Frühlingsjäckchen-Knit-Along

Heute startet auf dem MMM-Blog das traditonelle Frühlings-Jäckchen-Knit-Along (FJKA) und ich bin total dankbar, dass sich drei nette Bloggerinnen, nämlich Susanne (sujuti ), Monika (monimonikate ) und Sandra ( Frau Sonnenburg ),bereitgefunden haben, die virtuelle Betreuung der Strickenden zu übernehmen.

Irgendwie erinnert mich der Herr auf dem Aktions-Logo an Jürgen von der Lippe, geht das nur mir so? Auf jeden Fall wäre es schön, wenn er auch ein paar der strickenden Männer aus der Reserve locken würde.

Der erste Termin ist für die Ideen-Sammlung vorgesehen:

Ich habe einen Plan/ich habe viel zu viele Ideen und kann mich nicht entscheiden/ich habe noch keine Ahnung, was ich stricken will und schaue mich erst mal bei den anderen um

Ich habe definitiv einen Plan, und ich habe sogar schon einiges vorbereitet. Ich brauche zwar auch ein Frühlings-Jäckchen (die braucht man doch immer!), aber noch viel dringender brauche ich einen extradicken Spätwinter-Pullover. Bei meiner Arbeit friere ich mir zur Zeit nicht nur den Popo sonder auch alle anderen Körperteile, die da dranhängen ab, angefangen bei den Zehen bis zur Nasenspitze. Ich habe also bereits Pläne für einen Pulli gemacht. Von meiner Mutter habe ich dicke, hellblaue Wolle geerbt, die will ich mit Drops Alaska-Garn zweifädig verstricken.

Ursprünglich sollte es der Cobblestone Sweater von Drops werden. Ich habe dann eine Maschenprobe mit den beiden Garnen gemacht und das sah dann so aus. Durch den starken Farbunterschied der beiden Garne kommt das Streifen-Muster gar nicht zur Geltung. Außerdem ist meine Maschenprobe mit 9 Maschen auf 10cm zu groß, gefordert sind 11M auf 10cm. Ich hatte keine Lust zu rechnen, also habe ich noch einmal auf der Seite von Drops gesucht und zwei weitere Pullis gefunden:

Outback und Cozy Weekend, ebenfalls von Drops Garnstudio. Ich bin noch etwas unentschlossen, welchen von beiden ich stricken will, tendiere aber ziemlich stark zum linken Modell. Leider muss ich aber auch bei diesen beiden rechnen, oder ich nehme einfach die Maschenzahl der nächst-kleineren Größe.

Parallel zur Strickmustersuche habe ich die Wolle noch ein bisschen „gepimpt“. Eigentlich gefällt mir dieses knallige Babyblau nicht wirklich. Also habe ich mal wieder gefärbt. Ursprünglich war die Wolle mal ein Skipullover, den meine Mutter aufgetrennt und dann in Strängen überbrüht hat, um die Wolle wieder zu glätten. Ich hatte einen Teil der Stränge bereits zu Knäulen aufgewickelt, denn ich hatte Pläne für einen ganz anderen Pulli, für den ich auch die Alaska-Wolle zugekauft hatte. Ich habe dann ein halbes Hörbuch lang damit verbracht, aus den zu stramm abgebundene Strängen meiner Mutter und meinen Wollknäulen lange, locker abgebundene Garnstränge zu wickeln, die zu waschen und dann im alten Einmachkessel bei 60° eine Stunde lang zu färben. Leider hatte ich so eine Angst vor ungewollten Shibori-Effekten, dass ich die Wolle zu locker abgebunden habe, und auch nur an zwei Stellen, statt an vier. Beim Färben, Spülen, Fixieren, erneuten Spülen, Auswaschen, nochmaligem Spülen, mit Haarkur für extra trockenes Haar behandeln und abschließenden Spülen hat sich das Garn ganz schön verheddert, da werde ich beim Aufwickeln meine Freude haben.

Mit dem Resultat bin ich aber echt zufrieden. Ich habe mit je einer Packung Simplicol expert „Enzian“ und „Marine“ gefärbt und ein schönes Tintenblau erhalten. Jetzt trocknet die Wolle auf dem Wäscheständer, morgen kann ich eine Maschenprobe stricken.

