Sonntagssachen 22.4.2018

Weiter an der Rose herumgeschnitten, Blumen ausgesät, gewählt, einen brütenden Storch mit Untermietern gesehen, alte Blumensamen ausgemustert

Homewear-Sew-Along Teil 2 Entscheidung für Stoff und Schnitt

Herzlich Willkommen zum Teil 2 des Sew-Alongs. Heute geht es um die getroffenen Entscheidungen.

Die Grenzen zu Sport- und Outdoor-Bekleidung, Nacht- und Unterwäsche sind sicherlich fließend … Vielleicht ist Homewear für Euch auch in erster Linie mit einem bestimmten Material wie Jersey, Sweatshirt o. ä. verbunden oder der Partner/die Partnerin melden plötzlich Ansprüche an und wollen einen neuen Pyjama haben … Kurzum, uns interessiert, für welchen Stoff und Schnitt habt Ihr Euch entschieden?

Die Schnitte, die ich nähen will, standen ja schon in der letzten Woche fest. Lediglich bei der Hose aus dem schlammbraunen Sweatstoff habe ich kurz zwischen zwei Schnitten aus der Ottobre geschwankt. Allerdings kann man bei dem einen nicht sehen, ob die Hose wie ein Sack aussehen wird (Kommentar von der beratenden Tochter: “ Die sehen immer wie ein Sack aus!“) und die andere habe ich zwar als bequeme Schlafanzughose bereits genäht, aber an den Sitz der Lieblingshose kommt sie nicht einmal ansatzweise heran. Also mache ich das, was ich sowieso die ganze Zeit vorhatte: Ich kopiere die alte.

Allerdings habe ich meine Prioritäten neu sortiert und beschlossen, angesichts der sommerlichen Temperaturen mit den Shorts („Gym & Sport“ aus Ottobre 2/2015) anzufangen und dann den Pulli zu nähen. Der passt dann zu Sandras „Favorit des Monats“ und ich werde ihn in den nächsten 14 Tagen sicherlich fertig bekommen. Passend zum kühler werdenden Wetter gibt es dann das Remake der Lieblingshose, die ich dann gleich zum Nähen weitertragen kann, wenn ich mich an die Ruri-Sweat-Pants setze.

Ich habe auch schon zugeschnitten. Der Stoff ist ein Sweatshirt, das ich mal besticken wollte, was aber nicht funktioniert hat. Die Hosenbeine habe ich um 3cm verlängert, das ist mir sonst doch etwas zu „hot“ als Pants.

DSC_0643 Im Heft wird die Tasche vorne mit einer Overlocknaht aufgenäht, ich erinnere mich, dass ich mich damit ziemlich abgemüht habe, weil ich eine Covernaht genommen habe und die von der linken Seite nähen musste. Eventuell mache ich das dieses Mal mit einer Ziernaht der Nähmaschine oder ich fasse nicht nur den Tascheneingriff sondern die ganze Tasche ein. Ich muss mich nur noch zwischen dem grauen Ripp-Jersey, den ich für die Säume und den Bund verwenden will und dem Rest des Halsbündchens in gelb entscheiden.

Jetzt seid Ihr dran. Habt Ihr Euch entschieden? Vielleicht auch schon Schnitte kopiert, wohlmöglich zugeschnitten oder gar schon etwas fertig? Ich bin gespannt.

Das Link-Tool funktioniert wie bei Manuela: Ein Klick auf den blauen Frosch leitet Euch weiter zum Link-up, direktes Verlinken geht bei WordPress nicht. Bitte denkt in Eurem Post an den Hinweis und den Backlink zur Aktion und verlinkt keine Werbung. Damit man auch später Euren Beitrag finden kann, verlinkt bitte den aktuellen Post mit dem Permalink und nicht Euren ganzen Blog. Das Link-Tool ist geöffnet bis Freitag kurz vor Mitternacht, denn es geht am 28. schon bei Manuela mit dem Zwischenstand weiter.

