12-tel Blick – Der Gemüsegarten im Januar

Vor vielen Jahren habe ich bereits ein- oder zweimal beim 12-tel Blick mitgemacht. Damals war die Aktion noch bei Tabea Heinecker zu finden und meine Teilnahme war eher unregelmäßig, obwohl ich Motive direkt vor meiner Haustür gewählt habe.

Jetzt findet man den 12-tel Blick bei Eva (Verfuchstundzugenäht), die dankenswerter Weise diese Platform weiter führt.
Mich hat die Idee des 12-tel Blicks schon immer gereizt und dieses Jahr will ich einen neuen Versuch starten.

Evas Tipp, eine Veränderung im eigenen Umfeld zu dokumentieren passt für mich perfekt. Wieder einmal sind Veränderungen in unserem Garten geplant und, anders als beim Staudenbeet vor ein paar Jahren, will ich zumindest mit monatlichen Bildern darüber berichten.

Unser Gemüsegarten muss verkleinert werden, ich produziere an unserem Bedarf vorbei und kann weder die arbeitsintensiven Gemüsebeete noch die Erntemengen bewältigen. Natürlich werde ich die Beete nicht eingehen lassen. Jeder, der einen Garten hat, weiß, dass man einmal urbar gemachtes Grasland nur im echten Notfall an die Wiese zurückgibt. Ich werde die Hälfte meiner Beete mit einjährigen Blumen bepflanzen, vorzugsweise welchen, die sich auch in einer Vase gut machen. Einmal gepflanzt, sind sie wesentlich pflegeleichter als das Gemüse.

Blick vom Gewächshaus

Es gibt eigentlich nur einen Standort, von dem aus man den gesamten Gemüsegarten aus sehen kann, und das ist die nord-östlichen Ecke.

Blick aus der südwestlichen Ecke

Wenn ich mich neben das Gewächshaus stelle, fehlt mir die südwestliche Ecke und von dort aus ist die Perspektive nicht günstig für mein einfaches Objektiv.

Am 8. Januar um 12:11 Uhr, als das Bild entstanden ist, war es kalt und der erste Schnee war gefallen. Die wenigen Farben auf dem Bild kommen von der Hainbuchenhecke , der Ziegelwand und den grünen Schneckenkragen, die ich im Herbst nicht weggeräumt habe. Das Schmuddelwetter ist für den Monat wesentlich typischer, als das strahlende Winterwonderland, das wir nur drei Tage später erleben sollten.

Am 8. Januar hatte ich eher das Gefühl, dass der Winter sich zurückzieht, zumindest dachten das die Haselsträucher, die kurz vor der Blüte stehen. Neben den noch geschlossenen männlichen Kätzchen sind schon die angeschwollenen weiblichen Blütenknospen zu sehen. In kürze werden die unscheinbaren kleinen roten Blütensternchen hervorbrechen und auf den Pollen warten, den der Wind überall verteilt.

Ansonsten gibt so ein Garten im Winter nicht allzu viel her, wenn man keine typischen Winterblüher gepflanzt hat. Im Apfelbaum hängen noch einige Äpfel, die entweder angepickt oder unerreichbar für den Apfelpflücker waren. Die Äpfel, die vom Baum darüber auf den Komposthaufen gefallen sind, haben in den letzten Monaten eine merkwürdige Wanderung in die Tiefe gemacht, offensichtlich verrotten da einige Ebenen schneller als die anderen.

Die Collage sieht ebenfalls noch sehr grau aus, ich bin gespannt, wie ich sie im Laufe dieses Jahres füllen werde.

Vielen Dank, liebe Eva, dass Du dieser schönen Aktion ein Zuhause gegeben hast.

Ein Kommentar

  1. Ja, solche Fotos über das Jahr über ein Motiv zeigen schön eine deutsche Veränderung, auch wenn keine Umgestaltung stattfindet.

    Ich habe leider aktuell keinen Garten, wohne in einer kleinen Wohnung ohne Balkon. In 2 Jahren wird sich das ändern. Und ich freue mich jetzt schon auf die Neugestaltung meines Gärtchens. Der ist nicht so geräumig wie deiner,aber auch daraus lässt sich etwas machen. Und selbstverständlich wird dann auch jede Veränderung in der Wohnung und im Garten bildlich dokumentiert.

    Viel Spaß und Erfolg bei der Umgestaltung deines Bestes! Ich bin schon gespannt, Ergebnisse zu sehen.

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