
Es war einmal vor laaanger Zeit, da startete eine unerschrockene Bloggerin (das bin ich) einen Angriff auf große und kleine heimtückische UFO’s (UnFertigeObjekte) , die ihr Nähzimmer verstopften. Der Fahrplan war ehrgeizig: Innerhalb eines Nähjahres sollten alle UFO’s aus den Projektboxen fertig gemacht werden.
Heute, fast auf den Tag genau sechs Jahre später stehe ich hier, vor meinen gut gefüllten Projektboxen. Am Schrank klebt immer noch die Übersicht der zu erledigenden UFO’s, und einige sind immer noch nicht ausgekreuzt.

Und wie das Leben so spielt, sind dafür etliche neue UFO’s bei mir eingezogen.
Was tut man, wenn man bei dem Versuch, UFO’s zu besiegen so kläglich scheitert? Klarer Fall, man erstellt eine Machbarkeits-Studie (aka 10 Minuten realistisch nachdenken) und sucht sich eine Verbündete.
Die Machbarkeits-Studie ergab, dass eine konzentrierte Arbeit an nicht mehr als zwei UFO’s innerhalb eines begrenzten Zeitraums sinnvoll ist.
Dazu bietet sich der Februar förmlich an weil:
- die guten Vorsätze aus der Sylvesternacht noch relativ präsent sind
- der Garten noch im Winterschlaf liegt
- der Januar schon fast vorbei ist
Als Verbündete konnte ich Miriam von Mein Lebensspiel gewinnen, die genau wie ich, ein Mantel-UFO und ein Blusen-UFO zu Hause hat. Das ist eindeutig ein Zeichen.
Die Aktion läuft folgendermaßen ab:
Es wird ein Link-Tool geben, das vom 1.2. bis zum 28.2.2026 geöffnet ist. Da könnt Ihr über Eure UFO’s berichten. An den Sonntagen berichten Miriam und ich auf unseren Blogs über unsere UFO’s. Das Link-Tool ist unabhängig von unseren Sonntags-Posts während des ganzen Februars erreichbar.
Hier geht es zu Miriams Beitrag.
Wer darf denn mit was an der UFO-Aktion teilnehmen?
Teilnehmen darf jede(r).
Die Projekte sollten Kleidungsstücke für Euch oder andere, Accessoires (Schal, Mütze, Handschuhe, Socken…) oder auch gerne Taschen sein, Dinge, die in den Oberbegriff „textile Handarbeiten“ einzuordnen sind. Die reparierte Kuckucksuhr oder der endlich umgebaute Kleiderschrank, so toll sie auch sind, gehören leider nicht dazu.
Bei Euren Projekten sollte es sich aber um „echte“ UFO’s handeln, also Sachen, die Ihr nicht vor ein paar Tagen angefangen habt, wobei die Definition für ein UFO ja durchaus unterschiedlich sein darf. Bei mir ist ein Projekt dann ein UFO, wenn ich es für mehr als ein anderes Projekt für mindestens zwei Monate beiseite gelegt habe. Das ist zum Beispiel der Sommermantel, mit dem ich in die Aktion gehe, denn seit der zugeschnitten wurde, habe ich mindestens drei oder vier andere Sachen genäht, ich weiß das schon gar nicht mehr so genau. Dieses Verschwimmen des Zeitstrahls ist es, was für mich ein UFO ausmacht. Meine Strickjacke, an der ich schon seit Monaten arbeite, ist zum Beispiel keines, denn ich stricke halt einfach langsam.
Noch eine Anmerkung: Valomea von Valomeas Flickenkiste hostet ebenfalls eine UFO-Beseitigungs-Link-Party. Ihre ist aber über das ganze Jahr geöffnet.
Unsere Aktion möchte auf gar keine Fall als Konkurenz gesehen werden. Sie ist eher für Leute gedacht, die für ihre UFO’s einen begrenzten Zeitrahmen und die wöchentliche Unterstützung Gleichgesinnter als Motivation brauchen. Vielleicht hilft Euch ein konzentrierter UFO-Monat als Einstieg in die UFO-Beseitigung und Ihr erledigt den Rest im Laufe des Jahres.
Bei Valomea könnt Ihr Euch dann mit anderen tapfer gegen UFO’s kämpfenden treffen.
Ihr sein nicht allein und sie entkommen uns nicht!
Am 1.2. findet Ihr das Link-Tool hier auf dem Blog. Am 2. Februar berichte ich dann, mit welchem UFO ich anfange, warum es überhaupt eines geworden ist, und wie ich mir eine Lösung für das Problem vorstelle.