Sonntagssachen 15.4.2018

Eigenes Gemüse für das Mittagessen geputzt, mit summenden Bienen, zwitschernden Vögeln und klappernden Störchen im Hintergrund; Hüftgold aus Mascarpone-Quark-Creme, Himbeeren und zerkleinereten Baisers; Hackfleisch-Rote-Beete-Topf „Red Sonja“ erfunden; beim Vertikutieren geholfen; Rosen zu 1/4 geschnitten .

 

Homewear-Sew-Along Teil 1 Ideensammlung

Heute ist das erste Treffen zum Homewear-Sew-Along. Homewear SA Logo bordeauxgelbManuela von Twill und Heftstich und ich organisieren diesen Sew-Along gemeinsam, und Manuela ist heute unsere Gastgeberin. Traditionell beginn so ein Sew-Along mit einer Ideensammlung. Für viele ist das der schönste Termin. Alles ist offen, man hat noch Zeit und man kann sich wunderbar inspirieren lassen von den Plänen der anderen Teilnehmer. Möglicherweise entdeckt man ja auch noch einen Schnitt, der einem viel besser gefällt als der, den man sich ausgesucht hat, wer weiß?

Die Frage, die uns heute interessiert ist: Was tragt Ihr zu Hause in Eurer Freizeit? Was bedeutet „Homewear“ für Euch? Worin fühlt Ihr Euch wohl?

In meinem persönlichen Lexikon mache ich einen Unterschied zwischen „Freizeitkleidung “ und „Homewear“. Ersteres ist einfach die Kleidung, die ich nicht zur Arbeit trage. Sie ist zweckgebunden, also Sportzeug für den Sport, die alte, Erde-verschmierte Latzhose für den Garten, legere Kleidung für die Zeiten, an denen ich unter Menschen gehe. Mit Homewear verbinde ich etwas anderes. Das ist eindeutig Kleidung für zu Hause und die muss für mich vor allem eines sein: Bequem! Und das bedeutet eigentlich Jogginghose und Sweatshirt bzw. T-Shirt und gegebenenfalls eine Strickjacke.

Als eine der beiden Vortänzerinnen sind meine Pläne schon ziemlich konkret. T-Shirts habe ich genug (obwohl man davon wohl nie genug haben kann), aber bei den Hosen sieht es echt übel aus. DSC_0618Meine allerliebste Lieblingsjogginghose ist hin. Ich habe sie geliebt, weil sie die erste Jogginghose meines Lebens war, die nicht am Gesäß wie ein unförmiger Sack herunterhing und trotzdem bequem war (seht Ihr, das ist es schon wieder : „bequem“!) Außerdem war sie richtig formstabil und ist nie an den Knien ausgebeult. Der Plan sieht vor, die alte Hose aufzutrennen und aus den Teilen ein neues Schnittmuster zu erstellen. Einen Stoff, um sie zu ersetzen ist schon da: ein mitteldicker, angerauhter Swatshirt-Stoff in Schlammgrau vom örtlichen Stoffhaus , Baumwolle mit Elasthan, dazu ein braunes oder ein graues Bündchen. DSC_0619Im Moment bin ich aber unsicher, ob ich tatsächlich den weiten Schnitt kopieren möchte oder zwei Schnitte aus der Ottobre nehmen will. Ich fürchte nämlich, dass der Stoff zum ausbeulen neigen könnte.

Den rechten habe ich bereits erfolgreich für Schlafanzüge  verwendet, er ist also schon auskopiert und hat sich bewährt. Ich muss nur bei besagtem Pyjama den Sitz der Hose kotrollieren.

Fest geplant ist auch eine etwas schickere schwarze Hose: Die Ruri-Sweatpants von Named. Mit der kann man auch den Bofrost-Fahrer empfangen oder den Heizungsdompteur durch das Haus führen. Den Schnitt muss ich noch kaufen, den Stoff habe ich schon: ein dünnerer Sweat von Stoff und Stil, ein Mischgewebe mit Elasthan. Die Zusammensetzung garantiert in meinen Augen eine gewisse Formstabilität und wird wohl auch die Farbe nicht so schnell verlieren. Ich habe den schwarzen Stoff nicht fotografiert, man sieht ohnehin nichts davon auf einem Foto.

