Archiv der Kategorie: Weihnachtskleid Sew-Along

WKSA 2017 Teil 2 -Ich habe mich entschieden

Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff.

Stimmt nicht ganz, den Stoff habe ich schon seit langem, und dass ich sowohl das Vogue-Kleid als auch das karierte Burda-Kleid irgendwann nähen will, stand bereits auch schon fest. Die Frage war nur, welches ich zu Weihnachten tragen will.

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hier noch einmal zur Erinnerung die beiden Schnitte

Nun, weil ich mich nicht entscheiden kann, nähe ich beide! Die Frage ist nur, mit welchem ich anfangen will. Das Vogue-Kleid kommt mit deutlich weniger Schnitt-Teilen aus, nicht einmal Einlage muss man aufbügeln, weil es komplett gefüttert wird, also wäre es vernünftig, damit anzufangen.

Aber wann wäre ich schon mal vernünftig?! Also habe ich erst einmal beide Schnitte auskopiert, allerdings noch nicht zugeschnitten.

Beim Burda-Kleid habe ich bereits eine Anpassung am Ärmel vorgenommen. Für meine vom Unkraut Jäten gestählten, Muskelbepackten Oberarme ist der Standard-Burda-Ärmel in der Regel zu eng, so erlebt beim letzten Weihnachtskleid. Damals habe ich die Nahtzugabe bis zum letzten bisschen ausgereitzt, und dennoch spannt der Ärmel unangenehm unterhalb des Ellenbogens.

Dana von Cuticakes Welt empfiehlt in ihrer Beschreibung des Schnittes einen elastischen Stoff, meiner ist feste Webware, also habe ich erst einmal das Schnittmuster vermessen und mit dem Ärmel des letzten Weihnachtskleides verglichen. Und dann habe ich gleich mal einen Zentimeter Weite zugegeben. (roter Pfeil).

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Ich zeichne übrigens immer gleich die 1,5 cm Nahtzugabe an den Schnitt, dann passt alles aufeinander und ich muss keine Linien auf dem Stoff einzeichnen und dann übereinander bringen. Das gefällt mir bei den Vogue-Schnitten und denen von Butterick ganz besonders.

Wenn man an der Ärmelweite etwas zugibt, muss man natürlich in der Höhe ein bisschen wegnehmen, weil sonst der Ärmel nicht mehr in das Armloch passt.

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Die rote Linie ist die alte Naht, darunter ist die angepasste. Ich benutze dafür einen spezielles, biegsames Lineal und habe das Stück zwischen den beiden Punkten angepasst.

Mit dieser Anpassung habe ich mehr Bewegungsfreiheit im oberen Ärmel, und wenn ich dem Arm hebe, ist da auch weniger Stoff, der sich knautscht. Das geht aber auf Kosten des schönen Falls, denn wenn meine Arme herunterhängen, faltet sich der Stoff im Achselbereich stärker. Da ich aber in der Regel selten mit hängenden Armen dastehe und mich weit mehr über ein hochrutschendes Kleid ärgere, wenn ich die Arme hebe, kann ich mit diesen Falten sehr gut leben.

Ich habe mich bei dem Schnitt für eine Größe 38 entschieden und bei 1,5 cm Zugabe sollte genug Spielraum für Anpassungen sein.

Das Spitzenkleid aus der aktuellen Burda ist übrigens noch nicht vollständig aus dem Rennen. Ich habe ein Kleid entdeckt, dass ich mir zu meinem 25. Geburtstag genäht habe, und dessen Minirock ich dann irgendwann durch einen angekräuselten Rock aus Dupionseide in Mitternachtsblau und Schwarz changierend ersetzte. Außerdem besitze ich noch einen Rest Spitze vom Konfirmationskleid der jüngeren Tochter, also wäre mit einem passenden Futterstoff für das Oberteil alles vorhanden. Die Durchsicht des Kleiderschrankes zeigt, dass da durchaus auch Raum für etwas Edles ist, ich habe einiges Ausgemustert. Mal sehen, wie lange ich für die karrierten Kleider brauche, Anfang Dezember, wenn alles möglich zu sein scheint, wenn man nur gut genug plant, ist noch Raum für Träume.

Alle anderen Träume und realistischen Planungen rund um das diesjährige Weihnachtkleid sind hier auf dem MMM-Blog zu finden.

