Weinachtsmarkt in Winkelhausen: 17. Dezember

17-12-1310.November

„Wo und wann sind wir jetzt?“, fragte Thomas den Weihnachtsmann. Sie befanden sich in einem Klassenzimmer. Klara schaute hoffnungsvoll umher, aber das war nicht der Klassenraum des Schreibkurses. An den Tischen saßen Jugendliche und an den Wänden hingen bunte Drucken von Gemälden.

„Seht mal, da sind ja Peter und Max. Und da vorne ist auch Connie!“ rief Klara.

„Es ist der 14. November und wir sind im Kunstraum des Gymnasiums. Die Schüler sollten  Entwürfe für Weinhnachtskarten machen und stellen sie jetzt vor.“

Connie, die vor der Klasse stand, räusperte sich. Die Schüler wurden leiser und sahen zu ihr hin.

„Ich habe Klappkarten gemacht, bei denen sich ein Papiermotiv aufstellt, wenn man sie aufklappt. Nachher gebe ich ein paar Exemplare durch die Reihen, seid dann bitte vorsichtig damit, denn es steckt eine ganze Menge Zeit darin und sie sich ein bisschen empfindlich. Zuerst dürft ihr euch mal ansehen, wie ich sie gemacht habe.“

Auf der Wandfläche hinter ihr erschien jetzt ein Bild von einer bereits fertig gestellten Karten. Das Bild drehte sich langsam, und man konnte erkennen, dass das Motiv aus lauter schmalen Streifen bestand, die entweder nach innen oder nach außen geklappt waren und zusammen einen Tannenbaum ergaben. Es gab auch kompliziertere Modelle, zum Beispiel ein Dorf im Schnee oder eine Krippe. Connie erklärte, wie sie vom Entwurf des flachen Bildes zur dreidimensionalen Figur kam und in welcher Reihenfolge die Papierteile geschnitten geklebt und gefaltet werden mussten. Sie zeigte viele Fotos über die einzelnen Arbeitsschritte und die Klasse folgte ihr gespannt.

„Die Karten sehen schrecklich kompliziert aus“, meinte Klara, „aber Connie erklärt das so gut, dass alles ganz einfach zu verstehen ist.“

Am Ende applaudierten alle und sahen sich dann die zarten Gebilde an, die Connie durch die Reihen gab.

Die Lehrerin trat nach vorne.

„Herr Wolf, der Informatik-Lehrer hat mir erzählt, dass sein Kurs unter Mithilfe von Peter, Max und Kevin ein Computerspiel entwickelt hat…“

„Vergessen sie Connie nicht, die hat die Grafiken entworfen“, wurde sie von Max unterbrochen.

„…OK, und unter Mithilfe von Connie. Das Spiel soll auf eine CD gebrannt werden. Auf dieser CD ist noch Platz, und wir dachten, man könne noch ein paar andere Sachen darauf machen. Der Kirchenchor hat schon ein paar Lieder aufgenommen, ich selber verhandele mit dem Schreibkurs von der Volkshochschule, aber ich dachte, ein paar Bastelanleitungen wären auch ganz schick auf so einer CD. Was haltet ihr davon, wenn wir zu den besten fünf Entwürfe von euch  Anleitungen machen, die dann auf die CD kommen?“

„Dann muss der von Connie unbedingt dazu“, sagte ein Mädchen.

„Das sehe ich genauso“, antwortete die Lehrerin. „Bei ihrem Vortrag habt ihr auch die vielen Bilder gesehen, die das Ganze so anschaulich machen. So in etwa stelle ich mir das vor. Es bedeutet aber eine Menge Arbeit, so etwas zu erstellen, das sollte dann in Gruppenarbeit stattfinden. Ich brauche ohnehin noch eine Note von euch, würde also eure Arbeiten bewerten.“

„Wieso läuft so etwas immer auf eine Benotung raus?“, fragte Max in keine bestimmte Richtung.

Die Lehrerin grinste. „Gerade du solltest dankbar dafür sein. Dein Kartenentwurf war ziemlich „Na, Ja“, und aus Bildern und Text eine vernünftige Computerdatei zu machen, liegt dir doch. Da kannst du gut punkten.“

„Die ist echt OK“, sagte Thomas. „Wenn ich da an meine Kunstlehrerin denke, puh!“

„Gehen  wir weiter“, sagte der Weihnachtsmann, „ein bisschen kann ich euch noch zeigen.“

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