Bei Sew-Alongs neige ich immer dazu, mir zuviel vorzunehmen. Warum sollte es denn hier besser sein? Diese Hose habe ich  vor zwei Jahren als erstes Stück auf meiner neuen Overlock-Maschinefür meine Tochter genäht, um sie dann augenblicklich heftig darum zu beneiden. Sie ist quasi die kleine Sommer-Schwester der großen Jogginghose.

Ich habe damals die Kanten eingefasst, das würde ich wieder machen, die offenen Kanten aus der Ottobre gefielen mir schon damals nicht. An den Seitennähten sind die Ecken gerundet und es gibt Mini-Schlitze. Der vorgesehene Stoff ist ein altes Sweatshirt, das ich mal besticken wollte, was aber nie geklappt hat und die anders Hälfte des Bündchens, das für die graue Hose vorgesehen ist. Leider muss ich den Schnitt erneut kopieren, weil ich in die Größe 34 meiner Tochter beim besten Willen nicht hineinpasse.

Zu guter Letzt habe ich noch einen Stoff, aus dem ich eingentlich eine Jacke passend zu meinem petrolfarbenen Kleid nähen wollte. Er war ein Kompromiss und der ist jetzt vorbei, weil ich mir Stoff für ein Jäckchen mit reverse-appliqué aus dem Buch von Alabama Chanin gekauft habe.

DSC_0625Das kastige Sweatshirt kann ich mir seht gut aus diesem Hanf-Blätter-Druck vorstellen, das entpannt bestimmt genau so gut wie ein Joint und ist obendrein legal. Das Sweatshirt ist aus der aktuellen Fashion Style, damit könnte ich dann auch bei Sandras „Favorit des Monats“ teilnehmen.

Ich ich bin gespannt, was Ihr für Pläne bei Manuela vorstellt. Das Logo dürft Ihr wie immer gerne mitnehmen und auf Eurem Blog zeigen. Vergesst nicht, es dann mit einer von und zu verlinken.

Der Favorit des Monats März

der Flop des Monats

So sieht es aus, wenn man eine Bundfaltenhose aus einem Stoff mit Stand näht:

Burda 03-18 Mod 119 (1)Für den Favorit des Monats wollte ich in der Woche nach Ostern diese Hose nähen: Ich will schon seit längerem eine Bundfaltenhose nähen, und dieser Schnitt schien mir ganz gut geeignet zu sein, wenn man die Beine weiter macht. Ich passte also den Schnitt an und nähte munter drauf los, allerdings mit einem völlig ungeeigenten Stoff. Das Ergebnis war ziemlich gruselig. Alles bauscht und die Falten sind mit einer Tiefe von 2,8cm (also 5,5 cm eingefaltetem Stoff) auch viel zu tief. Burda macht bei allen Bundfaltenhosen-Schnitten, die ich bislang gesehen habe, die Falten immer zu tief, das trägt ganz schön auf und wird von mir bei der nächsten Hose auch angepasst werden.

Es hat gar keinen Sinn, die Bundfalten herauszunehmen, für eine weite Hose ist der Stoff ebenfalls zu steif. Ich werde also die Hose wieder auseinander nehmen und für eine Probehose einer neuen Jeans verwenden. Meine gut sitzende Lieblingsjeans ist „fertig“, jedes Mal, wenn ich sie aus der Wäsche ziehe, habe ich Angst, dass sie beim Anziehen auseinander fällt.

Als wieder einmal kein Monatsfavorit für mich. Aber in der neuen Fashion Style sind lauter schöne Sachen drin, für ein Modell wird die Zeit trotz Homewear-Sew-Along und Gartenarbeit schon reichen.