Ich habe sogar einen Plan gemacht, wie ich es (als eingefleischte Knit-Along-Abrecherin) denn schaffen könnte, dieses Mal ein Ergebnis zu Stande zu bringen. Auf einer Streaming-Platform habe ich eine schier unendliche Anzahl von Hörbüchern gefunden, und ich will versuchen, jeden Abend eine Stunde beim Buch hören zu stricken. Bei 9 Maschen und 13 Reihen auf 10x10cm sollte sogar mir das gelingen. Und sollte mir das so gut gelingen, dass ich früher als geplant fertig werde, habe ich natürlich auch noch ein Jackenufo aus dem letzten Sommer in der Hinterhand.

Das Muster „Cranberry Field“ ist ebenfalls von Drops und bis auf die Ärmel fertig. Wenn ich also dringend ein Erfolgserlebnis brauche, weil der blaue Sweater ein dicker, warmer Reinfall wird, kann ich diese Jacke fertig stricken.

Und jetzt schaue ich mich auf dem MMM-Blog um, wer mit welchem Projekt am FJKA teilnimmt.

14 Kommentare

  1. Das Farbergebnis ist ja wirklich toll geworden.
    Ich bin sehr für das linke Modell, das sieht warm und schick aus; das andere finde ich zu oversize.
    Und mit einem guten Buch auf den Ohren gelingt dir der Pulli sicher spielend.
    Herzliche Grüße von Susanne

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    • Ja, wenn die Wolle nach der Färbung immer noch nicht für den Cobblestone-Sweater geht, wird es wohl der werde. Ich mag allerdings das Oversized gerne, und der Outback-Sweater ist auch ziemlich weit. Bei mir ist es eher die Frage :“ To Zopf or not to Zopf?“
      LG, Stefanie

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  2. Nachdem Du die Wolle gefärbt hast, passt sie vielleicht nun für den Cabblestone Sweater. Den find ich am schönsten. Deine Alternativen sehen aber auch sehr gut aus. Viel Spaß beim stricken! LG felis

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    • Ich habe das schon mal probiert und ich dache, dass es nur besser werden konnte. Ich mag übrigens Deine Strickmuster-Auswahl. Die Farbflächen-Jacke hat etwas von den 80ern und das muschelartige Muster der gelben Jacke ist sehr schön. Leider kann ich auf Insta nicht kommentieren, weil ich da nicht bin.
      LG, Stefanie

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  3. Ein warmer Pulli ist auf jeden Fall wichtig! Auch an Sommerabenden. Du hast da schöne Modelle ausgesucht. Ich hoffe, du kannst dich entscheiden. Die weiße Zopfmusterjacke solltest du auf jeden Fall auch fertig machen, da ist ja schon viel geschafft!!! LG Sarah

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  4. Tintenblau ist eine wundervolle Farbe, kräftig und erinnert einen irgendwie an frühere Zeiten, als wir noch mit Füllfeder und vielleicht gar mit Tintenfass schrieben 🙂

    Wenn du schreibst, die strickenden Herren aus dem Verborgenen zu holen, wäre vielleicht ein Beitrag über das Quilten eine gute Idee, denn (soweit mir bekannt), teilen sich beispielsweise in den USA die Quiltereien Frau wie Mann nahezu gleich auf. 😉

    Aber wichtig ist doch eigentlich nur, dass es Spaß macht 🙂

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    • Ich liebe diese Farbe, sie passt auch so ziemlich zu allem.
      Leider finden strickende und nähende Männer auf dem MMM so gut wie nie statt, vielleicht bloggen sie ja nicht. Die Quilt-Community ist da eine ganz andere Geschichte, aber das geht ja auch schon in Richtung Kunsthandwerk. Bekleidung nähen wird bei aller Handwerkskunst doch leider irgendwie anders eingstuft. Wäre auch mal ein Thema, über das man schreiben könnte.
      Danke für Deinen Kommentar, Stefanie

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      • Warum eigentlich nicht? Dein Blog ist dafür allerdings ein bisschen besser geeignet als meiner 😉 – anhand der Thematik meine ich …

        Wobei es eine Ausnahme gibt – Herrenschneider – die sind im Regelfall doch Männer – oder ire ich mich?

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      • Ja, mit den Herrenschneidern hast du Recht. Ich bezog mich eher auf den Amateur-Sektor, beim Nähen ist das scheinbar eher ein Amateurinnen-Sektor. Tatsächlich weiß ich nur von einem Mann in meinem Bekanntenkreis, der für sich näht, und von dem kenne ich nur die Frau. Ich werde tatsächlich mal darüber nachdenken, schätze, das erfordert einigs an Recherche-Zeit.
        LG, Stefanie

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