Archiv der Kategorie: Sew-Alongs

Morgenmantel-Sew-Along Großes Schaulaufen

Morgenmantel SA FinaleHeute ist das Finale des Morgenmantel-Sew-Alongs bei Muriel alias „Nahtzugabe 5cm„.

Morgenmantel aufgehelltSeit Donnerstag ist mein Mantel nach einer langen Näh-Nacht fertig. Vor den Ende eines Sew-Alongs mein Projekt zu beenden, das habe ich noch nie geschafft. Das lässt hoffen für meine weiteren Nähpläne!

Jetzt bin ich im Skiurlaub, mit meinen Morgenmantel im Gepäck. Nur die Taschen fehlen noch, weil die Stickerei noch nicht fertig war. Allerdings will ich noch eine Blende aus dem Blümchenstoff an die Ärmel nähen und an die Taschen kommt auch noch eine Blende. Und endlich habe ich auch genug Internet im Skihotel, um den Beitrag loszuschicken.
Die Verbreiterung der Vorderteile hat genauso funktioniert, wie ich mir das vorgestellt habe. Ich habe beim Schnitt vom Vorderteil die Seitennähte, das Armloch und die Schulternähte kopiert und dann die neue vordere Kante mit 7cm Abstand zur alten Kante eingezeichnet. Dann habe ich nur die Schulternaht mit der Vorderkante verbunden, dafür passte die Ausschnittlinie von Größe 42 zufälligerweise perfekt. Bei der Blende habe ich es analog gemacht und ebenfalls die Nahtlinie von Größe 42 genommen, so dass alles zusammenpasst. Jetzt habe ich eine kurzes Revers wie ich es mag und vorne klafft nichts.Morgenmantel Füße oben Natürlich werde ich im Fitness-Studio aufpassen müssen, wie ich mich bewege vor meinem Spind, der Morgenmantel ist ziemlich kurz geworden, oder aber ich nähe auch noch eine Blende an den Saum. Einen kleinen Streifen Blümchenstoff hätte ich noch dafür.
Der Morgen/Bademantel für die Tochter ist nicht einmal zugeschnitten. Aber wer seine Schnitte nicht auskopiert hat halt Pech gehabt. Ich glaube nicht, dass ich in diesem Monat noch dazu komme, den zu nähen, schade eigentlich.
Noch ein paar alpine Impressionen, dann geht es zum Schaulaufen zu Muriel und dem Morgenmantel-SA.

Innerkrems1

Innerkrems2
Nachtrag:
Es ist der dritte  Gestern war der dritte Tag auf der Piste und für heute den Tag hatte ich mich genug im Schnee herumgewälzt. Es ist echt demoralisierend, bei der ersten Abfahrt auf dem Idiotenhügel auf der Nase zu landen, also mache ich doch mal etwas, was ich tatsächlich kann: Für Sarah , bei der ich kryptische Erklärungen hinterlassn habe (und alle anderen, die es interessiert) ein Mini-Tutorial darüber, wie ich meine Blenden am Saum verarbeitet habe.WP_20180220_007
Zuallererst muss der Saum des Morgenmantels zweimal eingeschlagen und umgebügelt werden. Dann wird wieder aufgeklappt und die Blende angenäht. Dabei bleibt der Saum einmal umgeschlagen. Auf dem Foto habe ich das mit Hotel-Handtüchern nachgestellt. Quergestreift ist der Mantel, längs gestreift ist die Blende.

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Die Naht wird gebügelt, dabei wird die Zugabe in die Blende gebügelt. An der Kante der Blende, die dann innen angenäht werden soll, die Zugabe auch schon umbügeln.
Von der rechten Seite sieht das so aus:WP_20180220_017
Jetzt wird die Blende rechts auf rechts gefaltet, dabei wird die seitliche Nahtzugabe der Blende umgefaltet. WP_20180220_015Rot ist die Nahtlinie, schwarz die Linie, an der der Saum umgeklappt werden soll. Wenn die rote Naht genäht ist, wird an der grünen Linie die Ecke abgeschnitten. Unten kann die Nahtzugabe auch etwas eingekürzt werden.
Nach dem Umkrempeln sieht das ganze so aus:WP_20180220_013
Die Blende umschließt den Saum. Sie kann innen angenäht und fortlaufend kann der Saum mit festgenäht werden.
Saumverarbeitung Blende (1)So sieht das aus, wenn man nachts um halb zwei keine Lust zum Bügeln hatte,
Blende linksund so, wenn man sich ein bisschen mehr Mühe gibt.

 

Morgenmantel-Sew-Along Teil 3 Zwischenstand

In der letzten Woche habe ich geschwänzt, denn mein Stoff stand ja ohnehin fest. Dann musste ich kurzfristig verreisen und habe die Schnittmusterfolie mitgenommen, darum kann meine Tochter ihren Schnitt auch nicht auskopieren.