April-Favorit (1)

Mein Favorit ist das blaue Kleid, Stoff habe ich auch schon dafür. Der Schnitt der drei Kleider ist aber auch sehr interessant, hier sieht man mal wieder, welche Rolle der Stoff für ein Modell spielt. Das mag ich an dieser Rubrik sehr gern. Aber die Bluse hätte ich auch gerne, ich bin nur nicht sicher, ob ein leichter Baumwollstoff dafür geeignet ist, oder ob der noch immer zu steif ist. Von der Hose bin ich noch immer ein gebranntes Kind.

Wer Lust hat, ist herzlich eingeladen zum Homewear-Sew-Along, der am Samstag bei Manuela von Twill und Heftstich beginnt und dann von uns beiden abwechselnd ausgerichtet wird.Homewear SA Logo bordeauxgelb

Warum brauchen wir eine Datenschutzverordung?

Bei Sandra habe ich heute etwas über die neue Dateschutzverordung gelesen. Ich fiel aus allen Wolken. Das sollte uns kleine private Blogger betreffen?

Ich kenne das Datenschutzdilemma teilweise aus dem Beruf und finde es auch richtig, dass man die Leute aktiv darauf aufmerksam machen muss, dass ihre Daten gesammelt werden. Wem ist z. B. schon bewusst, dass man mit einer Mitgliedschaft bei Whatsapp erlaubt, dass sämtliche Handy-Daten ausgelesen werden? Diverse Verwandte und Bekannte  haben also durch Whatsapp meine Telefonnummer weitergegeben, ohne mich zu fragen, ohne dass ihnen das bewusst gewesen wäre. Ich selber kann so verantwortungsvoll mit meinen Daten umgehen, wie ich will, auf FB, Google oder Whatsapp verzichten und sensible Daten von mir landen trotzdem dort, wo ich es nicht will. Das stinkt mir ganz gewaltig!

Zum Kommentieren im Netz habe ich eine eigene e-mail-Adresse und bekomme jede Menge Spam, der nichts mit Nähblogs zu tun hat. Wer verkauft hier meine Adresse?
Ich bin gerne bereit, einen Hinweis zum Datenschutz auf das Kommmentar-Formular zu setzen, denn wer bei WP kommentiert, muss eine e-mail-Adresse angeben, die ich dann sehen kann. Das finde ich auch O.K., wer nicht bereit ist, von mir kontaktiert zu werden, von dem möchte ich auch keine Kommentare.
Allerdings finde ich auch, dass jeder selber dafür verantwortlich ist, welche Daten er im Netz preisgibt. Das Netz vergisst nichts, das sollte inzwischen wohl jeder wissen. Ein Hinweis zu den Datenschutzbedingungen meines Bloganbieters, das der hoffentlich bald zur Verfügung stellt, sollte da genügen. Das Netz ist kein Kindergarten und ich fühle mich auch nicht dafür verantwortlich,  andere daran zu hindern, ihre Daten überall verstreuen.

Den meisten ist Datenschutz ohnehin völlig egal, die werden sich auch nicht durch Datenschutzhinweise belehren lassen. Solange die Leute für 3% Bonusrabatte ihre gesamten Einkaufs-, Bewegungs-, Gesundheits- und Verhaltensdaten an wer weiß wen verkaufen, sehe ich für den Schutz ihrer Daten sowieso schwarz. Gerade hier in den neuen Bundesländern, in denen die Menschen doch wissen, wie es ist, wenn Fremde dich bis in das Schlafzimmer ausspionieren, ist mir diese Gleichgültigkeit vollkommen unbegreiflich! Das berühmte „Ich habe ja nichts zu verbergen“ habe ich schon so oft gehört, das ich das Thema gar nicht mehr anschneiden mag. Davon wird mir nur schlecht. Nur weil kein ekeliger Stasi-Mitarbeiter, der seine Macht und sein Wissen missbraucht um einen zu drangsalieren, hinter der Spionage steht, sondern große Konzerne, die uns anonym und viel raffinierte manipulieren, als es der Staat damals konnte, stört das die Leute nicht im geringsten. Die Manipulation macht ihnen keine Angst, weil sie sie nicht bemerken. Dass z.B. die Anzeigen in der Suchmaschine genau auf ihr Kaufverhalten zugeschnitten sind und die Informationen, die sie bekommen, bereits vorselektiert wurden, merken sie gar nicht. Wie denn auch?

