12-tel Blick – Der Gemüsegarten im Februar

Wir hatten in diesem Winter erstaunlich viel Schnee. Nachdem ich meinen Januar-Blick gepostet hatte, bekamen wir gut 20cm von dem weißen Zeug. Dann kam der Februar, alles taute, und ich machte mein Foto. Und dann gabe es nochmals 10cm Schnee. Weil ich ein echtes Schnee-Foto haben wollte, schnappte ich mir gleich die Kamera und knipste los.
Ich war zu ungeduldig, einen Tag später war der Himmel stahlend blau, und die Fotos hätten einen ganz anderen Eindruck gemacht. Jetzt passen sie zum Gefühl des nicht enden wollenden Winters, das zwischen den beiden Aufnahmen steht.

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Leider habe ich den Ausschnitt nicht 100% getroffen, es ist schon erstaunlich, wie der Schnee die Kontouren verwischt. Nächstes Mal nehme ich einen A4 Ausdruck vom Januar-Bild mit, nicht nur das Handy mit dem aufgerufenen Blog.
Gartentechnisch ist hier nichts passiert, an den paar Tagen, an denen der Boden offen war, war er noch komplett gefroren, keine Chance, etwas Unkraut zu erlegen.

Eigentlich mag ich den Winter. Die Stille, die reduzierten Farben, das Aufatmen und zur Ruhe kommen. Und selbst im Winter kann man jede Menge Arbeiten erledigen, den Baumschnitt zum Beispiel. Heute nicht, heute ist Ruhe angesagt.

Auch das Staudenbeet schläft, der Schnee verdeckt freundlich das ganze Unkraut und lässt die Staudenstängel fast wie Skulpturen aussehen.

Unter der Hecke hat jemand herumgewühlt. Das beunruhigt mich ein bisschen, den dort schläft der Igel. Oder hat er einen Blick nach draußen riskiert? Ich mache mir ein bisschen Sorgen.

Am Schuppen ist eine Reihe Eiszapfen. In den nächsten zwei Tagen werden sie auf fast 40cm anwachsen, um dann innerhalb einer warmen, stürmischen Nacht vollständig zu verschwinden.
Überhaupt setzt uns das Wetter mit seinen Kapriolen in diesem Februar mächtig zu. Temperatur-Wechsel von fast 20°C innerhalb von 2-3 Tagen sind nicht die Ausnahme sondern fast die Regel.

Beim Vordach an der Küchenterrasse haben Schnee und Temperaturen um den Gefrierpunkt eine aufregende Kante entstehen lassen, fast wie die perfekte Welle zum surfen.

Dieser merkwürdige Knubbel im Schnee entpuppt sich als Wirsing (ein sehr leckerer noch dazu). Hättet Ihr’s gewusst? Ich erkenne ihn nur, weil ich weiß, dass ich ihn dort gepflanzt habe. Jetzt landet er auf meinem Tisch.

Meine Sammlung sieht noch nicht sehr aufregend aus. Die Fotos aus dem Januar findet ihr hier. Die anderen 12-tel-Blicke sammelt Eva von Verfuchst und zugenäht und zwar hier.

Schaut vorbei und bewundert, was die anderen in diesem Jahr beobachten.

2 Kommentare

    • Oh,, das kannst Du wohl laut sagen. Ich habe erstmal mit dem „Was-sollen-denn-die-Leute-denken?!“- Beet an der Straße angefangen, aber hier sprießt alles wie verrückt. Da kommt man mal wieder kaum hinterher.
      LG, Stefanie

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