Vor meiner Reise habe ich aber noch schnell zugeschnitten, damit meine Schwiegermutter schon einmal eine Tasche zur Probe besticken kann. Dabei habe ich festgestellt, dass ich nicht genug Stoff habe. Entweder war ich zu geizig beim Einkaufen, oder die Bio-Baumwolle ist tatsächlich ihre ganzen möglichen 10% geschrumpft! In jedem Fall reicht der Stoff nur für eine Seite der Blende, also habe ich einen Rest Blümchenstoff für die andere Seite gefunden.DSC_0489.JPG

Das war mal ein Sommerkleid, das ich sehr geliebt habe, und nun wird die Blende auf der Seite, die  als Kragen umgeklappt wird, aus diesem Stoff gearbeitet. Eigentlich ist das sogar eine echte Aufwertung. Netter Nebeneffekt: Das Kleid hatte Spagettiträger —-> die Gürtelschlaufen und der Aufhänger sind schon fertig. Für den Gürtel reicht der Piquee auch nicht, also bekommt der eine Verlängerung aus Blümchenstoff an beiden Enden.

Ich hoffe, ich werde bis zum Finale fertig. Alle anderen, die einen Morgenmantel nähen, treffen sich heute wieder bei Muriel .

Morgenmantel-Sew-Along Teil 1: Ideensammlung

Morgenmantel SA TitelbildGestern hat bei Muriel, alias „Nahtzugabe 5cm“ der Morgenmantel-Sew-Along , der mich endlich aus meinem Morgenmantel-Notstand reißen wird. Ich brauche nämlich seit Jahren dringend einen Morgenmantel.

Ich gehe regelmäßig ins Fitness-Studio, nicht weil ich Gewichte durch die Gegend schieben so toll finde, sondern weil ich sonst „Rücken“ und allerlei andere Beschwerden des langsam fortschreitenden Alters bekomme. Das Studio ist in einer Thermalbad-Sauna-Anlage und nutzt dort die Umkleidekabinen und Duschen. Ich habe den günstigen „Hausfrauen-und Rentner-Tarif“ (offiziel: Mittagstarif)  von 11 bis 15 Uhr. Wenn ich vor der Arbeit zum Training gehe,  muss ich dort natürlich auch duschen. In die Sporttasche passen aber gerade mal die Handtücher und die Wechselklamotten, für einen Bademantel ist kein Platz.

Habt ihr schon mal eine widerspenstige Sporttasche in einen engen Spind bugsiert und dabei gleichzeitig die Shampo- und Duschgelflaschen sowie das vom Busen herunter rutschende Handtuch festgehalten? Erschwert durch die Tatsache, dass jeder Besucher, der nach einem freien Spind Ausschau hält, in den engen Gang zwischen Umkleidekabinen und Schränken durch eine Glasscheibe hineinsehen kann!  Wenn ja, dann wisst ihr, warum ich einen leichten Morgenmantel brauche!

Den Stoff habe ich mir schon vor anderthalb Jahren von meiner Mutter zum Geburtstag schenken lassen. Ein wunderbarer Waffelpikee aus Bio-Baumwolle von Siebenblau aus Berlin.Stoff und Schnitt Morgenmantel

Hier auf dem Foto hat Stoff (der , auf dem die Schnitte liegen) einen ziemlichen Rosa-Stich, in Wirklilchkeit ist er eher sandfarben. Den Schnitt habe ich im letzten Jahr in der Fashion-Style Nr. 7/2017 entdeckt.

Mir gefällt vor allem das kurze Revers. Allerdings überlappen die Vorderteile nicht allzuviel, das sieht man schon auf den technischen Zeichnungen.

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Daher werde ich entweder eine Nummer größer nähhen oder den Schnitt ändern, das entscheide ich kurzfristig. Ich mag auch die Ärmel, die eine sehr flache Armkugel haben und ebenfalls flach ausgeschnittenen Armlöcher. Das garantiert viel Bewegungsfreiheit. Die Länge wird irgendwo zwischen Modell 9 und 11 liegen, oberhalb des Knies auf jeden Fall. Der Morgenmantel soll mich nicht wärmen, sondern nur bedecken. Für warm und kuschelig habe ich bereits einen Bademantel.

Meine Schwiegermutter besitzt eine Stickmaschine und wird mir eine Erdbeerranke auf den Rücken des Morgenmantels sticken. Das ist besonders schön, weil ich dadurch von meinen beiden Müttern etwas in dem Morgenmantel habe.

Auf dem Bild liegt noch ein Butterrick-Schnitt. Der ist allerdings nicht für mich, sondern für die große Tochter. Ihr habe ich bereits seit langem einen Bademantel versprochen. Ich warte nur noch darauf, dass sie den Schnitt auskopiert, das hasse ich nämlich echt! Der Plan ist, einen Mantel aus dem geblümten Baumwollstoff zu nähen und mit einem Frottee zu füttern.  Es soll schließlich ein Bademantel werden, und bei meiner Definition ist ein Bademantel immer aus Frottee, vorzugsweise dick und kuschelig, damit man sich nach der Sauna  oder dem Bad in der kalten Ostsee warm einkuscheln kann. Ich muss bloß aufpassen, dass ich den Obermantel groß genug mache. Einen Tipp dazu gibt es bei Nina, sie hat hier etwas über das Füttern von Bademänteln geschrieben.