Grundsätzlich soll uns diese neue Datenschutzverordung darauf aufmerksam machen, dass wir unsere Daten im Netz verstreuen und uns die Möglichkeit geben, uns davor zu schützen. Dumm nur ist, dass die Währung, mit der wir die Dienste im Netz bezahlen, unsere Daten sind. Wollen wir nichts preisgeben, dürfen wir nicht mitspielen, also nicht am Austausch von Informationen teilhaben. Insofern nutzt die Datenschutzverordnung nichts. Wir bekommen nur noch einmal deutlich gesagt, was wir ohnehin schon wissen sollten und mit jedem Kommentar, jeder Link-Party und jedem Besuch einer Webseite durchnicken.

Wer liest denn schon die AGB, wenn er etwas online bestellt? (Sollte man übrigens. Im Sommer hörte ich im Radio von einem Laden, dem Du bei einer Bestellung die Rechte an Deinem Erstgeborenen versprichst!)
Schade nur ist, dass gewiefte Abmahn-Anwälte diese neuen Regelungen nutzen werden, um sich ein goldenes Näschen zu verdienen an harmlosen privaten Bloggern wie uns, während die Menschen, die geschützt werden sollen sich einen Dreck darum scheren.

Frühlingsexplosion

Im Garten explodieren die Frühlingsblumen.02-40-2018 (4)
Was hier aussieht wie ein liederliches Grasbüschel ist in Wirklichkeit ein Büschel Perlhyazinthen. Im Frühling schneide ich die welken Spitzen immer ab, denn anders als andere Zwiebelblumen denken diese hier nicht einmal daran, das Laub über den Sommer zu verstecken. Nein, sie ziehen sich im Spätfrühling kurz zurück, um spätestens im Juli ihr zotteliges Laub auszustrecken. Wenn sie mir zu viel werden, kürze ich sie ein, das hält dann ungefähr so lange, wie ein Kurzhaarschnitt.


Letzte Woche war die letzte Möglichkeit für einen Schnitt, denn wenn man genau hinschaut, sind die kleinen Blüten schon in den Startlöchern.
Heute sieht alles schon ganz anders aus:10-04-2018 (1)
An den Stellen, die besonders viel Sonne bekommen, sind sie in voller Blüte.10-04-2018 (4)
Die vor einer Woche ausgesäten Gemüse keimen eifrig. Ich habe Samen bei Monika Gehlsen bestellt. Dann habe ich mir die Mühe gemacht, und die Namen der Gemüsesorten auf Zettel getippt, die ich dann laminiert habe. Jetzt bekommt jedes Pflänzchen sein eigenes Etikett, damit ich sie auseinander halten kann. Gurken, Wassermelonen und Honigmelonen für kühlere Breiten, Kürbis. Und Tomaten! Sie haben so wunderbare Namen wie: Omas Beste, 42 days, Silbertanne, Feuerwerk und , Oh Ja! : Bloody Butcher.10-04-2018 (5)

Bei dem warmen Wetter dürfen sie, von Wind und zuviel Sonne durch ein Stück Doppelstegplatte geschützt, auf der Küchenterrasse stehen.

Sonntagssachen 8.4.2018

Wäsche gewaschen; bekocht worden, keine Fotos; Tiefkühltorte gegessen; Essen für Montag vorbereitet; früh schlafen gegangen.