Weihnachtskleid-Sew-Along 2017 – Wir haben so viele Ideen

Ein Blick auf meine Webseite verrät: Ich habe unfassbare 5 Monate nichts geschrieben! Nun ja, genäht habe ich ja auch so gut wie nichts, und über meinen Garten getraue ich mich gar nicht zu berichten…

Egal, der diesjährige WKSA ist ein guter Grund,

  1. wieder zu bloggen
  2. ein altes Projekt fertig zustellen oder
  3. etwas ganz neues anzufangen

und hoffentlich auch fertig zu nähen. Ähnlich wie  Claudia/bunte kleider  sollte ich mich vielleicht auch als Sewalongversagerin bezeichnen, aber ich bin gerade aus einem seelisch-moralischen Tief emporgestiegen, voller guter Vorsätze und habe obendrein eine Woche Urlaub für Garten, Nähmaschine und für’s putzen! Da sollte doch was zu machen sein!

In den letzten Jahren habe ich einige Weihnachtskleider genäht, in der Regel unter der Überschrift: Alltagstauglich.

Das ist dabei herausgekommen

Das Kleid von 2013 (rechts) ist inzwischen entsorgt, der Schnitt ist eine Katasthrophe und hat nie gesessen.

Alltagstauglich will ich es in diesem Jahr auch wieder halten.

Ich könnte dazu ein im Sommer angefangens Kleid fertig nähen.

Burda 4/2017 Nr. 117

Oder aus dieses Kleid aus diesem Karostoff, einer Gabe von Chrissy, glaube ich, von der Annäherung in Bielefeld 2016.

Burda 9/2017 Nr.116 A

Der Stoff ist allerdings vorgesehen für den legendären Vogue -Schnitt 8701, aber ich habe 4,20m, das sollte für beides reichen.

Allerdings ist in der neuen Burda ein wunderschöner Schnitt aufgetaucht,

den könnte ich mir auch gut vorstellen, aus Samt und mit der Spitze nur am Oberteil, aber da stellt sich die Frage, ob ich das wirklich brauche, für so ein Kleid habe ich eigentlich keine Gelegenheit zum Tragen.

Wer weiß, vielleicht entdecke ich ja bei den anderen auf dem MMM-Blog noch ein Kleid, das ich sofort haben muss und gehe noch einmal zum Shoppen…

Danke an Claudia, Nina und Katharina, die sich in der immer zu kurzen Vorweihnachtszeit die Mühe machen, diesen Traditions-Sew-Along für und zu organisieren.

 

Finale: Weihnachtskleid oder Sylvester-Kittelschürze

Vor Weihnachten hatte ich furchtbar viele andere Dinge zu tun, die ich wichtiger fand, als noch ein Kleid für mich zu nähen. Nähen für den Ehemann zum Beispiel. Aber auch Shoppen mit der Tochter, Adventskalender für meine Schwestern basteln, an einer Mail-Art-Aktion teilnehmen und nicht zuletzt an drei von vier Adventssamstagen arbeiten.

Also wurde an Heiligabend etwas völlig anderes getragen und das Weihnachtskleid vom letzten Jahr hatte am ersten Feiertag seinen Auftritt.

Aber an den Feiertagen, einem erfreulicherweise freien Dienstag, gestern  nach der Arbeit und heute, einem ebenfalls durch geschicktes Tauschen freien Tag, ist das Kleid (Burda 2/2014, Mod. 116) doch noch fertig geworden. Wenn wir an Sylvester mit Freunden kochen, werde ich es tragen.

Weihnachtkleid 2016 mit dem Mail-Art Adventskalender

Weihnachtkleid 2016 mit dem Mail-Art Adventskalender

Bevor ich die Ärmel einsetzte, gab es einen schrecklichen Moment, an dem ich schon dachte, dass ich mir da wohl eine aufwändig gesteppte Kittelschürze fabriziere. Aber die Ärmel und viel mehr noch der Gürtel haben das Ganze dann doch noch gerettet.

Natürlich nur echt mit Taschen!

Natürlich nur echt mit Taschen!