Für das Futter stehen diverse alte Frottee-Gardinen ( so etwas hatte man in den Siebzigern und Achzigern im Badezimmer) zur Verfügung. Der Plan ist, alles zuzuschneiden, die Kanten zu Overlocken, und dann die Teile in der Waschmaschine mit einem einheitlichen Rot-Ton zu überfärben.

Ich bin echt froh über diesen Sew-Along, denn das war genau der Ansporn, den ich für dies Projekte brauchte. Vielen Dank, liebe Muriel. Wer noch alles einen Morgenmantel näht seht ihr hier.

Und so geht es weiter:

03.02.: Ich habe mich für einen Schnitt/Stoff entschieden
10.02.: Zwischenstand
17.02.: Finale: großes Schaulaufen der Morgenmäntel

Weihnachtskleid-Sew-Along: Zwischenstand: Karos sind doof

Seit Sonntag berichten die Teilnehmerinnen des diesjährigen Weihnachtskleid-Sew-Alongs  auf dem MMM-Blog von ihren Fortschritten. Ich kann da kaum etwas berichten, denn bei mir sind die Zeit-Diebe am Werk. Sie sind weder grau, noch rauchen sie Zigarren, sie sind grün, haben lange Wurzeln und hausen im Gemüsegarten. Der ist noch nicht besonders winterfest, also habe ich meine freie Zeit dort verbringen müssen.

Doch zum Glück ist das Wetter jetzt so scheußlich, dass nicht einmal ich in den Garten mag, und daher habe ich gestern in einem Kraftakt von 4 Stunden den restlichen Zuschnitt hinter mich gebracht.  Was soll ich sagen? Großformatige Karos zuzuschneiden ist von Natur aus mühseelig, aber wenn die Karos obendrein nicht symmetrisch zum Kettfaden sind und sich trotz größter Mühe kein rechter Winkel in den Stoff bügeln lässt und dann auch noch der Stoff eine Art Flanell-Oberfläche aufweist, bei der man nicht weiß, ob sich nicht doch ein Strich zeigen könnte, dann ist das einfach schrecklich.

Ich habe alles einlagig zugeschnitten und so lange den Stoff hin- und hergezerrt, bis die Karos übereinstimmten. Dabei waren die Passzeichen im Vogue-Schnitt übrigens eine große Hilfe. Schade, dass Burda das Modell zwar in kariert abbildet, aber für eine passgenaue Karo-Verarbeitung keinerlei Hilfe anbietet. Als ich fast mit dem Zuschnitt fertig war, kam mir der clevere Gedanke, den Karo-Rapport mit Hilfe einer Zuschneidematte als Raster auf die Schnittmuster zu übertragen. Das hätte mir eher einfallen können! Danach musste ich nur noch den Stoff passend zu den Markierungen auf dem Schnittmuster zurecht zerren, und alles ging viel einfacher. Auf dem schlecht

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schwarz die alten Schnittlinien

ausgeleuchteten Foto kann man das bei dem Ärmel ein bischen erkennen. Deutlich zu sehen sind auch zwei Änderungen, die ich am Schnitt des Vogue-Kleides vorgenommen habe. Es ist nicht immer falsch, nicht alles in einem Rutsch zuzuschneiden. Als ich die Zutaten kaufen wollte, stellte ich fest, dass für das Vogue-Kleid nur ein 40cm RV vorgesehen war. Der tiefe Rückenausschnitt war mir im Eifer des Gefechts ganz entfallen, er passt ebensowenig zu dem warmen Flanell wie kurze Ärmelchen, daher habe ich die Schnitte kurzerhand angepasst. Im Bereich des Rückenausschnittes werde ich vermutlich noch ein paar Abnäher einsetzen müssen damit er sich schön anschmiegt.

Beim Burda-Kleid habe ich die gekreuzten Bänder einmal mit dem Fadenlauf und einmal diagonal zugeschnitten.

Die Entscheidung für die diagonalen Bänder war leicht, warum näht man schließlich Karos, wenn man damit nicht spielen will? Auch Nahttaschen wird es in beiden Kleidern geben. Das Vogue-Kleid ist komplett gefüttert, ob mir das bei den Ärmeln gefällt, weiß ich noch nicht, sicherheitshalber habe ich aber ein paar Stoffreste zurückbehalten, um im Ärmelbereich Besätze an den Ausschnitt nähen zu können.

Am Wochenende werden die letzten Geschenke gekauft, dann werde ich sehen, wie viele Kleider ich bis Weihnachten fertig bekomme. Montag und Dienstag habe ich frei, und das Wetter wird schlecht, das sind gute Aussichten für die Nähmaschine.

 

WKSA 2017 Teil 2 -Ich habe mich entschieden

Ich habe mich entschieden und sogar bereits Stoff.