12x MeMade März

Dieser März war eindeutig nicht mein Monat. Nachdem ich die Beerdigung am Monatsanfang hinter mich gebracht hatte, bekam ich Magen-Darm und war für drei Tage aus dem Verkehr gezogen. Kaum war das überstanden, streckte mich eine Erkältung auf die Bretter. Wenn es gerade für den Job reicht, setzt man sich abends nicht mehr an die Nähmaschine. Mein Kleiderprojekt habe ich mit Ach und Krach fertig bekommen, und als ich noch auf die Schnelle für Sandras Favoriten des Monats eine Variante der Bundfaltenhose aus der Burda nähen wollte, wurde meine Kollegin krank. 10 Stunden einspringen = keine Hose! Den Gartennachmittag wollte ich nicht opfern…

Also habe ich nur das Kleid 113 aus der Februar-Burda genäht. Ich bin ein großer Fan von Kostümen, aber für solche Zweiteiler ist in meinem Beruf kein Platz, und zu Hause mag ich es gerne leger ( a propos: am 14, März startet bei Manuela unser gemeinsamer Homewear Sew Along. Wer noch legere Kleidung braucht, ist herzlich eingeladen , mitzumachen)

12xMeMade März (3)Als ich dieses Kleid in der Burda fand, war das daher wie eine Erhörung meiner Wünsche. Mit einem leichten Retro-Touch und Taschen: klar, das war meins.

12xMeMade März (5)

So sieht das Kleid aus, wenn man nach 10 Stunden Dienst im Blumenbeet mit dem Abendessen spielt ( nein, wir essen die Rote Beete, nicht den rostigen Fisch!). Es ist doch knitteriger, als ich dachte. Ausgezogen ist das Kleid erstaunlich glatt.

Jetzt gib es noch ein paar Detailbilder, draufklicken sollte sie größer machen.

Die vordere Mitte des Rockes zieht ein bisschen nach unten. Der Rock wird zwischen den Abnähern nicht am Oberteil fixiert, vielleicht, um die Zweiteiler-Illusion zu verstärken. Vielleicht werde ich den Rock doch ein wenig anheften. Über weitere Änderungen und Probleme, die beim Nähen aufteten können, habe ich ja bereits berichtet.

Eine Kleinigkeit habe ich allerdings noch gemacht: Mitte des Monats waren wir wieder zum Ball in Limbach-Oberfrohna. Auf der Reise habe ich dann das zweite versprochene Paar Handschuhe für das jüngere Kind gestrickt.

Wie immer ist ein kontrastreiches Schwarz nur im Sucher der Fotografin….

Bei Chrissy haben sich schon ganz viele verlinkt mit den tollen Projekten aus dem März, da geselle ich mich jetzt noch dazu.

MMM mit Burda 2/18 Modell 113

Liebe Passagiere,

Ich begrüße Euch herzlich auf dem Flug MMM 4-4-2018. Die Notausgänge befinden sich rechts und links hinter Euren Sitzen.

Ich zeige heute das Kleid Nr. 113 aus der Februar-Burda.MMM 04-40-18 (5) Der Schnitt bzw. die Anleitung hat für einige Aufregung gesorgt, unter anderem auch bei mir, weil die Angaben zum Schnittbogen falsch waren. (Zur Erinnerung: Schnitt 113 befindet sich auf dem Bogen C mit blauer Kontur, nicht rosa unterlegt).

Mein Mann fand, dass das Kleid mit Halstuch nach Flugbegleiterin aussieht, und ja, dieser Gedanke drängt sich auf. Mit Blumen kann ich aber auch:MMM 04-40-18 (4)Der Schnitt wird als „Masterpiece“ gehandelt, eine Bezeichnung, die ich immer etwas blöd finde, denn viele dieser „Masterpieces“ sind vielleicht anspruchsvoll zu nähen, aber durchaus machbar. Man darf sich nicht von der Bezeichnung abschrecken lassen.

