Archiv der Kategorie: Frühlingsjäckchen-Knit-Along

Frühlingsjäckchen-Knit-along 2. Zwischentreffen

Wie sieht er denn aus, der offizielle Plan zum FJKA 2017?

02. April:
Nun ist es ganz offiziell Frühling und dank Zeitumstellung können wir abends lange im Hellen stricken! Oder ist die Stricklust ein wenig ermüdet? Oder habe ich das fertige Jäckchen schon ausgeführt?

Pech, die Verlinkung habe ich um wenige Minuten verpasst! Immerhin kann ich jetzt unterwegs zum Tanzkurs im Auto stricken. An ein fertigs Jäckchen ist im Moment nicht zu denken.

16. April:
Draußen scheint hoffentlich die Frühlingssonne und wir können gut gekleidet beim Osterspaziergang flanieren!

Da mir noch mehrere Zentimeter von Vorder- und Rückenteil fehlen, von Ärmeln ganz zu schweigen, sieht es schlecht aus für einen Osterspaziergang, zumal die Stricknadeln gerade sehr starke Konkurenz durch die Nähmaschine und den Garten bekommen.

Finale der Herzen am 14. Mai

Jepp, schätze mal, das wird mein Termin.

Denn so sieht es hier zur Zeit aus: Nach 10 Stunden Autofahrt als Beifahrerin ist ein Vorderteil fertig, am Rückenteil fehlen noch 7cm oder so, und beim rechten Vorderteil habe ich immerhin das Ärmel-Abnehmen schon beendet. Ich habe kurzfristig zwischen 3/4 und langen Ärmeln geschwankt, aber da die Wolle vermutlich reicht und die fertige Jacke möglicherweise so kratzt, dass Blusen oder Shirts darunter zwingend erforderlich werden, habe ich mich für lange Ärmel entschieden. Ohnehin kann ich 3/4-Ärmeln bei Jacken nicht allzuviel abgewinnen, schließlich ziehe ich eine Strickjacke (besonders aus Wolle) an, weil mir kalt ist, und das schließt die Arme mit ein.

Fröhliches Weiterstricken allen anderen Strickerinnen, und wie weit die anderen sind könnt ihr hier lesen.

 

FJKA 1. Zwischenstand: 10cm dank Tanzturnier

Wer nach dem Beitragstitel denkt, ich habe an einem Tanzturnier teilgenommen und zur Beruhigung meiner Nerven an meinem Frühlingsjäckchen gestrickt, den muss ich leider ettäuschen. Ich tanze zwar gern, aber nur für den Hausgebrauch.

Noch am Samstagmorgen hatte ich nur eben das Bündchen der Jacke fertiggestrickt. Aber dann sind wir nach Limbach-Oberfrohna gefahren. Erinnert ihr euch? Limbach-Oberfrohna, das ist die Stadt, in der 2009 ein betrunkener Autofahrer mit reichlich überhöhter Geschwindigkeit sein Auto in ein Kirchendach lenkte. Der Fahrer überlebte. Ob die Gemeinde außer einem neuen Dach auch noch ein neues, geläutertes Mitglied gewonnen hat, ist der Chronistin nicht bekannt. In früheren Jahrhunderten wäre die Kirche zu einer Wallfahrtstätte inklusive Reliquienenverkauf von Autofahrer beschützenden Dachstuhlspänen geworden. In der heutigen, an Wundern so armen Zeit, in der die Menschen ein Wunder nicht einmal erkennen, wenn es sich vor ihren Augen abspielt, hat die Gemeinde dieses Ereignis nicht PR-Wirksam ausgeschlachtet. (Wir Evangelen können so etwas ohnehin nicht besonders gut) Und so verschwand die Stadt wieder aus den Medien.

In Limbach-Oberfrohna gibt es aber aber auch noch die Tanzschule Köhler-Schimmel. Diese äußerst rührige Tanzschule organisiert regelmäßig Tanzturniere, bei denen der Besucher nicht nur Profitanz vom Feinsten und ein hochprofessionelles Showprogramm von Gruppen der Tanzschule geboten bekommt, nein, man darf und soll selber auch tanzen. Die Veranstaltung ist quasi ein in einen Ball eingebettetes Tanzturnier. Wir fahren seit ein paar Jahren mit unseren Tanzfreunden dorthin und es ist immer wieder ein Genuss.

