Making of Frühlingspost 2020

Kurz vor knapp will ich noch einmal die Ergebnisse der Frühlingspost 2020 von Tabea und Manuela, alias „Postkunstwerk“ präsentieren.

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Diese schönen Stoffe sind in den Frühlingswochen bei mir eingetroffen, und sie werden zu einem Quilt verarbeitet werden, der eine ziemlich vergammelte gelbe Fleece-Decke in unserem Wohnzimmer ablösen wird. Mit Ausnahme des rosafarbenen Stoffe mit Hatifnatten oder auch Gänseblümchenknospen, so genau weiß ich das nicht, passen sie alle in das von mir anvisierte grün-blau-türkise Farbschema mit gelben und roten Akzenten. Der rosafarbene Stoff wird aber als Kissen sehr gut zu den rosa-weißen Erinnerungs-Quilt, an dem ich aktuell arbeite, ergänzen. Vielen Dank an alle Mitdruckerinnen für die schönen Stoffe.

Für meinen Stoff hatte ich eine alte hellgelbe Bettwäsche als Material ausgewählt, und dazu wollte ich auch gleich ein paar alte Deckchen, für die ich keine Verwendung habe, mitfärben, damit der Stoff auch sicher für den geplanten Quilt reicht.Frühlingspost1

Die Stofffarbe in Porzellanblau hatte ich noch im Vorrat.

Ich liebe es zu färben. Ich könnte Stundenlang dabei zusehen, wie sich die Farbe im Stoff verteilt. Leider war das Endergebnis für den gelben Stoff ziemlich MÄH, also habe ich den nochmal mit türkiser Stofffarbe überfärbt. Ich verwende gerne die Farben von Dylon, weil die richtig gut licht- und waschecht sind (unbezahlte Werbung).

Dann habe ich das Muster entworfen. Zuerst habe ich aus der Bibliothek alle Bücher, die sich mit Schablonendruck auf Stoff beschäftigen, ausgeliehen und eine Menge gelernt, das nicht im Web stand. Mein Muster ist als Rapport angelegt, in Längsrichtung fortlaufend, nach unten mit einem halben Muster Versatz.

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Der erste Entwurf war viel zu voll!

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Hier sind die vier Laminerfolien, aus denen die Schablonen geschnitten wurden, übereinander gelegt.

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Die erste Farbe

 

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Die zweite Farbe

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Fehlen nur noch die Blütenmitten und etwas Fauna: Hummeln und kleine, hungrige Raupen.

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Wie im wahren Gartenleben sind letztere schwer zu finden!

Als Farben habe ich übrigens Javanna Stoffmalfarben von Kreul verwendet, die kann man nämlich auch nach 6 Stunden Trockenzeit für 8 Minuten bei 150° im Backofen fixieren, bei solchen Stoffmengen die deutlich bessere Alternative zum Bügeln. Diese Information findet sich übrigens im Hauptkatalog der Firma, da muss man ein bischen blättern. Ich habe nach jeder Farbe zwischenfixiert, damit ich nicht bei einem groben Fehler den ganzen Stoff verderbe. Kleine Verschmierungen konnte ich bei dieser Technik nicht vermeiden, aber sie fallen kaum auf.

Die ganze Aktion hat mal wieder unfassbar viel Zeit verschlungen, und irrsinnig viel Spaß gemacht. Ich bin vom Schablonendruck total angefixt und hätte am liebsten gleich ein Kleid aus meinem Stoff genäht! Irgendwann werde ich mir auch ein Kleid aus einem selbstbedruckten Stoff nähen, das steht für mich fest.

Vielen Dank an Tabea und Michaela für diese schöne Aktion. Die Ergebnisse können hier bewundert werden.

Die nächste Aktion „Sommerpost 2020“ ist bereits gestartet, heute noch können sich interessierte anmelden.

 

2 Gedanken zu “Making of Frühlingspost 2020

  1. Dein Stoff ist sehr schön geworden. Super, dass Ihr so eine gute Bibliothek habt, ich habe/hätte hier vor Ort nichts zu textilen Themen gefunden, dazu hätte ich wohl in die Stadt fahren müssen. Ich finde es toll, dass Dir so ein filigraner Druck gelungen ist. Ich werde aus dem Großteil der Stoffe, die bei mir eingetroffen sind auch einen Quilt machen und ein paar andere textile Kleinigkeiten. Liebe Grüße!

    Liken

    1. Ehrlich gesagt habe ich unsere Bibliothek noch nie betreten. Ich gehe immer gleich in die Stadt-und Regionalbibliothek in der 25km entfernten Kreisstadt, da gibt es ungefähr 100.000 Einwohner und entsprechend andere Leserzahlen! Dadurch ist die Bibliothek enorm gut sortiert. Mit meinem Quilt hätte ich schon längst angefangen, wenn ich mir sicher wäre, wie ich den gelben Stoff ergänze, um die Tierchen nicht zu zerschneiden und trotzdem auf eine Patch-Größe von 15×15 zu kommen. Kleiner will ich nämlich nicht gehen, weil mir dann der Verschnitt zu viel wird.
      Liebe Grße, Stefanie

      Gefällt 1 Person

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