Machbar ist dieses Kleid eindeutig auch, allerdings sollte man sich durch die Nähschule nicht täuschen lassen. Einfach drauf los nähen und den Bildern folgen geht hier genau so wenig, wie bei jedem anderen Burda-Schnitt. Man muss sich vorher ganz genau im Klaren sein, wo der einzelne Schritt hinführt, das gilt ganz besonders für das mittlere Vorderteil, das über die Taille nach unten verlängert ist und in den Rockabnähern MMM 04-40-18 (9)verschwindet.

Ich bin ja keine Freundin von Probeteilen, aber in diesem Fall wäre zumindest ein Probeoberteil von Vorteil gewesen. Wenn die Abnäher genäht sind, wird die Nahtzugabe auf Höhe der Taille eingeschnitten, und dann kann das Oberteil nicht mehr verlängert werden, egal, wieviel Nahtzugabe man noch angeschnitten hat. Ich hätte einen weiteren Zentimeter Oberteillänge gut gebrauchen können. So habe ich von der vorderen Mitte zu den Seiten hin die Taillennaht schräg genäht und einen 3/4 cm im Bereich der Seitennaht und im Rücken gewinnen können. Der Gürtel verdeckt die Unregelmäßigkeit, aber durch die Schnittführung fällt die ganze Mogelei ohnehin nicht auf. Im Bereich der Oberarme habe ich von Anfang an 1cm mehr zugeschnitten, dafür habe ich den Saum um 4cm verkürzt.

Ansonsten bin ich mit dem Sitz des Kleides außerordentlich zufrieden. Für ein Kleid aus Webware ist es überraschend bequem und ich kann mich gut darin bewegen.MMM 04-40-18 (8)Das Modell hat einen Gürtel aus dem Kleiderstoff, mit einer bezogenen Schnalle. Ich habe den Gürtel auch ganz brav genäht, aber er sah derartig unvorteilhaft aus, dass ich froh war, nicht auch noch eine Schnalle bezogen zu haben. Wenn man keine Sanduhr-Figur hat oder so klapperdürr ist, wie das Model in der Zeitschrift, ist ein Gürtel in einer Kontrastfarbe für dieses Kleid besser geeigntet, finde ich.

Das Kleid ist komplett gefüttert und wenn man überall dieselbe Nahtzugabe hat, passt das Futter wunderbar auf die Besätze und in das Oberteil. Einzig die Falten im Futterrock-Vorderteil würde ich erst legen, wenn es  an der Taillennaht befestigt wird.

Genäht habe ich das Kleid aus einem Tweed-artigen Polytierchen mit einem zarten Lurex-Schimmer, den ich auf der Annäherung 2017 bekommen habe. Eigentlich sollte er eine weite Hose mit Bundfalten werden, aber ich bin sehr froh, dass ich nicht  dazu gekommen bin.FischknopfDie Knöpfe sind noch von meiner Mutter, lange gehütete kleine Fische aus Bronze. Zwei von ihnen hatten schon mal ein Gastspiel an einer Cordhose zu Teenager-Zeiten…

MMM 04-40-18 (6)

Kleid: Modell 113 aus Burda 2/2018, Größe 38

Änderungen: Oberteil um 3/4cm verlängert, Ärmel am Oberarm um 1cm erweitert, Saum 4cm gekürzt.

Schwierigkeitgrad: Ganz sicher kein Anfängermodell. Erfordert viel Präzision bereits beim Zuschneiden und auch beim Nähen. Und viel Zeit!

Würde ich das Kleid noch einmal nähen? Wohl eher nicht, ein Kleid von der Sorte reicht.

Meine Hände sind schon eingepackt, aber bevor ich mit Euch zum MeMadeMittwoch weiterfliege, möchte ich noch auf den Homewear Sew Along hinweisen, der ab dem 14.4., also Samstag in einer Woche, bei Manuela von Twill und Heftstich und hier auf dem Blog stattfindet. Vielleicht hat ja eine von Euch Lust, mitzunähen. Ich würde mich freuen! Infos findet ihr hier.