Archiv der Kategorie: 12 x MeMade

12x Me Made: Februar-Pläne

12x MeMade

Bei Chrissy wird jeden Monat etwas Neues genäht und wir dürfen unsere Nähpläne und Fortschritte bei ihr zeigen.

Eigentlich wollte ich in diesem Monat neben dem Morgenmantel vom Morgenmantel-Sew-Along und dem Kleid für den Favoriten des Monats vor allem T-Shirts und Schlüpfer nähen. Beide liegen schon seit geraumer Zeit (genauer gesagt seit dem Sommerurlaub) zugeschnitten in der Plastik-Box.

Aber dann wird aus einem geplanten 3-Tages-Kurztripp eine Reise von einer Woche und am Ende fehlt einem ein schwarzes Kleid. Also werde ich in diesem Monat das Kleid 906 von DP Studio nähen. Sich noch ein letztes Mal für einen geliebten Menschen schön machen, auch das kann eine Form von Trauerarbeit sein.

Den Schnitt habe ich von meiner Schwester zu Weihnachten bekommen, einen leichten Wollkrepp muss ich noch dazu kaufen. Der Hersteller empfiehlt dünne Stoffe und Nina von Kleidermanie bestätigt das, denn anscheinend hat man auf der Schulter 8 Lagen Stoff bei all den Falten. Damit die Falten auch gut einbügelbar sind, nehme ich möglicherweise auch ein Mischgewebe, das sehe ich dann im Stoffgeschäft.

Mit dem Burdakleid 02/2018#113 und dem Morgenmantel habe ich dann 3 Pläne für diesen Monat. Irgendwie ist der Februar immer zu kurz, ich hoffe ich werde mit allen meinen Plänen fertig.

 

12x memade – Januar-Finale

Bei Chrissy ist heute das Januar-Finale von 12 x memade zu bewundern. Sie näht jeden Monat ein Kleidungsstück nach einem noch nicht von ihr genähten Schnitt.

12xmemade Januar (29)

Diesen Monat bin ich auch dabei. Mein Schnitt ist allerdings alles anders als neu, ich habe ihn schon seit mindestens 5 Jahren, und als ich ihn kaufte, war er auch schon alt. Aber er ist noch nicht von mir genäht worden. Es ist Vogue 8701, mein Weihnachtskleid, das ich endlich fertig genäht habe. Angefangen hatte ich schon auf der Annäherung, da habe ich auch mit Hilfe von Muriel, Carola und Heidy einige wesentliche Änderungen am Ausschnitt vorgenommen.

Ich bin sehr zufrieden mit dem Kleid. Es hat Taschen (von mir ergänzt) , ist wunderbar bequem und die Karo-Verarbeitung ist mir überall, sogar am Reißverschluss fast perfekt gelungen.

Und irre ich mich, oder kann man sich in Raglan-Ärmeln tatsächlich besser bewegen?

Auch beim Innenleben habe ich mir viel Mühe gegeben:

Die Blümchen auf den Säumen kann man zwar nicht sehen, aber ich weiß, dass sie da sind!

Für den nächsten Monat habe ich schon viele Pläne, unter anderem ein Kleid aus der Februar-Burda, das dann bei zwei link-Partys dabei sein darf.

Vielen Dank, liebe Chrissy, für Dein wunderbar motivierendes Sew-Along.

12 x Me Made – Januar

12x MeMade

Chrissy hat für 2018 zum gemeinsamen Kleidernähen aufgerufen. Sie selber will jeden Monat einen Schnitt nähen, den sie noch nicht zuvor genäht hat, aber den Teilnehmern bleibt selbst überlassen, ob sie einen alten oder bereits erprobten Schnitt nähen wollen. Dass nette an dieser Aktion ist, dass über das eigentliche Nähen, den Erfolg oder den Misserfolg, mitberichtet wird, also eine Art „Making of“ gezeigt wird. So etwas finde ich beim lesen auf Blogs immer besonders interessant, und weil ich mir schon vorgenommen habe, mehr über das eigentliche Nähen zu berichten und nicht immer nur fertige Werke zu präsentieren, ist das für mich ein idealer Anstupser, diese Pläne auch umzusetzen. Vielen Dank, liebe Chrissy.

Das Motto :  „Alles kann — nichts muss“, kommt mir dabei entgegen. Im Januar ist meine Näh- und Blog-Zeit immer reichlich und hoch, dann kommt im Laufe des Jahres das „Säen und Ernten“ dazu und Zeit wird knapp. Möglicherweise muss ich dann also eine Sommerpause einlegen, aber ich will das Jahr nicht vor seinem Ende schlecht reden!

