MMM am 7. Oktober 2026: Cora, Sky und was von Laima übrig blieb

Zum Abschluss des Sommers habe ich mir noch ganz schnell eine Bluse für richtig heiße Tage genäht. Getragen habe ich sie allerdings nur für die Fotos, denn erst wurde es kälter und dann, als nochmal ein heißer Tag kam, waren die Knöpfe nicht dran. Pech gehabt, aber es wird vermutlich wieder einen Sommer geben.

Der Schnitt heißt Cora und stammt vom meiner Meinung nach heißesten Label zum Selber nähen: Viki Sews. Genäht habe ich eine Größe 38 Höhe 3 und die passte ohne Anpassungen. Dass der Brustbereich etwas ungefüllt aussieht, liegt an dem schlecht passenden Kauf-BH, ein neuer steht definitiv auf der Winter-to-sew-Liste. Wenn Ihr die Bilder anklickt, werden sie groß, aber man erkennt trotzdem den Stoff mit den feinen Streifen nicht so gut. Es sind die allerletzten Reste von meiner Hailey, und er hat auch nur deshalb gereicht, weil ich die Bluse gute 8cm eingekürzt und den Fadenlauf für den Kragen sehr frei ausgelegt habe.

Dann waren wir auf einer Hochzeit, für die ich ja bereits im letzten November dieses Kleid genäht habe:

Frühherbst ist nicht gerade die Jahreszeit, in der man ein rückenfreies Kleid ohne etwas darüber tragen möchte, also habe ich einen Schnitt für ein passendes Oberteil gesucht. Weil ich Boleros wirklich nicht mag und auch auf einen langen Flattermantel keine Lust hatte (zu dramatisch), habe ich mich für die Bluse Laima von Viki Sews entschieden.

Quelle: Viki Sews

Damit das ganze schön festlich ist, sollte sie aus grauen Spitze, gedoppelt mit einem hellrosa Satin sein. Dabei sind mir gleich zwei Denkfehler unterlaufen: Der Schnitt erfordert einen wirklich gut fließenden Stoff. Das gilt zwar für Satin und auch für Spitze, die Kombination der beiden erwies sich aber als ziemlich steif. Das Resultat sah aus wie ein Morgenmantel im Asia-Look.

Und es gibt aus gutem Grund für lange Abendkleider im Handel die von mir so ungeliebten Boleros.

Die mittellange Laima mit der glatten Front wirkt zusammen mit dem langen Kleid wie eine Säule ohne Kontour

Eine Konferenz mit der nähenden Tochter, Miriam und einer weiteren Freundin ergab: Abschneiden und Bindebänder dran.
Die ersten Tests sahen um Klassen besser aus. Leider schrumpfte die Spitze beim Bügeln etwas zusammen, oder vielleicht auch beim Auswaschen der literweise Stärke, mit denen ich den flutschigen Satin zu einer papierartigen Festigkeit versteift hatte.

Katastrophe!

Zum Glück hatte ich unten reichlich Nahtzugabe eingeplant und konnte durch Aufschneiden der Abnäher einiges an Weite und Länge aus Saum und Abnähertiefe gewinnen.

Und weil es nach der Hochzeit noch in den Urlaub ging, brauchte ich noch unbedingt ein Shirt passend zu meiner bequemen Lieblingsreisehose.

nur original mit Himbeerfleck

Das Shirt Sky von Fibre Mood ist eignetlich für Webware gedacht, geht aber auch mit Jersey. Es hat eine Raffung auf der rechten Schulter und einen leichten Wasserfall-Ausschnitt. Bei Webware braucht man hinten einen Reißverschluss, aber den und auch die Teilungsnaht kann man sich bei Jersey sparen. Der Ausschnitt fällt mittelmäßig, das könnte aber auch daran liegen, dass man den Besatz verstärken soll. Bei Jersey kann man eventuell darauf verzichten. Ich habe zum Verstärken die bielastische Vlieseline genommen, so komme ich auch noch durch den Ausschnitt hindurch.

Damit reihe ich mich ein beim Me Made Mittwoch, dem monatlichen virtuellen Laufsteg für selbstgenähte Kleidung. Schaut vorbei, es lohnt sich.

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