Jahresprojekt Juni und Juli

Doch, ich bin noch beim Jahresprojekt dabei, auch wenn ich jetzt zwei Monate nicht gepostet habe. Tatsächlich bin ich im Mai auch keine Minute zum basteln gekommen. Wer Ende April/Anfang Mai für zwei Wochen wegfährt, darf sich nicht wundern, dass der Garten völlig ausflippt und dreimal soviel Arbeit macht.

Im Juni habe ich dann mit meinen schicken Stanzen ein paar Stunden Katzen ausgestanzt, um daraus ein paar Karten zu machen. Spoiler: Ich habe immer noch einige Katzen und Zweige übrig 😮 . Die großen Katzen-Stanzen sind von schlechter Qualität, nicht besonders scharf, und ich musste sehr viel mit der Schere und der Lochzange nachbessern. Schwups war keine Zeit mehr übrig.

Am Freitag dann habe ich mir den Abend Zeit genommen. Ich bin in einen wahren Bastelrausch verfallen. Als ich wieder zu mir kam, war es halb vier und ich hatte 22 Karten fertig gemacht. Ich zähle die Katzen-Karten für den Juni, immerhin habe ich sie da ja angefangen.

So eine Karte hatte ich ja schon im April gemacht, jetzt gibt es lauter 3-er Serien.

Hintergründe bieten alte Zeitschriften und Kalender.

Stanzen mit Katzenmotiv gibt es in riesigen Mengen, ich habe also noch ein weiteres Set.

Mehr als reichlich. Aber Katzenliebhabe gibt es ja auch jede Menge.
Im Frühling habe ich an einer Postkunstaktion teilgenommen und Musterpapiere mit demn vier Elementen gedruckt und auch bekommen. Die meisten sind als Hintergründe für Karten sehr gut geeignet, nur mit dem Element kann man da nicht so wirklich viel anfangen. Also habe ich überlegt, was mir denn zu „Feuer“ alles einfällt. Waldbrände und ähnliches sind schreckliche Katastrophen und sicher keine Motive für Karten und Lagerfeuer-Romantik ist nicht so meins. Aber da gibt es doch noch ein paar Fabeltiere. Drachen zum Beispiel. Auf der Suche nach passenden Stanzen habe ich dann neben ein paar sehr gruseligen Drachen auch noch zwei tolle Phönixe gefunden, von denen einer leider Übergröße hat und nicht wirklich in Standard-Briefumschläge passt. Aber er ist sooo schön.

Zum Aufkleben sind diese Dinger übrigens die absolute Hölle. Ich habe es mit Odif Sprühkleber versucht. Riesensauerei und nach 24 Stunden löste sich alles wieder ab. Also doch mit dem Klebestift herumschmieren. Dieser Sprühkleber soll angeblich auswaschbar und ablösbar sein und wird beim Quilten verwendet. Ich habe mal versucht, auswaschbares Stickvlies damit zu fixieren, hat gar nicht gut funktioniert. Das mache ich auch nur noch mit Klebestift.

Auch dieser hier ist einer von dreien. Ich habe ihn aus meiner Interpretation von „Feuer“ ausgestanzt.

Dieser Drache ist ein Einzelstück, der Hintergrund ist „Erde“, den habe ich bei der Postkunst bekommen. Er ist klebetechnisch eine Herausforderung, denn die Schuppen im Leib halten nicht wirklich sondern fallen beim Aufkleben heraus. Durch den Sprühkleber, oder besser gesagt die temporäre Fixierung haben sie aber dann doch gehalten und den Klebestift überlebt. Ich werde mal probieren, das Papier auf der Rückseite mit Haftvlies zu bebügeln und dann die ausgestanzten Teile aufzubügeln statt zu kleben. Bei einfarbigem Papier müsste das gehen, bei hochglanzdrucken werde ich wohl noch ein paar Experimente machen müssen.

Irgendwie hat mich die Idee, ausgestanzte Tiere in Fotos einzufügen, in diesem Monat fasziniert. Die Texte sind von einem Werbeflyer: Ankommen, Durchatmen, – „Entspannen“ hebe ich mir für später auf. Der dunkelrote Drachen wirkte etwas eindimensional, mit silbernen und goldenen Aquarell-Bundstiften habe ich ihm etwas Leben eingehaucht.

Ich hatte zwei Phönixe erwäht:

dieser hier passt immerhin auf der Format B6, also gerade noch ein Standard-Brief.

Andrea, die Zitronenfalterin, sammelt diesen Monat wieder die Jahresprojekte. Für sie habe ich versucht, die Zitronenfalter zu fotografieren, die den Lavendel umflattern. Für die Handy-Kamera sind sie leider viel zu schnell…

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