Und damit wären wir am Ende des Exkurses und beim Stricken angekommen. Nein, natürlich habe ich nicht auf dem Ball gestrickt, selbst ich kenne Grenzen. Aber auf Hin- und Rückfahrt habe ich je eine Reihe Anemonen gestrickt.10 cm klingt natürlich nach nicht viel, und ehrlich gesagt ist es das auch nicht! Aber da ich die beiden Vorderteile und das Rückenteil zusammenstricke (weil ich zu faul für die Naht bin) ist auch nicht eben wenig, und wenn ich das Ganze in Zahlen ausdrücke sind es bei 45 cm Gesamtlänge satte 2/9 oder 22%. Klingt doch schon viel besser, oder?

Knöpfe habe ich auch im Fundus entdeckt:sie sind ein klein wenig spießig, könnten aber zu dem Muster genau den richtigen altmodischen Touch beisteuern. Außerdem passt die Farbe perfekt. Wenn sie mir an der fertigen Jacke nicht gefallen, finde ich andere.

Unsere beiden Vorstrickerinnen fragen, nach was für Anleitungen wir stricken. Also früher habe ich nur nach aktuellen Zeitschriften gestrickt, aus Büchern nie (Internet gab es damals nicht). Ich erinnere mich, dass ich immer umgerechnet habe und die Sachen irgendwie passten, in den 80ern war ja eh alles weit. Nach wie vor rechne ich um oder passe mein Modell an, indem ich eine Größe stricke, die zu meiner Maschenprobe passt.

Als ich dann wieder mit dem Stricken angefangen habe, habe ich diverse Zeitschriften gekauft, vorwiegend die Rebecca, aus denen ich aber außer des Heidijäckchens nicht gestrickt habe. Keine Ahnung, warum, die Modelle gefallen mir nach wie vor. Vielleicht, weil keines zu der vorhandenen Wolle passt, die ich geerbt habe und zuerst verstricken sollte. Oder weil es Reisekäufe ohne ein bestimmtes Projekt waren. Dann habe ich Drops-Garne und die Anleitungen entdeckt. Und irgendwie auch die Gratis-Anleitungen von Junghans Wolle, die aber kein umfangreiches Archiv haben. Wenn einem ein Modell gefällt, sollte man es sofort herunterladen, sonst ist es weg. Nach letzterem habe ich eine Jacke gestrickt, nach Drops-Anleitung eine Jacke und ein Lace-Tuch. Und dann habe ich die Maße von Strickmustern aus Zeitschriften verwendet, um mit Mustern aus meinen Musterbüchern eingene Modelle zu stricken.

Hier Band zwei von dreien

Der erste Versuch ist nicht so gelungen, das müsste ich noch einmal aufmachen.Irgendwie ist das eine Vorderteil größer als das andere, dadurch passt der (eingestrickte) Ärmel nicht richtig hinein.

Dieses Jäckchen ist der zweite Versuch. Mit Luise gemein habe ich, dass ich eine Strickschrift brauche, daher habe ich mein Muster erst einmal übersetzt. (Klick aufs Bild macht es groß)Sylvia und Luise  und alle anderen KA-Teilnehmerinnen zeigen beim Treffen auf dem MMM-Blog ihre mehr oder weniger fertigen Jäckchen.

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FJKA: Vorstellung

Kaum habe ich es geschafft, meine Pläne aufzuschreiben, ist auch schon der nächste Termin des FJKA herangeeilt. Am Freitag habe ich noch schnell meinen Beitrag gepostet, aber schon am Samstag ist die Entscheidung gefallen: Bei strahlendem Sonnenschein und gelb leuchtenden Krokussen auf dem Beet konnte ich ja nur die gelbe Wolle mit dem Anemonen-Muster auswählen.

Krokus

Ich habe mich dann auch gleich vor der Gartenarbeit eine Stunde lang in die Sonne gesetzt und eine Maschenprobe angefangen, die ich gestern fertiggestellt habe.Maschenpobe Dabei habe ich nicht nur ausprobiert, wie ich die Blüten verteilen will, strickschriftim Buch sind sie mir nämlich zu dicht. Vier Maschen und vier Reihen wie unten in der Probe finde ich jedoch zu weit, also habe ich mich für zwei Maschen und zwei Reihen entschieden. Außendem habe ich noch getestet, wie ich die Kanten stricken will. Ich werde die Knopfleisten gleich anstricken, um keine Angst haben zu müssen, dass die Wolle am Ende nicht reichen könnte. Zum Einfassen der Maschenprobe habe ich also rechts und oben kraus-rechte Maschen und unten und links Perlmuster verwendet. An der Seite macht das Perlmuster einen stabileren Eindruck, deshalb nehme ich es für die Knopfleisten, aber unten werde ich den Rand kraus rechts stricken, das sah irgendwie gleichmäßiger aus.