Jedes Mal etwas Neues zu nähen ist für mich jetzt keine so große Herausforderung. Ich nähe höchst selten einen Schnitt zweimal, dafür gibt es viel zu viele spannendes Schnitte, die ich alle ausprobieren will und ich nähe dafür auch einfach nicht genug.

Für den Januar habe ich mir vorgenommen, das Weihnachtskleid 2017 fertig zu nähen. Ich bin auch schon fast damit durch, denn es war auf der Annäherung dabei. Also gibt es heute keine Vorstellung, sondern gleich einen Zwischenstand.

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Genäht wird Kleid Nr. 1, das ist der Vogue-Schnitt links im Bild. Der Stoff ist übrigens vom Stofftisch in Bielefeld vor zwei Jahren und ich glaube er kommt von unserer Gastgeberin Chrissy!

Was man auf dem Umschlag des Schnittes nicht sieht, ist der sehr weite Ausschnitt des Kleides. Das rückwärtige V habe ich gleich am Schnitt „weggkorrigiert“ und ich habe auch versucht, die Ausschnittlinie nach oben zu versetzen, aber bei Raglan-Ärmeln ist das für mich doch noch zu kompliziert.DSC_0533Die Ärmel habe ich auch verlängert und erweitert, um mehr Bewegungsfreiheit in dem Kleid zu haben. Beim ersten Anprobieren sah ich aber aus, wie eine Presswurst. Die Erklärung: Trotz gemessener (und im Schnitt angekreuzter!!!) Größe 12 habe ich eine 10 zugeschnitten! Ich will gar nicht wissen, was mein Unterbewußtes mir da wohl für einen Streich gespielt hat. Bei gehefteten Nähten und 1,5cm Nahtzugabe war das aber ganz leicht zu korrigieren. Der Ausschnitt war da schon komplizierter, aber Muriel schlug vor, Folie aufzustecken, die Linien für einen Einsatz aufzuzeichnen und danach dann ein Schnittteil zu arbeiten. Mit der Hilfe von Nähkatze und Heidy habe ich das auch hinbekommen.

Dann reichten die mitgebrachten sämtlichen Stoffreste (Merke: niemals ohne alle Stoffreste zur Annäherung reisen, NIEMALS!!! ) nicht für die vordere Passe, also musste ich sie an den Raglan- statt an den Schulternähten teilen.DSC_0596

Und dann habe ich eine geschlagene halbe Stunde herumgepusselt, bis ich zwei identische Rückteile zuschneiden konnte, nur um irgenwie eine Asymetrie beim Einnähen zu produzieren. Die fällt aber kaum auf und bleibt jetzt so.

Rückwärtige Passe

Den kleinen Abnäher, den man auf dem Probestoff am Nacken sieht, habe ich übrigens in einer stärkeren Krümmung der Ansatzlinie verschwinden lassen:

Auf dem unteren Bild sieht man den Unterschied ganz deutlich.

Eingesetzt habe ich die Karo-Passe dann zu Hause. Von dem grauen Stoff für das Probeteil habe ich einen Paspelstreifen geschnitten, damit abgesetzt sieht die Stückellei nicht mehr nach gestückelt sondern ganz gewollt aus.

 

Beim Futter musste ich diese Operation natürlich auch noch durchführen. Dabei habe ich mir zum Auffnähen einen Zierstich gegönnt. Den sieht man natürlich nicht, außer, wenn ich das Kleid an- und aushziehe, aber ich weiß dass er da ist 😉 .DSC_0617

Um den Nahreißverschluss perfekt einzunähen habe ich drei Tricks kombiniert:

Zuerst habe ich die Naht geheftet, so dass die Karos zusammenpassten. Dann habe ich den RV mit Klebestift eingeklebt und dann die Bänder mit dem normalen Reißverschluss-Füßchen eingenäht. Danach habe ich die Heftnaht aufgetrennt und zum Schluss mit dem Spezialfüßchen den RV richtig eingenäht. Hat perfekt geklappt, so mache ich es in Zukunft immer. An der Stelle, wo der Rock an das Oberteil genäht ist, habe ich die Nadel ein bisschen nach außen positioniert, also nicht ganz so dicht an der Raupe genäht. Beim Bügeln nach dem Einnähen kann man das unsichtbar machen, aber dieser halbe Millimeter auf jeder Seite erleichtert das Zuziehen später enorm.

Das fertige Kleid gibt es am Ende des Monats zu sehen, erst einmal geht es jetzt zum Link-up mit den anderen Januar-Projekten von 12 x MeMade.