Das Tailor-Board – ein Geschenk für Näh-Begeisterte

Heute in sieben Wochen ist Heiligabend, also ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um seine Lieben diskret auf Wünsche nach etwas Selbstgemachtem hinzuweisen.

Was hier aussieht wie ein Modell der Enterprise steht tatsächlich auf der Wunschliste vieler Nähenden ganz oben – das Tailor Board. Dieses geniale Bügelbrett ist zum Ausbügeln von Rundungen, Ecken und Kragenspitzen vielleicht nicht wirklich unverzichtbar, aber unbedingt ein ganz großartiges Werkzeug.

Warnung für Menschen mit Kindern: Wenn Ihr Euer Tailor Board vermisst, ist es vielleicht im Kinderzimmer und dringt in Galaxien vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat

Ich weiß gar nicht, ob ich das erste Tailor Board auf einer Annäherung oder im Netz gesehen habe, aber fest stand sofort: So etwas brauche ich auch. Einen russischen Bauplan gab es damals auch im Netz, und zumindest die Konstruktionsskizze konnte ich verstehen, dafür braucht es keine Sprachkenntnisse.
Ich habe dann zu Weihnachten 2015 das Material bekommen und Anfang 2016 das Board gebaut. Dabei habe ich gleich ganz fleißig fotografiert, weil ich eine deutsche Anleitung ins Netz stellen wollte, für alle, die vielleicht kein Russisch oder Englisch verstehen.
Wie sagt schon George Bernhard Shaw: „Der Weg zur Hölle ist mit guten Vorsätzen gepflastert!“
Ich hoffe, dass ich von der Hölle oder einem ähnlichen Aufbewahrungsort noch ein Stück weit entfernt bin, aber man sollte vielleicht doch mal die Dinge in Angriff nehmen, die man sich so vornimmt.
Im vergangenen Herbst habe ich ein weiteres Board für meine nähende Tochter gebaut, und im Frühling, als alle Arbeitsschritte relativ frisch im Gedächtnis waren, habe ich auch endlich die Bauanleitung geschrieben.

Ja, und da war sie also, die Bauanleitung, schön als PDF verpackt, von einem tischlernden Freund Korrektur gelesen, auf meiner Festplatte. Warum nicht im Netz? Ich gebe es nur ungern zu, aber ich war mir nicht sicher, ob ich die PDF zum herunterladen in den Blog einfügen kann, also habe ich es erst gar nicht versucht. Wie so vieles in diesem Jahr, das ich lange vor mir hergeschoben habe, war aber auch diese Herausforderung ganz einfach.

Ein Klick auf das Bild sollte Euch zur PDF weiterleiten, die Ihr Euch dann herunterladen könnt.

Hier seht Ihr alles, was Ihr sonst noch braucht. Das Board zu bauen ist kein Hexenwerk. Jeder, der einigermaßen sicher mit einer Stichsäge und einem Akkuschrauber umgehen kann, kann es bauen. Ich selber habe ungefähr 10 Stunden dafür gebraucht, ein geübter Handwerker schafft es sicher schneller.

2 Kommentare

  1. Für mich ist es unverzichtbar und gerade bei der Verarbeitung von Wollstoffen möchte ich es nicht mehr wissen. Ermöglichte bspw. beim Einbügeln von Mehrweite in Ärmeln das Vordringen in neue Galaxien. Sprich, ich habe schon eines, dass mir der H. nach einer englischsprachigen Anleitung gebaut hat. Aber selbst gemacht, ist noch viel cooler. Falls ich jemals ein neues brauche, werde ich Deine Anleitung befolgen. Herzlichen Dank dafür. Liebe Grüße Manuela (Twill & Heftstich)

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