Neue Seiten für Fridas Buch

Eigentlich wollte ich ja an meinem Blusen-Ufo arbeiten, aber da kündigten sich Frida und ihre Eltern für einen Besuch zum Kaffee an.
Frida ist die kleine Tochter von Freunden. Zu ihrem ersten Geburtstag habe ich ihr ein Quiet-Book genäht.

Quiet Books sind Beschäftigungsbücher für Kinder, die aus Stoff bestehen. Ob sie „Quiet Book“ heißen, weil sie keine nervigen Geräusche machen oder weil ein Kind damit eine Weile „quiet“, also still ist, entzieht sich meiner Kenntnis. Mir ist aufgefallen, dass sie anscheinend bei Mormonen sehr beliebt sind, zumindest habe ich auf Seiten dieser Community die besten Anleitungen und Beispiele gefunden ( leider sind diese Seiten inzwischen gelöscht). Das wundert mich gar nicht. Als Teenager hatte ich einmal in den USA die Gelegenheit, einen mormonischen Gottesdienst zu besuchen. Inklusive Sonntagsschule hat die Veranstaltung drei Stunden gedauert (wenn ich mich richtig erinnere) und die Familien waren komplett erscheinen. Irgendwie muss man kleine Kinder da ruhig bekommen und bei Laune halten. Und da ist so ein Quiet Book eine feine Sache.


Bei Stoff-Bilderbüchern interessiert mich mehr die Haptik. Gerade für sehr kleine Kinder ist es schön, unterschiedliche Strukturen zum Tasten anzubieten. Der Schmetterling, zu dem die kleine Raupe geworden ist, hat zum Beispiel einen Körper aus Samt und Flügel aus einem bestickten und beflockten Satin.

Später lieben Kinder es, wenn man in einem Buch hinter irgendwelche Türchen oder in Taschen schauen kann. (Hand auf’s Herz, tun wir das als Erwachsene nicht immer noch?)

Aus der samtigen Tiefe tauche Nemo und seine Freunde auf. Schnell den hungrigen Hai mit Knöpfen füttern, damit der nicht auf dumme Geanken kommt!

Ab und zu bekommt Frida eine neue Seite für ihr Buch. Der Besuch war eine willkommene Gelegenheit, die angefangene Seite (das Buch-UFO) endlich fertig zu machen.


Das Buch ist mit zwei Kordeln gebunden und kann leicht ergänzt werden.


Der Wald ist alt, das Zelt ist neu.

Wenn die Fingerpuppentiere sich müde gespielt haben, können sie ins Zelt zum Schlafen gehen.

Oder sie gehen zum Ententeich. Wo sind denn alle?

Die Enten haben sich hinter den Schilfbüscheln versteckt. Sie sind auf der Rückseite des Zelts, also ebenfalls neu.
Eine Seite im Buch ist 20×20 cm groß. Der Hintergrundstoff ist mit Vlieseline H200 verstärkt, zusätzlich wird , wenn alles fertig appliziert ist, eine Lage Volumenvlies aufgebügelt. Ich habe nur eine Lage zwischen den Seiten, das ist dick genug, Dann werden die Seiten mit Schrägband eingefasst und bekommen stabile Ösen.
Es gibt auch spezille Buchringe, auf die man die Seiten auffädeln kann, die mag ich eigentlich lieber, weil man sie besser öffen kann als die Kordel. Aber die hatte ich nicht zur Hand.

Einen neuen Mitbewohner gab es auch. (Das Rosa ist auf dem Foto schlecht abgebildet worden, darum habe ich es nachbearbeiteit).

Die letzte Seite ist aus einer Lieblingshose meiner Kinder und einem kleinen Rest von der Borte, die meine Mutter auf meinen Kinderbademantel genäht hatte. Der Bademantel war ein absolutes Lieblingsstück von mir und den kleinen Bortenrest habe ich jahrelang gehütet, bis er endlich eine gute Verwendung gefunden hat.

So einen Reißverschluss am Zelt kann man prima auf und zu machen, deshalb darf ich das Bingofeld Mich kann man öffnen von Antetannis Jahresbingo ankreuzen.

Und weil ich ein UFO erledigt habe, verlinke ich diesen Beitrag auch bei meiner eingenen UFO-Beseitigungs-Aktion. Schaut gerne vorbei und macht mit, meine Mit-Gastgeberin Miriam und ich freuen uns. Bitte vergesst auch beim Verlinken den Backlink zu Euren Gastgeberinnen nicht.