Stimmt nicht ganz, den Stoff habe ich schon seit langem, und dass ich sowohl das Vogue-Kleid als auch das karierte Burda-Kleid irgendwann nähen will, stand bereits auch schon fest. Die Frage war nur, welches ich zu Weihnachten tragen will.

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hier noch einmal zur Erinnerung die beiden Schnitte

Nun, weil ich mich nicht entscheiden kann, nähe ich beide! Die Frage ist nur, mit welchem ich anfangen will. Das Vogue-Kleid kommt mit deutlich weniger Schnitt-Teilen aus, nicht einmal Einlage muss man aufbügeln, weil es komplett gefüttert wird, also wäre es vernünftig, damit anzufangen.

Aber wann wäre ich schon mal vernünftig?! Also habe ich erst einmal beide Schnitte auskopiert, allerdings noch nicht zugeschnitten.

Beim Burda-Kleid habe ich bereits eine Anpassung am Ärmel vorgenommen. Für meine vom Unkraut Jäten gestählten, Muskelbepackten Oberarme ist der Standard-Burda-Ärmel in der Regel zu eng, so erlebt beim letzten Weihnachtskleid. Damals habe ich die Nahtzugabe bis zum letzten bisschen ausgereitzt, und dennoch spannt der Ärmel unangenehm unterhalb des Ellenbogens.

Dana von Cuticakes Welt empfiehlt in ihrer Beschreibung des Schnittes einen elastischen Stoff, meiner ist feste Webware, also habe ich erst einmal das Schnittmuster vermessen und mit dem Ärmel des letzten Weihnachtskleides verglichen. Und dann habe ich gleich mal einen Zentimeter Weite zugegeben. (roter Pfeil).

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Ich zeichne übrigens immer gleich die 1,5 cm Nahtzugabe an den Schnitt, dann passt alles aufeinander und ich muss keine Linien auf dem Stoff einzeichnen und dann übereinander bringen. Das gefällt mir bei den Vogue-Schnitten und denen von Butterick ganz besonders.

Wenn man an der Ärmelweite etwas zugibt, muss man natürlich in der Höhe ein bisschen wegnehmen, weil sonst der Ärmel nicht mehr in das Armloch passt.

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Die rote Linie ist die alte Naht, darunter ist die angepasste. Ich benutze dafür einen spezielles, biegsames Lineal und habe das Stück zwischen den beiden Punkten angepasst.

Mit dieser Anpassung habe ich mehr Bewegungsfreiheit im oberen Ärmel, und wenn ich dem Arm hebe, ist da auch weniger Stoff, der sich knautscht. Das geht aber auf Kosten des schönen Falls, denn wenn meine Arme herunterhängen, faltet sich der Stoff im Achselbereich stärker. Da ich aber in der Regel selten mit hängenden Armen dastehe und mich weit mehr über ein hochrutschendes Kleid ärgere, wenn ich die Arme hebe, kann ich mit diesen Falten sehr gut leben.

Ich habe mich bei dem Schnitt für eine Größe 38 entschieden und bei 1,5 cm Zugabe sollte genug Spielraum für Anpassungen sein.

Das Spitzenkleid aus der aktuellen Burda ist übrigens noch nicht vollständig aus dem Rennen. Ich habe ein Kleid entdeckt, dass ich mir zu meinem 25. Geburtstag genäht habe, und dessen Minirock ich dann irgendwann durch einen angekräuselten Rock aus Dupionseide in Mitternachtsblau und Schwarz changierend ersetzte. Außerdem besitze ich noch einen Rest Spitze vom Konfirmationskleid der jüngeren Tochter, also wäre mit einem passenden Futterstoff für das Oberteil alles vorhanden. Die Durchsicht des Kleiderschrankes zeigt, dass da durchaus auch Raum für etwas Edles ist, ich habe einiges Ausgemustert. Mal sehen, wie lange ich für die karrierten Kleider brauche, Anfang Dezember, wenn alles möglich zu sein scheint, wenn man nur gut genug plant, ist noch Raum für Träume.

Alle anderen Träume und realistischen Planungen rund um das diesjährige Weihnachtkleid sind hier auf dem MMM-Blog zu finden.

Weihnachtskleid-Sew-Along 2017 – Wir haben so viele Ideen

Ein Blick auf meine Webseite verrät: Ich habe unfassbare 5 Monate nichts geschrieben! Nun ja, genäht habe ich ja auch so gut wie nichts, und über meinen Garten getraue ich mich gar nicht zu berichten…

Egal, der diesjährige WKSA ist ein guter Grund,

  1. wieder zu bloggen
  2. ein altes Projekt fertig zustellen oder
  3. etwas ganz neues anzufangen

und hoffentlich auch fertig zu nähen. Ähnlich wie  Claudia/bunte kleider  sollte ich mich vielleicht auch als Sewalongversagerin bezeichnen, aber ich bin gerade aus einem seelisch-moralischen Tief emporgestiegen, voller guter Vorsätze und habe obendrein eine Woche Urlaub für Garten, Nähmaschine und für’s putzen! Da sollte doch was zu machen sein!

