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MMM mit Cordjeans und Strickjacke

Heute habe den Bund meiner Hose zum fünften oder sechsten Mal aufgetrennt weil ich immer, wenn ich sie anziehe, mit dem Sitz unzufrieden war.MMM 19-04-2017 (3) Beim Auftrennen fiel mir ein, dass ich den Bund so gelassen hatte, weil ich die rückwärtige Teilungsnaht nicht noch schäger nähen konnte. Aber er stand immer etwas ab ruinierte den Sitz der ansonsten gut angepassten Hose. Also mussten irgendwo andere Abnäher hin. Ich habe zwei kleine jeweils unter den Gürtelschlaufen plaziert. Jetzt habe ich eine gut sitzende Hose, genau wie ich es mag. MMM 19-04-2017 (4)Allerdings sitzt sie jetzt, nach einem Tag tragen etwas lockerer und wirft ein paar Falten mehr.

Schuld am Bund-Dilemma ist der Schnitt. Eine Hose, die unterhalb der Taille sitzt, braucht immer einen Formbund, es sei denn man hat keine Taille und keinen Po. Wenn der Schnitt das nicht berücksichtigt, muss man sich fragen, ob man ihm überhaupt vertrauen will oder ob man nicht ein paar Extrazentimeter und ein paar Tage zum Anpassen einplanen sollte.MMM 19-04-2017 (2)

Wegen des plötzlichen Kälteeinbruches trage ich dazu mein Heidi-Jäckchen.MMM 19-04-2017 (1)

Andere frierende Selbernäher zeigen ihre Kleidung hier beim MeMadeMittwoch.

 

MMM im Trägerkleid und Heidijäckchen

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Heute trage ich den Trägerrock aus der kleinen Änderungsschneiderei. Es ist ein zum zweiten mal umgearbeitetes Umstandskleid, das bei der letzten Änderung den V-Ausschnitt (selber konstruiert)  und den Rock des Old School Teacher-Kleides aus der Ottobre bekommen hat. Das T-Shirt stammt auch aus diesem Projekt. So sieht alles von hinten aus.

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Übrigens sind sogar meine Kompressions-Strümpfe selber geärbt, die Originalfarbe gefiel mir nicht.mmm-21-9-16-3

Weil es morgens noch kühl war, habe ich mein Heidi-Jäckchen an. mmm-21-9-16-11 Hey, ich stehe ja unter dem Apfelbaum!mmm-21-9-16-13 Einer ist noch dran.

Mit einem Blick in meinen herbstlich-verwilderten Garten verabschiede ich mich zum MMM-Blog, wo Dodo heute einen Knip-Rock mit einem tollen Blumenmuster zeigt. Sie sagt, das ist ihr Abschied von den Blumenmustern im Herbst. mmm-21-9-16-1 Guck mal, Dodo, wie schön es hier noch blüht! Der Herbst ist voller Blumen und Blätter.mmm-21-9-16-23

Heidi, Meditation und ich

Dass ich mit Lemmingen immer recht spät dran bin, habe ich sicher schon das eine oder andere Mal erwähnt. Strick-Lemminge habe erst recht kaum eine Chance bei mir, weil ich eigentlich nur auf Reisen oder Dienstags Nachmittags eine dreiviertel Stunde Stricken kann, wenn ich da nicht einen Post für den MMM vorbereite.

Entsprechend habe ich das Heidi-Projekt bei Frau Sachenmacherin auch nur verfolgt und zwar bereits im vorletzten Jahr mit einem Heidi-Jäckchen begonnen, aber so richtig weit bin ich erst im letzten Sommerurlaub nach einer eingeschobenen Miette, damit gekommen. Bei meiner Farbauswahl hat mich diese Heidi inspiriert, wobei es dabei eher um die Kompatibilität zur Jeans geht!

Mittlerweile ist das Oberteil fertig, ich habe mit Steeks gestrickt, das ging erfreulich schnell. Die Ärmel sind auch schon fast fertig. Weil ich befürchte, dass die dunkelblaue Wolle nicht ganz reicht, habe ich erst einmal die Blenden angestrickt. Bei der Anprobe war das Ganze sehr knapp. Da ich schon oft gelesen habe, dass Drops Merino beim Waschen ausleiert, habe ich das Oberteil also gewaschen und dann, deutlich länger und weiter geworden, meiner Püppi zum Trocknen angezogen. Vorher habe ich die Puppe aber noch 6cm weiter gestellt. Das war gut, denn die labberige Wolle hat sich beim Trocknen gut zusammen gezogen.Heidi-Oberteil

Heidiärmel

Was hier aussieht, wie ein Babystrampler für ein Baby mit Mini-Beinchen und extralangem Oberkörper sind in Wirklichkeit meine Ärmel, die ich zuerst auf dem Spiel angefangen habe, um beim Bündchen keine Naht oder für den fertigen Ärmel nicht mehr genug Bündchenwolle zu haben. Sie werden jetzt so lang gestrickt, wie die dunkelblaue Wolle reicht, oder bis sie lang genug sind, je nachdem, welcher Fall zuerst eintritt 🙂 .

Meine Schwester hat mir unlängst ein Buch geschenkt:“ Budda räumt auf“. (Nicht dass ich hier im Chaos versinken würde, aber es soll helfen, den Alltag zu „entschlacken“, und das ist immer gut.) Der lächelnde Budda auf dem Cover hat einer (sicher nicht zufällige) deutliche Ähnlichkeit mit Meister Propper. Ich bin noch nicht bis zum Aufräum-Teil vorgedrungen, aber im allgemeinen teil stand etwas über die Bedeutung von Meditation. Besonders hat mich die Idee einer „informellen Übung“ begeistert, bei der man eine simple Tätigkeit mit großer Konzentration ausführt und sich nicht von anderen Gedanken ablenken lässt. Ich kenne das vom Unkraut-Jäten, das bei mir immer einen meditativen Charakter hat. Jetzt habe ich beschlossen, täglich eine kleine Strick-Meditation in meinen Alltag einzubauen. 10 Minuten Zeit ist immer, und dann wird das Heidi-Jäckchen bald fertig. Und wenn ich dann noch nicht genug vom Stricken habe, kann ich ja die vielen Hörbücher hören, die ich extra dafür aus der Bibliothek geholt habe.