Die Ärmel saßen anfangs nicht so gut, ich habe das Ärmelloch erweitert und auch die Ärmel selber etwas weiter gemacht. Bei einem Stoff mit Elasthan wäre das kein Problem gewesen, aber meine zusammengesteppten Bettlaken sind doch recht fest. Ich glaube allerdings, dass das Armloch im Schnitt auch etwas zu eng ist. Der Ärmel sollte sich faltenfrei einhalten lassen, und das ging absolut nicht, er hatte ca. 1cm zuviel Weite.weihnachtskleid-2016-3

Am Schnitt habe ich den Ausschnitt verändert, zuerst hatte ich ihn pauschal 3cm höher gesetzt, aber das sah echt kittelschürzig aus, also habe ich die Spitze unten wieder um 2cm abgesenkt, den angehobenen Rückenausschnitt allerdings gelassen und das gerade V etwas bogig ausgerundet, so dass mehr von den Schlüsselbeinen zu sehen ist, aber der BH-Träger auf der Schulter nicht blitzen kann. Selbstverständlich habe ich auch die Gürtelschlaufen aus schmalem Schrägband genäht. Ich bezweifle ganz stark, dass die Sonne jemals zu einem Tag aufgeht, an dem ich freiwillig zwei sechs Zentimeter lange Garnschlaufen nähe!

Ein bisschen steht der Ausschnitt an der Schulter ab, wie ich auf den Bildern sehe, das hängt sicher mit der Steifheit des Materials, aber auch mit der Bewegung zusammen. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Kleid. Stoff und Schnitt funktionieren gut zusammen, Paisley-Muster ist ja doch sehr heikel. Der Schnitt ist einfach und schnell zu nähen und passte , von den Ärmeln einmal abgesehen, gleich auf Anhieb. Ich glaube zwar nicht, dass ich ihn noch eimal nähen werde, weil ich einfach so viele andere Sachen auch noch nähen will, könnte ihn mir aber auch aus einem dezenter gemusterten Stoff vorstellen.

Jetzt noch einmal umdrehen für die Rückansicht:weihnachtskleid-2016-4weihnachtskleid-2016-5

Und weil man die Knöpfe so gar nicht sieht, hier noch einmal eine minimal bessere Detail-Aufnahme.weihnachtskleid-2016-7Auch wenn ich bei dem Sew-Along aus Zeitmangel einige Termine habe sausen lassen müssen, hat es wieder einmal viel Spaß gemacht. Wie immer ist das Sew-Along ein großartiger Ideen-Pool, und viele Kleider, die auf meinen eigenen Listen stehen, konnte ich bewundern und auch deren Entstehungsgeschichte verfolgen. Das ist das Schöne an der Näh-Community: Sehr oft ist ein Schnitt, der einem gefällt, schon von anderen getestet und bewertet worden, was manches Mal die Auswahl dessen, was man nähen will, vereinfacht.

Dodo und Yvonne ganz herzlichen Dank dafür, dass sie das gemeinsame Nähen so schön organisiert haben, „Vortanzen“ stelle ich mir in einer Zeit, in der man so viel zu tun hat wie vor Weihnachten, besonders schwierig vor. Ihre schönen Kleider und alle anderen Weihnachts- bzw. Sylvester- Kleider können hier auf dem MMM-Blog bewundert werden.

Weihnachtskleid Sew-Along 2016

Auf dem MMM-Blog wird wieder eine wunderbare Näh-Tradition gepflegt: Der Weihnachtskleid-Sew-Along, kurz WKSA jährt sich nun schon zum 5.Mal.

Zweimal war ich bislang auch schon dabei,

links das Kleid vom letzten Jahr, rechts das Kleid von 2013, das aber erst im Januar 2014 fertig wurde. Inzwischen ist Kleid 2013 in seine Bestandteile aufgelöst, in OP-Kittelgrün umgefärbt (sollte eigentlich petrol werden) und wartet darauf, noch eine Chance zu bekommen. Eigentlich sollte ich endlich kurzen Prozess damit machen, aber nach all der Zeit und kreativen Energie, die diese Teil schon verschlungen hat, weigere ich mich einfach, daraus ein TFT zu machen. Kleid 2015 habe ich eher selten getragen, irgendwie ist en für den Alltag doch etwas zu fein,, die Farbe ist auch nicht ideal für mich und mir fehlt die geeignete Jacke, um es warm genug zu machen. Zum Glück habe ich im Sommer ein passendes Tuch gestrickt, also kann dieses Kleid vielleicht doch noch öfter aus dem Schrank.