In den letzten Jahren habe ich einige Weihnachtskleider genäht, in der Regel unter der Überschrift: Alltagstauglich.

Das ist dabei herausgekommen

Das Kleid von 2013 (rechts) ist inzwischen entsorgt, der Schnitt ist eine Katasthrophe und hat nie gesessen.

Alltagstauglich will ich es in diesem Jahr auch wieder halten.

Ich könnte dazu ein im Sommer angefangens Kleid fertig nähen.

Burda 4/2017 Nr. 117

Oder aus dieses Kleid aus diesem Karostoff, einer Gabe von Chrissy, glaube ich, von der Annäherung in Bielefeld 2016.

Burda 9/2017 Nr.116 A

Der Stoff ist allerdings vorgesehen für den legendären Vogue -Schnitt 8701, aber ich habe 4,20m, das sollte für beides reichen.

Allerdings ist in der neuen Burda ein wunderschöner Schnitt aufgetaucht,

den könnte ich mir auch gut vorstellen, aus Samt und mit der Spitze nur am Oberteil, aber da stellt sich die Frage, ob ich das wirklich brauche, für so ein Kleid habe ich eigentlich keine Gelegenheit zum Tragen.

Wer weiß, vielleicht entdecke ich ja bei den anderen auf dem MMM-Blog noch ein Kleid, das ich sofort haben muss und gehe noch einmal zum Shoppen…

Danke an Claudia, Nina und Katharina, die sich in der immer zu kurzen Vorweihnachtszeit die Mühe machen, diesen Traditions-Sew-Along für und zu organisieren.

 

Wintermantel-Sew-Along: Finale der Herzen

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Gestern ist sie endlich fertig geworden: Meine Cabanjacke. Zur Erinnerung: Ich habe Modell 104 aus Burda 9/2015 genäht. auswahl-der-schnitmuster

Wie man unschwer auf dem Bild erkennen kann, ist das Modell eher als Kostümjacke gedacht, und deshalb habe ich sie ein Paar Nummern größer genäht:

  • eine Größe für den dicken Pulli, der drunter passen muss
  • eine Größe für die Membranwattierung
  • eine Größe, weil es eine Winterjacke ist

und so wurde aus einer Größe 38 eine Größe 44. Im Nachhinein würde ich sagen, dass eine Größe 42 wohl gereicht hätte, ich habe die Knöpfe 2,5 cm versetzt, damit die Jacke doch etwas schmaler wird.

Genäht habe ich auf der Annäherung in Bielefeld, nachdem ich vor Weihnachten absolut nicht dazu gekommen bin. Am Sonntag war die Außenjacke genäht und gesäumt, die Ärmel waren bereit wieder an den Teilungsnähten aufgetrennt, weil sie mir zu eng erschienen und das Futter war auch schon fertig.

Trotzdem habe ich noch zwei Tage gebraucht, um alles fertig zu bekommen!

Die maximal weit gemachten Ärmel waren dann doch zu weit, die Tochter verglich mich mit Momo in ihrer zu weiten Jacke, also habe ich sie noch einmal aufgetrennt, und statt sie 2,5cm weiter zu machen, habe ich sie nur um 1cm erweitert. Aber dieser eine Zentimeter macht den Unterschied zwischen „beweglich“ und „eingeschnürt“ aus, man sollte das kaum glauben.

Die Schulterpolster mussten auch noch eingepasst werden, und dann entdeckte ich eine Falte in der Kragenansatznaht, die auch mehrfaches Trennen und Zusammennähen erforderlich machte. Das Futter selber war dann relativ schnell drin. Ich hatte die Jacke in der Mitte der Saumzugabe mit Blindstichen und der Nähmaschine gesäumt, und auf die überstehende Nahtzugabe wurde dann das Futter aufgesteppt. Dadurch brauchte ich nur wenige Handnähte im Bereich des Schlitzes und der vorderen Besätze zu machen. Ich hasse Handsäumen!

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Einen Innenknopf habe ich auch angebracht, bei doppelreihig geknöpften Jacken und Mänteln ist das einfach schöner, weil dann der Mantel besser sitzt.

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Die Knopflöcher hat die Maschine nach einigen Kämpfen auch ganz tadellos genäht. Allerdings ging das nicht mit der Automatik, und so habe ich nach 18 Jahren, die ich diese Maschine schon habe zum ersten mal halbautomatische Knopflöher gearbeit. In Zukunft werde ich das wohl öfter machen, denn dann kann ich die Stichdichte bestimmen, das wusste ich noch nicht. (merke: es lohnt sich, eine Bedienungsanleitung immer mal wieder zur Hand zu nehmen!)

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Die Membranwattierung  hat mich beim Nähen an den Rand der Weißglut getrieben. So schön mollig, weich und angenehm sie zu tragen ist, so besch…eiden ist sie zu verarbeiten. Hätte ich die  alle Flüche auf der Annäherung laut ausgesprochen, die ich stumm vor mich hingedampft habe, hätten die Mitnähereinnen an meinem Tisch sicherlich ein paar neue Wörter in ihrem Wortschatz mitgenommen!

