die Weihnachtshose 2021, die mit 2-monatiger Verspätung fertig wurde. Alles eine Frage der Perspektive.

Hier ist sie nun, die Hose aus der April-Burda von 2021. Ich habe einiges an Anpassungen gemacht, die ich hier bereits beschrieben habe. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Resultat, nur an der Seite auf Taschenhöhe gibt es eine leichte Ausbeulung, das kann aber auch am Bügeln liegen.

Der hohe Bund ist aber vermutlich nicht ganz das Richtige für mich, er neigt zum Abrutschen. Möglicherweise muss ich da auch noch einen Zentimeter herausnehmen. Möglich wäre es, ich habe den rückwärtigen Bund in der Mitte geteilt, aber ich glaube, dass die Hose dann nicht mehr so bequem ist.

Hinten bin ich mit dem Sitz zufrieden und insgesamt denke ich, dass ich den optimierten Schnitt als neuen Grundschnitt für weite Hosen verwenden kann. Mit einem etwas schmaleren Bund und anderen Taschen werde ich danach meinen anthrazitfarbenen Wollstoff vernähen, der für Hose 2 im WKSA 2021 vorgesehen war (ich Optimistin!).

Die Taschen im Schnitt sind einfach angeschnitten und umgeklappt, aber da die Lagen des Stoffes dabei andauernd gegeneineinder verrutschen, habe ich sie direkt unter der Falte abgesteppt. Und damit die Zipfel nicht andauernd umklappen, sind sie an der Spitze mit ein paar Handstichen festgenäht. Vermutlich würde es etwas besser aussehen, wenn man sie zwei Zentimeter hinter der Spitze fixiert, so wirkt es ein bisschen angeklatscht. Vielleicht mache ich das auch noch, wenn mich der Perfektionismus packt.

Die Bluse, die wunderbarerweise perfekt zur Hose passt, ist ein altes Schätzchen. Vor vielen Jahren genäht, und vor zwei Jahren bei einer UFO-Beseitigung geändert, hat sie gleich ihre Existenzberechtigung verlängert.

Ich bin froh, dass heute, trotz der schrecklichen Situation in der Ukraine, ein MMM stattfindet und gebe ab an den monatlichen Laufsteg der Selbernähenden.

  • Hose: Burda Style 04/2022#118
  • Material: Wollstoff aus den 1960ern, gefunden in Manheim bei Delta Fabrics
  • Bluse: Burda 05/2007#120
  • Material: IKEA-Bettwäsche

13 Kommentare

    • Danke Dir. Die Mode-Strecke in der Burda war von einer schauerlichen Netflix-Serie inspiriert, die Anfang der Fünfziger spielt. Klamottentechnisch war die Ausstattung toll, und könnte in Dein Beuteschema passen.

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  1. Die Hose sitzt wirklich wie angegossen, da darf die Entstehung auch gerne ein bisschen länger dauern und dann direkt einen Frühstart hinlegen.
    Die Farbe finde ich auch klasse und ich freu mich schon auf Weihnachtsbilder auch wenn jetzt erstmal der Frühling kommen darf.

    LG Miriam

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  2. Sage ich auch immer: Reframing ist alles! Na, ja fast. Großartig ist Deine Hose geworden, da spielt der Zeitpunkt der Fertigstellung keine Rolle. Die Taschen sind ein schönes Detail. Ich finde ja, der breite und hohe Bund steht Dir ganz wunderbar, kann aber andererseits verstehen, dass das im Laufe des Tages unangenehm wird. Zumindest mir geht es so bei 2-4 cm Mehrweite um die Taile und weiter machen geht auch nicht unbegrenzt, weil das Ganze, wie Du zurecht sagt, dann zu tief rutscht…
    Ich würde sagen, Weihnachten ähm der Frühling kann kommen. Herzliche Grüße Manuela

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    • Vielen Dank, und wie schön, von Dir hier zu hören. Der Bund ist eigentlich nicht unbequem, aber er sackt vorne etwas ab, wenn ich mich gut aufrichte. Eigentlich wollte ich die obere Kante mit einem Gummiband auf der Nahtzugabe innen versehen, so wie ich das bei meinen Sporthosen mache. Aber dann dachte ich, dass das nicht funktioniert bei der Höhe. Ich muss mir das echt nochmal überlegen, dann ist sie ein kleines bisschen enger und rutscht vielleicht nicht, gibt aber gut nach und sollte bequem bleiben.
      Liebe Grüße, Stefanie

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    • Ja, Knöpfe könnten auch schick aussehen. Das wäre dann ein Bekenntnis zum richtig festgemachten.
      Falls ich die Fixierstiche nach hinten versetze sollte, dann, um den Anschein zu erwecken, dass die Taschenzipfel nur locker umgelegt sind und herumflattern könnten.

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