Dieses Jahr sollte ich gar nicht mitmachen, zu viele Projekte stehen noch bis Weihnachten an, aber ich habe eine Woche frei, und das macht mich leichtsinnig. Schnittmuster habe ich eine Menge zur Auswahl, und praktischerweise auch schon die entsprechenden Stoffe (vorgewaschen, yeah!).

dsc_0078Da wäre zunächst einmal 119A aus Burda 4/16. Würde ich mit langen Ärmeln versehen. Mir gefallen die vielen Schnittteile und der asymetrische Ausschnitt. Hier zeige ich die SW Version, in uni sieht man von den Teilungsnähten leider nichts. Der Stoff ist ein petrol-farbener Romanit von Stoff uns Stil.

dsc_0086dsc_0087Schnitt zwei ist 124B aus Burda 6/16. Die Langarmversion sieht allerdings ein bisschen wie ein Sack aus, das sollte einem vielleicht zu denken geben. Vermutlich braucht das Kleid den Gürtel, den ich dazu nähen würde. Der BW-Stoff wurde als Tischdecke verkauft, als Vorhang benutzt und warte nun , umgefärbt, darauf, eine neue Bestimmung zu bekommen. Er ist zwar etwas dicker, aber so locker gewebt, dass er für diesen Schnitt gehen sollte.dsc_0085Das hier ist mein Favorit, der Stoff, ein Bettlaken von IKEA war eine echter Fall von „Liebe auf den ersten Blick“. Er ist recht leicht, aber ein dunkelblaues Bettlaken zum doppeln liegt schon bereit. Ich würde die Stoffe miteinander versteppen, indem ich einige der Paisly-Strukturen umnähe, in der Hoffnung, dass sich nicht bei späteren Wäschen verzieht. Ein auswaschbarer Sprühkleber zum fixieren der Lagen liegt schon bereit. Das Kleid, 116B aus Burda 2/14 hat einen für meinen Geschmack etwas zu offenherzigen Ausschnitt, der dürfte noch 3-4cm nach oben wandern.

dsc_0088Und dann gibt es ja auch noch diesen schönen Stoff. Das Kleid von dem Vogue-Muster ist schon fest geplant, aber meine Familie hat mir von einer karierten Jacke abgeraten. Da ich ebenfalls schon eigene Zweifel hatte, höre ich besser auf sie und habe genug Stoff für ein weiteres Kleid.

colette-dahlia-08a-500x500Dahlia von Colette gefällt mir schon lange. Ich habe aber nicht vor, den Schnitt zu kaufen, meine erste Erfahrung mit Colette-Schnitten war eher nicht so positiv. Der Schnitt ist relativ einfach und müsste gut selber zu entwerfen sein. Im Zweifelsfalle nehme ich Old School Teacher von Ottobre und verändere ihn entsprechend.

Wer die Wahl hat, hat die Qual! Alle diese Kleider werden irgendwann genäht werden, nur welches zu Weihnachten getragen werden soll, steht noch nicht fest.

Auf dem MMM-Blog treffen sich die anderen Teilnehmerinnen des Sew-Alongs mit lauter tollen Schnitten. Wer weiß, vielleicht finde ich ja noch einen weiteren Schnitt zur Auswahl.

WKSA: Fertig!

Heute ist das Finale:
Fertig! Wir haben es gemeinsam geschafft. Wir haben alles gegeben und sehen einfach umwerfend aus.

Ich habe es tatsächlich geschafft: Mein Weihnachtskleid ist fertig!Weihnachtskleid2015

Und ich bin hochzufrieden. Der Saum muss zwar noch gebügelt werden, aber das ist ja nur noch ein Mini-Job. Aber der Stoff hat gereicht, die Größe 36 passt dank bielastischem Stoff und einen Reißverschluss habe ich auch nicht gebraucht. Allerdings musste ich auf Taschen verzichten, und ein Unterkleid braucht das Kleid auch. Ich finde den Schnitt absolut klasse, er ist bequem und die Falten und Linien gefallen mir richtig gut.