Dann gab es noch eine kleine Mathe-Stunde: Ich habe einen Jackenschnitt herausgesucht bzw aus diversen Schnitten von Drops und aus der Rebecca zusammengestellt und dann die Quadratzentimeterzahl grob überschlagen = knapp 6500 cm^2 bei großzügiger Berechnung.Der EntwurfDann habe ich die Maschenprobe ausgemessen und gewogen. Wenn ich nichts falsch gemacht habe, sollte ich für das Jäckchen ungefähr 166g Wolle brauchen. Ich habe 210g, also wird es reichen. Jetzt muss ich nur noch die Maschenzahl für die Jacke berechnen, die Höhe wird während des Strickens gemessen, dann kann es losgehen.

Luise und Sylvia haben schon ganz viel gestrickt und auch gerechnet. Was sie und die andern stricken und wie weit sie schon sind kann man auf dem MMM-Blog nachlesen.

FJKA – Frühlingsjäckchen 2017

Nachdem ich gerade vor vier Wochen im Bett mit Erkältung mein Herbstjäckchen fertig gestrickt habe, stürze ich mich gleich wieder in ein betreutes Strick-Projekt und nehme teil am Frühlings-Jäckchen-Knit-Along. Heute geht es um Inspirationen, eventuelle Wollauswahl und einen Plan. Pläne finde ich immer gut, und bei Inspirationen darf man einfach mal unrealistisch herumträumen, das ist auch gut.

Wenn ich realistisch an die Sache herangehe, sollte ich als ausgewiesenen Langsam-Strickerin wohl besser das angefangen Alpaka fertigstellen. Es ist ein Re-Knitt einer Jacke, die ich vor einem Jahr verloren habe,

und ich habe auch schon stolze 12 cm von Vorder-und Rückteil (ich stricke beides in einem und teile erst bei den Armlöchern) fertiggestellt. Dann habe ich die Arbeit unterbrochen, um einen dicken Pulli aus dem Rowan-Magazin anzufangen,dsc_0162 bei dem eine Reihe einen halben Zentimeter hoch ist, um einen schnelleren Erfolg zu produzieren. Wenn ich die Jacke wieder aufnehme, ist sie sicher zum Herbst fertig, wenn sie gebraucht wird, bei der Frühlings-Jacke habe ich gewisse Zweifel, ob ich das Projekt im Zeitrahmen bis zum 16. April fertig bekomme.

Aber hey, realistisch sein ist ja so langweilig! Außerdem habe ich das perfekte Muster für eine Frühlingsjacke gefunden. inspiration

Das Magazin habe ich zwar nicht, aber einen passenden Schnitt zu finden und dann zu berechnen ist ja keine große Kunst. Das Muster habe ich auch schon identifiziert, im heiligen Schachenmayr-Lehrbuch von 1939 heißt es „Anemone“ .strickschrift

Ich habe aus den niedergeschriebenen Reihen eine Strickschrift erstellt, und so sieht es gestrickt aus:nadelstarkentest

Für die Wolle hatte ich keine Banderole, daher habe ich verschiedene Nadelstärken getestet, von unten nach oben: 4; 3,5 und 3, und das oberste Maschenbild gefällt mir am besten. Sie  stammt aus dem Fundus meiner Mutter und war bereits einmal verstrickt. (hier wickele ich sie gerade auf) Koffer Rock 2

Das Garn ist ein ziemlich kratziges Mohairgarn, ich hoffe, dass ich die Jacke am Ende auch noch tragen will. Morgen werde ich die Probe einmal auf einer genauen Waage auswiegen, dann kann ich berechnen, wieviele Quadratzentimeter ich aus meinen etwas über 200g Wolle bekomme und den Schnitt entsprechend entwerfen. (soviel zum Thema träumen!)

Ich hätte durchaus auch Lust, eine Hetty zu stricken, für die Mohair-Wolle hat sie mir aber zu viele Löcher. Ich habe aber noch eine hellrosa Drops Love You aus recycling-Baumwolle da, dsc_0160die ich in einem Anfall von geistiger Umnachtung gekauft habe, denn rosa passt eigentlich überhaupt nicht in meinen Kleiderschrank! Aber für eine Hetty würde die gerade reichen und sehr hübsch sein.

Ich denke aber, dass es die gelbe Jacke wird, die Wolle liegt jetzt schon so lange aufbereitet da und eine Verwendung habe ich auch für eine gelbe Jacke.

Danke an Luise und Sylvia, die diesen Knit-Along , dieses Mal auf dem MMM-Blog moderieren. Der HJKA war schon eine so nette Angelegenheit, das wird es in diesem Frühjahr sicher auch lustig werden.

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