Das Zeug fasst sich so klebrig an, wie Spinnweben, sammelt jeden Fussel ein,

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und sieht nach drei Tagen herumschieben auf dem Schoß zum Nähen aus, wie ein mehrfach benutzter Billig-Wattepad. In dem Zustand hinterlässt es dann auch klebrige Fäden und Krümel, die man nur mit der Fusselrolle abkriegt.

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Habe ich noch etwas vergessen? Ach ja, bügeln kann man es nur unter einem (feuchten) Tuch, bei direktem Kontakt mit dem heißen Eisen schnurrt die Wattierung schneller zuammen, als man auch nur “ Huch“ denken kann. Dabei bleibt die Folie interessanterweise ganz, die Membran ist also deutlich unempfindlicher. Erfreulich war, dass weder die Nähmaschine, noch die Ovi, mit der ich die Membranwattierung und den Oberstoff zusammengenäht habe, Transportschwierigkeiten mit dem Zeug hatten. Ich habe beide Stoffe als eine Lage verarbeitet, nur im Bereich der Saumzugabe und bei dem Teil des Vorderteils, der zum Revers umgeklappt wird, habe ich die Wattierung weggelassen. Sollte ich sie nochmal verarbeiten, und das werde ich mit Sicherheit, denn ich habe noch fast 2 Meter übrig von dem stinkiteuren Zeug, dann werde ich noch eine dritte Lage Wirkfutter spendieren, das ich auf die Wattierung lege, um eine unempfindliche, gut anfassbare Oberfläche zu erhalten. Das kann ich auch nur jedem anderen empfehlen. Keine so gute Idee wäre es vermutlich, die Watteseite auf den Oberstoff und die wetterdichte Membran auf der Futterseite zu haben. Der Hersteller empfiehlt, die Membran so weit nach außen wie möglich zu bringen, und wenn es regnet, wäre sonst die Wattierung voller Wasser und würde nicht mehr wärmen.

Insgesammt bin ich unheimlich zufrieden mit der Jacke. Ich liebe den Schnitt, die rote Farbe, und den ersten Kältetest hat sie auch schon bestanden: 1 1/2 Stunden draußen mit wenig Bewegung, bei 4° minus und nur einem dünnen BW-Rolli drunter ohne zu frieren. Auch der Aktivitätstest verlief zufriedenstellend: eine gute Viertelstunde Holzhacken in der gleichen Versuchsanordung ohne zu schwitzen.

Einige Finalistinnen haben sich schon bei Chrissy auf dem MMM-Blog eingefunden, hoffentlich bekommen die restlichen Herzens-Finalistinnen ihre Mäntel auch noch fertig, kalt genug ist es ja für eine warme Jacke.

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Finale: Weihnachtskleid oder Sylvester-Kittelschürze

Vor Weihnachten hatte ich furchtbar viele andere Dinge zu tun, die ich wichtiger fand, als noch ein Kleid für mich zu nähen. Nähen für den Ehemann zum Beispiel. Aber auch Shoppen mit der Tochter, Adventskalender für meine Schwestern basteln, an einer Mail-Art-Aktion teilnehmen und nicht zuletzt an drei von vier Adventssamstagen arbeiten.

Also wurde an Heiligabend etwas völlig anderes getragen und das Weihnachtskleid vom letzten Jahr hatte am ersten Feiertag seinen Auftritt.

Aber an den Feiertagen, einem erfreulicherweise freien Dienstag, gestern  nach der Arbeit und heute, einem ebenfalls durch geschicktes Tauschen freien Tag, ist das Kleid (Burda 2/2014, Mod. 116) doch noch fertig geworden. Wenn wir an Sylvester mit Freunden kochen, werde ich es tragen.

Weihnachtkleid 2016 mit dem Mail-Art Adventskalender

Weihnachtkleid 2016 mit dem Mail-Art Adventskalender

Bevor ich die Ärmel einsetzte, gab es einen schrecklichen Moment, an dem ich schon dachte, dass ich mir da wohl eine aufwändig gesteppte Kittelschürze fabriziere. Aber die Ärmel und viel mehr noch der Gürtel haben das Ganze dann doch noch gerettet.

Natürlich nur echt mit Taschen!

Natürlich nur echt mit Taschen!

Die Ärmel saßen anfangs nicht so gut, ich habe das Ärmelloch erweitert und auch die Ärmel selber etwas weiter gemacht. Bei einem Stoff mit Elasthan wäre das kein Problem gewesen, aber meine zusammengesteppten Bettlaken sind doch recht fest. Ich glaube allerdings, dass das Armloch im Schnitt auch etwas zu eng ist. Der Ärmel sollte sich faltenfrei einhalten lassen, und das ging absolut nicht, er hatte ca. 1cm zuviel Weite.weihnachtskleid-2016-3

Am Schnitt habe ich den Ausschnitt verändert, zuerst hatte ich ihn pauschal 3cm höher gesetzt, aber das sah echt kittelschürzig aus, also habe ich die Spitze unten wieder um 2cm abgesenkt, den angehobenen Rückenausschnitt allerdings gelassen und das gerade V etwas bogig ausgerundet, so dass mehr von den Schlüsselbeinen zu sehen ist, aber der BH-Träger auf der Schulter nicht blitzen kann. Selbstverständlich habe ich auch die Gürtelschlaufen aus schmalem Schrägband genäht. Ich bezweifle ganz stark, dass die Sonne jemals zu einem Tag aufgeht, an dem ich freiwillig zwei sechs Zentimeter lange Garnschlaufen nähe!