Im Moment überlege ich, ob ich ihn nicht noch einmal aus einem unelastischen Stoff nähen möchte, da müsste ich aber alles etwas weiter machen.

weihnachtskleid 2

Ich habe nicht viel geändert, nur das Oberteil war etwas zu lang, das Kleid ist ja in einer Lang-Größe, das habe ich bei der Anprobe gemerkt. Die Überlänge habe ich einfach an den Schultern abgesteckt, die Armlöcher entsprechend ausgeschnitten und den Ausschnitt angepasst. Den Ausschnitt habe ich auch etwas weniger tief gemacht, als im Schnitt vorgesehen, ich bin aber nicht sicher, ob mir das gefällt. Aber so ein Ausschnitt ist ja schnell geändert.

Nochmal ohne GehampelWeihnachtskleid 3und noch eines, auf dem man den Weihnachtsbaum besser sieht,DSC_0311den ich heute Nachmittag geerntet habe.Weinachtsbaum fällen

Alle anderen Weinhnachtskleider ( es sind über einhundert!) finden sich auf dem MMM-Blog.

Bleibt nur noch Danke zu sagen an Nina, Wiebke, Katharina und Monika für die Organisation und Betreuung des Sew-Alongs. Ihr habt das toll gemacht, und ohne Euch hätte ich wieder kein Weihnachtskleid. Danke.

WKSA Teil 4

Das letzte Treffen habe ich versäumt, nachdem ich stundenlang zugeschnitten und fotografiert habe, war das Link-Tool zu. Über mein Zuschneidetetris könnt ihr hier nachlesen.

Was steht heute an?
– Fertig. Mit Kleid 1, 2 und 3. Jetzt kann ich noch ein Jäckchen stricken, eine passende Tasche nähen und die letzten Weihnachtskekse backen?

Nö, das wohl eher nicht
– Puh, ich habe die knifflige Stelle gemeistert und bin wahnsinnig stolz auf mich. Nie hätte ich das gedacht?

Das trifft es wohl eher. Heute war mein freier Tag und ich habe von all den schönen Dingen, die ich für heute geplant habe so gut wie nichts geschafft. Ich war beim Zahnarzt und in der Bibliothek (geplant),und dann wollte ich vor dem Klavier-Unterricht meiner Tochter eine Stunde im Garten etwas tun,und dann im Wechsel immer eine Stunde nähen und eine Stunde Weihnachtsdeko machen, damit die Kartons endlich auf den Speicher zurück können.

Statt dessen habe ich eine Suppe gekocht , gemütlich mit einem Weihnachtskrimi vor der Nase gegessen, Kaffee getrunken,DSC_0292 kurz auf den diversen Blogs nachgesehen, was ich schon wieder verpasst habe und dann mussten wir schon wieder los zur Musikschule. Im Garten war ich zwar vorher auch noch und immerhin habe ich die kaputte Lichterkette am Treppengeländer ausgetauscht, aber sonst? Wo ist denn mein Tag geblieben?

Zumindest habe ich fünf Abnäher und sieben Falten genäht. Das ist zwar nicht gerade besonders kompliziert, aber man muss schon genau arbeiten. Bis zur ersten Anprobe bin ich nicht gekommen, und das werde ich auch nicht mehr, denn mein Bett ruft schon ganz laut nach mir. Aber ich habe mal alles ausgelegt, um selber zu sehen, wie es mal werden könnte. Dabei habe ich gemerkt, dass ich eine Passe spiegelverkehrt zugeschnitten habe. Jetzt wird wohl doch nichts aus der passenden Unterwäsche.

von hinten

von hinten

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von vorne

Sieht eigentlich gar nicht so schlecht aus, wenn es dann noch passt…Wie man sieht wird in diesem Zimmer nicht nur genäht, ich versuche auch täglich ein Geschenkt einzupacken, damit ich nicht wieder am Heiligabend kurz vor der Bescherung die letzten in Tüten stopfen muss.
– Jetzt aber los. Die letzten Geschenke besorgen, das Weihnachtsmenü planen und natürlich noch das Kleid säumen?

Ja, das steht auch noch an, und wenn das Kleid fertig genäht ist, bekommt es auch noch einen Saum.

Das auf und ab bei den anderen Weihnachtskleidern, die mehr oder weniger fertig sind, kann man hier nachlesen.

