Adventskalender über Adventskalender

Dieses Jahr habe ich sage und schreibe vier Adventskalender: Einen von Lindt, den mir mein Mann immer schenkt, den „Andere Zeiten“-Kalender von meiner Mutter, in dem für jeden Tag eine Meditation steht, einen, den mir meine Schwester gefüllt hat, mit lauter hübschen Buttons auf braunen PapiertütenAdventskalender von meiner Schwester

und natürlich den Briefmarken-Kalender, den Tabea und Michaela ins Leben gerufen haben. Über die Adventspost berichte ich morgen und übermorgen, wenn meine beiden Marken an der Reihe sind mal ausführlich. Vielleicht habe ich dann auch endlich ein Briefmarkenalbum gebastelt und kann die Marken etwas besser präsentieren.

Und damit wären wir schon bei den Kalendern, an denen ich beteiligt bin, bzw. die ich verteile. Die Adventspost ist ja nicht nur ein Nehmen, sondern auch ein Geben. Ich bin immer wieder fasziniert davon, wieviel Zeit, Liebe und kreative Energie die Teilnehmerinnen in ihre Marken, das Anschreiben und die Briefumschläge stecken, für Frauen, von denen sie vor ein paar Wochen das erste Mal gehört haben.

Mir hat diese Idee von täglicher bzw. wöchentlicher Post schon gbei der Frühlingspost so gut gefallen, dass ich die Aktion spontan auf fünf weitere liebe Menschen ausgeweitet habe. Bei den Adventskalendern ist dann noch ein sechster lieber Mensch dazugekommen, der täglich ein Kärtchen von mir auspacken darf. Denn ich habe mich von der Spielkarte aus dem letzten Jahr inspirieren lassen und dieses Format gewählt. Zum Glück kann ich dort auf ein paar Anregungen zurückgreifen, und dann gibt es ja auch noch die absolut empfehlenswerte „Sachenmacher Weihnachtswerkstadt“ von Jacko-O und Wehrfritz, wo ich auch einen Haufen Anregungen gefunden habe. Die Spielkarten verwende ich auch als Artikelbild bei meinem dritten Adventskalender: Wie im letzten Jahr gibt es hier auf meinem Blog eine fortlaufende Weihnachtsgeschichte für Kinder im Grundschulalter. „Weihnachtmarkt in Winkelhausen“ heißt sie seit heute, endlich habe ich ihr einen besseren Titel als „Adventskalender für Kinder“ verpasst. Geschrieben wurde sie vor zwei Jahren für die Grundschulklasse meiner jüngeren Tochter, und weil sie nur für Werktage war, ergänze ich in diesem Jahr noch ein paar Kapitel, damit die 24 Tage voll werden. (Wer übrigens mit der Idee eines Weihnachtsmarktes nicht so viel anfangen kann und etwas mehr Action sucht, dem empfehle ich die Geschichte aus dem letzten Jahr: „Als der Weihnachtmann verhaftet wurde“,  zu finden im Blogarchiv vom Dezember letzten Jahres.

Der letzte Adventskalender, bei dem ich die Finger mit im Spiel habe, hat einen eher traurigen Anlass: Eine unserer Tango-Freundinnen ist sehr krank, und auch sie bekommt einen Spielkarten-Kalender. Allerdings nicht von mir alleine, ich konnte die anderen sieben Paare aus unserem Kurs dazu gewinnen. So hat sie jetzt jeden Tag einen Brief im Kasten, der ihr zeigt, dass wir mit unseren Gedanken, Gebeten und guten Wünschen bei ihr sind. Ich finde in einer solchen Situation Briefe besser als ein Telefonat, denn einen Brief kann man dann öffnen, wenn man sich dazu in der Lage fühlt und ihn auch nochmals zur Hand nehmen, wenn man das gerade braucht, während ein Telefonanruf sich in das Leben drängt, wenn man eventuell gar nicht für die Außenwelt bereit ist.

Viel nach fröhlicher Weihnachtsstimmung klingt das gerade ja nicht. Aber in der christlichen Tradition ist die Adventszeit von jeher eine Fastenzeit gewesen, eine Zeit der Einkehr. Nicht umsonst sind die meisten Adventslieder in Moll gehalten und viele der Texte gehen nicht nur bis zur Geburt von Christus, sondern blicken auch weiter auf das Kreuz.

Ich halte es trotzdem mit den Weihnachtsoratorium, das für mich ein fester Bestandteil der Adventszeit ist: Jauchzet, frohlocket!  Am letzten Samstag hatte ich das Glück, eine wunderbare Aufführung in der Schinkel-Kirche in Straupitz zu erleben, die der Sänger Michael Zumpe und der Organist Matthias Eisenberg organisiert haben. Die Aufführung mit Profi-Solisten und einem Laien-Chor war mit Abstand die beste, die ich jeh gehöhrt habe, voller Begeisterung und Herzblut. Und deshalb bin ich auch voller Vorfreude auf das Fest und genieße jeden Tag meine vielen Kalender.

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