Ein bisschen steht der Ausschnitt an der Schulter ab, wie ich auf den Bildern sehe, das hängt sicher mit der Steifheit des Materials, aber auch mit der Bewegung zusammen. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem Kleid. Stoff und Schnitt funktionieren gut zusammen, Paisley-Muster ist ja doch sehr heikel. Der Schnitt ist einfach und schnell zu nähen und passte , von den Ärmeln einmal abgesehen, gleich auf Anhieb. Ich glaube zwar nicht, dass ich ihn noch eimal nähen werde, weil ich einfach so viele andere Sachen auch noch nähen will, könnte ihn mir aber auch aus einem dezenter gemusterten Stoff vorstellen.

Jetzt noch einmal umdrehen für die Rückansicht:weihnachtskleid-2016-4weihnachtskleid-2016-5

Und weil man die Knöpfe so gar nicht sieht, hier noch einmal eine minimal bessere Detail-Aufnahme.weihnachtskleid-2016-7Auch wenn ich bei dem Sew-Along aus Zeitmangel einige Termine habe sausen lassen müssen, hat es wieder einmal viel Spaß gemacht. Wie immer ist das Sew-Along ein großartiger Ideen-Pool, und viele Kleider, die auf meinen eigenen Listen stehen, konnte ich bewundern und auch deren Entstehungsgeschichte verfolgen. Das ist das Schöne an der Näh-Community: Sehr oft ist ein Schnitt, der einem gefällt, schon von anderen getestet und bewertet worden, was manches Mal die Auswahl dessen, was man nähen will, vereinfacht.

Dodo und Yvonne ganz herzlichen Dank dafür, dass sie das gemeinsame Nähen so schön organisiert haben, „Vortanzen“ stelle ich mir in einer Zeit, in der man so viel zu tun hat wie vor Weihnachten, besonders schwierig vor. Ihre schönen Kleider und alle anderen Weihnachts- bzw. Sylvester- Kleider können hier auf dem MMM-Blog bewundert werden.

Weihnachtskleid Sew-Along 2016

Auf dem MMM-Blog wird wieder eine wunderbare Näh-Tradition gepflegt: Der Weihnachtskleid-Sew-Along, kurz WKSA jährt sich nun schon zum 5.Mal.

Zweimal war ich bislang auch schon dabei,

links das Kleid vom letzten Jahr, rechts das Kleid von 2013, das aber erst im Januar 2014 fertig wurde. Inzwischen ist Kleid 2013 in seine Bestandteile aufgelöst, in OP-Kittelgrün umgefärbt (sollte eigentlich petrol werden) und wartet darauf, noch eine Chance zu bekommen. Eigentlich sollte ich endlich kurzen Prozess damit machen, aber nach all der Zeit und kreativen Energie, die diese Teil schon verschlungen hat, weigere ich mich einfach, daraus ein TFT zu machen. Kleid 2015 habe ich eher selten getragen, irgendwie ist en für den Alltag doch etwas zu fein,, die Farbe ist auch nicht ideal für mich und mir fehlt die geeignete Jacke, um es warm genug zu machen. Zum Glück habe ich im Sommer ein passendes Tuch gestrickt, also kann dieses Kleid vielleicht doch noch öfter aus dem Schrank.

Dieses Jahr sollte ich gar nicht mitmachen, zu viele Projekte stehen noch bis Weihnachten an, aber ich habe eine Woche frei, und das macht mich leichtsinnig. Schnittmuster habe ich eine Menge zur Auswahl, und praktischerweise auch schon die entsprechenden Stoffe (vorgewaschen, yeah!).

dsc_0078Da wäre zunächst einmal 119A aus Burda 4/16. Würde ich mit langen Ärmeln versehen. Mir gefallen die vielen Schnittteile und der asymetrische Ausschnitt. Hier zeige ich die SW Version, in uni sieht man von den Teilungsnähten leider nichts. Der Stoff ist ein petrol-farbener Romanit von Stoff uns Stil.