WKSA Teil 3 : Zuschneidetetris

Heute geht es um folgende Punkte:

  1.   Das Probemodell ist genäht und passt. Jetzt geht es weiter.
  2. Nichts passt. Der Schnitt nicht zu mir, der Stoff nicht zum Schnitt. Hilfe!!
  3. Ach, alles nicht so schlimm. Weihnachten hat 3 Tage, ich nähe jetzt das 2. Kleid.

Punkt 1: Probemodelle nähe ich fast nie. Ich liebe das Risiko.

Punkt 2: Yepp, kurzfristig sah es genau so aus. Nur beherztes einkürzen des Rockes um 4 cm, gnadenloser Geiz bei der Nahtzugabe und sorfältiges zuschneide-Tetris haben dafür gesorgt, dass der Stoff langte.

Zuschneidetetris

Zuschneidetetris

Ich durfte jedes Teil einzeln zuschneiden, und nur die Tatsache, dass mein Kleid  3/4 -Ärmel hat, hat den Ausschlag gegeben. Aber jetzt sind noch so viele Schnipsel übrig, dass es vielleicht noch für einen BH reicht 🙂 . Bloß gut, dass mein Stoff elastisch ist, ich nähe nämlich eine Größe 72 (entspricht der 36), und aus nicht dehnbarem Material wäre das vermutlich zu eng.

Ich werde das Kleid wohl erst einmal heften, dann kann ich nämlich sehen, ob ich überhaupt einen Reißverschluss brauche. Ich habe aus dem gleichen Material ein gekauftes Kleid, und das ist sehr figurbetont, kommt aber ohne RV aus. Wie es wohl Dodo ergeht? Sie näht ja das gleiche Kleid wie ich, war aber beim heutigen Treffen nicht dabei. Ich übrigens auch nicht, denn das Link-Tool sagte mir beim Verlinken, dass es noch 6 Minuten offen wäre, und die waren dann seltsamerweise nach 2 Minuten um 😦 .

Zu Punkt 3: Ich habe diesen Punkt vorgezogen, Zwangsäsen nennt man das wohl. Sprich: Ich habe fremdgenäht, und mir eine weihnachtliche Bluse gemacht.November

November Details

Beim Heranzoomen erkennt man das Muster aus Stechpalmen und die Sternchen-Drücker. Außerdem habe ich mich intensiv mit der Rettung des Weihnachtskleides von 2013 befasst. Ich habe eine Lösung für den Ausschnitt gefunden und den Stoff mehr oder weniger erfolgreich gefärbt.

Vorher

Vorher

nachher

nachher

Eindeutig eine Verbesserung, auch wenn eigentlich ein dunkles Petrol geplant war. Das, was ich für reine Schurwolle hielt, kam wohl anteilig von Polytierchen. Leider war genug Schaf darin, um das Ganze erheblich schrumpfen zu lassen und ich bin sehr gespannt, ob ich da überhaupt  noch etwas Passendes herausschneidern kann. Das Kleid wäre dann für den zweiten Feiertag, wenn noch Zeit übrig ist, für den ersten hätte ich ja schon die Bluse.

Nun, zuerst konzentriere ich mich auf das Kleid zu Heiligabend, der Rest ist die Kür. Auch wenn ich nicht dabei bin: Hier sind die anderen Weihnachtkleid-Schneiderinnen zu finden.

Weihnachtskleid-Sew-Along Teil 2

24.11.2013 WKSA Teil 2:
Jetzt nähe ich doch lieber was die anderen alle nähen / Ich habe mich für mein Traumkleid entschieden / Ich nähe mal lieber erst ein Probemodell / Taddaa, zugeschnitten! / Der Stoff reicht nicht, Hilfe!

Heute ist der letzte Abgabe-Termin zum zweiten WKSA-Treffen. Der Vorteil dabei, wenn man eine der letzten ist, die sich verlinken, ist, dass ich jetzt weiß, dass mein Kleid noch von anderen genäht wird, Dodo zum Beispiel näht das gleiche Kleid.

