Adventskalender für Kinder 11. Dezember

11. Dezember

„… und ich sage Dir, das Ganze ist mehr als merkwürdig.“ Lena und Markus waren auf dem Nachhauseweg von der Schule.

„Erst die Sache mit Georgs Wunschzettel. Und jetzt die Geschichte mit Caroline. Weder meine Mutter noch mein Vater wollen sie gekauft haben. Und ich glaube nicht, dass meine Eltern mich verscheißern. Papa war völlig erstaunt, als ich davon anfing, also hat Mama ihn nicht irgendwie aufgestachelt.“

„Caroline war dein Stoffhund, nicht?“

„Ja, den ich damals zu Weihnachten bekommen habe, nachdem ich ihn mir von Weihnachtsmann gewünscht habe. Ich erinnere mich noch daran, dass ich ein Bild von dem Hund gemalt habe. Dann habe ich das Bild…“

„…aufs Fensterbrett gelegt“, ergänzte Markus.

„Genau. Und Mama sagt, der Mann auf ihrer Station ist derartig überzeugend, dass sie ihm den Weihnachtmann beinahe abnimmt.“

„Weißt du was, Lena? Lass uns doch mal in den Schwalbenweg gehen und uns die Stelle ansehen, wo Papa den angeblichen Weihnachtsmann aufgegriffen hat. Vielleicht finden wir ja irgendeinen Hinweis, der uns hilft, das Rätsel zu lösen.“

Im Schwalbenweg war jedoch nichts zu sehen. Als sie gerade wieder gehen wollten, fielen Markus zwei Kinder auf. Es waren ein Junge und ein Mädchen und sie schienen in Lisas Alter zu sein. Sie sahen sich sorgsam um, als ob sie etwas suchen würden. Er machte Lena auf sie aufmerksam:

„Schau mal, die beiden dort. Ob sie sich wohl verlaufen haben? Sie scheinen etwas zu suchen.“
„Wenn die man bloß nicht abgehauen sind! Los komm, wir gehen mal rüber. Hallo ihr beiden, habt ihr euch verlaufen? Wo sind denn eure Eltern? Sollen wir euch nach Hause bringen?“

Die beiden Kinder wechselten einen schnellen Blick. Aus der Nähe wirkten sie eigentlich gar nicht mehr so jung, obwohl sie so klein gewachsen waren.

Es war das Mädchen, das antwortete. „Hier in der Nähe soll sich ein Mann als Weihnachtsmann ausgegeben haben“, sagte sie.

Jetzt waren es Markus und Lena, die Blicke tauschten. Aus einem Impuls heraus fragte Markus: „Wie alt seid ihr?“

Wieder ein Zögern, dann sagte der Junge: „Ich bin dreizehn und sie ist zwölf.“

„Wir sind zehn und elf Jahre alt. Ich heiße Markus, das ist Lena.“

„Arne und Svea.“

„Ihr beiden seid nicht von hier, oder? Ich finde es ziemlich merkwürdig, dass ihr euch für diese Angelegenheit interessiert. Woher habt ihr überhaupt von diesem Weihnachtmann-Typen erfahren?“

Arne und Svea gingen ein paar Schritte zur Seite und flüsterten kurz miteinander. Dann kamen sie zurück und Svea sagte:

„Nun, vermutlich werdet ihr uns nicht glauben, aber wir sind Weihnachtswichtel  und kommen vom Nordpol. Wir suchen den Weihnachtsmann, der hier irgendwo gefangen gehalten wird. Und wir könnten Hilfe brauchen.“

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