dsc_0086dsc_0087Schnitt zwei ist 124B aus Burda 6/16. Die Langarmversion sieht allerdings ein bisschen wie ein Sack aus, das sollte einem vielleicht zu denken geben. Vermutlich braucht das Kleid den Gürtel, den ich dazu nähen würde. Der BW-Stoff wurde als Tischdecke verkauft, als Vorhang benutzt und warte nun , umgefärbt, darauf, eine neue Bestimmung zu bekommen. Er ist zwar etwas dicker, aber so locker gewebt, dass er für diesen Schnitt gehen sollte.dsc_0085Das hier ist mein Favorit, der Stoff, ein Bettlaken von IKEA war eine echter Fall von „Liebe auf den ersten Blick“. Er ist recht leicht, aber ein dunkelblaues Bettlaken zum doppeln liegt schon bereit. Ich würde die Stoffe miteinander versteppen, indem ich einige der Paisly-Strukturen umnähe, in der Hoffnung, dass sich nicht bei späteren Wäschen verzieht. Ein auswaschbarer Sprühkleber zum fixieren der Lagen liegt schon bereit. Das Kleid, 116B aus Burda 2/14 hat einen für meinen Geschmack etwas zu offenherzigen Ausschnitt, der dürfte noch 3-4cm nach oben wandern.

dsc_0088Und dann gibt es ja auch noch diesen schönen Stoff. Das Kleid von dem Vogue-Muster ist schon fest geplant, aber meine Familie hat mir von einer karierten Jacke abgeraten. Da ich ebenfalls schon eigene Zweifel hatte, höre ich besser auf sie und habe genug Stoff für ein weiteres Kleid.

colette-dahlia-08a-500x500Dahlia von Colette gefällt mir schon lange. Ich habe aber nicht vor, den Schnitt zu kaufen, meine erste Erfahrung mit Colette-Schnitten war eher nicht so positiv. Der Schnitt ist relativ einfach und müsste gut selber zu entwerfen sein. Im Zweifelsfalle nehme ich Old School Teacher von Ottobre und verändere ihn entsprechend.

Wer die Wahl hat, hat die Qual! Alle diese Kleider werden irgendwann genäht werden, nur welches zu Weihnachten getragen werden soll, steht noch nicht fest.

Auf dem MMM-Blog treffen sich die anderen Teilnehmerinnen des Sew-Alongs mit lauter tollen Schnitten. Wer weiß, vielleicht finde ich ja noch einen weiteren Schnitt zur Auswahl.

Wintermantel-Sew Along 2. Treffen Fortschritt?

Nein, von Fortschritten kann bei meiner Caban-Jacke eigentlich nicht die Rede sein. Ein Schnitt in den Finger hat mich zuerst erfolgreich von allen Arbeiten abgehalten und dann musste ich für eine Geburtstagsgeschenk fremdnähen. Außerdem habe ich mich ewig nicht zwischen Thinsulate und einer Klimamebran entscheiden können, um meinen Wollstoff, der mir irgendwie zu dünn für eine Winterjacke vorkommt, wärmetechnisch aufzurüsten.

Dann habe ich Karins Post aus dem Winterjacken- Sew Along 2015 noch einmal genauer gelesen und mir ist eine weitere Membran mit einer dünnen Wattierung ins Auge gefallen, die ich gerade eben bestellt habe. Ab Donnerstag nächster Woche habe ich durch geschicketes Tauschen mit einer Kollegin drei freie Tage, da ist Nachmittags, wenn es so früh dunkel wird, massenhaft Zeit zum Nähen.dsc_0070

Immerhin habe ich ein „Probemodell“ aus Baufolie gebastelt. Ich habe es ja nicht so mit Probeteilen, aber da ich bei diesem Schnitt von Anfang an Zweifel wegen der Größe hatte, habe ich alle Schnittteile bis auf die Besätze und Ärmel doppelt aus der Folie zugeschnitten und mit Maskiertape zusammengeklebt. Ich habe gleich von vorne herein an den Seitennähten je 3cm zugegeben, damit der um 3cm erweiterte Ärmel auch hineinpasst. So wie es aussieht, wird das nicht ganz reichen, also habe ich unmittelbar unter der Achsel 4cm im Ärmel zugegeben, die bis zum Saum auf 3cm auslaufen. In den Seitennähten werde ich die 4cm bis zur Taille auf 3cm auslaufen lassen. Außerdem bekommt der Rücken insgesamt 2cm in der Mittelnaht dazu, damit nichts an den Schulten spannt. An der Brust brauche ich nichts zuzugeben, den Brustumfang einer Größe 38, die ich auskopiert habe, erreiche ich ohnehin nicht.

Den Ärmel habe ich übrigens im Unterärmel erweitert. Dazu habe ich eine Parallele zum Fadenlauf durch die Ansatzmarkierung für die Seitennaht gezogen, an der Stelle das Schnittteil durchgeschnitten und einen Keil mit oben 4cm und unten 3cm Breite eingeklebt. Nach der Anprobe habe ich das Schnittteil nochmal gezeichnet, durch das Washi-Tape war mir das Ganze zu unübersichtlich.

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erweiterter Ärmel

Wenn meine Thermo-Einlage da ist, werde ich zuschneiden und dann den Wollstoff und die Einlage mit der Ovi an den Kanten zusammennähen. Versäubern ist zwar nicht nötig bei dem Velours, aber so halten die Stoffe zusammen und ich kann sie wie eine Lage verarbeiten.

Wie weit die anderen Teilnehmerinnen gekommen sind kann man hier nachlesen.