Ich bin in meinem Entschluss nicht schwankend geworden: genäht wird Modell 110A aus der aktuellen Dezember-Burda. Wenn mein Stoff reicht. Laut Tante Burda habe ich nämlich 70cm zu wenig von diesem wunderbaren bi-elastischen Jersey, den ich bei Thatchers erstanden habe.DSC_0257

Weil er schon eine Weile bei mir herumliegt, habe ich sogar schon das passende Nähgarn für die Ovi. (Das links passt am besten und wird für den Nadelfaden genommen, den man beim herumzerren an der Naht sehen kann.) Mein Stoff ist aber 10 cm breiter, also werden wir mal sehen, ob er nicht doch reicht. Bei meiner Materialsammlung fällt auf, dass da noch kein Reißverschluss liegt. Der Stoff ist so elastisch, dass ich erst beim Nähen entscheiden werde, ob ich überhaupt einen  RV brauche, oder ob ich nicht auch so hineinpasse. Zum Glück habe ich mir bei Thatchers schon mal ein gut sitzendes Kleid aus dem selben Material gekauft, daher kann ich den Schnitt, der ja für unelastisches Material ausgelegt ist, daran anpassen und spare mir dadurch das Probekleid ( nicht , dass ich überhaupt eines genäht hätte…)

Leider bin ich noch überhaupt nicht weit gekommen, vor dem nächsten Treffen stehen auch noch zwei andere Kleidungsstücke auf dem Programm, und außerdem habe ich noch ein anderes Projekt verfolgt: Sollte ich unerwartet einen halben Tag Zeit haben und viel schneller mit meinem Kleid fertig werden, als erhofft, bekommt mein altes Weihnachtskleid eine neue Chance: Ich habe es mühsam wieder aufgetrennt (das dauert viel länger, als das Nähen!) und dann versucht, es umzufärben. Gewünscht hatte ich mir einen sensationenllen Petrol-Ton, erhalten habe ich das hier:DSC_0259

Grau-grün mit einem Stich zum OP-Kittel (sagt mein Kind). Definitiv besser als vorher:DSC_0251aber nicht wie gewollt. Das, was ich für 100% Schafswolle hiel,t bestand wohl zum Teil aus Fell von Poly-Tierchen. Wäre ich nicht so sicher gewesen, hätte ich eine Brennprobe gemacht. Tja, im Grunde finde ich die Farbe aber nicht verkehrt, und sollte der Stoff bei den 60° in der Waschmaschine nicht zu sehr eingelaufen sein, wird das Kleid mit einem anderen Ausschnitt noch mal genäht. Für den ersten Feiertag oder so, siehe Teil 3 .

Die Entscheidungen für die anderen Weihnachtskleider dieses Jahres findet ihr hier auf dem MMM-Blog. Danke, liebe Nina, Katharina, Monika und Wiebke, dass Ihr in der Euch die Zeit in der immer mit Terminen so vollgestopften Weihnachtszeit  nehmt, um dieses Traditions-Sew-Along zu organisieren.

MMM im Ringelshirt

Im Moment sitze ich noch im farbverschmierten Sweatshirt und der dreckigen Jeanslatzhose am Frühstückstisch, es ist Gartenwetter und mein freier Vormittag. Gleich gehe ich mit Brombeeren und Unkraut kämpfen.

Wenn ich wieder reinkomme und zur Arbeit fahre, werde ich aber dieses Shirt tragen, hier bereits vorgestellt. 12-Top-Challenge  Februar2Meine Große findet, dass das Shirt nach Pfefferminzbonbon aussieht. Es ist das Titelmodell aus der Burda 1/14, Schnitt Nr.122.

Ich hatte meine Zweifel, ob es passt oder eher nach Presswurst aussieht, weil ich Gr. 36 zugeschnitten hatte und die Nahtzugabe sehr knapp bemessen musste. Es sitzt aber super, war wohl genug Elasthan im Stoff und ist sehr bequem. Bei den Streifen habe ich mir Mühe gegeben und sogar einmal getrennt, ich war sicher, dass ich mich bei jedem Anziehen über die nicht aufeinandertreffenden Streifen ärgern, und mir vermutlich die Freude am Shirt verderben würde. 12-Top Feb rechts12-Top Feb linksDass die Streifen ab der Brust nicht mehr zusammenpassen, liegt übrigens am Schnitt.

Burda sieht 1.90m für den Schnitt vor, durch geschicktes Stückeln an einem Ärmel und den Verzicht auf 6 von 10 cm Überlänge konnte ich mit der Hälfte des Stoffes auskommen. Die Ärmel neigen aber etwas zum hochkrabbeln, daher würde ich bei einem weiteren Shirt nach diesem Schnitt zumindest 2-3cm zugeben.