14 Kommentare

  1. Oh wie zauberhaft. Ich wollte ja lange schon ein Quiet Book genäht haben, ich hatte mir vor Jahren extra ein Buch mit Inspirationen dazu gekauft. Es wurde ein lange abgehangenes Ufo in meinem Kopf und inzwischen sind alle Kinder, für die ich es gedacht hatte, aus dem Alter der Quiet Bücher raus. Naja, vielleicht nähe ich irgendwann eines für Enkelkinder, aber noch ist Junior nicht in dem Alter… Uhhhh, das wäre was… 😀 Die vorgestellten Seiten sind großartig geworden, der Hai ist der Kracher und der Ententeich ist ja wohl zu putzig. Wie schön auch, dass du alte Erinnerungsstücke von dir mit eingearbeitet hast. ♥

    Schöne Sonntagsgrüße und Danke fürs Zeigen beim BINGO

    Anita

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  2. Ich finde solche Quietbooks total schön. Leider gibt es in meinem Umfeld keine kleinen Kinder, für die ich mal eines nähen könnte.

    Gruß Marion

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    • ja, das ist schade, denn ich hatte beim Entwerfen und Nähen so herrlich viel Spaß. Leider habe ich für die eigenen Kinder nur eine ganz sparsame Version genäht, nur zum Tasten. Wenn die Kinder klein sind, fehlt für so etwas die Zeit. Ist mehr ein Tanten- und Großmütter-Projekt 😉 .
      Schöne Grüße, Stefanie

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  3. Ganz, ganz bezaubernd! Besonders mag ich den Haifisch und die Schmetterlinge… Ich wusste gar nicht, dass diese Stoffbilderbücher Quiet Books heißen. Sicherlich pädagogisch mehr als zweifelhaft, dürfte ein Smartphone, was das still sein betrifft, den größeren Effekt haben… Visuell und akustisch überstimuliert, wie die meisten von uns heutzutage sind, finde ich diese Bücher zum Ertasten, gar nicht nur mal etwas für Kinder… Dir einen schönen Sonntag. Liebe Grüße Manuela

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    • Danke schön. Ich finde es auch schön, dass die Bücher quasi mitwachsen. Erst tasten, dann Sachen heraus nehmen und wieder weg stecken, jetzt der Reißverschluss. Man kann Wäsche auf die Leine hängen, Farben sortieren, Schleifen binden… Es gibt diese Bücher auch zu kaufen, aber da ist das meiste gedruckt, die Haptik bleibt also gleich und die Seiten sind auch immer so voll. Das nächste Baby in der eigenen Verwandtschaft bekommt auch eines.
      Das Smartphone sieht man leider viel zu häufig in Kleinkinderhänden. Und dann wundert man sich, dass die Kinder sich nicht konzentrieren können…
      Dir auch eine schönen Sonntag, Liebe Grüße, Stefanie

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  4. Was für ein tolles Projekt! Du hast so tolle Ideen dabei umgesetzt. Ich kenne diese ersten Kinderbücher nur aus dem Geschäft. Die haben natürlich längst nicht diesen Charm. Selbstgemachte habe ich tatsächlich noch nie gesehen. Und es ist so wunderbar vielfältig! Noch dazu ist es eine tolle Resteverwertung. Bei mir Umfeld gibt es aber auch keine so kleinen Kinder mehr.

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  5. Ich liebe diese Bücher sehr und wollte schon immer mal eins nähen. Vielleicht habe ich mal Enkelkinder uns setze den Plan dann um. 😉

    Richtig schöne Seiten sind das, mir gefallen sie alle.

    Liebe Grüße zu Dir

    Manu

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    • Danke Dir. Es macht wirklich Spaß, diese Seiten zu nähen, ist aber auch ganz schön auffwändig. Trotzdem freue ich mich schon auf das nächste Kind in der Verwandtschaft, das mit einem Buch beschenkt werden wird.
      Liebe Grüße, Stefanie

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  6. Wie toll! Das sieht ganz großartig aus und vor allem nach wirklich ganz ganz viel Arbeit. Frida wird sich bestimmt über die neuen Seiten freuen. Und ein UFO ist damit auch wieder erledigt. Perfekt. Wenn Frida etwas älter ist, könntest du ggf. noch Foto-Seiten ergänzen. Also Seiten mit KLarsichteinsätzen, in die Bilder von den Liebsten gesteckt werden können.

    Ich überlege auch, ob ich bei dem Bingo noch aufspringen soll. Einige Beiträge habe ich zwar schon verpasst, aber besser spät als nie…

    LG Miriam

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    • Das Bingo ist ja eine Ganzjahresangelegenheit. Ich habe letztes Jahr nur sehr sporadisch mitgemacht, bin auch relativ spät eingestiegen und habe dann am Ende des Jahres das Feld voll gemacht. Du hast also keine Termine verpasst, höchstens Gelegenheiten, ein Feld auszufüllen. Es ist lustig, wie sehr sich der Blick bei den eigenen Aktivitäten auf „Bingo-tauglich?“ fokussiert.
      Liebe Grüße, Stefanie

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  7. ach ist das ein schönes Buch .. was es da alles zu entdecken gibt ..

    auch die neue Seite ist toll geworden

    das macht sicher Spaß es zu nähen

    und die Kleine wird sich freuen

    liebe Grüße

    Rosi

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