Die Fotos sind ein paar Tage alt, weil ich nicht sicher bin, ob ich pünktlich genug aus dem Garten komme, um noch Tageslichtfotos mit der schwarzen Jeans, die ich dazu tragen will, einzustellen. Die werden gegebenenfalls heute Abend nachgereicht.DSC_0476

Hier das versprochene Tageslichtfoto, vielleicht hätte ich die Drappierung doch noch einmal vor dem Spiegel kontrollieren sollen, bevor ich dem Gatten die Kamera in die Hand gedrückt habe 🙂 . Zumindest sind die Farben jetzt schön klar zu erkennen.

Beim MMM zeigt Katharina Gertie’s Coat Dress, dieses Mal in rot und nicht gespiegelt und definitiv eine Augenweide. Und ganz viele andere Damen sind mit wunderbarer Frühlingskleidung dabei.

 

Quilt fertig

Der Quilt ist fertig

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Eigentlich brauche ich keine neuen Stoffe

Nichts für Suppenkasper Tag 6

Nichts für Suppenkasper Tag 6

Weihnachtskleid-Sew-Along

WKSA13
17.11.2013 WKSA Teil 1:
Ich bin ein Streber und habe schon alles zusammen gesucht / Ich habe noch überhaupt keinen Plan und sage stattdessen ein Gedicht auf / Ich gucke mal, was die anderen so nähen / Dieser Stoff soll es sein, nur was für ein Schnitt?? / Kleine Rückblende: mein Weihnachtskleid 2012/2011

Dies ist mein erstes WKSA , daher kann ich noch keine alten Weihnachtskleider präsentieren. Früher habe ich mir regelmäßig zu Weihnachten etwas schickes Neues genäht, aber seit ein paar Jahren trage ich, was gerade hübsches im Schrank ist. Aber das soll dieses Jahr anders werden.

Ich muss gestehen: Ich bin ein Streber und habe schon alles zusammen gesucht. Das ist extrem ungewöhnlich für mich, aber ich habe bereits einen Stoff ,passendes Nähgarn und einen Reißverschluss (und wie ich zu meinem Entsetzen beim Fotografierend feststelllen musste, ist es kein Nahtreißverschluss! Da ist Kummer vorprogrammiert, klassische RV’s einsetzen ist ein Alptraum für micj, die werden immer schlecht!) , und zwar bereits seit dem letzten Frühling.DSC_1496 (640x425)

Alles habe ich bei einem Besuch von Hüco in Berlin erstanden. Freitag habe ich dann auch noch einen farblich perfekt passenden, herabgesetzten Futterstoff gekauft, ich bin also gerüstet und zu allen Schandtaten bereit. Der Stoff ist eine ganz fein gewebte reine Schurwolle, fast so dünn wie schwere Hemdenbaumwolle. Natürlich stimmen die Farben nicht, bei dem trüben Licht heute Morgen kein Wunder. Alles ist deutlich gelber, das Grün sieht viel mehr nach Pistazie als nach Pfefferminzbonbon aus.

Und jetzt kommt mein Dilemma: Eigentlich ist er für dieses Kleid vorgesehen. Hier ist eine Variante ohne Ärmel, die ich im Mai genäht habe.20.+21.MaiBurda 11/2012 Schnitt 121

Frau Kirsche, Abendstern, Wiebke und Tina haben alle auch schon wunderbare Versionen des Kleides genäht, der Schnitt funktioniert und ich müsste nur in der Oberteillänge 1 1/2 cm zugeben. Auskopiert ist er auch schon, das spricht auch dafür. Allerding lag vor ein paar Tagen die neue Burda in meinem Briefkasten und da rief, nein schrie mir dieses Kleid zu: Ich bin dein Weihnachtkleid! (Für alle, die lieber gleich im Heft blätten wollen: es ist die Nummer 124)

Was soll ich also tun? Höre ich auf meinen spontanen Impuls, frage ich meinen Mann, meine Schwester, meine Kinder oder nähe ich das Cinderella-Kleid?

Alle anderen Streber, Gedicht-Aufsager und Menschen, die an Weihnachten mit einem neuen Outfit unterm Baum stehen wollen, treffen sich heute bei Katharina auf dem MMM-Blog.

Adventkalender 2012

Adventkalender für Kinder